III –
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Symbolverzeichnis V
1 Farbmodelle Wozu 1
2 Farbe und Licht 1
2.1 Physikalische Sicht 1
2.2 Physiologisch-psychologische Sicht 4
3 Farbmodelle 7
3.1 Hardwareorientierte Farbmodelle 7
3.1.1 RGB 8
3.1.2 CMY(K) 11
3.1.3 YIQ 14
3.2 Benutzerorientierte Farbmodelle 15
3.2.1 HSV 15
3.2.2 HLS 19
3.3 Geräteunabhängige Farbmodelle 21
3.3.1 CIE XYZ 22
3.3.2 CIExyY (CIE-Chromatizitätsdiagramm) 24
3.3.3 CIELUV 27
3.3.4 CIELAB 29
4 Fazit 30
Literaturverzeichnis 31
IV –
Abbildungsverzeic hnis
Abb 2 1: Elektromagnetisches Spektrum 2
Abb 2 2: Typische spektrale Energieverteilung P(λ) von Tageslicht 3
Abb 2 3: Lichtabsorption und reflektion an einem Gegenstand 4
Abb 2 4: Querschnitt des menschlichen Auges 4
Abb 2 5: Empfindlichkeit der drei Zapfentypen 6
Abb 2 6: Relative Helligkeitsempfindlichkeit V(λ) bei konstanter Luminanz 7
Abb 3 1: Additive Farbmischung 8
Abb 3 2: Der RGB-Würfel 8
Abb 3 3: Aufbau eines Rasterbildschirms 9
Abb 3 4: Die Farbtabelle (color look-up table CLUT) 11
Abb 3 5: Subtraktive Farbmischung 11
Abb 3 6: Schematisches Beispiel zur subtraktiven Farbmischung eines
Tintenstrahldruckers 12
Abb 3 7: Der CMY-Würfel 12
Abb 3 8: Die HSV-Pyramide 16
Abb 3 9: Blick auf die HSV-Pyramide entlang der Grauachse 17
Abb 3 10: Blick auf den RGB-Würfel entlang der Grauachse 17
Abb 3 11: Teilwürfel im RGB-Würfel 18
Abb 3 12: Das HLS-Farbmodell als Doppelpyramide 20
Abb 3 13: Das HLS-Farbmodell als Ellipse 20
Abb 3 14: Das HLS-Farbmodell als Doppelkegel 20
Abb 3 15: Die Funktionen λ r λ g und λ b zur Erzeugung einer Farbe mit den drei
standardisierten Primärfarben Rot Grün und Blau 22
Abb 3 16: Die Funktionen x y und z zur Erzeugung einer Farbe mit den drei
künstlichen Primärfarben X Y und Z 23
Abb 3 17: Das CIEXYZ-Farbmodell (CIE-Kegel) mit der Ebene X Y Z 1 24
Abb 3 18: Das CIExyY-Modell 25
Abb 3 19: Das CIE-Chromatizitätsdiagramm 25
Abb 3 20: Geometrische Herleitung von Komplementärfarbe dominanter Wellenlänge
und Farbreinheit 26
Abb 3 21: Verschiedene Farbpaletten von Ausgabegeräten 27
Abb 3 22: Konstant wahrgenommene Farbabstände im CIE-Chromatizitätsdiagramm28
Abb 3 23: Das u v -Chromatizitätsdiagramm 28
Abb 3 24: Konstant wahrgenommene Farbabstände im u v -Chromatizitätsdiagramm28
Abb 3 25: Das CIELAB-Farbmodell 29
– V –
Symbolverzeichnis
λ Wellenlänge
a Rot-Grün-Wert (CIELAB-Farbmodell)
b Gelb-Blau-Wert (CIELAB-Farbmodell)
B relatives Gewicht von Blau (RGB-Farbmodell)
c Lichtgeschwindigkeit
C relatives Gewicht von Cyan (CMY(K)-Farbmodell)
F Farbe
f Frequenz
G relatives Gewicht von Grün (RGB-Farbmodell)
H Farbton (HSV-Farbmodell)
K relatives Gewicht von Schwarz (CMYK-Farbmodell)
L* Helligkeitswert (CIELUV- und CIELAB-Farbmodell)
M relatives Gewicht von Magenta (CMY(K)-Farbmodell)
