Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Material und Methode. 5
2.1. Erläuterung der Quellenlage 5
2.2 Themenspezifische Besonderheiten. 6
3. Ergebnisse. 7
3.1. Der Buddhismus. 7
3.1.1 Grundlagen der buddhistischen Lehre 7
3.1.2. Der Buddha in den Tieren und Pflanzen. 8
3.1.3. Umgang mit der Natur 10
3.2. Der Hinduismus 11
3.2.1. Grundsätze des Hinduismus. 11
3.2.2. Die heilige Kuh 11
3.2.3. Die heilige Schlange 12
3.2.4. Schlangen als Symbole der Reinkarnation 13
3.3. Der Islam. 15
3.3.1. Das islamische Paradies. 15
3.3.2. Das Paradies in der islamischen Literatur. 17
3.3.3. Die Tier- und Pflanzenwelt in der Schöpfung 17
4. Diskussion. 21
5. Zusammenfassung 22
5.1. Gemeinsamkeiten im Hinduismus, Buddhismus und Islam 22
5.2. Unterschiede im Hinduismus, Buddhismus und Islam. 23
6. Quellenverzeichnis 24
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1. Einleitung
Die Untersuchung einzelner Religionen und deren Naturverständnis erfordert die gesellschaftlichen und geographischen Rahmenbedingungen der Entstehungszeit, sowie die Wirkungen dieser auf Mensch und Umwelt, bzw. das Naturverständnis zu erfassen. Der Verfasser versteht unter dem Begriff „Natur“ was heute meist „Umwelt“ oder „Mitwelt“ genannt wird. Konkret bedeutet das: Tiere, Pflanzen und die sogenannte unbelebte Natur, soweit sie noch halbwegs „natürlich“ ist, jedenfalls nicht ihre Deformation durch die moderne Zivilisation und Technik. Es wird jedoch ein Unterschied gemacht, zwischen der Natur als ganzer, als Landschaft oder Ökosystem, und den natürlichen Einzelwesen.
Bei der Untersuchung des Naturverständnisses der Religionen Buddhismus, Hinduismus und Islam erscheint es zweckmäßig das Thema in drei Haupteile zu trennen, die sich jeweils intensiver mit den einzelnen Glaubensrichtungen beschäftigen. Es soll dokumentiert werden, welche Bedeutung die Natur in den verschiedenen Religionen hat und wie es zu dieser Bedeutung kam, bzw. versucht der Autor die Bedeutung der Mythen von Tieren und Pflanzen in den einzelnen Glaubensrichtungen zu begründen und die Bedeutung der Natur auf den gesamten Glauben darzustellen. In der abschließenden Zusammenfassung werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Religionen aufgezeigt und miteinander verglichen.
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2. Material und Methode
2.1. Erläuterung der Quellenlage
Als Quellenmaterial standen dem Verfasser hauptsächlich die Archive der Universitätsbibliothek Freiburg sowie die Bibliothek der theologischen Fakultät Freiburg zur Verfügung.
Besonders hervorzuheben unter der Literatur, die sich ausschließlich mit dem Naturverständnis auseinandersetzt, stellt die wissenschaftliche Studie „Mensch und Natur in den Weltreligionen“ (207 Seiten), verfasst von Peter Gerlitz aus dem Jahr 1998 und der Beitrag von Lambert Schmithausen in „Die Verantwortung des Menschen für eine bewohnbare Welt im Christentum, Hinduismus und Buddhismus“ (191 Seiten), herausgegeben von Raimundo Panikkar und Walter Strolz im Jahr 1985 dar. Außerdem erwähnenswert sind die theologischen Quellen „Der Buddhismus /Geschichte und Gegenwart“ (400 Seiten) erschienen 2000 und herausgeben von Heinz Bechert und Richard Gombrich, sowie Axel Michaels’ „Der Hinduismus / Geschichte und Gegenwart“ (457 Seiten) aus dem Jahr 1998. Weitere Quellen waren „Hindu Manners, Customs and Ceremonies“ aus dem Jahr 1953 von Jean Antoine Dubois und „Die Reden Gotamo Buddhos aus der mittleren Sammlung“ erschienen 1956 und herausgegeben von Karl Eugen Neumann, sowie „Die Religionen des Veda“ 1923 verfasst von Hermann Oldenberg und Jean Philippe Vogels 1923 erschienene Untersuchung „Indian Serpent-lore or the Nagas in Hindu Legend and Art“. Weiterhin standen zwei Primärquellen in Form des 1998 von Ahmad v. Denffer in deutscher Übertragung erschienen „Der Koran“(504 Seiten) und des 1951 von Friedrich von Geldner übersetzten „ Der Rig Veda“.
