Ehrenwörtliche Erklärung
„Ich erkläre, dass ich die vorliegende Arbeit selbst verfasst habe und dass ich dazu keine anderen als die angegebenen Behelfe verwendet habe. Außerdem habe ich die Reinschrift einer Korrektur unterzogen und ein Belegexemplar verwahrt.“
Abgabedatum: 24.11.2003
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Printed in Vienna / Austria
© by Robert Csapo
Inhaltsverzeichnis
Gesundheitsvorsorge ohne Gefahr der Überdosierung. 1
1. Vorwort 5
2. Einleitung 6
3. Das Risikofaktorenmodell 7
4. Physiologische Auswirkungen des Sports 9
4.1. Das Herzminutenvolumen. 10
4.2. Die Blutverteilung 10
4.3. Der Blutdruck 11
4.4. Anpassungsreaktionen durch Ausdauersport 11
5. Sportliche Programme zur Prävention der KHK 14
5.1. Das „Sportliche Gesundheits-Minimalprogramm“ 15
5.2. Das „Sportliche Gesundheits-Optimalprogramm“ 17
5.3. Kontraindikationen. 18
6. Sportarten im Vergleich 19
7. Abstract 21
8. Abbildungsverzeichnis 22
9. Tabellenverzeichnis. 23
10. Quellenverzeichnis 24
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1. Vorwort
1. Vorwort
Österreich wird älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur deutlich nach oben entwickelt, sondern in den Jahren von 1900-2001 nahezu verdoppelt. Derzeit liegt sie für Männer bei etwa 75,4 und für Frauen bei 81,2 Jahren. Diese Entwicklung lässt sich natürlich nicht nur in Österreich beobachten, vielmehr handelt es sich hierbei um ein globales Phänomen, die westlichen Industrienationen im Besonderen betreffend. Galt der Kampf der Ärzte früher eher der Bekämpfung von Infektionskrankheiten und anderen akuten pathologischen Geschehen, so sieht sich die moderne Medizin von heute mit völlig neuen Herausforderungen konfrontiert. Die sogenannten Zivilisationskrankheiten, chronisch-degenerative Erkrankungen, nehmen die Spitzenplätze in den Sterbestatistiken ein. Kardiovaskuläre Defekte, Schäden am Herz-Kreislauf-System, sind in modernen Industrienationen gar Krankheits- und Todesursache Nummer 1, ihre oft gravierenden Akut- und Spätfolgen zudem eine ernstzunehmende volkswirtschaftliche Größe.
Weder fehlt es der Medizin an geeigneten Mitteln für Diagnose und Therapie, noch sind die Ursachen für diese dramatischen Entwicklungen, die im Rahmen dieser Arbeit noch erörtert werden, unbekannt. Auch scheint es auf der Hand zu liegen, dass Sport und körperliche Betätigung im Allgemeinen als hilfreiches, ja geradezu notwendiges Instrument für die Prävention anzusehen sind. Doch auch in meiner Funktion als radiologisch-technischer Assistent wurde ich öfters mit der Frage konfrontiert, welche Sportart sich nun denn genau zur Vorbeugung von kardiovaskulären Krankheiten eigne und in welchem Ausmaß diese zu betreiben sei. Gibt es auch ein „Zuviel des Guten“ und wenn ja, wer ist dann als besonders gefährdet anzusehen? Es liegen zahlreiche Studien zu diesem Thema vor, die sich jedoch in der Regel auf die Untersuchung einer speziellen Zielgruppe, wie Gesunde, Ältere oder Infarktpatienten beschränken. Darum möchte ich diese Proseminar-Arbeit zum Anlass nehmen, eine Art Zusammenfassung zu erstellen, die, gestützt auf bereits veröffentlichte Studien, als Leitfaden für all jene dienen kann, die mit Hilfe des Sports ein längeres und vor allem länger gesundes Leben anstreben.
