Vorwort III
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Vorwort
Die Verfasserin absolviert derzeit selbst ein MBA- Studium. In dieser Transferarbeit sind die wichtigsten Informationen zum MBA in stark komprimierter Version aufbereitet. Im Literaturverzeichnis und in den Internetquellen sind die wichtigsten Fundstellen zum Thema angegeben, so dass bei Bedarf ein intensiveres nachlesen möglich ist.
Aufgrund der Vielfältigkeit des Themas ist sich die Autorin bewusst, dass diese Transferarbeit nur einen groben Überblick über die einzelnen Themenfelder bieten kann. Im Wesentlichen wird auch nur auf MBA-Programme in Deutschland Bezug genommen.
1 Fichtl, G., Zitate für Beruf und Karriere, Planegg, 2001, S. 94.
Inhaltsverzeichnis IV
Inhaltsverzeichnis
1 Aktualität des Themas 1
2 Hintergrund und Ursprung 2
2.1 Bologna-Prozess 2
2.2 Kultusministerkonferenz 3
3 Grundlagen 4
3.1 Definition 4
3.2 Zielsetzung 4
3.3 Zulassungsvoraussetzungen 5
3.4 Teilnehmer 6
3.5 Nutzen 6
3.5.1 Für die Unternehmen 6
3.5.2 Aus Sicht der Teilnehmer 8
3.6 Struktur und Inhalte 9
3.6.1 Struktur 10
3.6.2 Studieninhalte 11
3.7 Kosten 12
4 Qualitätsmerkmale und Qualitätssicherung 13
4.1 Akkreditierung 13
4.2 Evaluierung 14
4.3 Qualität der Hochschule 15
5 Erkenntnisse und Ausblick 17
5.1 MBA und Personalentwicklung 18
5.2 Lebenslanges Lernen 19
5.3 Kritische Würdigung 19
5.4 Die Zukunft des MBA 20
Literaturverzeichnis 21
Anhang 23
1 Aktualität des Themas 1
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1 Aktualität des Themas
Im Wintersemester 2003/2004 werden an deutschen Hochschulen 854 Bachelor- und 1044 Master-Studiengänge angeboten. Die gestufte Studiengangstruktur ermöglicht es den Studierenden, bereits nach drei bis vier Jahren mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluß, dem "Bachelor", die Hochschule zu verlassen. Die Studierenden können im Anschluss daran in einem ein- bis zweijährigen Masterstudiengang das erste Studium vertiefen, interdisziplinär erweitern oder sich spezialisieren. Die starke Zunahme der gestuften Studiengänge ist Beleg für die Bemühungen der deutschen Hochschulen um eine grundlegende Studienreform und vor allem eine stärkere Internationalisierung. 2
Globalisierung und Internationalität sind Stichworte, die die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland seit Jahren zunehmend beschäftigen. Sie werden zukünftig einen entscheidenden Einfluss auf berufsqualifizierende Bildung haben. Darüber was die Schlüsselqualifikationen der Zukunft sind, sind sich Wissenschaft und Wirtschaft weitestgehend einig, aber auch darüber, dass Führungsnachwuchs bei diesen starke Defizite aufweist. 3
Die Entwicklung im Bereich „Bachelor- und Masterstudiengänge“ soll ein Weg sein, diese angesprochenen Altlasten über Bord zu werfen. Zahlreiche renommierte Hochschulen arbeiten an neuen Programmen, mit denen sie den Bildungsmarkt erobern und den neuen Abschlüssen zum Durchbruch verhelfen wollen. 4
Deutschland hat zuwenig Akademiker. Im Vergleich zu anderen Industriestaaten ist die Quote von Hochschulabsolventen niedrig. Nur 14 % der Deutschen zwischen 25 und 64 Jahren hatten 1998 einen Hochschulabschluss. In den USA waren es dagegen mit 27 % fast doppelt so viele. 5
2 Studienreform mit Bachelorstudiengängen und Masterstudiengängen, Online in Internet: URL: http://www.hrk.de/161.htm [24.01.04].
