Dirk Wollny Seite 2 von 34
Inhaltsverzeichnis
V O R B E M E R KU N G 3
A N L A GE N V E R Z E I C H N IS 4
A B B IL D U N GS VE R Z E I C H N I S 5
1 E I N LE I T U N G 6
1.1 INSOLVENZANFÄLLIGKEIT JUNGER UNTERNEHMEN 6
1.2 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT 7
2 DE R GR Ü N D U N GS B E R AT E R 9
3 DI E PE R S O N DE S GR Ü N D E RS 1
4 DIE GRÜNDUNGS PLANUNG 1 2
4.1 GRÜNDUNGSIDEE UND GRÜNDUNGSARTEN 12
4.2 MARKTANALYSE, STANDORTWAHL UND RECHTSFORM. 13
4.3 DIE UMSATZ- UND KOSTENPLANUNG 14
4.4 DIE LIQUIDITÄTSPLANUNG 15
4.5 DIE KAPITALBEDARFSPLANUNG 16
5 FINANZIERUNG 1 7
5.1 EIGENKAPITAL. 18
5.2 FREMDKAPITAL. 20
6 E XISTENZS ICHERUNG 2 3
7 S C H L US SB E ME R KU N GE N 2 5
ANHANG 7
L I T E R A T U R V E R Z E I CH N I S 3
V o r b em e rk u n g
Aufgrund der besseren Lesbarkeit wurden Personenbezeichnungen lediglich in der maskulinen Form angewandt (z.B. Existenzgründer). Die Aussagen gelten unein- geschränkt auch für weibliche Personen.
An l a g e n ve r z e ic h n is
Anlage 3: Standortwahl ..................................................................... 29
Anlage 4: Gewinnberechnung Cashflow ........................................... 30
Anlage 5: Liquiditätsplan ................................................................... 31
Anlage 6: Beispiel Kapitalbedarfsplan............................................... 32
Ab b i l d u n g s ve r z e i c h n is
Abbildung 1: Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in
Abbildung 2: Insolvenzursachen (Deutsche Ausgleichsbank
1987, 32)............................................................................. 7
1 Einleitung
Der Schritt in die berufliche Selbständigkeit kann eine sinnvolle Alternative zur nichtselbständigen Tätigkeit oder gar zur Arbeitslosigkeit sein. Oft entstehen die notwendigen Geschäfts- und Produktideen sogar aus einer bestehenden Anstellung heraus. Zudem können Selbständige ihre eigenen Ideen nach eigenen Vorstellungen verwirklichen und besitzen völlige Entscheidungsfreiheit sowie Unabhängigkeit in beruflichem Handeln. Dennoch stellt die Existenzgründung für den Gründer eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.
1.1 Insolvenzanfälligkeit junger Unternehmen
Ein Blick auf die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen (Abbildung 1) lässt erkennen, dass insbesondere junge Unternehmen einen sehr großen Anteil an der Gesamtzahl der Insolvenzen tragen.
Abbildung 1: Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland (eigene Darstellung nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 1999)
Im Jahr 1991 gab es insgesamt 8.837 Unternehmensinsolvenzen in der Bundesrepublik Deutschland (vgl. Anlage 1). Davon entfielen mehr zwei Drittel (6.666) auf Unternehmen in einem Alter von bis zu 8 Jahren. Bis zum Jahr 1998 hat sich an diesem Anteil nichts Wesentliches geändert. Von insgesamt 27.828 Insolvenzen entfielen 21.840 auf junge Unternehmen. Diese Zahlen zeigen, dass ältere Unternehmen einer nicht so großen Insolvenzgefahr ausgesetzt sind wie junge Unternehmen. Um diese Gefahr in Form einer Insolvenzprophylaxe einschränken zu können, sind zunächst die Gründe für das Scheitern zu ermitteln. Einer Untersu-
chung der Deutschen Ausgleichsbank zufolge (Abbildung 2) sind Finanzierungsmängel, Informationsdefizite, Qualifikationsmängel, aber auch Planungsmängel die häufigsten Insolvenzursachen (Deutsche Ausgleichsbank 1987, 32). Ein Großteil der Insolvenzen wird also durch Mängel ausgelöst, welche innerhalb der Unternehmung liegen (vgl. HEBIG 1994, 21).
