Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S 3
2. Hegemonialzyklen- Ein historischer Überblick S 4
2.1 Theorie des modernen Weltsystems nach Wallerstein S 5
2.2 Theorie der Hegemoniezyklen S 6
2.2.1 Ein Beispiel: Amerika - Traditionslinien und Grundmuster Amerikanischer
Außenpolitik S 8
3. Hegemonie und hegemoniale Stabilität- Begriffsklärung S 9
3.1 Hegemonie und Krieg S 10
3.2 Die Notwendigkeit eines Stabilisators im Weltsystem 13
3.2.1 Die Rolle der Vereinten Nationen im Weltsystem S 13
3.2.2 Ist ein Stabilisator im Weltsystem überhaupt noch nötig? 16
4. Zusammenfassung 18
5. Literaturverzeichnis 19
2
1.Einleitung
Diese Arbeit hat das Thema der hegemonialen Stabilität als Grundlage. Das Thema der Hegemonie und Hegemoniezyklen soll hier näher betrachtet werden. Die Rolle der USA soll in dieser Hausarbeit eine größere Rolle spielen. Es sollen die Traditionslinien und Grundmuster Amerikanischer Außenpolitik erläutert werden.
Als Grundlage und zur Definition des Begriffes „Weltsystem“ dient der Ansatz von Immanuel Wallerstein. Es soll dargestellt werden, welcher Zusammenhang zwischen Hegemonie und Krieg besteht und ob man heute immer noch davon sprechen kann, das ein Hegemon nur durch Kriege abgelöst wird.
Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit der Frage, ob in der heutigen Zeit, von wachsender Globalisierung und gemeinsamen „Kampf gegen den Terror“, ein Stabilisator überhaupt noch notwendig ist.
Die Arbeit soll jedoch nicht klären ob Amerika in 30 Jahren immer noch ein Hegemonialstaat ist, denn diese Prognose aufzustellen, würde ein Thema für eine andere Hausarbeit sein. Ferner soll auch nicht die Amerikanische Außenpolitik dargestellt werden, lediglich die Traditionslinien und Grundmuster sollen hier erläutert werden.
Die Arbeit befasst sich, Zusammengefasst, mit Hegemo nie und vor allem mit der Frage ob ein Weltsystem noch einen Stabilisator benötigt.
3
2. Hegemonialzyklen- Ein historischer Überblick
Beschäftigt man sich mit der Herausbildung der Weltwirtschaft, kann man dazu verschiedene Ansätze benutzen, hier wäre die Theorie des modernen Weltsystems von Immanuel Wallerstein und die Theorie der Hegemoniezyklen zu nennen.
Im folgenden sollen diese beiden Ansätze genauer betrachtet werden und der Grundlage dienen.
Betrachtet man die wirtschaftlichen Beziehungen im historischen Kontext, erkennt man das es bis heute ein weltweites Netz von wirtschaftlichen Beziehungen gibt. Dies kann der Handel mit Gütern und Dienstleistungen sein oder auch Investitionen. Jedoch ist mit dem Begriff „Weltwirtschaft“ auch der Mechanismus der Konkurrenz von nationalstaatlicher organisierter Volkswirtschaft gemeint. 1
Im Laufe der Geschichte entwickelte sich zunehmend ein Wettlauf um die am meisten technisch fortgeschrittensten Produktionsmethoden und somit auch um die höchste Produktivität. 2
Im 19 Jahrhundert begann bereits eine zunehmende Verflechtung der privaten Wirtschaft. Jedoch erst nach Beendigung der Weltwirtschaftskrise und dem 2. Weltkrieg fingen wirtschaftlich dominantere Staaten an, internationale Regeln, abgesicherte Wirtschafts- und Wachstumsgemeinschaften auf liberaler Grundlage zu gründen. Gegenwärtig findet die wirtschaftliche Entwicklung nicht mehr durch den Handel zwischen den nationalen Unternehmen statt. Es fand ein Wandel statt, indem die „global integrierte Produktion bei hoher Mobilität von Kapital und wachsender Mobilität von Arbeit“ 3 immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hierbei komm es zu „Prozessen der Vereinheitlichung und Differenzierung zugleich.“ 4 Die wirtschaftliche Hegemonie der USA verschwant mit der Zeit und die japanische und auch die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland konnte sich erfolgreich auf dem Weltmarkt behaupten.