3 Brackmann, H., Kran, D., Der MBA Guide 2003, Teilzeit -, Fernstudien- und Vollzeitprogramme zum Master of Business Administration, Neuwied, usw., 2003, 2. Auflage, S. 13
4 Welp, C., Studium im Spurt: Bachelor statt Diplom, in Wirtschaftswoche, Düsseldorf, 2003, Nr. 82
5 Brackmann, H., Kran, D., Der MBA Guide 2003, Teilzeit -, Fernstudien- und Vollzeitprogramme zum Master of Business Administration, Neuwied, usw., 2003, 2. Auflage, S. 13
2 Hintergrund und Ursprung 2
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2 Hintergrund und Ursprung
Die MBA-Ausbildung entstand vor ca. 100 Jahren in den USA mit der Zielsetzung, Absolventen nicht-wirtschaftlicher Studiengänge auf eine Karriere im Management vorzubereiten. 6 Für amerikanische Studenten ist der MBA eine absolute Notwendigkeit, um einen gut bezahlten Managerposten in einem r enommierten Unternehmen zu erhalten. Die Wirtschaft in den vereinigten Staaten rekrutiert fast ausschließlich Nachwuchs aus den Business Schools. Der Grund hierfür liegt sicher zum größten Teil in der Praxisorientierten Ausbildung der Business Schools, die es sich als Ziel gesetzt haben, ihre Studenten so gut wie möglich auf ihre spätere Tätigkeit vorzubereiten. 7
Seit der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes im Jahr 1998 haben die Hochschulen die Möglichkeit, neben den bekannten Magister-, Diplom- und Staatsexamensstudiengängen gestufte Studiengänge einzuführen, die zum Bakkalaureus-/Bachelor-Grad bzw. zu einem Magister-/Master-Grad führen. Die Einführung einer zweistufigen Struktur der Studiengänge ist jedoch keine Besonderheit der deutschen Hochschulreform. Eingebettet in den so genannten europaweiten Bologna-Prozess, sind die neuen gestuften Studiengänge eines der zentralen Anliegen bei der Schaffung des europäischen Hochschulraumes. 8
2.1 Bologna-Prozess
Der Name "Bologna-Prozess" geht zurück auf die gemeinsame Konferenz der Europäischen Bildungsminister in Bologna am 19. Juni 1999. Im Rahmen dieser Konferenz unterzeichneten die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten die so genannte "Bologna-Erklärung", in der bis zum Jahre 2010 die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes angestrebt wird. Mittlerweile haben 33 Staaten die sog. Bologna-Erklärung unterschrieben. 9
In dieser Bologna-Erklärung wird "ein Europa des Wissens" als "unerlässliche Voraussetzung für gesellschaftliche und menschliche Entwicklung sowie als unverzichtbare Komponente der Festigung und Bereicherung der Europäischen Bürgerschaft" anerkannt. 10
6 Infos und Hilfen bei Ihrer MBA Bewerbung, Online in Internet: URL: http://www.mbagate.de/de/mba/mba [28.01.04].
7 Klein, H., u.a., Master of Business Administration Programme in Europa und den USA, Nürnberg,
1990, 2. Auflage, S. 1
8 Studienreform mit Bachelorstudiengängen und Masterstudiengängen, Online in Internet: URL: http://www.hrk.de/161.htm [24.01.04].
9 Die 33 Staaten sind auf den Seiten der Berlin -Konferenz 2003, Online in Internet: URL: http://www.bologna-berlin2003.de/de/links/index.htm, aufgeführt [26.01.04].
10 Gemeinsame Erklärung der Europäischen Bildungsminister, 19. Juni 1999, Bologna, Online in Internet: URL: http://www.bologna-berlin2003.de/pdf/bologna_deu.pdf [25.01.04]
2 Hintergrund und Ursprung 3
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Konkret wurden die folgenden sechs Zielvereinbarungen getroffen: 11
1. Die Schaffung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse
2. Die Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen (undergraduate/graduate)
3. Die Einführung eines Leistungspunktesystems (nach dem ECTS-Modell)
4. Die Förderung der Mobilität durch Beseitigung von Mobilitätshemmnissen
5. Die Förderung der europäischen Zusammenarbeit durch Qualitätssicherung
6. Die Förderung der europäischen Dimension in der Hochschulausbildung
Diese Ziele sollten erreicht werden unter "uneingeschränkter Achtung der Vielfalt der Kulturen, der Sprachen, der nationalen Bildungssysteme und der Autonomie der Universitäten".
2.2 Kultusministerkonferenz
Im März 1999 hat die Kultusministerkonferenz 12 länderübergreifende Strukturvorgaben für die neuen Studiengänge und ihre Abschlüsse verabschiedet, die sich auf die Studienstruktur und -dauer, Zugangsvoraussetzungen und Übergänge, die Abschlüsse und Abschlussbezeichnungen sowie die Aspekte Modularisierung und
Leistungspunktsysteme (Credit Points) beziehen. Diese Strukturvorgaben sind notwendig, um die neuen Studiengänge in das bisherige System der Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge einzufügen und sie für die internationale Zusammenarbeit durch klare und verlässliche Angaben attraktiv zu machen.
