Inhaltsverzeichnis Seite
1. Geschichte des Layouts 1
1.1 Die Überschrift 1
1.2 Bilder in der Zeitung 2
2. Funktion und Nutzen von Layout 2
2.1 Übersicht schaffen 2
2.2 Den Leser an die Zeitung binden 2
2.3 Eine Wertung vornehmen 3
2.3.1 Gewichtung von Artikeln 3
2.3.2 Bewertung der Zeitung selbst 3
3. Inhaltliche Muster 4
3.1 Typografie 4
3.1.1 Die Grundschrift 4
3.1.2 Die Auszeichnungsschrift 5
3.2 Rubrizierung, Kästen, Zwischentitel 5
3.3 Der Umbruch 6
3.3.1 Der Schachtelumbruch 6
3.3.2 Block- und Modularumbruch 6
3.4 Akzentuierung 7
3.4.1 Akzentuierung durch Typografie 7
3.4.2 Akzentuierung mit Bildern 7
4. Architektur 8
4.1 Formattypen 8
4.2 Die Buchstruktur 9
4.3 Problemfall Titelseite 9
5. Weiterführend 9
5.1 Sonderfälle 9
5.2 Die Diskussion um Textlängen 10
5.3 Grenzen der Wirkungsfähigkeit 10
Verzeichnis der verwendeten Literatur 11
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1. Geschichte des Layouts
Layout ist keine Modeerscheinung, die sich aus einer Laune herausgebildet hat, sondern eine über Jahrhunderte und immer noch stattfindende Entwicklung. Die ersten Zeitungen waren quasi ohne Layout erschienen oder hatten eine Trennlinie in der Mitte, um die Länge der einzelnen Zeilen etwas abzukürzen, denn: „Je breiter die Zeile ist, desto häufiger blicken Lesende zurück. Bei sehr breiten Zeilen kann es passieren, daß der Lesende, am Ende der Zeile angelangt, die Wörter vom Anfang aus seinem Ultrakurzzeitgedächtnis schon wieder vergessen hat; er muß zurück zum Anfang der Zeile, die er eben verlassen wollte.“ (Meissner 1992, S.42) Bereits früh in der Geschichte des Zeitungswesens bildete sich die gute Lesbarkeit als wichtige Eigenschaft einer Zeitung heraus. Zeitungen wie die „Regensburger Reichspost-Zeitung“ setzten 1741 aus diesem Grund den Text per Umbruch in zwei Spalten, um die einzelnen Zeilen nicht zu lang werden zu lassen. Eine Wertung, wie sie heute durch Layout besteht (siehe 2.3) oder inhaltliche Überschriften fehlten allerdings noch: Die Meldungen liefen von Spalte zu Spalte oder von einer Spalte zur nächsten Seite weiter (dies wird als „stumpf“ bezeichnet), getrennt wurden einzelne Informationen nur durch neue Datumsangaben. Für die Ersteller der Zeitung war diese Methode eine günstige, da sie die Zeitung Stück für Stück setzen und die jeweils neuesten Meldungen an die älteren anhängen konnten. Für den Leser war es allerdings eine schwere Aufgabe, nur bestimmte Artikel aus dem Gesamt-Blatt auszuwählen, er musste alles zumindest kurz überfliegen. Inzwischen besteht eine derartige Ordnung lediglich noch bei Lexika und größeren Nachschlagewerken (vgl. Brielmayer 1997, S.40).
