" '("()' ,,'-"( /" 01 2 (" 03 401 , 3 5( '6-'31"3. 73. 8'7 6-1"3.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2 Migrationstheorien 6
2.1 Theorie der Neoklassische konomie 6
2.2 Theorie des dualen Arbeitsmarktes 8
2.3 Theorie der Neuen Migrations konomie 9
2.4 Weltsystemtheorie und Neomarxismus 10
2.5 Theorie der Migrationsnetzwerke 12
2.6 Transnationale R ume und Identit ten 13
2.7 Gender 14
2.8 Bewertung der Theorien 16
2.9 Erkl rungsans tze zur Remigration 18
3. Geschichtlicher berblick Griechenland und
Deutschland 21
3.1 Geschichtlicher berblick der Migrationspolitik
Deutschlands 21
3.1.1 Arbeitsmigration in Deutschland ab 1950 23
3.1.1.1 Arbeitskr ftemangel Anfang der 1950er
Jahre 23
3.1.1.2 8 ' /-" ' '( KF3J'()73 L 73. KM0 " 03L
von 1955 bis 1973 25
NONON 8 ' KP03 01 '(73 4-" 'L ") OQR 29
3.1.1.4 Die Verdr ngungsphase ab Anfang der
1980er Jahre 32
3.1.2 Flucht und Asyl 34
3.2 Geschichtlicher berblick der Politik
Griechenlands 36
3.2.1 Politische Entwicklung Griechenlands nach
dem 2. Weltkrieg 36
3.2.1.1 Ausgangslage nach dem 2.
C '1 ,( ' SOQ 2 OQT: 36
2
9 ,,'-"( /" 01 : : ? '(ABB'3 1 6-73 73. C' '(D'()(' 73 2"76- 3 E' 1'3 ? ' '(
Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers
" '("()' ,,'-"( /" 01 2 (" 03 401 , 3 5( '6-'31"3. 73. 8'7 6-1"3.
3.2.1.2 Rechtsgerichtete Herrschaft und
UC "-147 6-VS OQT: 2 OQW 38
3.2.1.3 Demokratischer Wandel, Zypern-Krise
73.*UPA3$#%47&%6-V*OQW<*2*OQWR 40
N :NON 1 X(Y73 " OQWR 2 OQR 43
N :NONT MG6,,'-( '( 8'H0,(" 'S OQR ) -'7 ' 45
3.2.1.6 Zusammenfassung der griechischen
Politikgeschichte 46
3.2.2 Migrationspolitik Griechenlands 47
3.2.2.1 Wirtschaftliche Voraussetzungen 48
3.2.2.2 Griechische Migrationspolitik ab 1960 49
N :N:N 5( '6- 6-' /01 , BG( M'H (" 03 51
3.2.2.4 Griechische Migrationspolitik ab 1975 52
3.3 Migrationsrelevante Gegebenheiten in der
griechischen und deutschen Geschichte 54
3.4 Wanderungsbewegungen zwischen Griechenland
und Deutschland 56
4. Zusammenhang zwischen Politik und Wanderungs-
bewegungen 61
5. Empirische Untersuchung 66
5.1 Darstellung der empirischen Untersuchung 66
5.1.1 Fragestellung 66
5.1.2 Wahl der Untersuchungsmethode /
Erhebungsinstrument 67
5.1.3 Vorstellung des Fragebogens 68
5.1.4 Verbreitung der Frageb gen 70
5.1.4.1 Verteilung per Post oder durch
pers nliche Weitergabe 70
5.1.4.2 Verteilung per e-mail 71
5.1.4.3 Summe der verteilten Frageb gen 73
5.1.5 Stichprobe 73
TNONW MG6,1"7B 74
5.1.7 Datenauswertung 75
5.2 Auswertung der Befragung 76
5.2.1 Vorstellung der Stichprobe 76
3
9 ,,'-"( /" 01 : : ? '(ABB'3 1 6-73 73. C' '(D'()(' 73 2"76- 3 E' 1'3 ? ' '(
Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers
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5.2.2 Jahr der Auswanderung und Alter bei Aus-
TN:N<*5(G3.'*BG(*.$'*F7%J"3.'(73#
TN:N
TN:N
5.2.4 Soziale Netzwerke
5.2.5 Geplante und tatschliche Aufenthaltsdauer
TN:NW*C$11,0HH'3%#'BG-1*73.*[$1B'*.7(6-*.'3*\&""&
TN:NR*I("#'3*]7(*MG6,,'-(*3"6-*5($'6-'31"3.
5.3 Vergleich der Untersuchungsergebnisse mit den
angenommenen Zusammenhngen 95
Literaturverzeichnis 99
Anhang
1. Begleitschreiben des Fragebogens
2. Fragebogen
Eidesstattliche Versicherung 114
4
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Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers!
