Christof M. Stotko - Pfingsten
Inhaltsverzeichnis
1 Abgrenzung 1
2 Pfingsten - Eine Einordnung in den kirchlichen Jahreslauf 3
2.1 Kirchliche Einordnung. 3
2.2 Brauchtümliche Einordnung. 4
3 Das Heischespiel als christliches Brauchspiel zu Pfingsten 5
3.1 Erläuterung des Brauchhintergrundes 5
3.2 Darstellung des Brauches. 6
4 Erklärungsversuch des pfingstlichen Heischebrauches. 9
4.1 Erläuterung der Erklärungsmöglichkeiten. 9
4.2 Theologische Erklärung des Heischebrauches 10
5 Zusammenfassung 13
6 Literaturverzeichnis. 14
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Abgrenzung der Arbeit 1
Abbildung 2: Aufbau der Arbeit 2
Abbildung 3: Pfingsten im kirchlichen Jahreslauf. 3
Abbildung 4: Theologische und volkskundliche Bedeutung Pfingstens 4
Abbildung 5: Normalform des Heischespiels 6
Abbildung 6: Terminologie von Pfingstl und Pfingstbraut. 8
Abbildung 7: Quellen von Erklärungsversuchen der Heischebräuche 9
Abbildung 8: Vorbild und Umsetzung pfingstlicher Heischebräuche nach Lk 5, 5-13. 10
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Christof M. Stotko - Pfingsten
1 Abgrenzung
Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit dem christlichen Brauchspiel zu Pfingsten. Insgesamt haben sich im Zusammenhang mit Pfingsten im Vergleich zu anderen kirchlichen Hochfesten relativ wenige Bräuche entwickelt (Pfingsten 2002). Christliche Bräuche, die um Pfingsten herum durchgeführt werden, sind beispielsweise die Folgenden (Moser 2002, S. 163ff):
Feste der christlichen Gemeinschaften - AlsTeil dieser Gemeinschaftsfeste: Heischeumgänge - Umritteund Reiterprozessionen (z. B. Kötztinger Pfingstritt) - AnderePfingstreiterspiele - Flurumgängeam Himmelfahrtstag sind ebenfalls für das Brauchtum an Pfingsten interessant, im Rahmen dieser Arbeit soll jedoch nur die Gruppe der Feste der christlichen Gemeinschaften betrachtet werden (vgl. Abbildung 1). Als Teil dieser Gruppe werden die Heischeumgänge betrachtet, die in einem gemeinschaftlichen Fest der christlichen Dorfgemeinschaft enden.
Quelle: Eigene Darstellung Quelle: Eigene Darstellung
Abbildung 1: Abgrenzung der Arbeit
Die anderen Bräuche und Gepflogenheiten, die früher stattfanden oder auch noch heute zu Pfingsten stattfinden, werden im Rahmen dieser Arbeit nicht betrachtet. Eine
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Christof M. Stotko - Pfingsten
dieser Gepflogenheiten sind beispielsweise die Hofhaltungen, die in früherer Zeit am 1. Mai bzw. an Pfingsten durchgeführt wurden (vgl. Moser 2002, S. 172). Eine andere Gepflogenheit, die früher aus weltlichen Kausalitäten zu Pfingsten durchgeführt wurden, ohne jedoch mit der Sinnstiftung von Pfingsten etwas zu tun zu haben, waren die mittelalterlichen Rechtshandlungen (Sammer 2001, S. 63f). Auch diese sollen jedoch in dieser Arbeit nicht näher betrachtet werden.
Der Fokus dieser Arbeit liegt rein auf der Darstellung und Erläuterung der christlichen Heischespiele, die zu Pfingsten durchgeführt werden. Dazu wird die Arbeit folgendermaßen gegliedert (vgl. Abbildung 2):
Einordnung Pfingstens als christliches Hochfest (Kapitel 2) - Darstellungder „Normalform“ des Heischespiels, bzw. -umganges (Kapitel 3) - Darstellungder erweiterten Terminologie der dabei auftretenden Figuren - (Kapitel3.2)
Versuch einer Erklärung des Sinns hinter pfingstlichen Heischeumgängen - (Kapitel4)
Quelle: Eigene Darstellung Quelle: Eigene Darstellung
Abbildung 2: Aufbau der Arbeit
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Christof M. Stotko - Pfingsten
2 Pfingsten - Eine Einordnung in den kirchlichen Jahreslauf
2.1 Kirchliche Einordnung
Pfingsten bildet das dritte Hauptfest der katholischen Kirche und fällt auf den 50. Tag nach Ostern (vgl. Abbildung 3). Pfingsten wird in der Apostelgeschichte belegt, in der der Evangelist Lukas davon berichtet, dass Christus den Jüngern 40 Tage hindurch erschienen ist und dann vor ihren Augen emporgehoben wurde (Moser 2002, S. 164). 10 Tage nach dieser Himmelfahrt schloss Gott den Bund mit den Menschen und begründete damit die Kirche im heutigen Sinne, durch Vollzug eines Neuen Bundes zwischen Gott und Menschen (Sammer 2001, S. 46).
1) 1)
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Sammer 2001, S. 17 Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Sammer 2001, S. 17
Abbildung 3: Pfingsten im kirchlichen Jahreslauf
Die Herabkunft des Heiligen Geistes, der letztendlich den „Liebespakt zwischen Gott und den Menschen“ (Sammer 2001, S. 46) besiegelt, wird im Neuen Testament im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte so dargestellt: „Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab [...]".
Somit gilt „Pfingsten [...] in der Theologie als Gedenktag der Vollendung des Ostergeschehens [...] durch die Stiftung des Neuen Bundes als eines sich permanent vollziehenden Liebespaktes zwischen Gott und den Menschen.“ (Sammer 2001, S. 46).
Der Termin für das Pfingstfest wurde nach Beendigung des Osterfeststreites im Jahre
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Arbeit zitieren:
Christof Stotko, 2003, Da erhob sich vom Himmel her ein Brausen. Von Himmelfahrts- und Pfingstbräuchen und von traditionellen Reiterspielen, München, GRIN Verlag GmbH
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