INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS. VI
1 MARKTDYNAMIK UND WETTBEWERB 1
1.1 NEUE ANFORDERUNGEN UND STRATEGIEN AUFGRUND VERÄNDERTER
WETTBEWERBSSTRUKTUREN. 1
1.2 KOMPLEXITÄTSREDUKTION UND KOMPLEXITÄTSGESTALTUNG 2
1.3 KAMPF GEGEN ÜBERKOMPLEXITÄT IN GROßUNTERNEHMEN AM BEISPIEL IBM 4
2 BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE ASPEKTE DER MODULARISIERUNG. 7
2.1 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN DER MODULARISIERUNG 7
2.2 REALISIERUNGSFORMEN DER MODULARISIERUNG. 8
2.3 MODULARISIERUNG AUF DER PROZESSEBENE 10
3 MODULARISIERUNG - NEUE STRATEGIEKONZEPTE 11
3.1 MODULARISIERUNG IN DER FERTIGUNG 11
3.2 FERTIGUNGSSEGMENTIERUNG/ PRODUKTINSEL 12
3.3 MODERNE MODULARISIERUNGSKONZEPTE BEIM SMART 16
4 FAZIT. 18
LITERATURVERZEICHNIS 20
ANHANG 22
II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Wandel der Marktsituation und Reorganisationsbedarf
Abbildung 2: Grundmerkmale von Produktinseln und Fertigungssegmenten
Abbildung 3: Fabriklayout des neuen Smartwerkes in Hambach.
III
AG ....................................................Aktiengesellschaft CIM ...................................................Computer Integrated Manufacturing IBM ...................................................Industrial Business Machines IS ...................................................Informationssysteme IuK ...................................................Information und Kommunikation MCC ....................... .........................Micro Car Concept AG PPS ..................................................Produkt - und Programmsteuerung Sp. ....................................................Spalte
ZWF ..................................................Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb GmbH ...............................................Gesellschaft mit beschränkter Haftung
IV
„Many executives will have to learn ….: the power of modularity“ 1
1 Marktdynamik und Wettbewerb
1.1 Neue Anforderungen und Strategien aufgrund veränderter Wettbewerbsstrukturen
Technische Innovationen, die Globalisierung der Märkte, der Wertewandel in der Gesellschaft sowie neue leistungsfähige Anbieter haben in den letzten Jahren die Wett-bewerbslandschaft verändert. 2
Klassische Unternehmensgrenzen beginnen zu verschwimmen, sich nach innen wie nach außen zu verändern bzw. teilweise aufzulösen. An die Stelle von tief gestaffelten Unternehmenshierarchien, die primär nach Befehl und Gehorsam funktionieren, treten zunehmend modular zerlegte Gebilde, die von Autonomie, Kooperation und indirekter Führung geprägt sind. 3
Neue Strategien auf der Produkt- und Prozessebene gewinnen zunehmend an Bedeutung. In vielen Märkten führt die steigende Heterogenisierung der Nachfrage zu einer stetigen Zunahme der Variantenvielfalt. In der Folge nimmt die Komplexität stark zu und wird zum dominierenden Kostenfaktor. Dem steht aber der kontinuierlich wachsende Kosten- und Marktdruck gegenüber. Diesem vermeintlichen Widerspruch versprechen neue modulare Konzepte auf der Produkt- und Prozessebene zu lösen. 4
Ziel dieser Arbeit ist es, das Konzept der Modularisierung auf der Prozessebene darzustellen. Im ersten Teil der Arbeit werden die Auslöser für Reorganisation bzw. Restrukturierungen beschrieben und näher aufgezeigt, welche organisatorischen Möglichkeiten der Unternehmung zur Komplexitätsreduktion und zur Prozessbildung dienen. Anschließend wird die Modularisierung in ihrer Gesamtheit erläutert und Reali-sierungsformen innerhalb der Unternehmung beschrieben. Der dritte Teil der Arbeit geht näher auf verschiedene Konzepte zur Umsetzung der Modularisierung speziell auf der Prozessebene in der Fertigung ein. Danach erfolgt ein kurzer Ausblick für die Zukunft und ein Fazit meinerseits.
