Ehrenwörtliche Erklärung
„Ich erkläre, dass ich die vorliegende Arbeit selbst verfasst habe und dass ich dazu keine anderen als die angegebenen Behelfe verwendet habe. Außerdem habe ich die Reinschrift einer Korrektur unterzogen und ein Belegexemplar verwahrt.“
Abgabedatum: 10-06-2002
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Printed in Vienna / Austria
© by Robert Csapó
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Inhaltsverzeichnis
Weltklasseleistungen in einer feindlich Umwelt -
Schwarze Athleten und ihr Kampf gegen den Rassismus 1
Eine hermeneutische Untersuchung zum Thema Rassismus im Sport. 2
1 Vorwort 5
2 Einleitung. 6
3 Vom Begriff der Rasse zum Rassismus 8
3.1 Die Rasse - ein Begriff aus der Biologie 8
3.2 Rassismus - ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. 9
4 Die Weg zur Gleichberechtigung der Afroamerikaner im Sport. 13
4.1 Geschichtlicher Rückblick. 13
4.2 Die Position der Afroamerikaner im Sport von heute 15
5 Gründe für die Dominanz schwarzer Athleten 17
6 Integration durch den Sport. 19
6.1 Zum Begriff der Integration 19
6.2 Sozial-integrative Funktion des Sports. 20
7 Projekte zur Förderung der Integration mittels Sport. 22
8 Abstract 24
9 Quellenverzeichnis 26
10 Abbildungsverzeichnis 27
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1. Vorwort
1 Vorwort
Wir leben in einer Zeit der allgemeinen Globalisierung. Dies ist keineswegs wertend gemeint, sondern lediglich die Feststellung einer Tatsache. Die Wirtschaft bereichert sich an einem Finanzmarkt von nie da gewesener Größe, Informationen können durch neue Medien sekundenschnell weltweit transferiert werden und vom einzelnen wird Flexibilität ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zur Mobilität - der Arbeitsmarkt zwingt oftmals zu häufigem Wohnungs- und Arbeitswechsel
Ganz Europa organisiert sich, am Beispiel der Vereinigten Staaten, im Rahmen der Union. Nach Jahrhunderten der Kriege, Verfolgungen, Unterdrückungen und Völkermorde erhofft man sich nun dauerhaften Frieden und gegenseitige Bereicherung durch die kulturelle Vielfalt unseres Kontinents. Welch bessere Voraussetzungen könnten denn in der zivilisierten, westlichen Welt noch herrschen, um uralte Vorurteile gegenüber anderen Volksgruppen, Hautfarben und Religionsgemeinschaften endgültig über Bord zu werfen? Mit Bedauern blicken wir nach Israel, völlig unverständlich erscheint uns der maßlose Hass, mit dem sich Juden und Palästinenser begegnen. Fassungslos sind wir darüber, dass Nordirland trotz unermüdlicher Vermittlungsversuche scheinbar nicht zu befrieden ist und auch in Afrika entbrennen Kriege und Bürgerkriege immer wieder aufs neue. Die Liste an Krisenherden ließe sich problemlos seitenlang weiterführen und überall scheinen inmitten der Problematik mangelnde Toleranz gegenüber Fremdem und Rassismus auf. Doch es bedarf eigentlich gar keines zweiten Blicks, um festzustellen, dass auch in Europa und den Vereinigten Staaten Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aktuelle Themen sind.
Der Sport versteht sich als Instrumentarium der Völkervereinigung, als offene und wertfreie Institution, die klar quantifizierbare Leistungen würdigtunbeeindruckt von der Hautfarbe, Religion oder Nationalität ihrer Erbringer. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit will ich versuchen, dieses Selbstverständnis des Sports anhand eines Beispiels zu untersuchen.
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2. Einleitung
2 Einleitung
Erklärtes Ziel meiner Proseminar-Arbeit war es, den Sport als Mittel zur Integration sozialer Randgruppen zu untersuchen. Zunächst unklar formulierte Fragestellungen, wie zum Beispiel „Ist Sport ein Allheilmittel zur Integration?“, musste ich aufgrund ihres suggestiven Charakters und der Fülle der zu beleuchtenden Aspekte bald verwerfen. Meine Literatur-Recherchen machten rasch klar, dass der gewählte Themenbereich auf mehreren Wegen sinnvoll bearbeitet werden kann. Einerseits ist e s möglich, sich auf psychologische Aspekte zu beschränken. Die psychischen Auswirkungen des sportlichen Treibens sowie die gruppendynamischen Prozesse, die es - im Kollektiv ausgeübt - hervorruft, wären dann mögliche Ansatzpunkte zur Untersuchung der Frage, ob und inwieweit Sport sozial Schwächere in die Gesellschaft integrieren kann.