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1. Einleitung
^3* .'(* @0()'('$&73#* ]7(* HG3.1$6-'3* /(GB73#* .'(* !"#$%&'(? _J$%6-'34(GB73#* -")'* $6-* H$6-* H$&* .'H* E-'H"* .'(* Migrationsgeschichte Spaniens beschftigt, da ich im Laufe meines \&7.$7H%* '$3* J'$&'(#'-'3.'%* ^3&'('%%'* BG(* !$#("&$03%")1X7B' entwickelt habe. Aufgrund einer lange bestehenden persnlichen @0(1$')'*BG(*5($'6-'31"3.S*J'16-'*.7(6-*P03&",&'*]7*5($'6-'3*$3 Deutschland entstand, beschftigte ich mich in der Folge mit dem Thema der Migrationsgeschichte Griechenlands. Dabei fand ich B"%&*"7%%6-1$'`1$6-*a$&'("&7(S*.$'*%$6-*H$&*.'(*M011'*5($'6-'31"3.% als eines der Anwerbelnder whrend der sogenannten Phase .'(* 5"%&"()'$&* )'%6-XB&$#&'N* 8'3306-* 1$'`* H$6-* .$'%'%* E-'H" nicht los, wodurch die Idee entstand, es in den Mittelpunkt meiner Magisterarbeit zu stellen.
Die vorliegende Magisterarbeit beschftige sich daher mit dem Thema der Migrationspolitik in Bezug auf Emigranten 1 , die von Griechenland nach Deutschland emigriert, und Remigranten, die "7%* 8'7&%6-1"3.* 3"6-* 5($'6-'31"3.* ]7(G6,#','-(&* %$3.N* @03 )'%03.'('H*^3&'('%%'*%$3.*.")'$*.$'*!0&$D'*BG(*.$'*Wanderungs-)'J'#73#'3N* 8$'* !0&$D'* BG(* .$'* !$#("&$03* ,A33'3* '$3'3 MG6,%6-17%%* ."("7B* '(1"7)'3S* $3J$'J'$&* .$'* .'7&%6-'3* 73.* .$' #($'6-$%6-'3* !$#("&$03%401$&$,'3* BG(* .$'%'* Wanderungsbewegungen eine Rolle gespielt haben und inwieweit die politischen
Gruppenbeschreibungen im m er nur die m nnliche Schreibweise verwendet. Dies
soll keine W ertung bedeuten, es sind dam it im m er gleichberechtigt sowohl Frauen
als auch Mnner gem eint. Sofern Unterschiede zwischen Frauen und Mnnern
dargestellt werden sollen, wird dies gesondert benannt.
5
9*+,,'-"(.*/"%%01&*:;;<=:;;>*?*@'(ABB'3&1$6-73#*73.*C'$&'(D'()('$&73#*2"76-*$3*E'$1'3*?*.$'%'(
Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers!
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Verhltnisse in Griechenland Einfluss auf die Migrationsbewegungen hatten.
F1%* 5(73.1"#'* BG(* .$'* E-'H"&$,* J$(.* $H* ]J'$&'3* P"4$&'1* '$3' Z)'(%$6-&* G)'(* .$'* J$6-&$#%&'3* &-'0('&$%6-'3* F3%X&]'* ]7( Migration gegeben.
Im dritten Teil der Arbeit werden einerseits die Migrationsgeschichte Deutschlands und andererseits die politischen und migrationspolitischen Entwicklungen Griechenlands nach dem Zweiten Weltkrieg dargestellt.
^H*D$'(&'3*F)%6-3$&&*J$(.*73&'(*_7-$1B'3"-H'*D03*\&"&$%&$,'3*G)'( die Wanderungsbewegungen zwischen Deutschland und Griechenland untersucht, ob sich ein Zusammenhang mit den Migrationsbewegungen aus den zuvor dargestellten politischen Entwicklungen der Nachkriegsgeschichte ablesen lsst.
Zu dem Thema dieser Arbeit war trotz intensivierter Suche J'$&'(-$3* 37(* %'-(* J'3$#* 2* ]7H$3.'%&* .'7&%6-?* 73. '3#1$%6-%4("6-$#'*2*a$&'("&7(* ]7*B$3.'3S* .$'* %$6-* H$&* .'3* !0&$D'3 .'(* #($'6-$%6-'3* !$#("3&'3* BG(* $-('* +H$#("&$03* 73.* BG(* $-(' Remigration beschftigt. Daher sind mit Hilfe eines Fragebogens Griechen befragt worden, die zumindest zeitweilig nach Deutschland ausgewandert sind.
8$'* .7(6-#'BG-(&'* b'B("#73#* D03* #($'6-$%6-'3* !$#("3&'3* 73. M'H$#("3&'3*J$(.*$H*BG3B&'3*E'$1*.'(*F()'$&*"7%BG-(1$6-*D0(#'%&'11& und ausgewertet.
6
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Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers!
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2. Migrationstheorien
F1%* b'#(G3.'(* .'(* !$#("&$03%B0(%6-73#* J$(.* H'$%&* +(3'%&* 5N M"D'3%&'$3*#'3"33&S*.'(*)'('$&%*]J$%6-'3*OccT*73.*OccQ*.$'*U%$')'3 !$#("&$03%#'%'&]'V*B0(H71$'(&'N 2 Ravenstein sah die Migration noch in erster Linie als demographisches Phnomen, wohingegen sich heute auch Soziologen, konomen, Ethnologen, Anthropologen und Politologen mit diesem Bereich befassen. Angesichts dieser Zahl von Forschungsrichtungen, die sich mit dem Thema der Migration befassen, ist es nicht verwunderlich, dass es '$3'* #(0`'* F3]"-1* 73&'(%6-$'.1$6-'(* F3%X&]'* ]7(* !$#("&$03%&-'0($' gibt.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen im Folgenden nur einige der wichtigsten Migrationstheorien und Forschungsanstze vorgestellt werden.