nm Nanometer
P(λ) spektrale Energieverteilung
R relatives Gewicht von Rot (RGB-Farbmodell)
S Sättigung (HSV-Farbmodell)
u’ Farbwert im CIELUV-Farbmodell
V Helligkeit (HSV-Farbmodell)
V(λ) relative Helligkeitsempfindlichkeit
v’ Farbwert im CIELUV-Farbmodell
X künstliche CIE-Primärfarbe
x Farbwert im CIExyY-Farbmodell
X relatives Gewicht von X (CIEXYZ-Farbmodell)
Y künstliche CIE-Primärfarbe
y Farbwert im CIExyY-Farbmodell
Y relatives Gewicht von Gelb (CMY(K)-Farbmodell)
Y relatives Gewicht von Y (CIEXYZ-Farbmodell)
Z künstliche CIE-Primärfarbe
z Farbwert im CIExyY-Farbmodell
Z relatives Gewicht von Z (CIEXYZ-Farbmodell)
– 1 –
1 Farbmodelle – Wozu?
In der heutigen Zeit ist Farbe aus der Computergrafik nicht mehr wegzudenken: Sie kommt zur realistischen Darstellung von Bildern und Animationen genau so zum Einsatz, wie zur Unterstützung von Benutzeroberflächen.
Um eine Farbe darstellen zu können, muss sie vorher genau definiert werden. Diese eindeutige Beschreibung von Farben mit Hilfe bestimmter Parameter wird Farbmodell genannt. Da alle Farbmodelle, die hier vorgestellt werden, auf drei Größen basieren, sind sie als dreidimensionale geometrische Figuren visualisierbar, wobei jeder Punkt innerhalb dieser Figur eine andere Farbe repräsentiert. Durch Angabe der drei Parameter, lässt sich jede Farbe des Farbmodells darstellen.
In der Computergrafik existieren verschiedene Farbmodelle, die alle auf unterschiedlichen Größen basieren. Da diese Größen sich eng daran anlehnen, wie der Mensch Farben wahrnimmt, wird zunächst in Kapitel 2 der Begriff Farbe und der menschliche Sehapparat erläutert. Darauf aufbauend werden dann in Kapitel 3 die verschiedenen Farbmodelle vorgestellt und miteinander verglichen. In Kapitel 4 wird dann abschließend ein Fazit über Farbmodelle gezogen.
2 Farbe und Licht
2.1 Physikalische Sicht
Aus physikalischer Sicht besteht Licht aus elektromagnetischer Strahlung. Es hat die Eigenschaften von Teilchen (Lichtquanten) und von Wellen. Im Hinblick auf die Farbe ist vor allem die Welleneigenschaft des Lichts von Bedeutung.
Die Lichtwelle wiederholt sich regelmäßig nach einer bestimmten Strecke, die Wellenlänge λ genannt wird und bewegt sich mit einer konstanten Geschwindigkeit – Lichtgeschwindigkeit c – von 299792,458 km in der Sekunde fort. Die Frequenz f beschreibt d ie Anzahl der vollständig abgelaufenen Perioden der Welle in einer Sekunde. Diese drei Parameter hängen folgendermaßen zusammen:
λ ⋅ = f . c
Da die Lichtgeschwindigkeit c konstant ist, gehört zu einer großen Wellenlänge λ eine kleine Frequenz f und zu einer kleinen Wellenlänge λ eine große Frequenz f. Um Licht
– 2 –
zu beschreiben, kann daher die Wellenlänge oder die Frequenz benutzt werden. Üblich ist die Angabe der Wellenlänge.
