IV
INHALTSVERZEICHNIS
Abk ürzungsverzeichnis. VI
Darstellungsverzeichnis VII
1 Einleitung 1
2 Definition / Begriffsabgrenzung 3
2.1 Definition Event 3
2.1.1 Abgrenzung zum Eventmarketing 3
2.1.2 Events als Kommunikationsmittel. 4
2.2 Entwicklung des Eventbegriffes 5
2.3 Erscheinungsformen von Events. 6
2.3.1 Nach Inhalt 6
2.3.2 Nach Anlässen. 7
2.3.3 Zielgruppen. 8
2.4 Einordnung des Musik Festivals als Event 9
3 Nachfrage nach MusikFestivals 12
3.1 Gründe für die hohe Nachfrage 12
3.1.1 Wertewandel in unsere Gesellschaft 13
3.1.2 Freizeitaspekt. 14
3.1.3 Mobilität 15
3.2 Anstieg der Nachfrage 16
3.3 Wirkung auf die Angebote 18
3.3.1 Veranstaltermarkt 18
3.3.2 Angebotsentwicklung 19
3.3.3 Angebotsüberhang. 20
3.3.4 Konsequenzen. 21
4 Kosten eines solchen Festivals 22
V
4.1 Kostenarten 23
4.2 Errechnung des Ticketpreises 24
4.3 Kostenentwicklung. 26
4.4 Sponsoring 26
4.4.1 Definition Sponsoring 27
4.4.2 Verschiedene Arten von Sponsoring 27
4.4.3 Sponsoring bei Musikveranstaltungen 28
5 Fazit 30
Anhangsverzeichnis. 32
Literatur - und Quellenverzeichnis 40
DARSTELLUNGSVERZEICHNIS Seite
Darst. 1 Anlässe von Events 7
Darst. 2 Beliebteste Großveranstaltungen 10
Darst. 3 Besucherzahlen des Hurricane Festivals 16
Darst. 4 Besucherzahlen des Southside Festivals 17
Darst. 5 Errechnung des Ticketpreises 24
1 EINLEITUNG
Zu den am häufigsten benutzen Modewörtern unserer Zeit gehört sicherlich der Be griff Event. Das Event spielt in der heutigen Erlebnisgesellschaft eine immer größere Ro lle. Deutschland ist im Eventfieber, vor allem der vollzogene Wertewandel in der Gesellschaft sowie die veränderte Relation von Arbeit und Freizeit sind Ursache für diese Entwicklung.
Das Wort Event benutzen wir wie selbstverständlich egal ob im Fernsehen, der Wirtschaft, der Reisebranche oder im Musikbereich, das Wort Event ist in aller Munde. Besonders im Kulturbereich nimmt die Zahl der Events immer mehr zu. Die vorliegende Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Musikfestival / Open Air als Event. Das Musikfestival ist vor allem ein Event, welches vorwiegend junge Leute anspricht. Es gibt ihnen Anlass um aus der „langweiligen“ Alltagswelt auszubrechen. Hierbei ist anzumerken, dass Festivals im Rock und Pop Bereich angesprochen werden. Zuerst wird auf die Begriffe Event und Eventmarketing allgemein eingegangen. Daneben wird die Entwicklung von Events und das Musik Event als eine Form des Kulturevents dargestellt.
Im dritten Teil dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf der Nachfrage solcher Events. Es werden Gründe für die entsprechende Nachfrage aufgezeigt, bei dem der Trend zur Erlebnisorientierung eine sehr wichtige Rolle spielt. Weiterhin wird der Wertewandel und seine daraus resultierende Auswirkungen auf Events herausgearbeitet. Des Weiteren soll dargelegt werden, warum gerade diese Events einen solchen Reiz auf die Besucher ausüben. Danach wird auf die Konsequenzen eingegangen, die durch ein zu großes Angebot auf dem Festivalmarkt entstehen. Viele Musik-Event-Veranstalter haben das Problem, dass einerseits in dem Überangebot nicht genügend Aufmerksamkeit erzielt werden kann und andererseits bei Großveranstaltungen ihr persönlicher Be itrag zum Erfolg den Besuchern nur unzureichend vermittelt werden kann.
Das letzte Kapitel befasst sich eingehend mit den Kosten eines Festivals. Zuerst soll auf die Kostenarten eingegangen werden. Danach soll anhand eines Beispieles gezeigt werden, wie sich ein Ticketpreis errechnet. In einem kurzen Ausschnitt soll die Entwicklung der Kosten dargestellt werden. Sowie der für die Teilfinanzierung wichtige
Bereich des Sponsoring, ohne den die Finanzierung eines Events ein größeres Risiko darstellen würde.
Die praktischen Beispiele werden gleichzeitig mit dem entsprechenden Thema aufgeführt umso für ein besseres Verständnis zu sorgen. Der Verfasser hat sich bewusst für unterschiedliche Beispiele entschieden, um gezielt die Unterschiede zwischen sehr großen und kleineren Veranstaltungen herauszuheben. Die Beispiele sind an dem Rock am Ring Festival dargestellt, da dieses weitläufig bekannt ist. Außerdem sollen weitere Be ispiele vom Hurricane Festivals und dem With Full Force Festival, die Thematik verdeutlichen. Diese beiden Festivals sind Veranstaltungen im Alternativbereich (Punk, Hardcore, Heavy Metal) und Pop Bereich. Das With Full Force zählt daher zu den kleineren Spartenfestival. Es findet jedes Jahr am ersten Juli Wochenende statt und hat eine Besucherzahl von über 20 000 Personen und existiert seit 10 Jahren. Das Hurricane Festival existiert seit 6 Jahren und gehört mit zu den größten Festivals in Deutschland.
