1. Einleitung 4
2. Wechselkurs 5
2.1 Grundlagen. 5
2.2 Theorien des Wechselkurses 6
2.2.1 Kaufkraftparitäten. 7
2.2.2 Gedeckte versus ungedeckte Zinsparität 7
2.2.3 Monetäre Wechselkurstheorie 8
2.2.4 Portfoliotheorie 9
2.2.5 Neuere Ansätze 10
3. Kursprognosen. 10
3.1 Technische Analyse versus Fundamentalanalyse. 11
3.2 Quantitative Analyse 12
4. Kurssicherungsinstrumente 12
4.1 Interne Kurssicherungsinstrumente
4.1.1 Fakturierung in Inlandswährung. 13
4.1.2 Sonstige interne Kurssicherungsinstrumente 13
4.2 Externe Kurssicherungsinstrumente
4.2.1 Devisenmärkte 14
4.2.2 Finanzmärkte 15
4.2.3 Terminbörsen. 18
5. Zusammenfassung und Konklusion 19
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Wechselkurs-Mengen-Diagramm............................................................... 5
Abb. 2: Beziehungen bei Forfaitierung von Devisenforderungen......................... 16
Abb. 3 Beziehungen beim echten Export-Factoring ............................................. 17
Abb. 4: Struktur eines Währungs-Swaps............................................................... 18
Abkürzungsverzeichnis
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
KNN Künstliche neuronale Netze
MLP Multilayer Perceptron
WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium
WISU Das Wirtschaftsstudium
3
1. Einleitung
Im Jahr 1973 brach das Währungssystem von Bretton Woods, nachdem es bereits mehrmals kurz vor dem Zusammenbruch stand, endgültig zusammen. Es handelte sich hierbei um ein System fixierter, aber anpassungsfähiger Wechselkurse, in dem die Zentralbanken die Aufgabe hatten, Angebots- und Nachfrageüberschüsse am Devisenmarkt zum fixierten Kurs auszugleichen und somit die Währungen zu stabilisieren. 1 Gründe für diesen Zusammenbruch waren destabilisierende Währungsspekulationen sowie steigende Zahlungsbilanzdefizite (Zahlungsbilanzüberschüsse) und die Weigerung der Defizitländer
(Überschußländer), ihre Währungen abzuwerten (aufzuwerten). Nach dem Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods gingen die wichtigsten Länder zu Währungssystemen mit flexiblen Wechselkursen über, der gleichgewichtige Devisenkurs bildet sich durch Angebot- und Nachfrage auf den internationalen Devisenmärkten. Währungssysteme mit fixierten, aber
anpassungsfähigen Wechselkursen haben den Vorteil, daß der Wechselkurs langfr istig nur geringfügigen Schwankungen unterliegt. Wechselkurse lassen sich somit sehr genau prognostizieren. Hiervon profitieren vor allem international tätige Unternehmen und Investoren, die Devisengeschäfte tätigen. Die erwarteten Rückflüsse aus Auslands- und Fremdwährungsinvestitionen lassen sich präziser bestimmen als in Währungssys temen mit flexiblen Wechselkursen, da die Wechselkursrisiken erheblich verringert werden. 2 In Währungssystemen mit flexiblen Wechselkursen unterliegen Rückflüsse aus Auslands- und h ohen Wechselkursrisiko. 3 Fremdwährungsinvestitionen teilweise einem
Interna tional tätige Unternehmen und Investoren versuchen, dieses Risiko durch möglichst genaue Kursprognosen und durch Kurssicherungsinstrumente zu minimieren.
Diese Seminararbeit soll einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Kursprognose und der Kurssicherungsgeschäfte geben. Hierzu werden in Kapitel 2 die Theorien des Wechselkurses beschrieben, Kapitel 3 erläutert die verschiedenen
1 Vgl. Demmler, H. (1997), S. 867
2 Währungssysteme mit fixierten Wechselkursen haben jedoch den Nachteil, daß für Zentralbanken
die Möglichkeit einer autonomen Geldpolitik entfällt, da sie sich an der Zahlungsbilanz orientieren
müssen. Ebenso ist die simultane Realisierung von interner und externer Stabilität nicht möglich
3 Vergleiche hierzu die Schwankungen des EUR/USD Wechselkurses im Zeitraum Januar 2003 bis
Januar 2004
4
Methoden der Kursprognose, Kapitel 4 nennt wichtige Kurssicherungsinstrumente. Kapitel 5 faßt die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit zusammen.
