I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
A. Einführung 1
B. Investitionen in immateriellen
Vermögensgegenstände 1
I. Begriff der Investition 1
II. Arten der Investition 3
1. Objektbezogene Investitionen 3
2. Wirkungsbezogene Investitionen 4
3. Sonstige Investitionen 4
III. Investitionen in immateriellen 4 Vermögensgegenstände
C. Immaterielle Güter in der internationalen
Rechnungsauslegung 5
I. Internationaler Kapitalmarkt und internationale Rechnungslegung 5
1. Systeme internationaler Rechnungslegung 6
2. Unterschiedliche Philosophien von deutscher und internationaler Rechnungslegung 7
III. Immaterielle Vermögensgegenstände im IAS 8
II
1. Einführung 8
2. Entwicklung 8
3. Begriff 9
4. Ansatz 10
5. Bewertung im Zugangsjahr 11
6. Bewertung in den Folgejahren 11
a) Bevorzugte Methode (benchmark treatment) 12
b) Zulässige Alternative (allowed alternative treatment) 12
7. Abschreibungen 13
8. Zuschreibungen 13
a) Bevorzugte Methode 14
b) Zulässige Methode 14
9. Abgänge 14
10. Angaben 14
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände im HGB 15
1. Begriff 16
2. Ausweis 16
3. Ansatz und Bewertung 16
4. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 17
5. Geschäfts- oder Firmenwert 17
6. Sonderposten: Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 17
7. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals 18
8. Sonstiges 18
III
9. Angaben 18
V. Zusammenfassung
19
D. Schlusswort und Ausblick
20
LITERATURVERZEICHNIS IV
IV
A. Einführung
Die bereits aus dem Jahre 1979 stammende Aussage, dass immaterielle Güter die „ewigen Sorgenkinder des Bilanzrechts“ 1 sind, besitzt nach wie vor Gültigkeit. Diese Aussage ist heute sogar auf die internationale Rechnungslegung auszudehnen. So stellt der Ansatz von immateriellen Gütern eines der bedeutendsten und zugleich umstrittensten
Bilanzierungs-probleme bei der internationalen Harmonisierung der Rechnungslegung dar.
Mit der vorliegenden Arbeit werden die Ansatzgrundsätze und Ansatzvorschriften von immateriellen Gütern in Deutschland und nach IASC rechtsvergleichend analysiert.
Nimmt man einen Vergleich der Rechnungslegung vor, ist es durchaus möglich, 150 - 200 aber auch mehr Unterschiede zwischen der Rechnungslegung nach IAS einerseits und nach dem HGB andererseits zu zeigen. Ohne eine gleichzeitige ausführliche Darstellung der Rechnungslegung nach IAS und HGB hat es wenig Sinn, detailliert die Unterschiede aufzuzeigen. Deshalb beschränkt sich diese Arbeit auf die wesentlichen Unterschiede.
In einem ersten Schritt werden die Definitionen und Klassifikationen der Investitionen in immateriellen Vermögensgegenstände aufgezeigt. Dann im nächsten Schritt werden jeweils getrennt für die zwei betrachteten Rechnungslegungssysteme die Ansatzgrundsätze und Ansatzvorschriften für immaterielle Güter untersucht. Da sich die Rechnungslegungssysteme grundlegend voneinander unterscheiden, wird dann eine
Zusammenfassung der Unterschiede dargestellt. Am Ende dieser Arbeit wird aus den ermittelten Unterschieden eine Zusammenfassung und ein Ausblick abgeleitet.
B. Investitionen in immateriellen
Vermögensgegenstände
I. Begriff der Investition
Der betriebswirtschaftliche Investitionsbegriff wird in der Literatur unterschiedlich verwendet.
Die etymologische Wurzel ist im Lateinischen „investire = einkleiden“ zu suchen, während im allgemeinen wirtschaftlichen Sprachgebrauch unter Investition „Kapitalverwendung“ oder „langfristige Kapitalanlage zur Gewinnerzielung“ verstanden wird. 2
In der betrieblichen Praxis wird unter Investition nur die langfristige Anlage von Geldkapital im Anlagevermögen verstanden. Dabei wird der „moderne Investitionsbegriff“ auch auf das weitere Vermögen der Unternehmung, d.h. Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen und immaterielle Investitionen ausgedehnt. 3
1 Moxter, Immaterielle Anlagewerte, S. 1102.
2 Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, S. 617 f.
3 Olfert, Investition, S. 24 ff.
1
Der Investitionsbegriff in der betriebswirtschaftlichen Literatur zeigt 4 :
rein finanzwirtschaftliche Aspekte (zahlungsbestimmt), die
Schneider folgendermaßen beschreibt „...Eine Investition ist durch einen Zahlungsstrom gekennzeichnet, der mit Ausgaben beginnt 5 und Ruhti verfolgt diesen Aspekt und schreibt „...Die Ausgaben für Anlagen, Stoffe und Dienste stellen Investitionen dar.“ 6 und „..Jede Ausgabe ist eine Investition, jede Einnahme ist eine Desinvestition“ 7 .
rein leistungswirtschaftliche (kombinationsbestimmt), die
Ballmann als „...die Umformung der transzendenten Unternehmensidee in die Gestalt der Betriebsapparatur, die durch eine Kombination von materiellen Anlagegütern erfolgt“ 8 , definiert und
gemischt finanz-leistungswirtschaftliche Aspekte (vermögensbestimmt),
die le Coutre als jegliche „Verwendung bzw. Anlage des Unternehmenskapitals im Betriebe“ 9 versteht.
