Inhaltsverzeichnis Seite
Abbildungs und Tabellenverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Kostenplanung unter Anwendung statistischer Verfahren 1
2.1 Erfassung der nach Kostenarten differenzierten Istkosten und
Istbezugsgrößen 1
2.2 Bestimmung von Sollkostenfunktionen über statistische Auswertungs
verfahren 4
2.2.1 Grafische Auswertung : Das Streupunktdiagramm 5
2.2.2 Das Hochpunkt-Tiefpunkt Verfahren anhand zweier Wertepaare 6
2.2.3 Regressionsanalyse nach der Methode der kleinsten Quadrate 7
2.3 Bewertung der Anwendbarkeit der verschiedenen Methoden 8
3 Die Planung der Kosten mit Hilfe der analytischen Kostenplanung 10
3.1 Methoden zur technisch-kostenwirtschaftlichen Analyse des Produktions
prozesses 10
3.2 Die mehrstufige analytische Kostenplanung 12
3.3 Die einstufige analytische Kostenplanung 13
3.4 Bewertung der ein und der mehrstufigen analytischen Kostenplanung 14
4 Gegenüberstellung der statistischen und analytischen Verfahren 15
5 Beurteilung der Kostenplanung aus der Sicht des Controlling 16
Literaturverzeichnis 20
Anhang
Abbildungs und Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb 1: Streupunktdiagramm mit einer freihand eingezeichneten
Sollkostengerade
Abb 2: Beispiel für eine mehrstufig aufgebaute Sollkostenfunktion
Abb 3: Graphische Darstellung der einstufigen analytischen Kostenplanung
Tabellenverzeichnis
Tab 1
1 Einleitung
Die Kostenplanung ist ein wichtiges Instrument, welches dem Controlling als Grundla- ge zur Planung, Steuerung und Kontrolle von betrieblichen Prozessen dient. Sie unter- stützt das Controlling bei der Aufstellung von Messgrößen, hilft bei der Analyse und Kontrolle von Abweichungen im Soll-/Istvergleich und hat auch den Charakter einer Dokumentations- und Informationsfunktion.
Ziel dieser Hausarbeit ist die Darstellung und der Vergleich der unterschiedlichen statis- tischen und analytischen Verfahren der Kostenplanung und die Beurteilung der Verfah- ren auf ihre Praxistauglichkeit. Des weiteren soll die Kostenplanung als Ganzes aus der Perspektive des Controlling beurteilt werden. Dazu wurden Sachliteratur und Aufsätze über die verschiedenen Techniken der Kostenplanung und Praxisbeispiele über die Durchführung einer Kostenplanung ausgewertet.
In den Kapiteln 2 und 3 werden die unterschiedlichen Verfahren der statistischen und der analytische Kostenplanung erläutert und die einzelnen Methoden nach Vor- und Nachteilen bezüglich der Durchführbarkeit untersucht. Kapitel 4 stellt die analytischen Verfahren der Kostenplanung den statistischen Verfahren gegenüber und diskutiert die Probleme und Vorzüge beider Methoden. Die Beurteilung der Kostenplanung aus der Sicht des Controlling erfolgt in Kapitel 5 und soll abschließend die Notwendigkeit der Kostenplanung für das Controlling darstellen.
2 Kostenplanung unter Anwendung statistischer Verfahren
2.1 Erfassung der nach Kostenarten differenzierten Istkosten und Istbezugsgrößen
In der statistischen Kostenplanung werden aus den Istkosten vergangener Perioden mit Hilfe statistischer Auswertungsverfahren Plankosten abgeleitet.
Der erste Schritt ist hierbei die Erfassung der Istdaten. Diese bestehen aus den nach Kostenarten aufgeteilten Istkosten und den Istbezugsgrößen aller Kostenstellen, die In- halt einer Kostenplanung sind. In der Regel wird eine Verfügbarkeit von 12 Monaten für diese Daten vorgesehen, um Einflüsse, die jahreszeitlich oder saisonal bedingt sind, zu eliminieren. Je länger aber der Betrachtungszeitraum ist, desto höher ist die Sicher- heit der statistischen Auswertung.
