Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Problemstellung und Gang der Arbeit 1
2. Terminologische Grundlagen 1
3. Messung der Internationalität 3
4. Indikatoren für die Entwicklung internationaler Unternehmenstätigkeit 4
4.1. Entwicklung des Welthandels 4
4.2. Entwicklung der Direktinvestitionstätigkeit 5
4.3. Entwicklung einzelner Unternehmungen 5
5. Struktur und Organisation international tätiger Unternehmungen 6
6. Gründe für die Internationalisierung von Unternehmungen 7
6.1. Der eklektische Ansatz von Dunning 7
6.2. Der Principal-Agent Ansatz 10
6.3. Die Behavioristische Internationalisierungstheorie von Aharoni 11
6.4. Erfolgshypothesen der Internationalisierungstheorien 11
7. Gesamtwirtschaftliche Bedeutung international tätiger Unternehmungen 12
8. Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis V
II
1. Problemstellung und Gang der Arbeit
Die Diskussion über international tätige Unternehmen steht im Zentrum der Globalisierungsdebatte. Diese Unternehmen prägen die Globalisierung durch den weltweiten Transfer von Technologie, Kapital und Managementwissen. Kritiker werfen den internationalen Konzernen vor, auf Kosten von Umwelt und Bevölkerung im In- und Ausland rücksichtslos den shareholder value zu steigern, Befürworter sehen in ihnen die Möglichkeit, effizient und kostengünstig zu produzieren, technischen Fortschritt zu verbreiten und die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Aufgrund dieser Kontroverse scheint es geboten, die Entwicklung internationaler Unternehmungen und deren Bedeutung für Industrie- und Entwicklungsländer genauer zu untersuchen.
Im ersten Schritt wird dabei der Begriff der international tätigen Unternehmung definiert und eingeordnet. Danach soll die Entwicklung der internationalen Unternehmenstätigkeit anhand empirischer Daten aufgezeigt werden. Hauptteil 5 gibt einen kurzen Überblick, wie sich die Organisation von Unternehmungen im Laufe des Lebenszyklus entwickelt. Antworten auf die Frage, warum Unternehmen international tätig werden, liefern Internationalisierungstheorien, von denen die bedeutendsten im sechsten Kapitel dargestellt werden. Im Schlussteil sollen die Auswirkungen der Existenz und die Bedeutung multinationaler Unternehmungen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht näher beleuchtet werden.
2. Terminologische Grundlagen
Zu Beginn der Arbeit ist zu definieren, was unter dem Begriff "international tätige Unternehmung" zu verstehen ist. In einer weiten Definition bedeutet dies, dass die betreffende Unternehmung Wirtschaftsbeziehungen mit ausländischen Wirtschaftssubjekten unterhält. 1
Diese Definition wird jedoch als zu weitgehend betrachtet, da ein großer Unterschied darin besteht, ob eine Unternehmung im Inland produziert und die Produkte
1
nur ins Ausland exportiert oder ob sie über eigene Produktionspotentiale im Aus-land verfügt. Daher wird das Vorhandensein von ausländischen Produktionsstätten als konstitutives Merkmal der internationalen Unternehmung angesehen. 2 Dieses Kriterium wird weltweit von ca. 44.000 Unternehmungen erfüllt, die über 280.000 Tochtergesellschaften im Ausland verfügen. 3
Produktion im Ausland stellt an das Management ungleich höhere Anforderungen als reiner Export: Die Unternehmung bewegt sich dann in einem heterogenen Umfeld, unterschiedliche rechtliche, politische und kulturelle Systeme sind zu berücksichtigen, da sie einen wesentlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg ausüben. Durch das Auslandsengagement ist die Unternehmung politischen Risiken, Währungs- und Eigentumsrisiken und mitunter auch Risiken für Leib und Leben der Angestellten ausgesetzt. Kapital, Wissen und Humanressourcen sind über Ländergrenzen hinweg zu transferieren und zu organisieren. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Anpassung an die lokalen Gegebenheiten und internationaler Standardisierung, sowie zwischen Dezentralität und Zentralität in Organisations- und Entscheidungsstrukturen. 4
Multinationale Unternehmungen müssen nicht unbedingt große Konzerne sein, die häufig als Feindbild der Globalisierungskritiker herhalten müssen. Gerade in jüngster Zeit wagen immer mehr kleine Unternehmungen den Schritt der Internationalisierung. Diese „Mini-Multinationals“ sind häufig Spezialisten für bestimmte Produkte und besetzen damit äußerst lukrative Nischen. 5
Bei der geographischen Verteilung der Heimatnationen der 500 größten multinationalen Unternehmungen dominieren die USA, Europa und Japan. Aus Entwicklungsländern stammen nur sehr wenige Unternehmen. 6
1 Vgl. Glaum, M. (1996), S. 7.
2 Vgl. Glaum, M. (1996), S. 7.
3 Vgl. Hemmer, H.-R. (2002), S. 331.
4 Vgl. Rugman, A.M. (2003), S. 37.
5 Vgl. Hill, C.W.L. (2003), S. 20f.
6 Vgl. Rugman, A.M. (2003), S. 38f.
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Arbeit zitieren:
Wolfgang Grimme, 2004, Entwicklung und Bedeutung international tätiger Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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