In Abb. 2.1 ist das gesamte elektromagnetische Spektrum – von links nach rechts aufsteigend nach der Wellenlänge sortiert – dargestellt. Es reicht von den Gammastrahlen (kleine Wellenlänge) bis zu den Radiowellen (große Wellenlänge). Für den Bereich zwischen Ultraviolett und Infrarot besitzt der Mensch einen Sinn – das Auge – um die elektromagnetische Strahlung wahrzunehmen. Dieser sichtbare Bereich, den wir als Farben von Violett (380 – 450 nm 1 ) über Blau (450 – 490 nm), Grün (490 – 560 nm), Gelb (560 – 590 nm) und Orange (590 – 630 nm) bis Rot (630 – 670 nm) wahrnehmen, wird Licht genannt.
In diesem Lichtspektrum sind jedoch nur die so genannten monochromatischen Farben enthalten. Das sind Farben, die aus Lichtstrahlen einer einzigen Wellenlänge bestehen. Sie werden auch Regenbogenfarben genannt, da diese Farben denen in einem Regenbogen entsprechen. Farben wie braun oder rosa kommen z. B. nicht vor, da sie sich aus Mischungen verschiedener Wellenlängen zusammensetzen. Die Mischung aller Welle nlängen des Lichtspektrums nehmen wir als Weiß wahr.
Um die Farbe eines bestimmten Lichts zu charakterisieren, reicht es deshalb nicht aus, nur die Wellenlänge anzugeben. Es ist erforderlich, den Betrag der Energie für jede Wellenlänge über das gesamte sichtbare Spektrum aufzuschlüsseln. Eine solche Zuordnung wird spektrale Energieverteilung P(λ) genannt. In Abb. 2.2 ist eine typische spektrale Energieverteilung von Tageslicht angegeben.
10 − Meter
9
1
Abk. für Nanometer =
– 3 –
Abb. 2.2: Typische spektrale Energieverteilung P(λ) von Tageslicht
Eine solche Energieverteilung ist die exakteste Form, die Farbe eines bestimmten Lichts zu beschreiben. Allerdings ist diese Darstellung sehr aufwendig, da für jede Wellenlänge zwischen 380 und 780 nm ein Energiewert anzugeben ist. Daher wurden aus der spektralen Energieverteilung drei Größen herausgezogen, mit der eine Farbe (physikalisch) ebenfalls definiert werden kann:
• Die Luminanz gibt den Betrag der Energie an, die eine unendliche kleine Fläche einer Lichtquelle abstrahlt.
• Die dominante Wellenlänge ist diejenige Wellenlänge des Lichtspektrums, die die größte Energie besitzt.
• Die Farbreinheit gibt das Verhältnis zwischen einem monochromatischen Licht (bestehend aus einer Wellenlänge) und weißem Licht (bestehend aus allen Wellenlängen) an, das zur Definition einer Farbe nötig ist. Ein Licht, das zu einhundert Prozent Farbrein ist, besteht aus nur einer Wellenlänge und ist somit monochromatisch. Hat ein Licht eine Farbreinheit von null Prozent, existiert keine dominante Wellenlänge und es erscheint uns – in Abhängigkeit von der Luminanz – Weiß, Grau oder Schwarz.
Nun stellt sich noch die Frage, warum Gegenstände, die selbst kein Licht emittieren, trotzdem farbig erscheinen. Dies ist folgendermaßen zu erklären: Trifft ein Lichtstrahl einer Lichtquelle auf ein Objekt, wird ein Teil absorbiert und der Rest reflektiert (Abb. 2.3). Welche Wellenlängen absorbiert bzw. reflektiert werden, hängt von der
Arbeit zitieren:
Andreas Toeche-Mittler, 2003, Farbmodelle, München, GRIN Verlag GmbH
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