Im zweiten Schritt werden die zusammengetragenen Istkosten um Einflussgrößen berei- nigt, welche die Istkosten verzerren. Mögliche Einflüsse auf das Mengengerüst sind:
1. Fehlkontierungen
2. Kostenstöße
3. Kostenremanenzen
4. Sprungkosten
5. Veränderung der Kostenstruktur
6. Unwirtschaftlichkeiten
Festgestellte Fehlkontierungen sollten auf andere Kostenstellen umgebucht werden. Kostenstöße, d. h. Kostenbeträge, die in größeren Abständen anfallen und so die statisti- sche Auswertung beeinflussen, müssen zeitlich abgegrenzt werden. Hierzu zählen z. B. außerordentliche Instandhaltungsmaßnahmen. Wenn diese beispielsweise alle zwei Jah- re durchgeführt werden und gerade in den Betrachtungszeitraum fallen, müssen die Istkosten um die Hälfte des Betrags für die Instandhaltungsmaßnahme bereinigt werden.
Remanente Kosten, die erkannt werden, müssen um ihre Beträge aus den Istkosten her- ausgerechnet werden; dabei ist die Auswertung von Istkosten sehr schwer, denn die Kostenverursachung – mit besonderem Augenmerk auf dem Personaleinsatz – muß ge- nau analysiert werden. Entstehen in der Bezugsperiode Sprungkosten, z. B. durch Fix- kostensprünge augrund steigender Beschäftigung, so sind die Istkosten der vorangegan- genen Monate an die neue Kapazität anzupassen. 1
1 Vgl. Kilger, W. (1994) S. 341-342, so auch Haberstock, L. (1995) S.226-227
2
In der Praxis werden sprungfixe Kosten, die aufgrund zusätzlicher Schichten anfallen, für die Anzahl der Schichten, die geplant war, fixiert. Sie werden für die Zusatzschicht proportional und so bei Nichtauslastung der Schicht als unwirtschaftliche Abweichung gezeigt und sind so auch aus den Istkosten zu eliminieren. 2
Veränderungen in der Struktur der Kosten durch Umstellungen in der Organisation und Rationalisierungsmaßnahmen können dann bereinigt werden, wenn der Umfang der Maßnahmen dies zulässt. Auf jeden Fall müssen die Istkosten, die vor den besagten Maßnahmen angefallen sind, an die neue Kostenstruktur angepasst werden. Hat sich die Kostenstruktur wesentlich geändert, ist der betroffene Betrachtungszeit- raum für die statistische Auswertung unbrauchbar geworden, da diese nur geringe Ver- änderungen der Kostenstruktur berücksichtigen kann.
Des weiteren müssen Unwirtschaftlichkeiten herausgerechnet werden, die im Betrach- tungszeitraum zu überhöhten Kosten geführt haben. Hierbei handelt es sich um Kosten, die in der Zukunft vermieden werden können. 3
Die Unwirtschaftlichkeiten werden in der Praxis so behandelt, dass beispielsweise der mit den Methoden der statistischen Kostenplanung errechnete Wert um einen pauscha- len Abschlag (z. B. 10%) vermindert wird. Damit können Soll-Vorgaben bezüglich der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.
Es sind aber auch Preissteigerungen in Betrachtung zu ziehen, die, sofern sie in der Be- zugsperiode bzw. im Planungszeitraum auftreten, hineingerechnet werden müssen. 4
Im dritten Schritt der statistischen Kostenplanung werden die Istkosten auf ein einheitli- ches Preis- und Lohnniveau umgerechnet. Hierbei ist es zweckmäßig, die Istkosten auf die geplanten Preise und Löhne umzurechnen, entsprechend der Kostenplanung des Planungszeitraums.
2 Vgl. Meyer, A. (1988) S. 57
3 Vgl. Kilger, W. (1994) S. 342, so auch Mensch, G. (1998) S.98-99 und Schweitzer, M./Küpper, H.-U. (1998) S. 258
4 Vgl. Mensch, G. (1998) S. 99
3
Quote paper:
Daniel Pantel, 2001, (Analytische und statistische) Verfahren der Kostenplanung: Gegenüberstellung und Beurteilung aus der Sicht des Controlling, Munich, GRIN Publishing GmbH
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