1 Ziel des Seminars
1 Aufgabenstellung 2
1 Szenariotechnik 2
1 Aufbau der Szenariotechnik 3
1 Ablauf der Szenariotechnik 4
1 Kritik 7
2 Ziel der Arbeitsgruppe
2 Projektorganisation 8
2 Erarbeitung der Szenarien 9
3 Kritische Reflexion 10
4 Anhang 13
5 Literaturverzeichnis
5 Monographien 15
5 Aufsätze in Zeitschriften und Zeitungen 15
5 Sonstige Quellen 15
1.1) Aufgabenstellung
Für die Unternehmen Siemens bzw. BASF AG sollte jeweils eine allgemeingültige Unternehmensstrategie entworfen werden. Hierfür wurden die Seminarteilnehmer in zwei Gruppen á 10 Mitglieder eingeteilt. Jede Projektgruppe sollte nun innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine möglichst realistische Strategie mit Hilfe der Szenariotechnik
1
für eines der U nternehmen entwickeln, welche bis ins Jahr 2020 ihre Gültigkeit besitzt. Aufgabe einer Strategie ist es, langfristig und unter vielen verschiedenen Umweltzuständen umsetzbar zu sein und zu bleiben. Es ist folglich wichtig, ein entsprechendes Wissen über die zukünftige Entwicklung der Umwelt – wie zum Beispiel im Bereich Bildung, Bevölkerung oder Verkehr – zu erlangen. Um diese bedeutenden Hintergrunddaten zu ermitteln, wurde jede Gruppe nochmals in fünf Arbeitsgruppen
1.2) Szenariotechnik
Mit Prognosemethoden wird versucht zukünftige Trends darzustellen. Jedoch beruhen die meisten Prognoseverfahren auf einer Trendexploration der Vergangenheit. Nicht so die Szenariotechnik, weshalb sie gerade für lange Zeitspannen geeignet ist. Die Szenariotechnik dient dazu zukünftige Bedingungen systematisch zu analysieren und die Entwicklungen bis hin zu diesem Szenario darzustellen, mit dem Ziel mögliche Diskontinuitäten frühzeitig aufzuzeigen und etwaige Veränderungen – positive wie negative – zu ermitteln. Das so entwickelte Szenario kann als Ausgangsbasis für die Bildung einer Strategie genutzt werden, oder auch um b ereits festgelegte Strategien auf ihre zukünftige Brauchbarkeit zu kontrollieren. 2 Die Methode wird eingesetzt, wenn quantitative Prognosemethoden kaum noch Aussagekraft besitzen und die Unsicherheit wegen der langen Zeitspannen zu s ehr anwächst. Neben den analytischen Elementen der Szenariotechnik ist auch ein gewisses Maß an Kreativität nötig, weshalb die Szenariotechnik manchmal zu den Kreativitätsmethoden gezählt wird. 3 Die Anforderungen an die analytischen wie auch an die kreativen Fähigkeiten nehmen zu, je weiter, langfristiger und globaler sich das Problemfeld darstellt. Im allgemeinen können Szenarien zu wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen
2 Vgl. http://www.rechnungswesen-office.de/inhalt/hco_szenariotechnik.html Stand: Januar 2004. 3 Vgl. http://www.laum.uni-hannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_Szenario.htm Stand: September 2003.
Fragestellungen entworfen werden. Bei der Erstellung eines Szenarios für eine dynamische und ungewisse Zukunft ist es wichtig, dass man durch eigene Maßnahmen auf die Entwicklung der Zukunft Einfluss nehmen kann. 4 Eine genaue Definition der Szenariotechnik ist jedoch nicht vorhanden, da über die Durchführung der Methode unterschiedliche Ansichten existieren. So geben einige Autoren nur fünf Phasen an, wohingegen andere bis zu acht Phasen bei der Entwicklung eines Szenarios für erforderlich halten. Auch wenn über den Ablauf Unstimmigkeit herrscht, so besteht über den Aufbau dieser Methode Einigkeit.
1.2.1) Aufbau der Szenariotechnik
Mit Hilfe eines so genannten „Szenario-Trichters“ 5 lässt sich der Aufbau der Szenariotechnik am Besten veranschaulichen. Anhand der Graphik des „Szenario-Trichters“ wird deutlich, dass vom Ausgangspunkt in der Gegenwart aufgrund der zunehmenden Komplexität und Unsicherheit, die verschiedensten Szenarien entstehen können, je weiter man sich von der heutigen Situation entfernt. Die Schnittfläche des Trichters symbolisiert somit alle theoretisch vorstellbaren Szenarien für den festgelegten Zeithorizont. 6 Die Verbindung der Gegenwart mit den Extrempunkten der Schnittfläche unterstellt eine evolutionäre Entwicklung und schließt revolutionäre Entwicklungen innerhalb des zu betrachtenden Zeitraums aus. Durch diese Trichterform soll aufgezeigt werden, dass langfristig extremere Situationen auftreten können als kurzfristig. 7 Um diese Vielfalt an Szenarien zu vereinfachen, werden in der Szenariotechnik nur drei Grundtypen von Szenarien entwickelt:
Ø Trendszenario: Es entspricht einer Fortschreibung von Vergangenheit und Gegenwart auf
einer Trendlinie. In diesem Szenario sind keine wesentlichen Änderungen zu erwarten.