2. Wechselkurs
Der internationale Güter- und Kapitalverkehr wird erst durch den Umtausch von heimischer in fremde Währung, sogenannte Devisen, möglich. Devisenangebot und Devisennachfrage treffen auf den internationalen Devisenmärkten zusammen und bestimmen den Wechselkurs. Kapitel 2.1 erläutert die Grundlagen, Kapitel 2.2 die verschiedenen Theorien des Wechselkurses.
2.1 Grundlagen
Als nominalen Wechselkurs bezeichnet man das Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Die Preisnotierung w des nominalen Wechselkurses entspricht dem Preis einer fremden Währung in heimischer Währung, während die Mengennotierung w‘ des nominalen Wechselkurses die Menge der ausländischen Währungseinheiten bezeichnet, die man für eine Einheit der heimischen Währung erhält. Es gilt: w = 1 / w‘. 4 Der gleichgewichtige nominale Wechselkurs ergibt sich, wenn sich Devisenangebot und Devisennachfrage am Devisenmarkt ausgleichen. 5 Wird die heimische Währung aufgewertet, so sinkt (steigt) der preisnotierte (mengennotierte) Wechselkurs w (w‘). 6
5 Vgl. Borchert, M. (2001), S. 172
6 Wird die heimische Währung abgewertet, steigt (sinkt) der preisnotierte (mengennotierte)
Wechselkurs.
5
Abb. 1: Wechselkurs-Mengen-Diagramm
In Abbildung 1 ergibt sich der gleichgewichtige preisnotierte Wechselkurs w 0 durch den Schnittpunkt der Devisenangebotskurve A 0 und der Devisennachfragekurve N 0 . Die gehandelte D evisenmenge beträgt x 0 . Erhöht sich das Devisenangebot, so verschiebt sich A 0 nach rechts auf A 1 , der Wechselkurs sinkt von w 0 auf w 1 , die geha ndelte Devisenmenge steigt von x 0 auf x 1 , die heimische Währung wird aufgewertet.
Erhöht sich die Devisennachfrage, so verschiebt sich N 0 nach rechts auf N 1 , der Wechselkurs steigt von w 0 auf w 2 , die gehandelte Devisenmenge steigt von x 0 auf x 2 , die heimische Währung wird abgewertet. Bildet sich der gleichgewichtige nominale Wechselkurs in Währungssystemen mit flexiblen Wechselkursen durch Eingriffe der Zentralbanken, spricht man auch von „dirty“ oder „managed floating“. In Wechselkurssystemen mit fixierten Wechselkursen wird der gleichgewichtige Wechselkurs durch die Zentralbank oder die Regierung festgelegt. Angebots- oder Nachfrageüberschüsse müssen von der nationalen Zentralbank ausgeglichen werden. Der reale Wechselkurs w real ergibt sich aus dem Verhältnis der Kaufkraft der Währung im Inland zu der Kaufkraft im Ausland. Es gilt: w real = (w . p*) / p . 7
2.2 Theorien des Wechselkurses
Die Höhe des Wechselkurses wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflußt. Traditionelle Wechselkurstheorien nutzen beobachtbare makroökonomische Größen zur Bestimmung des Wechselkurses (sog. Fundamentaldaten) und betrachten den Devisenmarkt als effizienten Markt. 8 Bei den traditionellen Wechselkurstheorien unterscheidet man zwischen reinen Gütermarktansätzen (Kaufkraftparitätentheorie, Einkommenstheorie), reinen Finanzmarktansätzen (Zinsparitätentheorie,
Portfoliomodelle) und Ansätzen einer Verbindung von Güter- und Finanzmärkten (Mundell-Fleming Modell, monetäre Wechselkurstheorie). 9 Nachfolgend werden einige ausgewählte Theorien für die Bestimmung des Wechselkurses dargestellt.
7 p bezeichnet den Preis eines Güterbündels im Inland, p* den Preis des repräsentativen Güterbündels
im Ausland. Ist w real > 1, so ist die Kaufkraft im Inland größer als im Ausland. Ist w real < 1, so ist die
Kaufkraft im Inland kleiner als im Ausland.
8 alle zur Kursbildung relevanten Informationen spiegeln sich unmittelbar im Wechselkurs wider
9 Vgl. Frenkel, M. (1995), S. 8
6
Arbeit zitieren:
Frank Göttlicher, 2004, Wechselkursprognosen und Kurssicherungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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