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2.2 Themenspezifische Besonderheiten
Die eigentliche Arbeitsmethode bestand zunächst darin, das weit verstreute Quellenmaterial aufzuspüren, zu sichten, hinsichtlich seines Aussagewertes zu überprüfen und sodann zu entscheiden, welche Verwendbarkeit hinsichtlich der Fragestellungen zweckmäßig ist.
Die Gesamtergebnisse der Untersuchung basieren größtenteils auf Sekundärquellen, diese zur Hauptsache wissenschaftliche Quellen, da entsprechende Primärquellen in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht ausführlich ausgewertet werden konnten. Für die Beschäftigung mit einigen Aspekten des Themas war es nicht nur notwendig historische u nd geographische Fakten zu erwähnen und zu erläutern, sondern auch Schilderungen, von beispielsweise religiösen Zeremonien, zu geben. Hinsichtlich der vielen verschiedenen Strömungen und der Vielschichtigkeit der Riten und Bräuche im Buddhismus und in besonderem Maße im Hinduismus, behandelt die Untersuchung nur einige Aspekte, die aber im Kern fast jeder Hindu-Religion vorhanden sind. Im Falle des Buddhismus beschränkt sich der Verfasser auf den sogenannten ‚älteren Buddhismus’, der ebenfalls Ausgangspunkt für die verschiedenen existierenden buddhistischen Glaubenrichtungen ist.
Aus der Vielzahl an Quellen, die dem Verfasser zur Verfügung standen, gab es leider nur wenige, die sich ausführlicher mit dem Naturverständnis auseinander setzten; viele Teilinformationen wurden aus wissenschaftlichen Werken, die sich primär mit den Weltreligionen und deren allgemeinen Verständnis beschäftigten, zusammengestellt. Der Autor versucht möglichst objektiv die Grundlagen des Naturverständnisses der einzelnen Religionen herauszuarbeiten, wobei auch der Einfluss äußerer Bedingungen berücksichtigt wird.
Diese Untersuchung geht nur auf einzelne Aspekte des Naturverständnisses, da eine ausführlichere Bearbeitung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
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3. Ergebnisse
3.1. Der Buddhismus
3.1.1 Grundlagen der buddhistischen Lehre
Der Buddhismus beschäftigt sich nicht mit einem Gott oder der Entstehung der Welt, sondern mit dem Menschen bzw. mit allen lebenden und leidenden Wesen. Die Welt ist im Buddhismus nicht von einem allmächtigen Gott geschafften worden, sondern sie besteht seit anfangsloser Zeit, unbeschadet zyklischer Zusammenbrüche von Teilsystemen. Bereits 531 vor Chr. gewann der Buddha unter einem Feigenbaum, dem bodhi-Baum, der als Baum der Erleuchtung verehrt wird, die Erleuchtung und begann aus seinem unendlichen Mitleid heraus seinen Weg der Erlösung zu lehren; der Inhalt dieser Lehre ist in den vier edlen Wahrheiten 1 zusammengefasst: 1. Alles ist Leiden 2. Der Ursprung des Leidens ist das Begehren 3. Es gibt ein Nirva na, ein Ende des Leidens 4. Ein von Buddha bestimmter Weg führt zum Nirvana
Nach dem Tod erfolgt eine Wiedergeburt als Mensch, Tier oder als Höllen- oder Himmelwesen; jeder Mensch steckt in diesem ebenfalls anfangslosen Geburtenkreislauf und sofern man nicht den buddhistischen Erlösungsweg beschreitet, bleibt man auch in diesem Prozess, da man es letztlich so will. Dieses Daseinswollen ist jedoch in keinsterweise erstrebenswert, da die Vergänglichkeit nach buddhistischer Auffassung als unbefriedigend und leid haft gilt. Die niederen Existenzen, d.h. Menschen und Tiere sind einem seelischen Leid und körperlichem Schmerz unterworfen, wobei Tiere mehr leiden, da sie sich gegenseitig Auffressen und von den Menschen versklavt werden. Pflanzen sind nach Auffassung des Buddhismus - bis auf seltene Ausnahmen - keine Lebewesen und können demzufolge auch kein Leid erfahren. Der Mensch kann auch nicht als Pflanze wiedergeboren werden, sondern nur als Mensch, Tier, Höllen- oder Himmelswesen.
1 Lamotte, Étienne, 2000, S.44
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Arbeit zitieren:
Sebastian Schmidt, 2001, Naturverständnis verschiedener Weltreligionen, München, GRIN Verlag GmbH
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