Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Die Jugendphase
1. Definition des Begriffs Jugendphase
1.1 Soziologische Definition
1.2 Einteilung der Jugendphase
1.3 Gesetzliche Anhaltspunkte
2. Merkmale der Jugendphase
2.1 Körperliche Entwicklung
2.2 Psychosoziale Entwicklung
2.2.1 Herausbildung sexueller Identität
2.2.2 Ambivalenz
2.2.3 Ich-Identität
2.2.4 Ablösung von den Eltern
3. Soziale Anforderung an den Jugendlichen
3.1 Bereich: Ausbildung/ Beruf
3.2 Aufbau sozialer Beziehungen
3.3 Freizeitbereich und Konsum
3.4 Politik, Normen und Werte
4. Probleme der heutigen Jugend
I. Bedeutung, Aufgaben und Ziele des Jugendclubs
5. Definition: Fremd- initiierter Jugendclub
6. Bedeutung und Funktion des Jugendclubs
7. Aufgaben des Jugendclubs
8. Ziele der Arbeit im Jugendclub
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
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Einleitung
“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die
Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die
jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie
widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch
die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.”
Sokrates (griechischer Philosoph, 470- 399 v. Chr.)
(http://www.wartbergschule.de/themen/think.htm)
So sah Sokrates damals die Jugend aber auch heutzutage hört man solche, oder ähnliche Sätze über unsere Jugend. Die Jugendzeit ist wohl der aufregendste Abschnitt unsres Lebens, geprägt durch viele Veränderungen. Die Jugendlichen werden von ihren Eltern und anderen Erwachsenen oft als schwierig empfunden, weil sie unabhängig und selbstständig sein wollen. Es ist schließlich auch nicht einfach kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen zu sein.
Da ich mein Praktikum im AWO Kinder- und Jugendclub “Crazy” absolviere, stellten sich für mich die Fragen: Warum kommen die Jugendlichen in den Club? Welche Aufgaben und Ziele verfolgt die Arbeit im Jugendclub? Um diese und andere Fragen zu beantworten, möchte ich mich in der folgenden Studienarbeit mit den Merkmalen der Jugendphase und der Bedeutung der Jugendarbeit in Jugendclubs auseinander setzten. Dabei werde ich zuerst auf die Merkmale, Besonderheiten und die sozialen Anforderungen der Jugendphase eingehen und heutige Problemlagen der Jugendlichen darstellen, um dann auf die Bedeutung, Ziel- und Aufgabenstellung der Jugendclubarbeit schließen zu können.
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I. Die Jugendphase
1. Definition des Begriffs Jugendphase
In diesem Abschnitt versuche ich den Begriff Jugend zu erläutern. Was verbirgt sich hinter dem allzu banal gebräuchlichem Wort- Jugend? Wie wird er durch Soziologen definiert und eingeteilt und wer laut Gesetz Jugendlicher?
1.1 Soziologische Definition
Die Jugend stellt nicht nur eine Übergangsphase vom Kindes- zum Erwachsenenalter dar, sondern ist eine eigenständige Lebensphase, die nur schwer durch ein bestimmtes Lebensalter abgegrenzt werden kann. Dr. Bernhard Schäfers, Professor für Soziologie an der Universität Karlsruhe, definiert die Jugend, als eine biologisch mitbestimmte, aber sozial und kulturell “überformte” Lebensphase, in der das Individuum die Voraussetzungen für ein selbstständiges Handeln in allen gesellschaftlichen Bereichen erwirbt. (vgl. Schäfers 2001, S.17) Hurrelmann (Jahrgang 1944, Dr. sc. pol., ist Professoran der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Sprecher des Sonderforschungsbereiches 227: Prävention im Kinder- und Jugendalter, an der Universität Bielefeld) sieht die Jugend als turbulenten und belastenden, aber auch als einen besonders anregenden und ertragreichen Abschnitt im Lebenslauf, der ausschlaggebende Bedeutung für alle anschließenden Lebensphasen besitzt. (vgl. Hurrelmann 1997, S.11)
1.2 Einteilung der Jugendphase
Trotz der schwierigen Zuordnung der Jugend zu einem bestimmten Lebensalter, wird die Phase in der Soziologie in drei Abschnitte eingeteilt, denen biologische und entwicklungspsychische Veränderungen zu Grunde liegen.
Die pubertäre Phase, die die Jugendlichen im engeren Sinne erfasst, erstreckt sich vom 13. bis zum 18. Lebensjahr. Als Heranwachsende werden die 18- 21 Jährigen bezeichnet, die sich in der nachpubertären Phase befinden. Die Gruppe der 21 bis 25 Jährigen (und ggf. Älteren) sind die jungen Erwachsenen, die ihrem sozialen Status
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und ihrem Verhalten noch größten Teils als Jugendliche anzusehen sind. (vgl. Schäfers 2001, S.19)
1.3 Gesetzliche Anhaltspunkte
Im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) § 7 ist ein Kind “wer noch nicht 14 Jahre alt ist,...“. Als Jugendlicher wird bezeichnet “wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist” und als junger Volljähriger gilt “wer 18, aber noch nicht 27 Jahre alt ist”. (vgl. SGB IX § 7 Abs.1). Das Gesetz verleiht dem jungen Menschen, nach dieser Alterseinteilung, gesetzliche Teilreifen, die mit steigenden Rechten und Pflichten für den Jugendlichen verbunden sind. Es lässt sich damit ebenfalls auf gesetzlicher Seite feststellen, dass man als Jugendlicher kein Kind mehr, ohne Pflichten, aber auch noch kein Erwachsener, mit allen Rechten, ist.
2. Merkmale der Jugendphase
Nach der Klärung des Terminus ist es erforderlich die Merkmale zu erläutern, die die Jugendphase kennzeichnen und so aufregend, wie auch belastend für den Jungen Menschen sein können. Ich möchte dazu die Unterteilung in körperliche und psychosoziale Entwicklung vornehmen. Wichtig hierbei zu wissen ist, dass eine Akzeleration und gleichzeitig eine Retardation in der Jugendphase festzustellen ist. Das heißt, die Pubertät ist vorgelagert und beginnt mit ca. 12/ 13 Jahren, während sich der geistig- seelische Reifungsprozess verzögert.
2.1 Körperliche Entwicklung
Eine der bedeutendsten körperlichen Veränderungen in der Pubertät ist die Geschlechtsreife. Sie ist der Prozess der Zeugungsfähigkeit bei Jungen und der Gebärfähigkeit bei Mädchen. Bei den Jungen beginnt die Geschlechtsreife mit ca. 13 Jahren mit dem ersten Samenerguss (Pollution).In dieser Zeit entwickeln sich Hoden und Penis, die Schambehaarung beginnt zu wachsen und der Stimmbruch setzt ein. Ähnlich ist der Ablauf in der Entwicklung bei den Mädchen. Der Beginn der weiblichen Geschlechtsreife ist die erste Menstruation (Menarche) um das 12. oder 13. Lebensjahr. Ebenso wie bei den Jungen zeigt sich die erste Schambehaarung. Doch
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Arbeit zitieren:
Doreen Hunger, 2003, Die Jugendphase und Aufgaben des Jugendclubs, München, GRIN Verlag GmbH
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