2.1 Theorie der Neoklassischen konomie
Die neoklassischen Migrationstheorien gelten als die ltesten Anstze, um Migrationsbewegungen umfassend zu erklren. Die
H $#($'(&* 37(* G)'(* ,7(]'* 8$%&"3]'3* 73.* '&")1$'(&* .")'$* K\&(AH '* .'(* !$#("&$03L* $3
urbane Zentren. 2. Dies verursacht Verlagerungs- und Entwicklungsprozesse bei
der Bevlkerung in den Sende- und den Em pfngerlndern. 3. Die Prozesse der
Verdrngung und Aufnahm e von M igranten bedingen sich gegenseitig. 4. Es
entwickeln sich M igrationsketten im Laufe der Zeit. 5. !$#("&$03%,'&&'3* BG-('3* ]7(
Auswanderung in Richtung der jeweiligen Zentren von Handel und Industrie. 6. \&".&)'J0-3'(*%$3.*J'3$#'(*"3BX11$#*BG(*!$#("&$03*"1%*.$'*1X3.1$6-'*b'DA1,'(73#N*RN
Frauen neigen weniger zur M igration als Mnner. Faist, 1997, S.65 7
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Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers!
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neoklassische konomie basiert auf der berzeugung, dass F7%J"3.'(73#* BG(* '$3]'13'* !'3%6-'3* .7(6-* .$'* 5'%"H&-'$&* D03 bestimmten Differenzen zwischen der Auswanderung- und der Einwanderungsregion verursacht wird. 3 Auf der Makroebene betrachten die neoklassischen Migrations-theorien die Wanderungen als Ergebnis einer Ungleichzeitigkeit von Angebot und Nachfrage an Arbeitskrften. Whrend Regionen mit #(0`'H* F()'$&%,(XB&'40&'3]$"1* '$3* 3$'.($#'%* a0-33$D'"7* "7BJ'$%'3S sei es in Regionen mit einem geringen Arbeitskrftepotential genau umgekehrt. Diese Lohnunterschiede veranlassen nach diesem Ansatz Arbeiter, in die Region mit den hheren Lhnen zu wandern, und tragen dadurch zur Herstellung eines Gleichgewichtes sowohl der Lhne als auch des Arbeitskrfteangebotes bei. Auf der Mikroebene entscheidet sich das einzelne Individuum nach einem individuellem Vergleich zweier Regionen, in die Region zu H$#($'('3S* $3* .'(* .$'* #(A`&'3* d'&&0D0(&'$1'* ]7* '(J"(&'3* %$3.S* '% -"3.'1&*3"6-*.'H*/($3]$4*'$3'%*Ue,030H$%6-'3*M"&$03"1$%H7% 4 .
d')'3* .'(* 5(73.G)'(]'7#73#S* ."%%* $3* '(%&'(* a$3$' +$3,0HH'3%73&'(%6-$'.'* 73.* .'('3* F7%H"`* ."BG(* '3&%6-'$.'3. sind, wie viele Emigranten den Immigrationsmarkt betreten, werden von neoklassischen Anstzen nur vereinzelt Faktoren wie finanzielle Mglichkeiten, Alter, Beruf, politischer Hintergrund und familire Beziehungen auf Seiten des Migranten sowie das realisierbare Einkommen, die Arbeitslosenrate und die Integrationspolitik auf \'$&'3* .'(* +$3J"3.'(73#%('#$03* "1%* +3&%6-'$.73#%#(G3.'* H$& )'(G6,%$6-&$#&N
8
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2.2 Theorie des dualen Arbeitsmarktes
Die Theorie des dualen Arbeitsmarktes von Piore versucht Migration von der Nachfrageseite zu erklren. Die Theorie beruht auf der Annahme, dass die Arbeitsmrkte in den Industrielndern einer Zweiteilung in einen primren und einen sekundren Arbeitsmarkt unterliegen. Der primre Sektor besteht dabei aus relativ gut bezahlter, abgesicherter und vor allem auch gesellschaftlich angesehener Arbeit, whrend die Arbeit im sekundren Sektor meist schlechter bezahlt und gesellschaftlich nicht besonders geachtet ist und zudem auch nur geringe Aufstiegschancen bietet. Insbesondere wegen dieses niedrigen sozialen Status versuchen einheimische Arbeitskrfte diesen sekundren Sektor zu meiden und versuchen, Arbeit im primren Sektor zu bekommen. Durch diese Tendenz entsteht am unteren Ende der Arbeitsplatzhierarchie ein Arbeitskrftemangel 5 .
Dieser Mangel wird zu beheben versucht, indem auslndische Arbeitskrfte angeworben werden. Da diese Arbeitskrfte davon ausgehen, dass ihr Engagement auf dem sekundren Arbeitsmarkt und der Aufenthalt im fremden Land nur befristet sind, ist es ihnen zunchst mglich, ihre soziale Identitt und die ihnen durch ihre Arbeit zugewiesene gesellschaftliche Stellung voneinander zu trennen 6 .
Die Theorie des dualen Arbeitsmarktes erklrt das Phnomen Migration also im Gegensatz zur neoklassischen Theorie, indem fast "7%%6-1$'`1$6-* .'(* F()'$&%,(XB&')'."(B* .'(* F7B3"-H'1X3.'(
9
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betrachtet wird. Individuelle Migrationsentscheidungen werden dabei nicht oder kaum beachtet 7 .