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2. Einleitung
2. Einleitung
Um die Eignung des Sports als Präventions - und Interventionsinstrument gegen kardiovaskuläre Erkrankungen untersuchen zu können, halte ich es für wichtig, zu Beginn der Arbeit die wichtigsten, heute für den Anstieg der chronisch-degenerativen Krankheiten als verantwortlich erkannten, Ursachen aufzulisten. Dies veranschaulicht deutlich das Potenzial gezielter körperlicher Betätigung im Kampf gegen die Zivilisationskrankheiten.
Im darauf folgenden Kapitel möchte ich die Auswirkungen von regelmäßigem Ausdauertraining auf physiologische Parameter, wie etwa das Herzminutenvolumen, die Herzfrequenz oder den Cholesterinspiegel erörtern. Im Anschluss daran lässt sich ein sportliches Minimal- und Optimalprogramm ableiten, das dazu dienen soll, die zuvor beschriebene Anpassung des Körpers zu erzielen und damit die Gesundheit zu fördern, beziehungsweise durch Reduzierung der obgenannten Risikofaktoren zu erhalten. In diesem Zusammenhang sollen auch empfehlenswerte Trainingsintensitäten und nicht zu überschreitende Grenzwerte Eingang finden. Im letzten Teil der Arbeit will ich schließlich untersuchen, welche Sportarten für präventive Zwecke besonders geeignet sind, um diese von anderen, aus präventiver Sicht nutzlosen, Disziplinen abgrenzen.
Diesen Fragestellungen will ich mich in meiner Arbeit annähern, um das Thema „Sport zur Prävention kardiovaskulärer Pathologien“ in möglichst umfassender Form beleuchten zu können. Erklärtes Ziel der Arbeit ist somit eine übersichtliche Zusammenfassung und Strukturierung bereits erhobener Daten, die dem Interessierten Auskunft darüber gibt, welche Sportart er in welcher Intensität auszuüben hat, um seine Gesundheit zu fördern und zu konservieren.
3. Das Risikofaktorenmodell
3. Das Risikofaktorenmodell
Die Zusammenhänge zwischen dem Vorliegen spezifischer Risikofaktoren und der Inzidenz einer Krankheit werden mit Hilfe von Risikofaktorenmodellen, denen epidemiologische Studien und Statistiken zugrunde liegen, erläutert. Somit ist ein Risikofaktor ein Faktor, der in statistischem Zusammenhang mit dem Auftreten einer Krankheit steht. Die Risikofaktorenmodelle sind gleichfalls die notwendige Voraussetzung für präventive Maßnahmen.
„Das Risikofaktorenmodell geht davon aus, dass Beschwerden sowie Erkrankungen
häufig an ungünstige Bedingungen des k örperlichen Zustandes sowie
Lebenssituationen einer Person gekoppelt sind und dass Interventionen bei diesen
Bedingungen, den sogenannten Risikofaktoren, anzusetzen hätten.“
(Quelle: Bös, K.; Brehm, W. Gesundheitssport. 1998. Hofmann: Schorndorf)
Die koronare Herzkrankheit (KHK) hat eine komplexe Pathogenese und hängt vom Vorliegen vielfältiger Risikofaktoren ab. Die Inzidenz für KHK nimmt mit der Häufung von Risikofaktoren ebenso wie mit steigendem Alter zu.
Hypercholesterinämie, arterielle Hypertonie, Zigarettenrauchen und Diabetes mellitus sind sogenannte Risikofaktoren erster Ordnung für beide Geschlechter. Als unbeeinflussbare Faktoren werden männliches Geschlecht und genetische Prädisposition angesehen. Aus der Framingham-Studie geht hervor, dass auch die Adipositas als isolierter koronarer Risikofaktor bewertet werden kann (Quelle: Annals of Internal Medicine. 2003; 138: 24-32).
Nicht zuletzt Bewegungsmangel, der häufig mit den anderen, bereits erwähnten Risikofaktoren einhergeht und diese begünstigt, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit maßgeblich.
Arbeit zitieren:
Robert Csapo, 2003, Gesundheitsvorsorge ohne Gefahr der Überdosierung, München, GRIN Verlag GmbH
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