2 DEFINITION / BEGRIFFSABGRENZUNG
2.1 Definition Event
Heutzutage hat der Begriff Event eine sehr weitläufige Bedeutung. Egal ob es ein Musikfestival, eine Sportveranstaltung oder ein Tag der Offenen Tür ist, alles wird mittle rweile als Event bezeichnet. Doch was macht ein Event aus? Übersetzt bedeutet es: Veranstaltung oder Erlebnis. Bruhn definiert Event als eine besondere Veranstaltung oder ein spezielles Ereignis, das multisensitiv vor Ort von ausgewählten Rezipienten erlebt und als Plattform zur Unternehmenskommunikation genutzt wird. 1 Bei einer näheren Betrachtung des Begriffs ergeben sich noch weitere Merkmale, die Event eindeutiger bestimmen können: Ein Event ist ein besonderes Ereignis, welches geplant, gestaltet, organisiert und inszeniert wird. Zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet und weiterhin ist es in seiner Art und in seinem Ablauf einmalig, es aktiviert den Teilnehmer, hinterlässt einen Erinnerungswert und berührt ihn emotional. 2 Vor allem ist der Aspekt des Gemeinschaftsgefühls bei einem Event sehr wichtig. Nach Opaschowski muss ein Event unbedingt ein „Wir Gefühl“ erzeugen. 3 An diesen Definitionen kann man deutlich erkennen was unter einem Event zu verstehen ist, aber auch wie vielseitig man den Be griff verstehen kann.
2.1.1 Abgrenzung zum Eventmarketing
In der Literatur findet man den Begriff Event immer im Zusammenhang mit Eventmarketing. Jedoch existiert in der Literatur noch keine allgemeingültige Definition. Bruhn erklärt dies, mit der erst relativ kurzen betriebswirtschaftlichen Betrachtung des Eventmarketing als Instrument der Unternehmenskommunikation. Dabei fällt besonders die mangelnde Differenzierung zwischen den Begriffen Event und Event-Marketing auf. 4
Eventmarketing beinhaltet die Zielorientierte, systematische Planung, konzeptionelle und organisatorische Vorbereitung, Realisierung sowie Nachbereitung von Events.
1 Vgl: Bruhn, M.: Kommunikationspolitik - Grundlagen der Unternehmenskommunikation, München 1997 Vahlen, S. 777.
2 Vgl. Holzbauer, Ulrich: Eventmanagement: Veranstaltungen professionelle zum Erfolg führen,
Berlin/Heidelberg: Springer 2002, S.6.
3 Vgl. Opaschowski, H. W.: Das gekaufte Paradies: Tourismus im 21. Jahrhundert, 1. Auflage, Hamburg:
2001, S. 87.
4 Vgl: Bruhn, M.: a.a.O., München 1997, Vahlen S.776.
Dabei bilden die Events den inhaltlichen Kern des Eventmarketing und können als inszeniertes Ereignis in Form von Veranstaltungen und Aktionen verstanden werden. 5 Man kann das Event also als Kommunikationsmittel des Eventmarketing sehen. Dem Eventmarketing gelingt es, die bisher mangelnde Verknüpfung von Informationen und Unterhaltung. Auf der einen Seite schafft es Live-Erlebnisse und auf der anderen Seite unterstützt es das Vermitteln von Marketingzielen. Eventmarketing wird heute wesentlich umfassender eingesetzt, als lediglich zum Fokussieren eines Produktes. Weitere Ziele sind die Kundenbindung, die Akquisition und die Mitarbeitermotivation. Hinzu kommt das Eventmarketing und Sponsoring eng miteinander verbunden sind. Denn das Musikfestival stellt ein Produkt dar, damit muss das Unternehmen auf die Klassischen Marketing Instrumente Werbung, Verkaufsförderung und Public Relations zurückgreifen, um das Produkt zu verkaufen. Im Gegensatz dazu können die Partner bzw. Sponsoren das Musikevent zur Präsentation ihrer Produkte oder Dienstleistungen nutzen. Um im Rahmen des Eventmarketing, Zielgruppen- bzw. Produktorientierte Kommunikationspolitik zu betreiben. Ein anderer Unterschied zum Eventmarketing ist, dass der Sponsor, die mit den Nutzungsrechten verbundene Veranstaltung nicht selber plant und die Veranstaltung in der Regel auch ohne ihn stattfindet. Hiermit wird verdeutlicht, wie fließend die Grenzen zwischen dem Eventmarketing und dem Sponsoring sind. Auf das Sponsoring wird später in dieser Arbeit noch einmal eingegangen.
2.1.2 Events als Kommunikationsmittel
Ein wesentliches Merkmal der Events ist der unmittelbar entstehende Kontakt zu dem Besucher, mit dem Ziel der Schaffung und Erhöhung der Bekanntheit und des Images des Veranstalters und der Partner. Unter Image wird hier das objektive und subjektive Vorstellungsbild von einem Produkt einer Unternehmung oder einer Dienstleistung verstanden. Die Wirkung eines Events als Kommunikationsmittels lässt sich daher an der realisierten Kaufentscheidung des Konsumenten für das Produkt oder die Dienstleistung ablesen.
Beispiele für den Erfolg der Kommunikationspolitik an einem Musikfestival sind u.a.:
5 Vgl.http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl2/eventlab/verständnis.php: Zugriff, 08.08.2003.
Arbeit zitieren:
Manuela Pappenberg, 2003, Events- Boom bei Open Air und Festivalveranstaltungen, München, GRIN Verlag GmbH
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