2.3 Theorie der Neuen Migrationskonomie
Im Mittelpunkt des Ansatzes der neuen Migrationskonomie steht die Familie, die einzelne Familienmitglieder in andere Regionen oder Lnder entsendet. Es wird also nicht nur das wandernde Individuum, %03.'(3* $3%)'%03.'('* .'%%'3* I"H$1$'* "1%* ('1'D"3&'* +)'3'* BG(* .$' Untersuchung der Migrationsentscheidung angesehen. Weiter geht .$'%'(* F3%"&]* ."D03* "7%S* ."%%* BG(* F()'$&%H$#("&$03* "76-* I",&0('3 J$'* f3%$6-'(-'$&S* M$%$,0D'(H$3.'(73#* 0.'(* U('1"&$D'* @'("(H73#V 8 )'(G6,%$6-&$#&* J'(.'3* HG%%'3N* !$#("&$03* $%&* 3"6-* .'(* 3'7'3 Migrationskonomie weniger, wie von den Neoklassikern angenommen, eine Reaktion auf Lohndifferenzen zwischen zwei Sektoren, sondern eine Reaktion auf nicht funktionierende Versicherungs- und Kapitalmrkte in den Herkunftslndern 9 . Das Auswandern eines Familienmitgliedes, welches in der Fremde Geld D'(.$'3'3* %011S* %&'11&* BG(* .$'* I"H$1$'* 0B&H"1%* .$'* '$3]$#'* !A#1$6-,'$& der Risikoabsicherung und der Kapitalbeschaffung dar. Nach der 3'7'3* !$#("&$03%A,030H$'* %&'-'3* "1%0* BG(* .$'* H$#($'('3.'* /'(%03 die Geldtransfers an die Familie im Herkunftsland, bzw. der
nicht besitzt, gleichzeitig eine oder m ehrere andere Personen sieht, die dieses
57&'* )'%$&]'3S* '%* %'1)%&* #'(3'* )'%$&]'3* H A6-&'* 73.* .$'%* "76-* BG(* '(('$6-)"(* -X1&N
Stark, 1991, S. 102
10
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Herkunftsregion, im Zentrum des Interesses 10 . Gleichzeitig sind diese 5'1.&("3%B'(%* 0B&H"1%* .$'* )'%&'* U!$#("&$03%J'()73#VS* %0* ."%%* "76- andereFamilienangehrige oder Personen aus dem Umfeld des Migranten ebenfalls migrieren 11 .
2.4 Weltsystemtheorie und Neomarxismus
Die Weltsystemtheorie geht von einem makrostrukturellen, soziologischen Ansatz aus 12 , ihr Ursprung liegt in der Dependenz-theorie, aus der sie in den 1960er Jahren entstanden ist 13 . Nach dem Ansatz der Weltsystemtheorie entsteht Migration aufgrund des bergreifens des Kapitalismus auf ein bis dahin nicht kapitalistisch organisiertes Land. Dabei werden durch den kapitalistischen Weltmarkt die bestehenden sozialen und konomischen Strukturen des Landes zerstrt und den Menschen dort ihre angestammte Lebensgrundlage entzogen. Dadurch werden sie zu Lohnarbeitern und migrieren daraufhin in die Stdte oder in andere Lnder 14 .
\G.'3%*$3*'$3'(*A,030H $%6-'3*F)-X3#$#,'$&*]7*.'3*aX3.'(3*.'%*d0(.'3%*%&'-'3N
8$'* %G.1$6-'3* aX3.'(* J'(.'3* "1%* M0-%&0BB1$'B'("3&'3* 73.* "1%* )$11$#'* /(0.7]'3&'3
ausgenutzt, ohne dass sich ihre eigene W irtschaft dadurch weiterentwickeln kann 0.'(*%$6-*.$'*%0]$"1'3*5'#')'3-'$&'3*D'()'%%'(3*JG(.'3N
11
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Migration wird nach dieser Theorie als ein Subsystem des C'1&H"(,&'%* #'%'-'3S* "7B* '$3'H* UC'1&H"(,&* BG(* F()'$&%,("B&V 15 . Auf diesem Weltmarkt werden die Arbeitskrfte gehandelt, wobei immer Bedarf nach neuen Arbeitskrften besteht, da diese in der Regel am billigsten sind. Nach der Weltsystemtheorie entsteht Migration nicht allein durch die Existenz von Lohndifferenzen, sondern wird von Industrie und Staaten hervorgerufen, die dadurch ihre Kosten senken knnen. Staatsgrenzen nehmen in diesem Prozess weniger die Funktion eines Hindernisses ein, sondern dienen eher als selektiver Filter, der die rechtliche und politische Position der Migranten schwcht 16 .
Nach Ansicht dieser Theorie hngen die aktuellen Prozesse der Globalisierung und Migration im Wesentlichen auf drei Eben unmittelbar zusammen. Erstens beschleunigen die Globalisierungsdynamiken die Entwurzelung von Menschen in der Peripherie. Zweitens werden durch die Formierung eines transnationalen Raums, der durch die globalen Bewegungen von z.B. Kapital, 5G&'(3S* 8$'3%&1'$%&73#'3* 73.* ^3B0(H"&$03'3* #'%6-"BB'3* J$(.S Mobilittsbarrieren beseitigt. Drittens entsteht durch die
510)"1$%$'(73#* '$3* $HH'(* 3'7'(* b'."(B* "3* Kmarginalisierter F()'$&%,("B&L* $3* .'3* _'3&('3S* J"%* .$'* $3&'(3"&$03"1'* !$#("&$03 frdert 17 .