1 Vgl. List, Martin: Internationale Politik : Probleme und Grundbegriffe / Martin List; Maria Behrens; Wolfgang Reichardt; Georg Simonis. - Opladen : Leske + Budrich, 1995.. S.128
2 Ebenda.
3 Ebenda.
4 Ebenda.
4
2.1 Theorie des modernen Weltsystems nach Wallerstein
Nachdem ich einen kurzen Überblick über die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen gegeben habe, möchte ich nun die beiden Ansätze die sich mit der Herausbildung der Wirtschaft beschäftigen kurz vorstellen.
Zu erst ist hier die Theorie des modernen Weltsystems zu nennen, welche Immanuel Wallerstein aufstellte. Zuvor muss jedoch geklärt werden was Wallerstein unter dem Begriff Weltsystem versteht. Weltsysteme sind für Wallerstein durch eine große räumliche sowie auch durch zeitliche Ausdehnungen gekennzeichnet. Jedoch müssen sich Weltsysteme nicht über die gesamte Welt erstrecken 5 . „Entscheidend ist das Vorhandensein einer innerenfunktionalen wie auch geografischen - Arbeitsteilung bei gleichzeitiger Existenz von verschiedenen kulturellen Systemen.“ 6
Er nimmt zu dem modernen Weltsystem in seiner kapitalistischen Form eine kritische und auch ablehnende Haltung ein. Hier ist es wichtig zu erklären wie Wallerstein den Begriff des Kapitalismus definiert. Für ihn ist es „eine Produktionsweise, in der der Primat der Kapitalakkumulation gilt, wo also Gewinn um seiner selbst Willen angestrebt wird.“ 7 So ist für Wallerstein das moderne Weltsystem ein kapitalistisches, das es für ihn „seinen systemischen Zusammenhang der weltweiten kapitalistisch bestimmten Arbeitsteilung verdankt.“ 8 Ein Weltsystem zeichnet sich für seinen Zusammenhalt aus, obwohl keine zentrale Lenkung stattfindet. Im Laufe der historischen Entwicklung wird immer deutlicher das internationale Beziehungen, also die zwischenstaatlichen Beziehungen, im Umkreis eines weiteren Systems stattfinden. Die „treibende Dynamik aus der kapitalistischen Organisation der Produktion und der dadurch ausgelösten Dynamik der technischen Entwicklung“ 9 resultiert daraus. Immer mehr Staaten unterliegen dieser Dynamik und müssen infolgedessen darauf reagieren. Wallerstein sieht die Stellung eines Staates innerhalb des Weltsystems als ausschließlich ökonomisch bestimmt.
Nach Wallerstein bilden die wirtschaftlich führenden Staaten das sogenannte „Zentrum“, die schwächeren Staaten bilden die „Peripherie“, jedoch wäre ein solches
5 Vgl. http://www.arbeitsalltag.de/Texte/Wallerstein.htm (11.07.02)
6 Ebenda.
7 Vgl. List, 1995. 129
8 Ebenda.
9 Ebenda.
5
„internationales „Zwei-Klassen-System“ von Staaten“ 10 nach Wallerstein nicht stabil. Zur Stabilisierung ist eine dritte Gruppe notwendig, eine sogenannte Zwischengruppe. Diese nennt Wallerstein „ Semi-(Halb-) Peripherie“. Dies sind zum Beispiel Staaten wie der Iran zu Zeiten des Schahs oder sogenannte Schwellenländer wie Brasilien oder Südkorea. Die „Semi-Peripherien“ werden also als notwendig erachtet, denn sie sind es, die das System aufrecht erhalten. Folglich hat das System selbsterhaltene und sich selbstreproduzierende Kräfte.
2.2 Theorie der Hegemoniezyklen
Der zweite Ansatz, die Theorie der Hegemoniezyklen, dient der Analyse der Wirksamkeit von politischen Faktoren. Hierzu dienen die verschiedenen Ansätze der Hegemoniezyklentheorie. „ Sie sehen in politisch- militärischen Faktoren[...] wesentliche weitere Gründe, die- neben ökonomischen Faktoren und im Zusammenspiel mit ihnen- Vorherrschaft (Hegemonie) im internationalen System begründen.“ 11 Diese Vormachtstellungen sind jedoch von einem Muster von Aufstieg und Verfall gekennzeichnet. Deshalb wird hier der Begriff Hegemoniezyklen verwendet.
10 Vgl. List, 1995. S. 129
11 Ebenda.
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Arbeit zitieren:
Katharina Demuth, 2002, Hegemoniale Stabilität, München, GRIN Verlag GmbH
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