Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einführung und Aufgabenstellung. 3
2 Motivation. 3
2.1 Arbeitsmotive 4
2.2 Der Motivationsprozeß. 4
3 Motivationstheorien. 5
3.1 Inhaltstheorien 6
3.1.1 Bedürfnishierarchie nach Maslow 6
3.1.2 Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg. 8
3.2 Prozeßtheorien 9
4 Der Mitarbeiter 11
4.1 Szenario 1 12
4.2 Szenario 2 13
4.3 Motivationspotentiale in Bezug auf die Arbeitsproduktivität. 16
5 Zusammenfassung 17
6 Literaturverzeichnis 18
Dirk Grahl
1 Einführung und Aufgabenstellung
Die Arbeitsmotivation der Beschäftigten ist für die Güte des betrieblichen Leistungsprozesses und seiner Effektivität von herausragender Bedeutung. So trifft man in Unternehmen Mitarbeiter an, die mit Engagement und Begeisterung ihrer Arbeit nachgehen, während andere sich bereits zu Arbeitsbeginn den Feierabend herbeisehnen, um der Arbeit entfliehen zu können. Diese Verhaltensweisen sind keineswegs ausschließlich abhä ngig von der jeweiligen Persönlichkeit und ihrer Vergangenheit, sondern häufig Ausdruck der Motivation der Beschäftigten.
Nachfolgend wird der Begriff „Motivation“ definiert. Einige wichtige Motiva-tionstheorien werden vorgestellt. Anhand zweier Szenarien wird der Bezug dieser Theorien zur betrieblichen Praxis hergestellt und Maßnahmen zur Motivationssteigerung in Abhängigkeit von der Arbeitssituation aufgezeigt. Anschließend wird der Einfluß der Motivation auf die Arbeitsproduktivität erlä utert.
2 Motivation
„Motivation, fälschlicherweise oft als ein Charakterzug bezeichnet, kann allgemein als die Bereitschaft oder der Wille zu einem bestimmten Verhalten bzw. zur Erreichung eines Ziels definiert werden. Bezüglich des Organisationsverhaltens sollte die Definition erweitert werden: Motivation ist die Bereitschaft, eine besondere Anstrengung zur Erfüllung der Organisationsziele auszuüben, wobei die Anstrengung die Befriedigung individueller Bedürfnisse ermöglicht (STRUNZ 1999, 41).“
„Motivation ist Prozessgeschehen, bei dem neben Motiven auch Erwartungen beteiligt sind (SCHANZ 2000, 105).“
Motivation ist ein Oberbegriff für alle Vorgänge und Faktoren, die menschliches Verhalten erklären und verständlich machen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass menschliches Verhalten durch ein Motiv (eine Kraft) angetrieben bzw. gesteuert wird. Somit ist Motivation dasjenige in und um Seite 3 von 19
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uns, was uns dazu bewegt und antreibt, uns in einer bestimmten Art und Weise zu verhalten (vgl. HOFMANN 1999, 35).
2.1 Arbeitsmotive
In der Organisationspsychologie gibt es verschiedene Ansätze der Klassifizierung der Motive, die für das Arbeitsverhalten ausschlaggebend sind. Eine Möglichkeit ist die Differenzierung zwischen „extrinsischer“ und „intrinsischer“ Arbeitsmotive:
1) Extrinsische Arbeitsmotive werden durch die Folgen oder die Begleitumstände der Arbeit befriedigt, z. B.:
- Bedürfnis nach Geld
- Sicherheitsbedürfnis
- Geltungsstreben
- Kontaktbedürfnis (soweit mit Kollegen außerhalb der Arbeit zu befriedigen) und
- Sexualität.
2) Intrinsische Arbeitsmotive werden durch den Vollzug der Arbeitstätigkeit befriedigt, z. B.:
- Bedürfnis nach Tätigkeit
- Kontaktbedürfnis (soweit innerhalb der Arbeit zu befriedigen)
- Leistungsmotivation
- Machtbedürfnis und
- Bedürfnis nach Sinngebung und Selbstverwirklichung (vgl. ROSENSTIEL 1992, 366).
2.2 Der Motivationsprozeß
Jeder Motivationsprozeß kann abstrakt in fünf Schritten dargestellt werden:
1. Entstehung eines Bedürfnisses
2. Daraus resultiert der Aufbau einer Bedürfnisspannung
3. Energien werden frei gesetzt und erzeugen ein bestimmtes Verhalten, vorausgesetzt, es besteht eine reale Chance zur Bedürfnisbefriedigung
4. Die Spannungen bauen sich durch die Bedürfnisbefriedigung ab
5. Entstehung eines neuen Bedürfnisses
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Voraussetzung für motiviertes Verhalten ist also immer ein unbefriedigtes bzw. ein nicht voll befriedigtes Bedürfnis (vgl. HARLANDER 1989, 22).
3 Motivationstheorien
„Motivation beruflicher Arbeit heißt inhaltlich: Motivation zur Leistung (KUNST 1994, 18)." Mit Hilfe der Motivationstheorien werden Bestim-mungsfaktoren für Leistungsprozesse und die Prozesse, die zu Ihrer Aktivierung führen, erforscht. Sie dienen damit u. a. zur Beantwortung folgender Fragen:
- Wie läßt sich der Vorgang der Motivation schlüssig erklären?
- Wo muß man ansetzen um Motivation zu erreichen?
- Wie motiviert man richtig? (vgl. GONSCHORREK 2001, 87).
Da es so viele Einflußfaktoren auf das menschliche Verhalten gibt, wurden eine Reihe von Motivationstheorien entwickelt. Es gibt eine Vielzahl von Ordnungsvorschlägen, wie diese Theorien zu Gruppen zusammenfaßt werden können. SCHOLZ (2000) nimmt eine Klassifizierung in drei Gruppen vor:
Abb. 1: Klassifizierung der Motivationstheorien (vgl. SCHOLZ 2000, 879).
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Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Theorien kann im Rahmen dieser Arbeit nur auf einige wenige, in der Praxis anerkannter und häufig angewandter, Verfahren eingegangen werden.
3.1 Inhaltstheorien
Bei den Inhaltstheorien wird danach gefragt: „Was motiviert uns?“. „Sie beschreiben in erster Linie, welche Zielvorstellungen oder Bedürfnisse den Menschen zu konkreter Leistung veranlassen, und erst in zweiter Linie, wie und mit welcher Wirkung dies geschieht (RICHTER 1999, 166).“ Zu den bedeutendsten Inhaltstheorien zählen die Bedürfnishierarchie nach Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg.
3.1.1 Bedürfnishierarchie nach Maslow
Maslow (1954) nimmt an, daß menschliches Handeln von fünf allgemeinen Klassen von Bedürfnissen aktiviert wird, die im Hinblick auf ihre Dringlichkeit hierarchisch geordnet sind.
Abb. 2: Die Maslowsche Bedürfnispyramide (STEINMANN 2000, 497)
Diesen Bedürfnisklassen können, bezogen auf das Arbeitsumfeld eines Mitarbeiters, folgende Bedürfnisse zugeordnet werden:
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Arbeit zitieren:
Dirk Grahl, 2003, Skizzieren Sie die Theorie der Arbeitsmotivation und stellen Sie Bezüge zur betrieblichen Praxis dar, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Seminararbeit, 23 Seiten
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