12
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2.5 Theorie der Migrationsnetzwerke
Die Theorie der Migrationsnetzwerke beschftigt sich im Gegensatz zu den anderen bislang dargestellten Theorien nicht mit der Entstehung von Migrationsbewegungen, sondern mit dem Andauern und der Selbstreproduktion von Migration 18 . Zu den anfnglichen Faktoren, die eine Migration auslsen knnen, kommen nach dieser Theorie weitere Faktoren wie Verwandtschafts-und Bekanntschaftsstrukturen hinzu. Einmal gewanderte
Familienmitglieder oder Bekannte ermutigen andere, auch zu wandern, und stimulieren so zum einen die Migration und beeinflussen zum anderen deren Richtung. So kann es zu Kettenwanderungen kommen, bei denen dem Migranten jeweils Verwandte oder Bekannte nachfolgen 19 .
Migrationsnetzwerke bieten den spter folgenden Migranten mehrere @0(&'$1'N*87(6-*7HB"3#('$6-'('*73.*)'%%'('*^3B0(H"&$03'3*G)'(*."% Zielland oder die Zielregion nimmt das Migrationsrisiko ab, die finanziellen Kosten sinken dadurch, dass die zuvor migrierten Personen bei der Vermittlung von z.B. Wohnung und Arbeit behilflich sein knnen, und auch die psychosozialen Eingewhnungsprobleme im Zielland werden geringer, da der Migrant bei Verwandten und b',"33&'3*'$3'3*#(A`'('3*MG6,-"1&*D0(B$3.'& 20 . Durch die Netzwerke wird zwar nicht in jedem Fall der Entschluss zur C"3.'(73#* G)'(-"74&* '(%&*-'(D0(#'(7B'3S* '%* ,"33* ")'(* '$3* %016-'(
13
9*+,,'-"(.*/"%%01&*:;;<=:;;>*?*@'(ABB'3&1$6-73#*73.*C'$&'(D'()('$&73#*2"76-*$3*E'$1'3*?*.$'%'(
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Entschluss dadurch verstrkt werden. Insbesondere das Ziel der Wanderung wird durch bestehende Kontakte stark beeinflusst 21 .
2.6 Transnationale Rume und Identitten
Aufbauend auf der Theorie der Migrationsnetzwerke ist als neuester Forschungsansatz das Thema der Entstehung von transnationalen Rumen und Identitten aufgekommen. Auch nach diesem Ansatz sind internationale Wanderungen nicht nur eine Folge der Globalisierung, sondern sind eine Triebfeder der Globalisierung, da sie traditionelle Raumvorstellungen, Identitten und
\&""&%)G(#'(%6-"B&%,03]'4&'*$3*I("#'*%&'11'3 22 . 8")'$* J$(.* )'0)"6-&'&S* ."%%* #('3]G)'(%6-('$&'3.'* !$#("3&'3* $-( Leben immer hufiger zwischen mehreren geographischen Rumen aufteilen, ihre sozialen Rume verlieren so ihre exklusive Bindung an '$3'3*'$3]'13'3*h(&*73.*D'(&'$1'3*%$6-*%&"&&.'%%'3*G)'(*H'-('('*h(&' oder Regionen. Diese so genannten Transmigranten gehren damit im Gegensatz zu den klassischen Einwanderern Haushalten an, die in mindestens zwei Staaten angesiedelt sind, sie unterhalten soziale wie konomische Beziehungen zu Gemeinden im Herkunfts- und im Zielort.
Die Migrationsbewegungen sind nach diesem Ansatz davon gekennzeichnet, dass die Migranten zunehmend zwischen ihrem ['(,73B&?* 73.* _$'10(&* -$3* 73.* -'(* U4'3.'13VS* 0.'(S* %0B'(3* %$'* "H Zielort bleiben, starke Verbindungen zum Herkunftsort halten 23 .
14
9*+,,'-"(.*/"%%01&*:;;<=:;;>*?*@'(ABB'3&1$6-73#*73.*C'$&'(D'()('$&73#*2"76-*$3*E'$1'3*?*.$'%'(
Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers!
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2.7 Gender
Bis in die 1970er Jahre wurden Frauen in der Literatur zur internationalen Migration so gut wie nicht betrachtet. Die Migration D03* I("7'3* J7(.'* H'$%&* 37(* "1%* U")-X3#$#'* !$#("&$03V J"-(#'30HH'3S* D'(%&'6,&* -$3&'(* .'3* b'#($BB'3* U['$H"&B"H$1$'V* 0.'( UI"H$1$'33"6-]7#V 24 . Dies vernachlssigte, dass in einigen Migrationsbewegungen Frauen nicht nur den gleichen Anteil an den Bewegungen hatten, sondern z.T. sogar die Hauptgruppe der migrierenden Personen bilden oder bildeten. Erst in den letzten gut zwei Jahrzehnten sind Frauen als eigenstndige Gruppe in der !$#("&$03%B0(%6-73#*]73'-H'3.*$3*.'3*b1$6,473,&*#'(G6,&N 8")'$* HG%%'3* 5'3.'(?0($'3&$'(&'* I0(%6-73#'3* 3$6-&* ]J"3#%1X7B$# eine eigene Theorie darstellen, sondern knnen sich, unter besonderer Beachtung des Geschlechts, anderer Theorieanstze bedienen.