1.1 Die Überschrift
Alle Zeitungen der ersten Jahre waren gänzlich überschriftslos. Die Texte begannen mit dem Ereignis oder mit der Angabe des Datums. Zuerst in Flugblättern, dann in Zeitungen setzten sich Überschriften nach einiger Zeit gegenüber dem Datum durch, denn sie ermöglichten
Es ist zu erwähnen, dass das immer besser funktionierende Informationssystem unter anderem dazu geführt hatte, dass mehrere Ereignisse an gleichen Tagen stattgefunden hatten, der Redaktion bekannt waren und ein Datum als Überschrift demnach an Aussagekraft verlor. Durch eine Überschrift wurden die einzelnen Artikel zudem weit besser voneinander abgetrennt als dies zuvor der Fall gewesen war. Mit einem Blick konnte der Leser den groben Inhalt der Meldung erfassen, ohne diese erst lesen zu müssen - und den Bericht gegebenenfalls überspringen. Damit wurde ein Teil des Layouts erstmals für eine journalistische Aufgabe benötigt und diente der besseren inhaltlichen Orientierung. Eine Änderung der Reihenfolge und eine Sortierung durch Umbruch war den Redaktionen der damaligen Zeit kaum möglich, sie mussten weiterhin neuere Artikel an die älteren anreihen. Daher
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wurde der Überschrift auch eine Sortierfunktion zugesprochen: Je größer die Überschrift, desto bedeutsamer der Artikel. So konnte ein Leser trotz der chronologischen Reihenfolge bereits wichtige von unwichtigen Berichten unterscheiden.
1.2 Bilder in der Zeitung
Die oben genannte Sortierfunktion durch verschieden gestaltete Überschriften wurde nach einiger Zeit von der neuen Technik überrannt. Durch Veränderungen in der Druck- und Satztechnik konnten Bilder in die Zeitungen eingefügt werden - zuerst durch Auslassen der betreffenden Seitenteile und ein späteres Einfügen per Hand, dann auch durch Druck der Bilder. Diese Neuerung führte zu einer Gewichtung der einzelnen Berichte mittels zusätzlicher Zeichnungen und Fotografien. „Zeitungsleser steigen stets über ein Bild in eine Seite ein (sofern vorhanden, natürlich) und nicht über eine Schlagzeile.“ (Meissner 1992, S.134) Diesem Prinzip folgend wurden die wichtigsten Berichte einer Zeitung mit einem Bild versehen, um die Aufmerksamkeit auf diese zu lenken. Später wurde die Aufgabe der Gewichtung dann auf den Umbruch (siehe 3.3) übertragen.
2. Funktion und Nutzen von Layout
2.1 Übersicht schaffen
Die Zeitung ist kein Medium, das vom Leser komplett rezipiert wird: Stattdessen suchen sich die Leser ansprechende Artikel und Kommentare heraus und legen die Zeitung weg, nachdem sie den für sie relevanten Teil konsumiert haben. Eine gute Zeitung zeichnet sich dabei auch dadurch aus, dass sie dem Leser bei der Entscheidung entgegen kommt, sprich: Ihm eine gute Übersicht bietet und deutlich macht, was wohin gehört. Das ist vor allem Aufgabe des Layoutes: Verschiedene Themenbereiche müssen gestalterisch ebenso voneinander abgegrenzt sein wie Informations- und Servicebereiche oder die einzelnen Artikel. „Ein Layout, das keine Differenzierungen kennt, sondern den Leser mit einer unstrukturierten Menge an Nachrichten alleine lässt, hat seine Grundfunktion nicht erfüllt.“ (Brielmayer 1997, S.18)
2.2 Den Leser an die Zeitung binden
Die Tageszeitungen sind im Gegensatz zum Fernsehen ein Medium, bei dem der Großteil der Kundschaft Stammkundschaft ist - sie „zeichnen sich durch eine extrem starke Markentreue aus“ (Brielmayer 1997, S.13), nur in den seltensten Fällen wechseln Leser ihre Zeitung (nicht einmal von einer zur anderen Regionalzeitung). Dies ist einerseits sicherlich auf die Artikel und die Qualität zurückzuführen. Ein anderer Grund ist, dass sich der Leser bei seiner Zeitung auskennt: Er weiß, welche Seite er für den Sportteil aufschlagen muss und wo sich die Kolumne seines Lieblingsredakteurs befindet, „deshalb fühlt er sich in seiner Zeitung zuhause“ (Brielmayer 1997, S.13). Für diesen Wiedererkennungs-Effekt sorgt vor allem das Layout, das mit kontinuierlichem
Arbeit zitieren:
Benedict Rehbein, 2002, Notwendigkeit, Wirkung und Grenzen von Layout in Zeitungen, München, GRIN Verlag GmbH
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