Inhalt
1. Einleitung 3
2. Begriffserklärung 5
3. Merkmale Hochbegabter 8
4. Interessen und Motivation 10
5. Das soziale Umfeld und dessen Einfluss auf die
Pe rsönlichkeitsentwicklung Hochbegabter 12
5.1. Der Einfluss der Familie 13
5.2. Der Einfluss der Peer-Beziehungen und
Freundschaften 14
5.2.1. Warum sind die Peer-Beziehungen im
Jugendalter so wichtig und beeinflussend? 14
5.2.2. Was steht Hochbegabten bei engeren
Beziehungen im Wege? 15
5.3. Der Einfluss der Schule 15
6. Die Gesellschaft und die Hochbegabung 18
7. Folgen für die betroffenen Kinder und
Jugendlichen 20
7.2. Anpassung oder Isolation? 20
7.3. Abweichendes Denken und Verhalten:
Warum versteht mich niemand? 21
7.4. Zweifel an Traditionen
7.5. Underachievement 23
8. Konsequenzen für die Förderung Hochbegabter
und Schlussbetrachtung 25
9. Literatur 28
Seite 2
1. Einleitung
Seit Jahrhunderten schon haben talentierte und begabte Menschen großen Anteil am Erkenntnisstand und Fortschritt unserer Gesellschaften. Ihre Fähigkeiten überragten und überragen die des „durchschnittlichen Normalbürgers“ um einiges.
(...) anders, nicht im Schritt mit anderen, manipulatorisch, Angeber, die alles besser wissen, boshaft, hyperaktiv, eigensinnig, anderen gegenüber gefühllos, aggressiv, sonderbar, gesellschaftsfeindlich, eingebildet, impertinent und herausfordernd, rechthaberisch, respektlos, immer nur mit sich selbst beschäftigt, nicht bereit sich an herkömmliche Wege zu halten, undiszipliniert (...). 1
Wie dieses Zitat schon zeigt, verursacht genau dieser hohe Grad an Wissen Fertigkeiten und Fähigkeiten, dass hochbegabte Menschen innerhalb unserer Gesellschaften missverstanden werden. Mangelnde Aufklärung über die Phänomenologie der Hochbegabung und deren Konsequenzen haben als Folge, dass dem Anspruch auf bestmögliche Förderung der Fähigkeiten aller Menschen nicht Rechnung getragen wird. Nur profunde Kenntnisse darüber können gewährleisten, dass unsere Gesellschaft lernt, mit der Hochbegabung gebührend umzugehen.
In der folgenden Arbeit werde ich mich genauer mit dem Thema der Hochbegabung beschäftigen und dabei hauptsächlich auf die Probleme und Schwierigkeiten der hochbegabten Kinder und Jugendlichen eingehen. Als Einstieg werde ich notwendigerweise den Begriff an sich, sowie dazugehörige Definitionen erklären müssen, da hierbei durch die verschiedene Literatur auch sehr verschiedene Erklärungen geliefert werden. Ich gehe dann über zu den allgemeinen Merkmalen jener Kinder und Jugendlichen und werde mich im Anschluss mit dem Einfluss des sozialen Umfeldes und den Konsequenzen für Hochbegabte auseinandersetzen.
Im Zusammenhang mit meiner zukünftigen Tätigkeit als Lehrer empfinde ich es als sehr hilfreich und notwendig, mich mit dem Phänomen der Hochbegabten auseinanderzusetzen. Um den weitreichenden Anforderungen an der Schule gerecht
werden zu können, benötige ich unter anderem auch Kenntnisse zu diesem prekärem Thema. Ich hoffe, damit einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lage und das Verständnis, welches Hochbegabten entgegengebracht werden muss, leisten zu können.
Seite 4
2. Begriffserklärung
Hochbegabung ist ein hypothetischer Konstruktbegriff, d. h. die Definitionen sind abhängig von den jeweiligen theoretischen Bezugsbasen. Weit gefasst könnte man Begabung als „das Insgesamt personaler (kognitiv, motorisch) und soziokultureller Leistungsvoraussetzungen“ 2 Lern-und definieren. Hierbei ist die
Begabungsentwicklung als „Interaktion interner Anlagefaktoren und externer Sozialisationsfaktoren zu verstehen“ 3 .
Eine allgemeine Definition des Konstrukts „Hochbegabung“ gibt K. K. Urban:
Hochbegabt ist, wer in der Lage ist oder in die Lage versetzt werden kann, sich für ein Informationsangebot - auch aus einer Sicht - hohen Niveaus zu interessieren, ihm zu folgen, es zu verarbeiten und zu nutzen. 4
In der Begabungsforschung findet man unzählige Definitionen dieses Begriffes, welche einerseits historisch betrachtet differieren sowie auch hinsichtlich ihrer Ansätze. In der Vergangenheit wurden oftmals die Begriffe „Intelligenz“, „Kreativität“ und „Expertise“ mit dem Begriff der Hochbegabung synonymisch verwendet. 5 Dies deutet schon darauf hin, dass der Begriff keineswegs präzise zu definieren ist.
Es besteht also Klärungsbedarf, wo sich Hochbegabung zum Beispiel von der Begabung abgrenzt. Heutzutage finden wir in der psychologischen Forschung verschiedene Klassifikationen für die Hochbegabung, von denen drei im folgenden von mir kurz erklärt werden sollen. ? „Ex-post-facto-Definitione n“:
Erwachsene oder Kinder, die etwas Außergewöhnliches leisten, werden als hochbegabt bezeichnet. ? „IQ-Definition“
Personen, die einen Intelligenzquotienten von mehr als 130 haben, zählen zu den Hochbegabten.