Der Ansatz der Gender-bewussten Forschung besteht in der Frage, ob geschlechterspezifische Asymmetrien auf konomischer, soziokultureller oder politischer Ebene Bedingungen und Mglichkeiten weiblicher Mobilitt schaffen, diese einschrnken oder zu unterschiedlichen Auswirkungen von Migration auf Mnner und I("7'3*BG-('3*,A33'3 25 . Solche strukturellen Determinanten von weiblichen
Migrationsbewegungen knnen in Prozessen wirtschaftlicher Entwicklung und den darin bestehenden Mglichkeiten oder Zwngen in den Herkunfts- und Zielregionen liegen, sie knnen aber
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Arbeit nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers!
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auch mit soziokulturellen Gegebenheiten wie Geschlechterrollen oder Familienbildern zusammenhngen. Nach Ansicht von Vertretern der 5'3.'(?I0(%6-73#*,"33*'%*,'$3'*P1"(-'$&*."(G)'(*#')'3S*J"(7H Frauen migrieren oder warum sie nicht migrieren, wenn die geschlechtsspezifischen Asymmetrien nicht genauer untersucht werden 26 . Daher liegt das Augenmerk der Gender-bewussten Forschung insbesondere auch darauf, dass das Geschlecht eine Variable sein muss, auf Basis derer jegliche Daten zur $3&'(3"&$03"1'3*!$#("&$03*%&"3."(.HX`$#*"7B]7%6-1G%%'13*%$3. 27 .
Ein wesentliches Ergebnis der Gender-bewussten
Migrationsforschung ist, dass Migrantinnen im Zielland hufig mehrfach diskriminiert werden, da sie sich innerhalb von vier Bereichen sozialer Beziehungen und damit auch Machtverhltnissen bewegen: sie sind weiblich, sie sind migriert, sie gehren einer anderen Ethnie und einer bestimmten Klasse an 28 . Das bewirkt, dass eine zugewanderte Arbeiterin als Auslnderin einheimischen F()'$&'($33'3S*"1%*I("7* #'#'3G)'(* ]7#'J"3.'(&'3* !X33'(3*73.* "1% F()'$&'($3* #'#'3G)'(* ]7#'J"3.'(&'3* -A-'(* i7"1$B$]$'(&'3* I("7'3* $H Nachteil ist.
Frauen sind aber nach Ansicht der Gender-bewussten Anstze nicht nur im Zuwanderungskontext anders betroffen als Mnner, auch die Migrationspotentiale entwickeln sich Gender-asymmetrisch. So trifft z.B. die Kapitalisierung und Kommerzialisierung der Landwirtschaft Frauen anders als Mnner, weil im Regelfall bereits marginalisierte
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Arbeitskrfte zuerst bedroht sind, oder Frauen werden als die billigeren und flexibleren Arbeitskrfte nachgefragt 29 . d')'3* .'(* f3&'(%76-73#* .'(* !$#("&$03%)'J'#73#'3* 73.* 2#(G3.' beschftigen sich viele Gender-bewusste Migrationsanstze auch mit der Frage, ob sich aus der Wanderung von Frauen emanzipatorische F7%J$(,73#'3* BG(* %$'* '(#')'3N* F11'(.$3#%* J$(.* .$'%* )$%1"3#* 3$6-& einheitlich beantwortet, einerseits knnen durch die Migration &(".$&$03'11'* M011'3)$1.'(* ]7(G6,#'.(X3#&* J'(.'3S* "3.'('(%'$&% knnen sich durch die Migration vorhandene Abhngigkeiten verstrken oder neue Abhngigkeiten entstehen 30 .
2.8 Bewertung der Migrationstheorien
8'(* 3'0,1"%%$%6-'3* !$#("&$03%&-'0($'* J$(.* D03* B"%&* "11'3* YG3#'('3 theoretischen Anstzen ein Versagen vorgeworfen. So sei dieser Ansatz nicht nur ahistorisch, sondern auch statisch, wenn es um die P(XB&'* #'-&S* .'3'3* '$3'* ")%&0`'3.'* 0.'(* '$3'* "3]$'-'3.'* C$(,73# zugeschrieben wird. Diese sogenannten Push- und Pull-Faktoren werden als gegeben und nicht als geworden hingenommen, bestimmte Elemente wie z.B. Armut oder Arbeitslosigkeit werden dadurch isoliert betrachtet, ihre Entwicklungsgeschichte nicht )'(G6,%$6-&$#&N* h-3'* .$'%'* -$%&0($%6-'* b'&("6-&73#* ,A33'* ")'(* $-(' migrationsinduzierende Konstellation nicht verstanden werden 31 . 8"(G)'(* -$3"7%* D'(%"#'3* .$'* 3'0,1"%%$%6-'3* F3%X&]'* "76-* )'$* .'( Frage, warum Armut in vielen Lndern oder Regionen nicht zu
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#'%&'$#'(&'3* !$#("&$03%)'J'#73#'3* BG-(&S* ."#'#'3* J$(&%6-"B&1$6-'% Wachstum in anderen Regionen die Migrationsbewegungen erhhen kann.
