Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
1. PROBLEMSTELLUNG 1
2. GRUNDSÄTZLICHE ÜBERLEGUNGEN ZUR
UNTERNEHMENSWERTBESTIMMUNG 1
3. VERFAHREN ZUR UNTERNEHMENSWERTBESTIMMUNG 2
3.1. Statische Verfahren 2
3.2. Dynamische Verfahren. 3
3.3. Weitere Verfahren 4
4. EINFLUßFAKTOREN AUF DEN UNTERNEHMENSWERT 5
4.1. Unternehmensbewertung als Mehrebenen-Problem 5
4.2. Auswirkungen der internationalen Besteuerung 7
4.3. Formen der Finanzierung und Finanzmittelrückführung 8
4.4. Transferpreise 9
4.5. Länderrisiken 10
4.6. Wechselkursrisiken und Hedging. 11
5. ANWENDUNG DER BEWERTUNGSVERFAHREN 13
5.1. DCF-Verfahren 13
5.2. Weitere Verfahren 15
6. ZUSAMMENFASSUNG 16
LITERATURVERZEICHNIS : IV
II
Abkürzungsverzeichnis
APV
Aufl. CAPM
d.h. DCF Discounted Cash Flow EBITA Earnings before interest, taxes and goodwill amortization et al. et alia/et alii f./ff. folgende/fortfolgende FDI Foreign Direct Investment i.d.R. in der Regel IRC Internal Revenue Code IRS Internal Revenue Service KBV Kurs-Buchwert-Verhältnis KCV Kurs-Cash-Flow-Verhältnis KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis M&A Mergers & Acquisitions NBW Nettobarwert NPV Net present value Rn. Randnummer S. Seite u. und u.U. unter Umständen vgl.
WACC z.B. zum Beispiel z.T. zum Teil III
1. Problemstellung
Die Bewertung von ausländischen Unternehmen gewinnt im Zuge der verstärkten Globalisierung zunehmend an Bedeutung. Im Vergleich zur Bewertung nationaler Unternehmen spielen bei der Unternehmensbewertung im internationalen Kontext zusätzliche Faktoren eine Rolle, welche die Komplexität des Bewertungsprozesses weiter erhöhen.
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, diese Faktoren zu systematisieren und die in der Literatur angeführten Möglichkeiten zur Unternehmenswertbestimmung internationaler Unternehmen zu analysieren.
Nach einer Einführung mit grundsätzlichen Überlegungen werden die gebräuchlichsten Bewertungsverfahren in gebotener Kürze dargestellt, der Hauptteil konzentriert sich auf die Einflußfaktoren, welche die Bewertung internationaler Unternehmen entscheidend bestimmen, sowie die Besonderheiten bei der Anwendung von Bewertungsverfahren auf internationaler Ebene. Zum Abschluß erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
2. Grundsätzliche Überlegungen
In der Vergangenheit wurde kontrovers diskutiert, ob es einen objektiven Unternehmenswert geben könne. 1 Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß es den „einen“, „richtigen“ Unternehmenswert nicht gibt. 2 Vielmehr ist der Unternehmenswert abhängig vom jeweiligen Betrachter und dessen Verwendungszweck.
Als unterste Wertgrenze (objektivierter Unternehmenswert) ist der going concern- Wertanzusehen, der als Ertragswert unter Beibehaltung der jetzigen Geschäftsführung und -strategie definiert sei. Für die individuelle Bewertung spielen jedoch Synergieeffekte und der Wert strategischer Optionen eine Rolle, die den Unternehmenswert über den objektivierten Wert hinaus erhöhen können (subjektiver Unternehmenswert). 3 Bei der Bewertung im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses ist darauf hinzuweisen, dass die z.T. immensen Kosten der Integration, insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen, 4 oft nicht ausreichend berücksichtigt werden. Sind diese größer als der Wert strategischer Optionen und der Synergieeffekte, wird letztendlich Wert vernichtet.
1 Vgl. Suckut, S. (1992), S. 8f.
2 Vgl. Pereiro, L.E. (2002), S. 33, der in diesem Zusammenhang vom
„valuation myth“ spricht.
3 Vgl. Suckut, S. (1992), S. 15.
4 Vgl. Starp, W.-D. (2002), Rn. 353f., S. 473f.
1
3. Verfahren zur Unternehmenswertbestimmung
3.1. Statische Verfahren
Das wichtigste statische Verfahren ist die Substanzwertmethode. Bei diesem Verfahren werden die Vermögensgegenstände einzeln zu deren Wiederbeschaffungswert bewertet. Damit wird jener wertmäßige Betrag bestimmt, der dazu notwendig ist, die Unternehmung „auf der grünen Wiese“ 5 neu aufzubauen.
Die Substanzwertmethode ist zu kritisieren, da neben den bilanzierten materiellen Werten zum unternehmerischen Erfolg immaterielle Werte, selbsterstellte Leistungen und in Humankapital gebundenes Know-how entscheidend beitragen. Weiterhin läßt diese Art der Bewertung vollständig außer Acht, daß ein Investor nicht an der Unternehmung als solche interessiert ist, sondern an den Zahlungsströmen, die sie generiert. Daher ist dieses Verfahren für die Betrachtung der Unternehmung als going concern ungeeignet.
Das Liquidationswertverfahren gleicht methodisch der Substanzwertmethode. Allerdings wird hierbei berücksichtigt, daß bei einer Liquidation aufgrund des erzwungenen Verkaufs geringere Erlöse beim Verkauf von Vermögensgegenständen entstehen. 6 Auf theoretischer Ebene bei der Entscheidung, ob eine Unternehmung fortgeführt oder liquidiert werden sollte (Liquidationswert = Substanzwert abzüglich Liquidationskosten > Nettobarwert der Einzahlungsströme) ist dieses Verfahren anwendbar.
3.2. Dynamische Verfahren
Bei den dynamischen Verfahren wird der zeitliche Anfall der Zahlungsströme berücksichtigt. Anhand von abdiskontierten Zahlungsströmen kann die Wertung verschiedenartiger Assets erfolgen, z.B. Unternehmensanteile, Projekte oder ganze Unternehmungen. 7
Die Dividendenbarwertmethode geht von dem pragmatischen Ansatz aus, daß ein Investor eine Unternehmung nach dem ihm zufließenden Zahlungsstrom bewertet.
5 Ballwieser, W. (1993), S. 169.
6 Vgl. Ballwieser, W. (1993), S.169.
7 Weitere Verfahren der Investitionsrechnung, z.B. die Annuitäten-
methode zählen ebenso zu den dynamischen Verfahren, allerdings sind
sie für die Bestimmung des Unternehmenswertes eher ungeeignet und
werden daher in dieser Arbeit nicht weiter betrachtet.
2
Arbeit zitieren:
Wolfgang Grimme, 2003, Die Besonderheiten der Unternehmensbewertung im internationalen Kontext, München, GRIN Verlag GmbH
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