Ø
Optimistisches Szenario: Hierin wird die bestmögliche zukünftige Entwicklung
modelliert. Dieses Szenario darf in seinem Eintreten unwahrscheinlich, aber nie utopisch sein. Dieses Szenario wird auch „best-case-scenario “ genannt.
Ø Pessimistisches Szenario: In diesem Szenario handelt es sich um den denkbar schlimmst
möglichen Fall. Dieses „worst-case-scenario“ darf ebenfalls zwar unwahrscheinlich, aber nicht unrealistisch sein.
8
5
Siehe Anhang S. 13, Abb. 1: „Szenario-Trichter“.
6 Vgl. www.sowi-online.de/methoden/dokumente/szenariotechnik.htm Stand: September 2003.
7
Vgl.
www.sowi-online.de/methoden/dokumente/retzmszen.htm
Stand: August 2003.
8
Vgl. Götze, Uwe: Szenario-Technik in der strategischen Unternehmensplanung., 2. aktualisierte Aufl., Wiesbaden 1991, S. 38.
1.2.2) Ablauf der Szenariotechnik Wie schon erwähnt ist die Anzahl der Arbeitsschritte für die Szenarioentwicklung nicht eindeutig festgelegt. Auch über die Abfolge der einzelnen Schritte zur Szenarioerstellung existieren unterschiedliche Ansichten. Im weiteren wird der Ansatz von Ute von Reibnitz näher erläutert, um nur einen herauszugreifen. 9
Zu aller erst muss die gegenwärtige Situation des Untersuchungsgegenstands analysiert werden. Die Umweltanalyse ist wichtig, da ein Szenario nur so gut sein kann, wie die Daten auf denen es basiert. Um eine möglichst hohe Qualität der Daten zu gewährleisten, sollte man ein Team einsetzen. Jedoch darf die Teamgröße nicht mehr als zehn Personen umfassen, um eine gute Zusammenarbeit zu garantieren. Denn es hat sich gezeigt, dass bei der späteren Erstellung von Szenarien eine Gruppe eine höhere Gesamtproduktivität aufweist, als die einzelnen ermittelten Daten.
10
II.
Einflussanalyse Ziel der Einflussanalyse ist es, die externen Einflussbereiche, die das Unternehmen beeinflussen – wie zum Beispiel Absatzmarkt, Politik und Gesetzgebung – zu ermitteln. Die einzelnen Einflussbereiche können noch mal in Einflussfaktoren unterteilt werden, wenn sie eine starke Komplexität aufweisen. Danach erstellt man anhand der Einflussfaktoren eine Vernetzungsma trix, um die gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Faktoren aufeinander zu erfahren.
11
Bei Mercer werden die ermittelten Einflussfaktoren nochmals aufgeteilt. Für ihn gilt „scenarios are a technique for presenting alternative futures the factors to be developed must be genuinely variable.“
12
Nur Einflussfaktoren deren Bedeutung und Unsicherheit besonders hoch sind, sollen nach Mercer in die Szenarienbildung mit einfließen. Die wichtigen, aber sicheren Einflussfaktoren dürfen zwar nicht übergangen werden, doch ist es ausreichend wenn sie in der Szenarioeinleitung erwähnt werden, da sie keine überraschende Wende in einem Szenario bewirken können.
13
III.
Trendprojektionen Auf Basis der Ergebnisse aus der Einflussanalyse werden im dritten Schritt so genannte Deskriptoren ermittelt und nach ihrem Rang geordnet. Bei Deskriptoren kann es sich dabei
9
Siehe Anhang S. 13, Abb. 2: „Ablauf der Szenariotechnik“.
10 Vgl. Mercer, David: Simpler Scenarios, in: Management Decision, 33. Jahrgang, 4. Ausgabe 1995, S. 33 f. 11 Vgl. v. Reibnitz, Ute: Szenariotechnik: Instrumente für die unternehmerische und persönliche Erfolgsplanung,
2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 33 ff.
12 Mercer, David, a. a. O., S. 35.
13 Vgl. ebenda S. 35.
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Christina Müller, 2004, Szenarien zur Unternehmensentwicklung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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