Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Das Paradoxon von simultan ablaufenden Globalisierungs- und
Regionalisierungsprozessen 2
2.1 Globalisierung 2
2.2 Die Rolle transnationaler Unternehmen. 4
2.3 Das Paradoxon der simultanen Bedeutungszunahme von Regionen 6
3 Der Wissensbegriff. 7
4 Die Bedeutungszunahme der Ressource Wissen und Regionalisierungstendenzen 9
4.1 Innovationsgeschwindigkeit und Wissensintensität. 10
4.2 Die Wissensexplosion 13
4.3 Wissen als Wettbewerbsfaktor 15
5 Die globale Verknüpfung regionaler Wissensnetzwerke 15
6 Fazit. 16
Literaturverzeichnis 18
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Vom Zeichen zum Wissen.
Abb 2: Die Zeitschere
Einleitung 1
1 Einleitung
Die Diskussion über eine Bedeutungszunahme von Regionen findet weitgehend in der wissenschaftlichen Literatur und in der Politik statt, während das populärere Thema der Globalisierung die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien erfährt. Auch aktuelle brisante Diskussionen z.B über den Umbau des Sozialstaats in Deutschland werden stets im argumentativen Schatten von sogenannten Zwängen der Globalisierung geführt. Es gibt zahllose Beispiele von negativen Ereignissen und Entwicklungen, die von Entscheidungträgern und Verantwortlichen mit dem Hinweis auf die Globalisierung und die Macht von großen Konzernen entschuldigt werden, gegen die man machtlos wäre. Dabei wird oftmals wissentlich übersehen, dass die Phänomene Globalisierung und die Bedeutungszunahme von gestaltbaren Regionen untrennbar mit-einander verbunden sind, obwohl sich die Begriffe zunächst antagonistisch gegenüber zu stehen scheinen. 1
Ein weiteres Schlagwort, dass in der wissenschaftlichen Literatur intensiv diskutiert wird ist der Wandel unserer Gesellschaft zu einer Wissensgesellschaft. Dieser Wandel ist gekennzeichnet von der zunehmenden Bedeutung des Besitzes von Wissensbeständen für den persönlichen und den unternehmerischen Erfolg. 2 Es stellt sich die Frage ob, und wenn ja in welchem Zusammenhang und Verhältnis die Phänomene Globalisierung, Regionalisierung und Wissensgesellschaft zueinander stehen. Ziel dieser Seminararbeit ist es das Paradoxon von simultanen Globalisierungs- und Regionalisierungsprozessen aufzulösen und dabei aufzuzeigen welch zentrale Bedeutung die Bedeutungszunahme der Ressource Wissen als moderierende Variable dabei spielt. Zusätzlich soll dargelegt werden, dass regionale Entscheidungsträger durchaus nicht machtlos gegenüber transnationalen Unternehmen und Globalisierung sind. Auf-grund der Komplexität des Themas wird auf eine breite Basis wissenschaftlicher Literatur zurückgegriffen wobei die betriebswirtschaftliche und soziologische Disziplin dominiert.
1 Vgl. Kap. 2.
2 Vgl. Kap. 4.
Das Paradoxon von simultan ablaufenden Globalisierungs- und Regionalisierungsprozessen 2
2 Das Paradoxon von simultan ablaufenden Globalisierungs- und Regionalisierungsprozessen
2.1 Globalisierung
Wohl kaum ein anderer Themenkomplex ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten so kontrovers diskutiert worden wie der der Globalisierung. Dabei fällt auf, dass der Begriff nur selten explizit definiert und häufig auf bestimme positive oder negative Merkmale reduziert wird. Die Diskussion insgesamt ist von Polemik, nicht intersubjektiv nachprüfbaren Werturteilen und zumindest partiell von
Mißverständnissen und Unkenntis geprägt. 3 Auch die seit Anfang der 1990er Jahre einsetzende soziologische Globalisierungsdebatte wird tendenziell von
partialanalytischen Ansätzen bestimmt, die mit jeweils unterschiedlichen Grundannahmen, Analyseebenen und multikausalen aber auch zum Teil monokausalen Erklärungen operieren. Infolgedessen hat sich bislang noch kein soziologisches Paradigma der Globalisierung herausgebildet. 4 Daher soll an dieser Stelle eine kurze, integrative und werturteilsfreie Definition von Globalisierung anhand von sechs Dimensionen erfolgen, die gleichzeitig als interdependente Ursachen und Merkmale derselbigen anzusehen sind.