Wenn beobachtet werden kann, dass Armut oder Lohndifferenzen 3$6-&*$HH'(*]7*!$#("&$03%)'J'#73#'3*BG-('3S*J$(.*.'7&1$6-S*."%%*'% weiterer Kriterien bedarf, um zu erklren, wann und unter welchen Bedingungen aus einem Arbeitskrftebedarf einer Zielregion Migration entsteht. Da diese zustzlichen Variablen bei den 3'0,1"%%$%6-'3* F3%X&]'3* ")'(* $3* .'(* M'#'1* 3$6-&* )'(G6,%$6-&$#& J'(.'3S* HG%%'3* .$'%'* F3%X&]'* J'$&'%&#'-'3.* ]7(G6,#'J$'%'3 werden.
8'3* J'$&'('3* "7B#'BG-(&'3* E-'0($'3* ."#'#'3* $%&* #'H'$3S* ."%%* %$' einen hheren Erklrungswert bieten. So knnen Anstze wie die Theorie des dualen Arbeitsmarktes und die Weltsystemtheorie, die mit der Arbeitskrftenachfrage als wichtigem auslsendem Faktor argumentieren, zumindest bestimmte Aspekte plausibel erklren und $-('* UM$6-&$#,'$&V* "3* H'-('('3* C"3.'(73#%)'J'#73#'3* )'1'#'3N ^3%)'%03.'('* .$'* E-'0($'* .'%* .7"1'3* F()'$&%H"(,&'%* ,"33* BG(* .$' Untersuchung der Entstehung der Phase der Gastarbeit in Europa ab den 1950er Jahren zur Erklrung herangezogen werden. Auch Theorieanstze, die Migrationsbewegungen insbesondere aus der Sicht der Abwanderung betrachten, wie die neue
Migrationskonomie und wiederum die Weltsystemtheorie, lassen sich an tatschlichen Wanderungsbewegungen gut belegen. Auch die theoretischen Anstze der Migrationsnetzwerke und der transnationalen Rume und Identitten liefern wichtige
Erklrungsanstze. Zwar ist diesen beiden Theorien gemein, dass nicht die Auslser der Migrationsbewegungen untersucht werden,
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'(,1X('3* ")'(* ."BG(* '$31'76-&'3.* 73.* )'1'#)"(S* J'$&'(* )'%&'-'3.' Migrationsbewegungen 32 .
Gender-bewusste Forschungsanstze wiederum erscheinen sinnvoll, um untersuchen zu knnen, inwieweit Unterschiede zwischen weiblichen und mnnlichen Migranten bestehen, und ob Migrationsbewegungen andere Auswirkungen auf Frauen als auf Mnner haben.
Zusammenfassend kann man sagen, dass, mit Ausnahme der neoklassischen Theorie, in allen hier vorgestellten Anstzen wichtige Aspekte zu finden sind, die helfen, Migrationsbewegungen besser zu erklren. Gleichzeitig sollte aber betont werden, dass es nicht eine einzelne Theorie ist, die zu einem angemessenen Verstndnis von !$#("&$03* BG-(&S* %03.'(3* ."%%* D$'1H'-(* '$3'* ,($&$%6-'* 73.* ,('"&$D' Kombination der einzelnen Anstze notwendig ist, um Wanderungsbewegungen zu erklren 33 .
2.9 Erklrungsanstze zur Remigration
Im Vergleich zu den zahlreichen Theorien und umfangreichen Verffentlichungen
zur Migration wurde und wird dem Thema der
Remigration relativ wenig Beachtung geschenkt
34
. Erst ab den 1970er Jahren ist die Remigration verstrkt
in den Mittelpunkt der
I0(%6-73#* #'(G6,&S* $3* 8'7&%6-1"3.* $3%)'%03.'('* ")* .'3* OQc;'(
Jahren. Dabei stehen im Mittelpunkt vieler Anstze
insbesondere die
Remigrationsbewegungen von Personen der ersten Gastarbeiter-
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5'3'("&$03S* J"%* %$6-* .".7(6-* '(,1X(&S* ."%%* .$'* MG6,,'-(* D03 Gastarbeitern und ihren Familien in ihr Heimatland die bedeutenste Art der Remigration war 35 .
In dieser Arbeit sollen nur die wichtigsten Faktoren der Remigration dargestellt werden, da eine umfassende Darstellung den Rahmen G)'(%6-('$&'3*JG(.'N
Die Remigration stellt grundstzlich einen besonderen Fall einer Migrationsentscheidung dar, zur Erklrung der Remigration knnen daher auch allgemeine Erklrungsmodelle der Migration Anwendung finden 36 . Im Falle der Remigration von Gastarbeitern wird jedoch oftmals angenommen, dass die Motive der Emigration mit denen der Remigration nicht identisch sind, da eine Verschiebung von primr konomischen Motiven bei der Emigration zu primr nicht konomischen Motiven der Remigration stattfinde 37 . Die Faktoren zur Erklrung von Remigration werden meist in die P"&'#0($'3* Ue,030H$%6-'* !0&$D'V* 73.* Ud$6-&?A,030H$%6-'* !0&$D'V eingeteilt. Ein konomisches Motiv liegt z.B. vor, wenn das Ziel der Migration eine Kapitalakkumulation war, und dieses erreicht wurde jU41"3HX`$#'* M'H$#("&$03VkS* ")'(* "76-S* J'33* ."%* +(('$6-'3* .$'%'% _$'1'%* 3$6-&* H'-(* HA#1$6-* '(%6-'$3&* jU+(B01#10%$#,'$&VkN* * F76-* '$3' M'H$#("&$03* "7B#(73.* %&(7,&7(401$&$%6-'(* !"`3"-H'3* J$'* ]NbN MG6,,'-(4(XH$'3* #'-A('3* $3* .$'* P"&'#0($'* .'(* A,030H$%6-'3 Motive 38 .