1 Baldwin/ Clark, 1997, S. 84.
2 Wildemann, H., 1998, S. 1.
3 Picot, A. /Reichwald, R./ Wigand, R. 1998, S. 5.
4 Piller, F./ Waringer, D. 1999, S. 1.
1
Abbildung 1: Wandel der Marktsituation und Reorganisationsbedarf 5
1.2 Komplexitätsreduktion und Komplexitätsgestaltung
Jede Arbeit lässt sich als ein Prozess begreifen, der aus einer Folge von Tätigkeiten besteht, die ein Ergebnis bewirken. Der Leistungserstellungsprozess gliedert sich in mehrere miteinander verkettete, funktionsübergreifende Geschäftsprozesse, die sich anhand der Zeitstrecken in der Innovations- und Wertschöpfungskette identifizieren lassen. Diese Gliederung nach dem Prinzip des Durchlaufes erlaubt durch die Analyse von primären und unterstützenden Wertaktivitäten das Erkennen von strategisch oder technologisch wichtigen Tätigkeiten.
Die Aufgabe der Organisation besteht darin, die Bedingungen, die Methoden und die Techniken offen zu legen, unter denen vom Unternehmen gestellte Qualitätsanforderungen erfüllt werden können. In diesem Sinne trägt die Organisation zur Bewältigung der durch aufbauorganisatorische Maßnahmen hinterlassenen Komplexität bei. 6
Für den Begriff Komplexität 7 werden oft Synonyme wie Kompliziertheit und Intransparenz verwendet. Bezogen auf die System- bzw. Organisationsstruktur eines Unter-
5 Picot,A./Reichwald, R./Wigand, R. 1998, S. 246.
6 Wildemann, H. 1997, S. 261.
7 …Zitiert nach Reiss, M. (Hrsg.)/ Gassert, H./ Horváth, P. 1993, S. 23 Vgl. Bronner, R. (1992), Sp. 1122. Komplexität kommt vom lateinischen Wort complexus (=umfassend) und „…steht für die Gesamtheit aller Merkmale eines Zustands oder Objekts im Sinne von Vielschichtigkeit.“ Adam, D./ Rollberg, R. (1995), S. 667.
2
nehmens hängt die Komplexität zunächst von der Anzahl der Elemente und ihrer Relationen ab. Um die durch ihre Vielschichtigkeit und Unüberschaubarkeit charakterisierten komplexen Systeme 8 analysieren bzw. gestalten zu können, ist die Frage zu stellen, wie die Komplexität zur Schaffung einer Systemtransparenz beherrscht und reduziert werden kann. 9
Eine Komplexitätsreduktion wird mit der Zerlegung oder auch Dekomposition eines Systems bzw. einer Organisation in seine Bestandteile in Form von Subsystemen und Elementen erreicht, wodurch diese unabhängig voneinander analysiert und beschrieben werden können. 10
Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die Komplexität jedes einzelnen Systembestandteils geringer ist als die Komplexität des Gesamtsystems.
Eine weitere Möglichkeit Systeme transparent zu machen, ist das Herunterbrechen auf deren verschiedene Auflösungsebenen mit Hilfe der Hierarchisierung und Strukturierung 11
Die Strukturierung dient zur Beschreibung und Schaffung von Transparenz und somit zur Verständlichkeit von komplexen Systemen. Durch Aufzeigen und Herausarbeiten der relevanten Elemente und ihrer Beziehungen wird das gesamte System in Teilsysteme zerlegt. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Systembetrachtungsebenen, die eine Darstellung mit Hilfe von Listenstrukturen, Baumstrukturen oder Netzwerken ermöglichen. 12
Eine hierarchische Strukturierung lässt sich auf das Prinzip von Descartes zurückführen. 13 Unter Hierarchie versteht man grundsätzlich die Struktur der Unter- und Überordnung von Stellen in einer Organisation. Stellen sind dabei die kleinsten orga-
8 …Zitiertnach, Piller, F./ Waringer, D. (1999), S. 39 “Unter einem System wird die Integration verschiedener Module zu einer funktionalen Einheit verstanden, deren Elemente nicht notwendigerweise zusammenhängen.“