Eine andere Möglichkeit an das Thema heranzutreten wäre die Einengung auf eine bestimmte Sportart. So ließe sich auch die Fragestellung untersuchen, ob professionelle Fußballmannschaften mit (meist) hohem Ausländeranteil die Beliebtheit der in ihr vertretenen Nationalitäten erhöhen kann. Konkret dachte ich hierbei an den SV Bad Bleiberg, mit zahlreichen Spielern ehemals slowenischer Herkunft in seinen Reihen in dieser Saison überaus erfolgreichder Kader ist unter nachfolgendem Link nachzulesen - und an die soziale Stellung der Slowenen in Kärnten allgemein.
Obgleich mich dieses Thema sehr interessiert hätte, musste ich feststellen, dass für so konkrete Fallbeispiele noch gar nicht oder zumindest zu wenig publiziert wurde, um eine gewissenhafte hermeneutische Bearbeitung zu gewährleisten. Ich entschied mich letztlich für eine Untersuchung der Afroamerikaner, die im Sport zweifellos umjubelte Nationalhelden stellen, im Alltag aber weiterhin mit Rassismus konfrontiert werden. Ich halte ich es für notwendig, sich zu Beginn
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2. Einleitung
der Arbeit mit dem Begriff der Rasse ein wenig näher auseinander zu setzen, da historisches Verständnis zu diesem Begriff auch das Phänomen Rassismus begreiflicher werden lässt. Danach möchte ich kurz den Prozess der Gleichberechtigung der Afroamerikaner im Sport beleuchten um dann auf die Stellung afroamerikanischer Spitzensportler von heute überzuleiten. In weiterer Folge wird die Frage zu beantworten sein, warum schwarze Athleten in so vielen Disziplinen dominieren und wie die weiße Gesellschaft auf diese Dominanz reagiert. Ist Amerika wirklich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem Talent und harte Arbeit in einer quasi farbenblinden Weise gewürdigt werden?
Gibt es Rassismus trotz oder vielleicht sogar gerade wegen dem Sport? Und welche Möglichkeiten haben moderne Staaten beziehungsweise
Staatengemeinschaften, um mit Hilfe des Sports dem Rassismus entgegenwirken zu können.
Diesen Fragestellungen will ich mich in meiner Arbeit annähern, um das Thema „Schwarze Athleten und Rassismus in den Vereinigten Staaten“ von unterschiedlichen Seiten beleuchten zu können.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit verwende ich eingeschlechtliche Formulierungen. Selbstverständlich sind aber immer beide Geschlechter gemeint.
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3. Vom Begriff der Rasse zum Rassismus
3 Vom Begriff der Rasse zum Rassismus
3.1 Die Rasse - ein Begriff aus der Biologie
Der Begriff "Rasse" wurde bis zu seinem ideologischen Bedeutungswandel als soziales Phänomen vor allem in der Tierzucht beziehungsweise der Biologie als Bezeichnung einer Art oder Unterart verwendet. Im 17. Jahrhundert wurden verschiedene Versuche unternommen, die Menschheit auf der Basis der biblischen Erzählung in Großgruppen einzuteilen. Der französische Arzt und Forschungsreisende François Bernier (1620-1688) schlug für diese Einteilung die Begriffe "espèces" oder "races" vor. Nationalsozialistische Rassenforscher wie Eickstedt feierten diese Veröffentlichung Berniers als die "Geburtsurkunde der Rassenforschung". Bernier jedoch verwendete "race" noch in einem anderen Sinne. Ihm ging es darum, unterschiedliche Arten zu beschreiben, ohne eine Wertung vorzunehmen. Die Herkunft des Wortes "Rasse" läßt sich bis ins späte Mittelalter zurückverfolgen. Als möglicher Ursprung kommt das italienische "razza" in Frage, das spanische "raza", das slawische "Raz", aber auch die Ableitung vom arabischen "râz" im Sinne von "Kopf", "Haupt einer Familie". "Race" bedeutete daher vor allem die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Familie, die Abstammung, wobei gerade der Adel sich gerne auf seine "race" berief, um die Privilegien des eigenen Standes zu betonen. Während der schwedische Mediziner und Naturforscher Carl von Linné (1707-1778) die erste umfassende biologische Systematik erstellte, griff im deutschsprachigen Raum der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) das Konzept der "Racen" auf, um eine Überlegenheit der Europäer zu formulieren. Die Forschungen des Charles Darwin (1809-1882) über "Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl" lieferten das naturwissenschaftliche Gerüst, für die Beschäftigung mit den angeblichen "Menschenrassen". Bei Graf Gobineau findet sich die Einteilung der Menschheit nach Hautfarben, wobei er der "weißen Rasse" den höchsten Wert zuwies. Houston Stewart Chamberlain erhob das Prinzip "Rasse" ins Quasi-Religiöse, die nördlichen Europäer wurden zum Träger der Weltgeschichte. Chamberlain definierte erstmals den Begriff der Rasse im Zusammenhang mit dem Judentum. Die jüdische Minderheit wurde
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Arbeit zitieren:
Robert Csapo, 2002, Weltklasseleistungen in einer feindlichen Umwelt - Schwarze Athleten und ihr Kampf gegen den Rassismus, München, GRIN Verlag GmbH
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