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Das Poldermodell - Bedeutung für die Schweiz?

Title: Das Poldermodell - Bedeutung für die Schweiz?

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 5.5 (Schweiz)

Autor:in: Nicole Kleinschmidt (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die heutigen Wohlfahrtsstaaten sehen sich vermehrt Problemen wie Überalterung, Arbeitslosigkeit, schwacher Wirtschaftslage, Defiziten in den Staatskassen und den Auswirkungen der Globalisierung gegenüber. Wie kann ein Staat diese Probleme in den Griff bekommen? Einen Ansatz dazu bietet das Poldermodell, das seit 1982 in Holland Anwendung findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Definition des Poldermodells

3. Niederländische Arbeitsmarkt-, Wirtschafts-, und Sozialpolitik

3.1. Innovationen in der Arbeitsmarktpolitik

3.1.1. Verkürzung der Arbeitszeit

3.1.2. Teilzeitarbeit

3.1.3. „Melkert“-Jobs

3.1.4. „Flexarbeit“

3.2. Wirtschafts- und Sozialpolitik

3.2.1. Entwicklung der Sozialversicherung

3.2.2. Erwerbsunfähigkeitsversicherung

3.2.3. Lohnzurückhaltung

3.2.4. Zusätzliche Massnahmen

4. Das heutige Ergebnis des Poldermodells in den Niederlanden

5. Entwicklungen und Ist-Zustand bezogen auf die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in der Schweiz

5.1. Schweizerisches Sozialsystem

5.2. Schweizerische Arbeitsmarktpolitik

6. Kann das Polder-Modell in der Schweiz Anwendung finden?

7. Schlusswort und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Entstehung und die Auswirkungen des niederländischen Poldermodells auf den Arbeitsmarkt und das Sozialsystem sowie die Möglichkeit, dieses Modell auf die Schweiz zu übertragen.

  • Historische Entstehung und Definition des Poldermodells in den Niederlanden.
  • Analyse der arbeitsmarktpolitischen Innovationen wie Arbeitszeitverkürzung, Teilzeitarbeit und Flexibilisierung.
  • Untersuchung der niederländischen Wirtschafts- und Sozialpolitik inklusive der Renten- und Arbeitslosenreformen.
  • Evaluation des Ist-Zustands der schweizerischen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.
  • Diskussion der Übertragbarkeit des Poldermodells auf den Schweizer Kontext unter Berücksichtigung struktureller Unterschiede.

Auszug aus dem Buch

Entstehung und Definition des Poldermodells

Durch die Ölkrise 1979 und einer Rezession zwischen 1981 und 1983 stieg in Holland die Arbeitslosigkeit auf die Rekordzahl von 800'000 Personen an (dies entspricht ca. 14 Prozent der Erwerbsbevölkerung). Die Arbeitslosenquote betrug sogar 27 Prozent, wenn die registrierten, aber dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehenden Arbeitslosen, die Frührentner und Sozialhilfeempfänger, die Beschäftigten in staatlich geförderten Fort- und Weiterbildungsmassnahmen und die in staatlich subventionierten Arbeitsverhältnissen mit eingerechnet werden. Zu der Arbeitslosigkeit hinzu kamen eine sehr hohe Staatsverschuldung, negative Wachstumsraten des Bruttosozialproduktes und Steuerlasten auf Arbeit und Kapital. Der Begriff „holländische Krankheit“ bezeichnet diese kostspieligen und nicht durchzuhaltenden wohlfahrtsstaatlichen Programme.

Um die Probleme in den Griff zu bekommen, unterschrieben im „Akkord van Wassenaar“ im November 1982 Arbeitgeber, Gewerkschaften und der Staat eine Empfehlung, welche zum Ziel hatte, die Wettbewerbsfähigkeit der holländischen Wirtschaft wiederherzustellen, damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Das Abkommen von Wassenaar wollte zudem ein stabiles Preisniveau wiederherstellen und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen durch die Verbesserung ihrer Ertragslage erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik heutiger Wohlfahrtsstaaten und führt das niederländische Poldermodell als möglichen Lösungsansatz ein.

