In den vergangenen Jahren ist im Medienbereich verstärkt von einem Zusammenhang der Faktoren Arbeitslosigkeit und Zu- bzw. Abwanderung in bestimmte Regionen zu hören. Dies soll, anhand des vorliegenden Datenmaterials zum Land Niedersachsen für die Jahre 2000 1 / 2001 2 näher analysiert werden. Erfasst wurden hierbei alle kreisfreien Städte und Landkreise.
Um uns die Fragen nochmals näher zu präzisieren, gilt es die im Folgenden genannten Thesen zu überprüfen.
These 1: Die Arbeitslosenquote ist in erster Linie abhängig vom Zuzug
Würde diese These stimmen, würde die Arbeitslosigkeit umso höher sein, je mehr Menschen zuwandern
These 2: Die Leute ziehen dort hin, wo der Arbeitsmarkt gut ist, die Arbeitslosigkeit also niedrig ist
Die Gegenthese würde, sofern nachweisbar, aussagen, dass dort wo die Arbeitslosenquote hoch ist, Menschen verstärkt abwandern.
Grundsätzlich erscheint es auf den ersten Blick unlogisch, dass nur dort die Arbeitslosigkeit hoch sein soll, wo viele Menschen hinziehen. Genau dieses gilt es nun jedoch zu beweisen bzw. zu widerlegen. Grundlage unserer Berechnung soll der Pearson Korrelationskoeffizient sein.
1 Statistisches Taschenbuch Niedersachsen Ausgabe 2002, S. 198 ff
2 ebd. S, 206ff
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Um die vorhandenen Daten statistisch auswerten zu können wurden zunächst folgende Schritte durchgeführt.
Aus den Zu- und Fortzugsbewegungen im ausgewählten Gebiet wurde der Saldo gebildet
Dieser sieht (die Subtraktionsberechnung wird aus Platzgründen nicht näher ausgeführt) für die einzelnen Regionen wie folgt aus:
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Im nächsten Schritt wurde aus diesen Daten das arithmetische Mittel gebildet. Dieses ist für die vorgenannten Zahlen 711,88. Um die Daten für eine unsere Rechnung nutzbar machen zu können ist es nunmehr notwendig, die Standardabweichung zu ermitteln. Bevor dies geschieht, werden die Zahlen zunächst gerundet, damit wieder mit glatten Zahlen gearbeitet werden kann. Die hierbei auftretende Ungenauigkeit kann in diesem Fall ignoriert werden.
Die Formel zur Ermittlung der Varianz (und später somit der Standardabweichung) lautet
S² = (x 1 - x)² + (x² - y)²….(x n - x)² n
In unserem Fall also am Beispiel von Braunschweig, Stadt und Salzgitter Stadt
(12 - 711,8)² + (-427 - 711,8)².....
Dies ergibt dann (gerundet), ebenfalls am Beispiel der beiden Städte
-700² + -1139² +.... = 490000 + 1297321...
in der Gesamtsumme also 55885877 = 1124910 46
Die Standardabweichung ist also die Wurzel aus 1124910 in diesem Fall also die 1102.
Zur Berechnung des Korrelationskoeffizienten sind nunmehr noch folgende Schritte nötig
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Arbeit zitieren:
Daniel Herrmann, 2004, Untersuchung über die Abhängigkeit von Migration und Arbeitslosigkeit anhand ausgewählter Regionen in Niedersachsen, München, GRIN Verlag GmbH
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