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b'$* .'3* 3$6-&?A,030H$%6-'3* !0&$D'3* %&'-&* .$'* U&(".$&$03'11' M'H$#("&$03V*$H*@0(.'(#(73.S*.$'*.7(6-*'$3*I'%&-"1&'3*.'(*!$#("3&'3 an traditionellen Wertvorstellungen der Heimat und einem damit einhergehendem Heimweh gekennzeichnet ist 39 . Auch eine M'H$#("&$03* 3"6-* U401$&$%6-'3* C'3.'3VS* .$'* .'3* C'#B"11* .'( Migrationsursache bedeuten, knnen zu den nicht-konomischen Motiven gerechnet werden 40 . Insbesondere wird aber das Vorliegen D03*['$HJ'-*"1%*-'("7%("#'3.'%*MG6,,'-(H0&$D*#'3"33& 41 .
Anstze in erster Linie auf die Rem igration von Arbeitsm igranten und dam it auf
eher konom ische Aspekte beziehen. Vgl. Pitsela, 1986, S.12
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3. Geschichtlicher berblick Griechenland und Deutschland
Der folgende Abschnitt schildert die geschichtliche Entwicklung Deutschlands und Griechenlands nach dem zweiten Weltkrieg. Der berblick zur deutschen Geschichte beschrnkt sich dabei auf die Geschichte der Migrationspolitik. Der berblick zur griechischen Geschichte ab 1944 umfasst dagegen auch die allgemeine politische Entwicklung, um mgliche Migrationsursachen erkennen zu knnen.
3.1 Geschichtlicher berblick der Migrationspolitik Deutschlands 42
^H* I01#'3.'3* %011* '$3* #'%6-$6-&1$6-'(* Z)'()1$6,* G)'(* .$' Migrationsbewegungen in die Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg und die Migrationspolitik Deutschlands gegeben werden.
I(G-'('* C"3.'(73#%)'J'#73#'3* %011'3* .")'$* -$'(* ,'$3' Beachtung finden. Das Augenmerk soll hierbei nur auf das westdeutsche Nachkriegsdeutschland gerichtet sein. In der DDR war zum einen der Auslnderanteil an der Gesamtbevlkerung nur sehr gering (1989 ca. 1,2 %), zum anderen stammten diese /'(%03'3* B"%&* "7%%6-1$'`1$6-* "7%* .'H* Uh%&)106,V 43 . Eine Betrachtung der ehemaligen DDR kann daher hier vernachlssigt
Ub73.'%('47)1$,*8'7&%6-1"3.V*#'H '$3&
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werden, da keine Migrationsbewegungen zwischen Griechenland und der DDR festzustellen waren 44 .
Die Wanderungsbewegungen nach Deutschland ab 1945 kann H"3*$3*.('$*#(A`'('*+$3J"3.'(73#%J'11'3*'$3&'$1'3N Die erste Einwanderungswelle bestand aus Vertriebenen und I1G6-&1$3#'3S* $3%)'%03.'('* "7%* '-'H"1$#'3* .'7&%6-'3* 5')$'&'3 73.*"7%*.'(*88MN*F1%*["74&]'$&("7H*BG(*.$'%'*C"3.'(73#%J'11' J$(.* H'$%&* .$'* _'$&* ]J$%6-'3* OQ>T* 73.* OQTT* "3#'#')'3S* BG(* .$' Wanderung aus der DDR bis 1961. Im Grunde dauert sie aber bis heute ununterbrochen an, sofern man die starken
Wanderungsbewegungen der sogenannten Aussiedler bzw. \4X&"7%%$'.1'(*")*+3.'*.'(*OQc;'(*l"-('*H$&*)'(G6,%$6-&$#&N*C$' bereits erlutert, sollen diese Wanderungsbewegungen im Rahmen dieser Arbeit aber nicht weiter untersucht werden. Die zweite Wanderungswelle begann ca. 1955 mit den sogenannten Gastarbeitern, also von Auslndern, die in Deutschland Arbeit suchten, bzw. aktiv angeworben wurden. 8$'%'*F()'$&%H$#("&$03*%011*$H*I01#'3.'3*"7%BG-(1$6-*)'%6-($')'3 werden.
Die dritte Wanderungswelle begann grundstzlich auch schon in .'3* OQT;'(* l"-('3S* (G6,&'* ")'(* '(%&* $3* .'3* OQc;'(* l"-('3 deutlicher ins Blickfeld und dauert bis heute an. Diese dritte Wanderungswelle ist in erster Linie durch Flucht- und Asylbewegungen als Ursache der Migration gekennzeichnet.
m uss es sich um Einzelflle gehandelt haben. Es liegen keinerlei Inform ationen
G)'(*.'("(&$#'*C "3.'(73#%)'J'#73#'3*D0(N 23
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M.A. Ekkehard Passolt, 2003, Migrationspolitik in Griechenland und Deutschland und ihre Auswirkungen auf das Wanderungs- und Rückwanderungsverhalten griechischer Emigranten, München, GRIN Verlag GmbH
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