9 Wohlgemuth-Schöller, E. 1998, S. 10.
10 Schwarze, J. (1995), Heft 8-9, S. 679-685.
11 Wohlgemuth-Schöller, E., 1998, S. 10.
12 Wohlgemuth-Schöller, E., 1998, S. 11.
13 …Zitiert nach Wohlgemuth-Schöller, E. (1998), S. 11: “Das Weltbild der vollkommenen Beherrschbarkeit der Natur durch den Menschen von Descartes entstand im 17. Jh. dort wo die Welt als große Maschine aufgefasst, deren Beherrschung durch eine immer weitere Reduzierung möglich wird.“
3
nisatorischen Einheiten, denen personenneutral abgegrenzte Teilaufgaben zugeordnet werden. 14
Systeme lassen sich hierarchisch zerlegen, da sich höhere Subsysteme wiederum in weitere Subsysteme oder niedere Elemente aufzeigen lassen, so dass die Bestandteile einer gewissen Ordnung unterworfen werden können.
Im Zuge der Zerlegung reduziert sich die Komplexität entlang der Hierarchiestufen. Die Anzahl der Stufen ist frei wählbar. Beispiele für hierarchische Strukturen sind die Zerlegung des Systems Unternehmung in Form eines Organigramms oder das Abbilden einer Erzeugnisstruktur in einem Strukturbaum. 15
Ein spezielles Prinzip zur Zerlegung und Strukturierung eines umfangreichen Gesamtsystems ist die Modularisierung. Die Aufgliederung der Unternehmen in Module zielt darauf ab, die Komplexität auf die Leistungserstellung zu reduzieren und die Nähe zum Markt zu erhöhen. 16
1.3 Kampf gegen Überkomplexität in Großunternehmen am Beispiel IBM
In der IBM Deutschland wird der Kampf gegen Überkomplexität in mehrfacher Weise geführt, jedoch eher im Sinne von „Komplexität handhaben“. „Denn wir kämpfen nicht gegen die Komplexitätstreiber Markt und Technologie an, wir leben mit ihnen, wenn auch nicht mehr in den Strukturen und der Unternehmenskultur von gestern.“ 17
Eminent in der heutigen Marktdynamik ist der Komplexitätstreiber Unternehmensgröße. Aus Kundensicht bedeuten Geschäftspartner, die aufgrund von Größe ein gesunder und verlässlicher Partner sind, ein großes Maß an Sicherheit, ohne dass diese Größe als Garantie anzusehen ist. Hinter Größe steht aber auch meist eine entsprechende Finanzkraft. Und diese Finanzstärke ist unerlässlich wenn es um die Entwicklung neuer Technologien und Innovationen geht. Weitere Vorteile eines Großunternehmens sind neben der Flexibilität des Mitarbeitereinsatzes die Möglichkeit Synergien zu nutzen, indem Abläufe zentralisiert werden.
14 Picot, A. /Reichwald, R./ Wigand, R. 1998, S. 207.
15 Wohlgemuth-Schöller, E. 1998, S. 11.
16 Picot, A. /Reichwald, R./ Wigand, R. 1998, S. 201.
17 Reiss, M./ Gassert, H./ Horváth, P. 1993, S. 43.
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Arbeit zitieren:
Constance Keller, 2004, Modularisierung auf der Prozessebene, München, GRIN Verlag GmbH
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