AKTIV UND PASSIV IM DEUTSCHEN
von: Oleh Bey
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
Theoretischer Teil
1. Wesen und Bedeutung von Aktiv und Passiv 3
1.1. Aktiv und Passiv im Vergleich 3
1.2 Anschluss des Agens im Passiv 5
1.3. Gebrauch des Passivs in Textsorten 5
2. Unpersönliches Passiv 6
3. Problem des sein-Passivs 8
4. Parallelformen des Passivs (Passiv-Paraphrasen) 10
5. Einschränkungen beim Gebrauch des Passivs 12
Didaktisch-methodischer Teil
1. Stoffauswahl 14
2. Stoffvermittlung 15
2.1. Behandlung des werden-Passivs 15
2.2. Behandlung des sein-Passivs 17
3. Ausgewählte Übungen und Aufgaben 18
4. Eigene Didaktisierungsvorschläge für die Passivvermittlung im Unterricht Deutsch als Fremdsprache 19
Schlussfolgerungen 22
Literaturverzeichnis 23
EINLEITUNG
Das zu behandelnde Thema ist unter linguistischem Aspekt gleichermaßen wichtig wie schwierig: Einerseits ist das Passiv eine häufige Form, hat ein weites Verbreitungsgebiet und einen eigenen kommunikativen Bereich. Andererseits enthält seine linguistische Beschreibung zahlreiche Probleme, die in den Gesamtgrammatiken unzureichend reflektiert werden und sehr oft auch eine unterschiedliche oder gar kontroverse Erklärung finden.
Dieses Thema stellt für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache ein schwieriges Lernobjekt dar, weil die Äquivalente in den anderen Sprachen (den Muttersprachen der Lerner) verschieden sind. So wird z. B. das werden-Passiv oft mit dem sein-Passiv verwechselt, wenn für beide grammatischen Erscheinungen des Deutschen in der Muttersprache nur ein Äquivalent vorhanden ist (etwa im Englischen) oder das sein-Passiv durch eine andere grammatische Kategorie - etwa den Aspekt - ausgedrückt wird (etwa in einigen slawischen Sprachen).
Die theoretische sowie didaktisch-methodische Fundierung der Arbeit bilden vor allem die Werke von deutschen Grammatikern L. Götze, U. Engel, Helbig/Kempter. Auch russische Autoren O. Moskalskaja und E. Schendels werden teilweise dazu herangezogen.
THEORETISCHER TEIL
1. Wesen und Bedeutung von Aktiv und Passiv
1.1. Aktiv und Passiv im Vergleich
Wesentlich für die Unterscheidung von Aktiv und Passiv ist der jeweilige Gebrauch. Die alte Regel, das Passiv sei lediglich die Umkehrung des Aktivs:
Der Hund beißt den Mann.
Der Mann wird von dem Hund gebissen.
ist also nicht aufrecht zu erhalten, da beide Sätze keineswegs identisch sind. Das Aktiv kann von der Bedeutung her nicht einfach als "Tätigkeitsform", das Passiv nicht einfach als "Leideform" umschrieben werden, wie das in den früheren deutschen Schulgrammatiken oft (als Übersetzung der Termini ins Deutsche) der Fall war. Oftmals drückt das Aktiv keine "Tätigkeit" aus:
Er lebt in Deutschland.
Die Sonne scheint.
Es regnet. Was gibt es?
Sie bekommt ein Geschenk.
Ebenso bedeutet die Passiv-Struktur keineswegs nur "Leiden":
Er wird gelobt/beschenkt. (positives Erlebnis)
Jetzt wird aber geschlafen! (energische Aufforderung)
Die ganze Nacht wurde getanzt. (aktives Verhalten)
Aktiv und Passiv bezeichnen zwar in der Regel die gleichen Sachverhalte in der objektiven Wirklichkeit, aber sie bedeuten nicht völlig dasselbe. Sie drücken den gleichen Sachverhalt unter verschiedenen subjektiven Blickrichtungen, unter verschiedenen "Sehweisen" des Sprechers, unter unterschiedlichen Perspektiven aus. Das Aktiv lässt das Geschehen als "agensorientiert" bzw. als "agenszugewandt", das Passiv das Geschehen als "nicht-agensorientiert" bzw. als "agensabgewandt" erscheinen (vgl. Helbig/Kempter 1997, 10f)
Dem Unterschied zwischen Agenszugewandtheit und Agensabgewandtheit entspricht die Tatsache, dass im Aktiv zumeist das Agens obligatorisch genannt wird (als Subjekt im Nominativ), dass es im werden-Passiv aber nur fakultativ erscheint (als Präpositionalphrase). Allerdings kann von Agenszugewandtheit und Agensabgewandtheit nur dann die Rede sein, wenn eine Opposition zwischen den beiden Formen des Aktivs und des Passivs überhaupt vorhanden ist. Ist von einem Verb dagegen nur die Bildung des Aktivs möglich, so kann dieses Aktiv nicht mehr als agenszugewandt charakterisiert werden, sondern es ist merkmallos und enthält gar kein Agens:
[...]
Quote paper:
Oleh Bey, 2003, Aktiv und Passiv im Deutschen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die vorliegende Arbeit „Aktiv und Passiv im Deutschen“ von Oleg Bey lässt als wissenschaftliche Arbeit, und eine Hauptseminararbeit sollte dazu gehören, einiges zu wünschen übrig. Ihrer äußeren Form nach erweckt sie zwar den Anschein dazu zu gehören, fachlich kann es sich höchstens um einen Versuch handeln aus schlecht zusammengesuchten und veralteten Literatur zum Thema, das vom Verfasser nicht annähernd verstanden wurde, ein Essay zusammen zu kleistern. Dabei wurden die übernommenen Stellen kaum entsprechend gegenzeichnet, Hinweise in der Literaturliste (ganze 7 Autoren) sind völlig unzureichend (Plagiat). Beispiele aus dem Deutschen oft falsch gebraucht, Zusammenhang völlig unklar, häufige Grammatikfehler. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Arbeit überhaupt an einer Universität als Hauptseminararbeit angenommen oder gar „gut“ benotet wurde. Als solche ist sie „mangelhaft“.
on Friday, November 02, 2007-