Technologische Dimension: Eine Triebkraft der Globalisierung waren und sind auch heute noch die technologischen Revolutionen in zahlreichen Forschungsfeldern, die zu einer drastischen Senkung von Kommunikations- und Transportkosten und zu globalen Transport- und Kommunikationstrukturen geführt haben. 5 Kulturelle Dimension: Aufgrund zuvor beschriebener technologischer Entwicklungen und der damit verbundenen weltweiten Mobilität von Gütern und Personen werden traditionelle kulturelle Bindungen zunehmend durch länderübergreifende abgelöst und zum Teil homogenisiert. Diese Bindungen werden weniger durch nationale Grenzen als durch Alter, Lebensstil oder Einkommen geprägt. 6 Andererseits ist ebenso eine Behauptung regionaler Werte und Identitäten im globalem Kontext zu konstatieren, die sich z.B. in einer Zunahme fundamentalistischer Bewegungen oder auch in der
3 Vgl. Clegg, S.R./ Gray, J.T.: Metaphors of Globalization, in: Postmodern Management and Organization Theory, hrsg. Von Boje/D.M.; Gephart Jr./ R.P.; Thatchenkery, T.J., Thousand Oaks u. a. 1996, S. 293-307.
4 Vgl. Dürrschmidt, J.: Globalisierung, Bielefeld 2002, S. 47-84; Trinczek, R.: Globalisierung - in soziologischer Perspektive, veröffentlicht im sowi-onlinejournal am 31.07.2002, URL des Dokuments am 01.07.03: http://www.sowionlinejournal.de/2002-1/soziologie_trinczek.htm, S. 1-3.
5 Vgl. Dürrschmidt, J.: Globalisierung, S. 50/58; Trinczek, R.: Globalisierung - in soziologischer Perspektive, S. 6.
6 Vgl. Featherstone, M.: Consumer Culture & Postmodernism, London u.a. 1991, S. 33-36.
Das Paradoxon von simultan ablaufenden Globalisierungs- und Regionalisierungsprozessen 3
Anpassung globaler Güter an regionale Präferenzen ausdrückt. 7
Ökonomische Dimension: Parallel zu den angesprochenen technologischen und kulturellen Entwicklungen wurden die nationalen Kapital- und Gütermärkte in zunehmendem Maße dereguliert und in ihrer Beziehung zur Außenwirtschaft immer mehr geöffnet. Desweiteren ist im Rahmen des GATT und der Sitzungen der WTO der Welthandel weitgehend liberalisiert worden, so daß die einzelnen Märkte letztlich zu einem Weltmarkt konvergiert sind. 8
Politische Dimension: Die erhöhte Mobilität von Unternehmen und die damit verbundene Möglichkeit nationale Regierungen mit einem Transfer von Wertaktivitäten in Länder mit kostengünstigeren Rahmenbedingungen zu bedrohen, intensiviert nicht nur den Wettbewerb zwischen den Staaten, sondern schränkt deren Macht und Souveränität erheblich ein. 9
Soziale Dimension: Über die sozialen Auswirkungen der Globalisierung hinsichtlich einer Konvergenz oder einer Divergenz der Wohlstandsniveaus von Industrieländern und Schwellen- und Entwicklungsländern herrscht in der Literatur Dissens. So gehen einige Studien davon aus, dass durch die weitgehende Liberalisierung der Weltwirtschaft die Schwellen- und Entwicklungsländer überdurchschnittliche Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zu den Industriestaaten zur Folge hätten. 10 Andere Autoren vertreten hingegen die Ansicht, dass die Globalisierung insgesamt keine Steigerung des Wohlfahrtsniveaus mit sich bringt, aber es zu einem Wachstum des Wohlstands in den Industriestaaten zu Lasten der anderen Staaten kommt. 11 Weitgehender Konsens herrscht bezüglich einer zunehmenden sozialen Divergenz innerhalb der Staaten. Die höheren Anforderungen an beruflicher Qualifizierung und der Standortwettbewerb zwischen den Staaten führt zu einer Unterteilung des nationalen Arbeitsmarkts in für den globalen Wettbewerb fähige und unfähige Mitarbeiter, was zu divergierenden Einkommensentwicklungen
7 Vgl. Robertson, R.: Globalization. Social Theory and Global Culture, London 1992, S. 100/178; Trinczek, R.: Globalisierung - in soziologischer Perspektive, S. 9.