Abbildung 2: Insolvenzursachen (Deutsche Ausgleichsbank 1987, 32)
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
Unternehmensgründer werden in erster Linie in der Gründungsphase mit vielen Problemen und Herausforderungen konfrontiert. Der hierdurch entstehende erhöhte Informationsbedarf kann und sollte durch professionelle Gründungsberatung gedeckt werden. Der Umfang der Hausarbeit lässt es leider nicht zu, einen kompletten Beratungsleitfaden zur Insolvenzprophylaxe bei Existenzgründungen zu erarbeiten. Zu viele Faktoren, deren abschließende Betrachtung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, spielen beim Aufbau neuer Existenzen eine große Rolle. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, unter Berücksichtigung der bereits genannten vier häufigsten Insolvenzgründe, einige Möglichkeiten der Insolvenzprophylaxe vorzustellen und somit einen Einblick in den vielfältigen Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Gründungsberatungen zu geben. Folglich wird im zweiten Kapitel zunächst auf die Gründungsberatung selbst und ihre Aufgaben eingegangen (Informationsdefizite). Anschließend werden die Anforderungen an die Person des Gründers sowie häufige Gründungsfehler aufgezeigt (Qualifikationsmängel). Einige wichtige Teilpläne und weitere Aspekte der Grün-
dungsplanung (Planungsmängel) werden in Kapitel vier vorgestellt. Den häufigsten Insolvenzgrund (Finanzierungsmängel) behandelt das Kapitel fünf. Untergliedert nach Eigen- und Fremdkapital werden die wichtigsten Punkte zur Finanzierung erläutert. Die langfristige Festigung der neuen Existenz nach der Umsetzung der Planung ist Gegenstand des sechsten Kapitels, in dem kurz die Stellung des Beraters und mögliche Instrumente der Insolvenzprophylaxe bei der Existenzsicherung dargelegt werden.
Grundlage der Ausführungen in dieser Arbeit sind die Neugründungen von Unternehmen. Auf die Darstellung der Sonderformen, wie die tätige Beteiligung oder das Franchising, wird verzichtet.
2 Der Gründungsberater
Um den häufig auftretenden Informationsdefiziten entgegenzuwirken, sollte sich der Gründer bereits in der Zeit vor dem eigentlichen Start des Vorhabens externer Informationsquellen bedienen: der Gründungsberatung. In Frage kommen hier Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Kammern und das Ratio-nalisierungskuratorium der Wirtschaft (vgl. EGGER/GRONEMEIER 1993, 65). KIRSCHBAUM und NAUJOKS zählen darüber hinaus auch die Patentanwälte, Innungen, Kreditberater sowie die Gründer- und Technologiezentren zu den Gründungsberatern (vgl. KIRSCHBAUM/NAUJOKS 1990, 19). Zudem sollen an dieser Stelle die Wirtschaftsförderungsgesellschaften genannt werden. Sie bieten den Gründern ihre Dienstleistungen kostenfrei an. Dabei steht die Einschätzung der Qualifikation des Gründers sowie dessen Vorhaben im Vordergrund. Um sich einen Überblick über den mittlerweile unüberschaubar gewachsenen Beratermarkt zu verschaffen, sollte sich der Gründer an die zuständige Industrie- und Handelsbzw. Handwerkskammer wenden. Sie geben eine Orientierungshilfe bei der Wahl des Beraters. Abbildung 3 zeigt, dass insbesondere die Hausbank eine herausragende Stellung bei der Beratung von Existenzgründern einnimmt.
Abbildung 3: Inanspruchnahme von Beratungsleistungen durch Existenzgründer (vgl. HEBIG 1994, 27)
Die Aufgaben der Gründungsberater sind vielfältig. Während Steuerberater, Anwälte und Kreditberater der Banken in ihrem jeweiligen Fachgebiet beratend tätig werden, sind die Unternehmens- und Gründungsberater nicht nur als Berater, son- dern vielmehr auch als Begleiter tätig. Von der Gründungsidee bis hin zur Umset-
Arbeit zitieren:
Dirk Wollny, 2002, Die Insolvenzprophylaxe bei Existenzgründungen aus der Sicht der Gründungsberatung, München, GRIN Verlag GmbH
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