Am 05. Dezember 2002 hat die Kultusministerkonferenz auf ihrer 300. Sitzung in Bonn das Positionspapier „Hochschule und Gesellschaft“ verabschiedet, das die Gesellschaft für die Leistungen der Hochschulen sensibilisieren und nachweisen soll, dass diese Leistungen einen größeren finanziellen Aufwand der öffentlichen Haushalte für die Hochschulen rechtfertigen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12.06.2002, in dem zehn Thesen zur Bachelor- und Masterstruktur in Deutschland aufgestellt wurden. 13
11 Gemeinsame Erklä rung der Europäischen Bildungsminister, 19. Juni 1999, Bologna, Online in Internet: URL: http://www.bologna-berlin2003.de/pdf/bologna_deu.pdf [25.01.04]
12 Im Hochschulbereich trägt die Kultusministerkonferenz durch Vereinbarungen und Herbeiführung eines abgestimmten Verwaltungshandelns zur Sicherung einer gemeinsamen Hochschulstruktur und deren Fortentwicklung bei. Die Kultusministerkonferenz ist in den grundlegenden Reformprozess eingebunden.
13 Online in Internet, URL: http://www.kmk.org/aufg-org/home.htm?beschl [01.02.04]. Der Beschluss ist als Anhang 01 beigefügt.
3 Grundlagen 4
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3 Grundlagen
Nachfolgend wird auf die wichtigsten Grundlagen, Definitionen, Zielsetzungen, Zulassungsvoraussetzungen, Nutzen, Struktur, Inhalte und Kosten der MBA-Programme eingegangen. Aufgrund der Vielzahl von Programmen, die sich in Form und Qualität stark unterscheiden, wird auf Durchschnittswerte und überwiegende Standards zurückgegriffen. Aufgrund der Relevanz wird meist auf Programme in Deutschland eingegangen.
3.1 Definition
Der Bakkalaureus-/Bachelor-Abschluss ist der erste berufsqualifizierende Studienabschluss an den Fachhochschulen und Universitäten. Die Regelstudiendauer beträgt drei bis maximal vier Jahre. Der Magister/Master ist ein zweiter Studienabschluss und berechtigt zur Promotion. Die Regelstudiendauer beträgt weitere ein bis maximal zwei Jahre. In einem gestuften System kann der Master auch in Teilzeit erworben werden. 14 Der Master of Business Administration MBA ist ein international anerkannter akademischer Abschluss für Manager. Durch das MBA-Studium wird der Teilnehmer 15 für die Herausforderungen einer zunehmend international geprägten und sich schnell wandelnden Wirtschaft qualifiziert. Der Master-Titel ist staatlich anerkannt.
3.2 Zielsetzung
Der M asterstudiengang bereitet die Teilnehmer gezielt auf unternehmerische und beratende Leitungsfunktionen im internationalen Umfeld vor. Sein besonderes Profil liegt in der Symbiose von Theorie und Praxis im internationalen und interkulturellen Kontext. Neben den fachlichen Grundlagen sollen vor allem die sozialen und methodischen Kompetenzen der Teilnehmer entwickelt werden. Der künftige Manager soll mit den methodischen Instrumentarien des internationalen Business vertraut gemacht werden und lernt diese in der unternehmerischen Praxis anzuwenden. Der Masterstudiengang ist in hohem Maße praxis- und problemlösungsorientiert. Dies zeigt sich sowohl in der Integration der beruflichen Erfahrungen der Teilnehmer aus unterschiedlichen Professionen als auch in der Methodik/Didaktik des Lehrens und Lernens: Beispielsweise Bearbeitung von Fallstudien, interaktive Kommunikation in kleinen Gruppen, Projektarbeiten im Team und Kooperation mit Unternehmen.
14 Brackmann, H., Kran, D., Der MBA Guide 2003, Teilzeit -, Fernstudien- und Vollzeitprogramme zum Master of Business Administration, Neuwied, usw., 2003, 2. Auflage, S. 50
15 Im Folgenden werden Personen in der männlichen Sprachform angesprochen, es sind aber jeweils sowohl männliche als auch weibliche Personen gemeint.
Quote paper:
Christine Kuhn-Fleuchaus, 2004, MBA - Master of Business Administration - ein komprimierter Praxisratgeber, Munich, GRIN Publishing GmbH
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