8 Vgl. Levitt, T.: The Globalization of Markets, in: Harvard Business Review, Vol. 61, 1983, S.92-102; Trinczek, R.: Globalisierung - in soziologischer Perspektive, S. 6-7.
9 Vgl. Lachmann, W.: Ordnungspolitische Aspekte der Globalisierung, in: Globalisierung - Arbeitsteilung oder Wohlstandsteilung, hrsg. von Lachmann, W./Haupt, R./Farmer, K., Münster 1998, S. 97-119; Jonas, M./Nover, S.U.: Schlaglichter zum Thema global - regional: Handlungsfelder und Optionen im Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Regionalisierung, Arbeitspapiere Fachgebiet Soziologie, Nr. 2/2001, Dortmund 2001, S. 3-4.
10 Vgl. OECD: Towards a New Global Age. Challenges and Opportunities, Paris 1997.
11 Vgl. Papp, D.S.: Contemporary International Relations. Framework for Understanding, 5. Auflage, New York/London 1997, S. 189.
Arbeit zitieren:
Björn Bürger, 2003, Die Bedeutungszunahme der Ressource Wissen als erklärender Faktor bei der Auflösung des Paradoxons von Globalisierungs- und simultanen Regionalisierungstendenzen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Informationsgesellschaft im Globalisierungsprozess. Strukturelle E...
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Hausarbeit (Hauptseminar), 38 Seiten
Culture-Assimilator-Training - Zum Aufbau interkultureller Kompetenz f...
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Magisterarbeit, 141 Seiten
Zwischen Nationalität und Multikulturalität
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Deutschen- und Deutschlandbilder am Beispiel Amerika
Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
Seminararbeit, 22 Seiten
Interkulturelle Wirtschaftskommunikation
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Zuwanderung und Globalisierung
Politik - Internationale Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
Hausarbeit, 17 Seiten
Altruismus, Fairness und Eigennutz - Welche Faktoren bestimmen das Han...
Hausarbeit, 21 Seiten
Europa – Ein offener Raum? Die Öffnung vom sozialen Handlungsraum Euro...
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Björn Bürger hat den Text Die Bedeutungszunahme der Ressource Wissen als erklärender Faktor bei der Auflösung des Paradoxons von Globalisierungs- und simultanen Regionalisierungstendenzen veröffentlicht
Björn Bürger hat einen neuen Text hochgeladen
Wissensmanagement strategieori...
Hanswalter Bohlander, Thomas Mühlbradt, Mart Kivikas
Warum wir wieder vernünftig wi...
Christian Ganowski, Johanna Joppe
Der Schutz von genetischen Ressourcen und indigenem Wissen in Lateinam...
Eine Untersuchung am Beispiel ...
Stephanie Bucher
Erklärung, Voraussage, Retrodiktion. Diskrete Zustandssysteme und disk...
Erklärung, Voraussage, Retrodi...
Springer
Recht und Globalisierung - Droit et Mondialisation
Kongress der Schweizerischen V...
Marcel Senn, Barbara Fritschi, Philippe Avramov, Bénédict Winiger
Ökonomische und politische Herausforderungen für die Regio Tri Rhena G...
Globalisierung und Regionalisi...
Dietmar Jürgen Wetzel
Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen 2
Globalisierung, Region und Reg...
Benno Werlen
0 Kommentare