Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Probleme der Migrantenkinder in der Schule 3 4
3 Ansätze 4
3.1 Präsentation: ein Projekt, das über die Schule hinaus reicht 4 6
3.2 Einblick in die Interkulturelle Kommunikation 6 7
3.3 Ein Entwurf zur Mehrsprachigkeit im Deutschunterricht 7 8
3.4 Präsentation: ein schulinternes Projekt 8 9
4 Abschlussbetrachtungen 9 10
Literatur 10
2
1 Einleitung
Die Gesellschaft in der Bundesrepublik wird schon seit einiger Zeit immer vielfältiger. Die ausländischen Familien werden nicht mehr als Gastarbeiter betrachtet. Stattdessen gehört es mittlerweile zum normalen Erscheinungsbild einer Schulklasse, dass in ihr Kinder aus verschiedenen Nationen und Kulturen anzutreffen sind. Was jeder aus eigener Erfahrung mitbekommen hat und Manfred Schreiner in seinen Aus führungen noch einmal betont, ist die Tatsache, dass sich einige ausländische Mitbürger assimilieren, während andere bewusst ihre kulturelle, religiöse und ethnische Identität aufrechterhalten, wodurch sie eher abgelehnt werden. Aktuell ist der Konflikt um das Verbot des Tragens von Kopftüchern in der Schule, woraufhin betroffene ausländische Lehramtsstudentinnen bereits den Studiengang wechselten. Auf Seiten der Deutschen und der ausländischen Mitbürger herrschen nach wie vor große Vorurteile. In der vorliegenden Arbeit werde ich erst kurz die Probleme der Migrantenkinder in der Schule vorstellen. Anschließend gehe ich auf Ansätze und Theorien ein, die bereits durchgeführt worden sind, und möchte aufzeigen, ob und in wie weit sie etwas an der Situation verändert haben oder ändern können.
2 Probleme der Migrantenkinder in der Schule
Treffen mehrere Kulturen aufeinander, kann es, nicht nur in der Schule, zu Konflikten kommen. Diese Konflikte können entstehen, weil Deutsche und Ausländer sich häufig gegenseit ig nur auf Stereotypen reduzieren und sich nur durch sie wahrnehmen. Diese übertragen sie meist unbewusst auf ihre Kinder. Helga Marburger geht in ihrer Arbeit „Konfliktfeld: Minderheiten“, in der sie Ergebnisse von Interviews mit polnischen Immigrantenkindern und deutschen Lehrern führte, darauf ein, dass auf der Seite der Deutschen und der Lehrer Vorurteile darüber bestehen, dass türkische Jungen zum Beispiel Machos und aggressiver seien. Darüber hinaus betrachten manche Lehrer die ausländischen Kinder teils als zusätzliche Belastung und sind der Ansicht, dass unser Schulsystem keine umfangreichen Kompromisse hinsichtlich dieser Schüler machen sollte.
Den ausländischen Müttern unterstellt man, dass sie sich eh nicht für die Bildung ihrer Kinder und die Schule interessieren. In der Diskussion um PISA gibt man den ausländischen Schülern die Schuld am schlechten Abschneiden Deutschlands. In Skandinavien, der Schweiz und Österreich gibt es diese Probleme nicht. Gerade in Skandinavien sind die Ausländer besser integriert als in Deutschland. Dort gibt es Extramaterialien für die Migrantenkinder; in Deutschland bekommen sie lediglich mehr Zeit zur Verfügung gestellt. Während die schlech-
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ten S chüler in Deutschland selektiert werden, werden die Schüler in Skandinavien unterschiedlich gefördert. Hier werden z.B. Sprachkurse auf Staatskosten angeboten. Mittlerweile gibt es das erste Lehrwerk für den Deutschunterricht, „Doppel-Klick“, in dem für ausländische Schüler andere Übungen erarbeitet wurden. In Deutschland ist die kulturelle Vielfalt noch nicht anerkannt. Demnach liegt das Problem hier, und nicht in der Unfähigkeit der Ausländer.
Die Situation wird in Deutschland u.a. durch die hohe Anzahl an Arbeitlosen erschwert, weil dies immer wieder zu ausländerfeindlichen Aktionen führt, womit die ausländischen Kinder teils schon in der Schule konfrontiert werden. Ausländische Familien stammen häufig aus einer agrarisch strukturierten Gesellschaft mit starken Familienbindungen, was in der neuen Lebenssituation in Deutschland zu Identitätsverlust führen kann. Darum ist es notwendig, den ausländischen Eltern Hilfe anzubieten, die ihre Einbindung in die neue Umgebung ermöglicht, ohne dass sie eigene Vorstellungen und Werte aufgeben müssen. Gerade die Schule kann viel unternehmen, weil unterschiedliche Kulturen hier zwangsläufig intensiv aufeinanderprallen. Die Schule kann versuchen standarisierte Vorurteile abzubauen und sich in den Lehrplänen vermehrt auf d ie aktuelle Situation einstellen. Zum Beispiel kann sie dem Vorurteil entgegenwirken, dass sich ausländische Eltern nicht für die schulischen Leitungen ihrer Kinder interessieren. Dieses scheinbare Desinteresse beruht nur auf der Tatsache, dass sie meist nicht genügend miteinbezogen werden. Wenn man in der Schule vermehrt auf Eltern eingeht, unterstützt man die schwierige Situation der Migrantenkinder, die sich sonst alleingelassen fühlen. Im Folgenden werde ich ein Projekt vorstellen, das sich mit den Eltern auseinandersetzt.
3 Ansätze
3.1 Präsentation: ein Projekt, das über die Schule hinaus reicht
Im Rahmen der 2. Weinheimer Gespräche, die zum Thema Rechtsradikalismus an den Schulen einen Dialog zwischen schulischen und außerschulischen Institutionen anstrebten, schildert Carmen Treppte in ihrem Aufsatz „Das Projekt »Türkische Kinder und Mütter« in Gelsenkirchen“ die Durchführung eines Projekts zur Schaffung eines multikulturellen Alltags. Dieses Projekt wurde als Begleitprojekt der RAA (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung ausländischer Kinder und Jugendlicher) ins Leben gerufen. Nach Treppte ist das Projekt im Bereich des Übergangs zur Einschulung angesiedelt und setzt an der mangelnden Versorgung
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Angelina Kalden, 2004, Ansätze für die Bearbeitung der interkulturellen Situation in der Schule, Munich, GRIN Publishing GmbH
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