2. Entstehung und Definition des Poldermodells: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftlichen Krisen der 80er Jahre in den Niederlanden, die zum „Akkord van Wassenaar“ und damit zur Gründung des Poldermodells führten.

3. Niederländische Arbeitsmarkt-, Wirtschafts-, und Sozialpolitik: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Reformen, insbesondere im Bereich der Arbeitsmarktflexibilisierung, der Lohnzurückhaltung und der Sozialversicherungssysteme.

4. Das heutige Ergebnis des Poldermodells in den Niederlanden: Hier werden die Chancen und Ungleichheiten des Modells sowie die aktuelle Arbeitsmarktsituation kritisch evaluiert.

5. Entwicklungen und Ist-Zustand bezogen auf die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in der Schweiz: Dieses Kapitel liefert eine Analyse des Schweizer Sozialsystems und der Arbeitsmarktpolitik als Basis für einen Vergleich.

6. Kann das Polder-Modell in der Schweiz Anwendung finden?: Hier wird die Eignung und die Herausforderungen einer Übertragung des niederländischen Modells auf die Schweiz diskutiert.

7. Schlusswort und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und benennt zukünftige Herausforderungen für Wohlfahrtsstaaten.

Schlüsselwörter

Poldermodell, Niederlande, Schweiz, Arbeitsmarktpolitik, Sozialstaat, Arbeitslosigkeit, Teilzeitarbeit, Abkommen von Wassenaar, Sozialversicherung, Flexibilisierung, Wirtschaftspolitik, Lohnzurückhaltung, Reformen, Wettbewerbsfähigkeit, Wohlfahrtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das niederländische Poldermodell als wirtschafts- und sozialpolitisches Instrument zur Bewältigung von Krisen und prüft dessen Übertragbarkeit auf die Schweiz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die niederländische Arbeitsmarktpolitik, das Sozialversicherungssystem, Wirtschaftsreformen seit 1982 sowie ein direkter Vergleich mit den Strukturen der Schweiz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob die Massnahmen und Strategien des Poldermodells als Vorbild für die Lösung aktueller schweizerischer Probleme, wie Arbeitslosigkeit und Rentenfinanzierung, dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium von Fachberichten und einem empirischen Vergleich statistischer Daten zwischen den Niederlanden und der Schweiz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die spezifischen Maßnahmen des Poldermodells, darunter die „Melkert“-Jobs, Flexarbeitsverträge, Lohnzurückhaltung und die Privatisierung von Sozialversicherungsaspekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Poldermodell, Arbeitsmarktflexibilisierung, Sozialstaat, Wettbewerbsfähigkeit und Reformpolitik charakterisiert.

Was genau versteht man unter dem „Abkommen von Wassenaar“?

Es ist das Gründungsdokument des Poldermodells von 1982, in dem sich Arbeitgeber, Gewerkschaften und der Staat auf Lohnzurückhaltung und Reformen zur Stärkung der Wirtschaft einigten.

Wie unterscheidet sich die Situation der Invalidenversicherung (IV) in der Schweiz von der WAO in Holland?

Beide Systeme leiden unter steigenden Rentenbezügen. Die Schweiz orientiert sich bei der IV-Revision an ähnlichen Korrekturmechanismen wie sie in den Niederlanden bei der WAO bereits früher implementiert wurden.

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Details

Title
Das Poldermodell - Bedeutung für die Schweiz?
College
University of Basel  (WWZ)
Course
Mikroökonomie
Grade
5.5 (Schweiz)
Author
Nicole Kleinschmidt (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V21465
ISBN (eBook)
9783638250801
ISBN (Book)
9783656667407
Language
German
Tags
Poldermodell Bedeutung Schweiz Mikroökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Kleinschmidt (Author), 2004, Das Poldermodell - Bedeutung für die Schweiz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21465
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