? „Prozentsatzdefinition“
Ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung wird als hochbegabt eingestuft. Dabei können Noten, Schulleistungstests sowie Intelligenztestwerte mit einbezogen werden. 6
All diese Definitionen schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern gehen teilweise in einander über. Das P roblem besteht darin, dass es noch keine allgemein anerkannte Definition für den Begriff gibt und sich deshalb die Forscher über die Begriffsdifferenzierung uneinig sind. 7
Ein weiterer Gesichtspunkt der Unterscheidung durch die verschiedenen Forscher ist die Intelligenz. D. h. es gibt zum Einen die „intellektuelle Begabung“ 8 und zum anderen die „nicht intellektuelle Begabung“ 9 . Man kann sagen, dass „moderne Konzeptionen“ 10 Intelligenztheorien bereichsspezifische bevorzugen. So
unterscheidet Gardner demnach folgende „skill“ - spezifische intellektuelle Kompetenzen:
? sprachliche Intelligenz ? logisch- mathematische Intelligenz ? räumliche Intelligenz ? musikalische Intelligenz ? intrapersonale Intelligenz ? interpersonale Intelligenz. 11
Heller legte sich darauf fest, Hochbegabung allgemein als „mehrdimensional“ 12 zu betrachten und stuft es als „personale und soziale Voraussetzung für Leistungsexzellenz“ 13 ein. Neben der intellektuellen Begabung, die zumeist im Vordergrund der Betrachtung von Intelligenzforschung und -förderung steht, gibt es noch vier weitere Begabungsfelder: den „kreativen, sozialen, musikalischen und [...]
psychomotorischen Bereich“ 14 . Diese Bereiche werden natürlich beeinflusst durch diverse Faktoren der Umwelt und der Individuen selbst. Auf diese möchte ich hier jedoch nicht näher eingehen.
Die Uneinigkeit über die Definitionen des Begriffes Hochbegabung hat dazu geführt, dass sich in der Vergangenheit mehrere Konzepte/Modelle entwickelt haben, die sich diesem Konstrukt annähern. Diese Modelle sollen darstellen, welche Umweltfaktoren die Begabungsentfaltung beeinflussen.
Arbeit zitieren:
Nico Herzog, 2004, Hochbegabung - Die Probleme von hochbegabten Kindern und Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld und deren Integration in die Gesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ausgewählte Geschlechtsunterschiede und ihre Ursachen
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Seminararbeit, 27 Seiten
Hochbegabung im Kindes- und Jugendalter - Förderungsmöglichkeit: Berat...
Seminararbeit, 39 Seiten
Heterogenität in der Schule - Modelle zum Umgang mit Heterogenität in ...
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Hausarbeit (Hauptseminar), 15 Seiten
Sigmund Freud: Das Ich und das Es
Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
Seminararbeit, 15 Seiten
Der Einfluss der internationalen Rechnungslegung über das Bilanzrechts...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 177 Seiten
Der schulpädagogische Anspruch des Johann Heinrich Pestalozzi
Versuch einer gegenwärtigen Be...
Hausarbeit, 29 Seiten
Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwerttheorie
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Hausarbeit, 21 Seiten
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Beobachtungsverfahren in der empirischen Sozialforschung unter besonde...
Seminararbeit, 16 Seiten
Stereotyping as a phenomenon in intercultural communication
Hausarbeit (Hauptseminar), 13 Seiten
"Hochbegabung - Die Welt liegt dir zu Füßen?!"
Psychologie - Beratung, Therapie
Hausarbeit (Hauptseminar), 36 Seiten
Quo vadis, Schulkultur? Kritische Anmerkungen zur Situation und Förder...
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Geschichtliche Entwicklung der Sozialen Arbeit zur Darstellung der Kon...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Teaching Novels - Jonathan Safran Foer, Extremely Loud and Incredibly ...
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 17 Seiten
Darstellung und kritische Würdigung des Modells zur Akkulturation von ...
Psychologie - Sozialpsychologie
Hausarbeit, 34 Seiten
Nico Herzog's Text Hochbegabung - Die Probleme von hochbegabten Kindern und Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld und deren Integration in die Gesellschaft ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Nico Herzog hat den Text Hochbegabung - Die Probleme von hochbegabten Kindern und Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld und deren Integration in die Gesellschaft veröffentlicht
Nico Herzog hat einen neuen Text hochgeladen
Die Gesellschaft und ihre Jugend
Strukturbedingungen jugendlich...
Gabriele Bingel, Richard Münchmeier, Anja Nordmann
Von der Sensorischen Integration zur Entwicklungsbegleitung
Von Theorien und Methoden über...
Waltraut Doering, Winfried Doering
Systemische Familientherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
Lebensfluß-Modelle und analoge...
Peter Nemetschek
Sprungbrett Soziales: Betreuung und Pflege von Kindern, Jugendlichen u...
Lernsituationen aus dem Berufs...
Hildegard Wittke, Katrin Rohde, Jacqueline Prügel, Anke Paul, Tobias Greiner, Silvia Gartinger, Anja Walter
Franz Petermann, Gert Jugert, Uwe Tänzer, Anke Rehder, Dorothe Verbeek
Die Entwicklung der Delinquenz von Kindern, Jugendlichen und Heranwach...
Eine vergleichende Analyse von...
Felix Schulz
0 Kommentare