Aufgrund der dem unternehmerischen Handeln zugrundeliegenden finanzwirtschaftlichen Zielsetzungen, dominiert der zahlungsbestimmte Ansatz, bei dem im weiteren Verlauf unter Investition der zielgerichtete Einsatz finanzieller Mittel zur Beschaffung von Gütern des Strukturvermögens verstanden werden soll. 10
II. Arten der Investition
In folgenden Abbildung sind die verschiedenen Arten von Investitionen aufgeführt:
Time and Investment, S. 196;
6 Ruchti, Erfolgsermittlung, S. 500.
7 Ruchti, Erfolgermittlung, S. 500 f.
8 Ballmann, Beitrag zur Klärung des betriebswirtschaftlichen Investitionsbegriffes und zur Entwicklung einer Investitionspolitik der Unternehmung, S. 5; vgl. Schmalenbach, Kapital, S. 85.
9 le Coutre, Grundzüge der Bilanzkunde, S. 7.
10 Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, S. 29;
2
Abb. 1: Arten der Investitionen
1. Objektbezogene Investitionen
Bei der Objektbezogenen Investitionen wird die Einteilung verschiedenen Investitionsarten anhand des Investitionsobjekts vorgenommen 11 , wobei folgende Gruppen entstehen:
Ø Sachinvestitionen, die am Leistungsprozess des Unternehmens direkt b eteiligt sind - beispielweise als Maschinen - oder den Leistungsprozess ermöglichen - beispielweise als Gebäude. 12 Ø Finanzinvestitionen, die sich auf das Finanzanlage-vermögen des Unternehmens beziehen. Sie umfassen Forderungsrechte beispielweise Bankguthaben, festverzinsliche Wertpapiere,
gewährte Darlehen - und Beteiligungsrechte - beispielsweise Aktien und sonstige Beteiligungen an Unternehmen. 13 Ø Immaterielle Investitionen, die dazu dienen, das Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten bzw. seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. 14 Sie beziehen sich vor allem auf drei Bereiche:
2. Wirkungsbezogene Investitionen
Nach ihrer Wirkung lassen sich folgende Arten von Investitionen unterscheiden 15 :
Ø Nettoinvestitionen, die erstmals im Unternehmen vorgenommen werden und zwar als Gründungs- und Erweiterungsinvestitionen 16 . Ø Reinvestitionen, die ein Wiederauffüllen des verminderten Bestandes an Produktionsfaktoren darstellen. Reinvestitionen können Rationalisierungs-, Umstellungs-,
11 Wöhe, S. 620 f.
12 Vgl. z.B. Priewasser, Investitionsentscheidungen, S. 18 ff.; Brandt, Investitionspolitik, S. 12.
13 Olfert, S. 30.
14 Olfert, S. 30 f.
15 Lücke, S. 162.
16 Albers, Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft, S. 247.
3
Diversifizierungsinvestitionen, wie auch Ersatzinvestitionen im engeren Sinne sein 17 .
Ø Bruttoinvestition, die sich aus den Nettoinvestitionen und Reinvestitionen ergibt, sie stellt also die Gesamtheit der in einer Wirtschaftsperiode erfolgenden Investitionen dar 18 .
3. Sonstige Investitionen
Als weitere Arten von Investitionen lassen sich vor allem unterscheiden 19 : Ø Hierarchiebezogene Investitionen 20 Ø Investorbezogenen Investitionen 21 Ø Umschlagbezogene Investitionen 22 Ø Umfangbezogene Investitionen 23 , usw.
III. Investitionen in immateriellen
Vermögensgegenstände
Stellten früher Sachanlagen das dominierende Element des Anlagevermögens der meisten Unternehmen dar, gewinnen seit geraumer Zeit immaterielle Vermögensgegenstände, so bspw. Patente und Marken, zunehmend an Bedeutung. Wesentliche Ursachen für diese Entwicklung sind vermehrte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nahezu aller Unternehmen sowie das generelle Wachstum des tertiären Sektors. Neben diesen Faktoren hat aber auch die in den letzten Jahren zu verzeichnende Zunahme von Firmenkäufen und -zusammen-schlüssen einen wesentlichen Einfluss auf die gestiegene Bedeutung der immateriellen Vermögensgegenstände und Investition in diese. 24 Zu den immateriellen Vermögensgegenständen zählen bspw.: Patente, Urheberrechte, Handelsmarken oder - Namen, Konzessionen, Nutzungs-und Lizenzvereinbarungen, Adressdateien über Kunden und Zulieferer, Vereinbarungen über Wettbewerbsverbote, geheime Formeln oder Fertigungsverfahren und Geschäfts- oder Firmenwert. Darausfolgend kann festgestellt werden, dass die Immaterielle Investition eine Investition in ein immaterielles Gut ist. 25 Solche immateriellen Güter sind im allgemeinen als Potentialfaktoren anzusehen. Die wichtigsten immateriellen Investitionen erfolgen für die Gewinnung von
Wissenspotential im Bereich Forschung und Entwicklung, für die Schaffung von Mitarbeiterpotentialen im Bereich Personalwesen und Ausbildung und für den Aufbau eines Kundenstammes oder Firmen-Images im Absatzbereich.
17 Olfert, S. 32 f.
18 Albers, Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft, S. 247.
19 Olfert, S. 33.
20 z.B. Strategische, Taktische oder Operative Investitionen.
21 z.B. Investitionen der Unternehmungen, der Öffentlichen Hand oder der privaten Haushalte.
22 z.B. Schnell, Mittelfristig und langsam umschlagende Investitionen.
23 z.B. Routine und Unternehmenspolitische Investitionen.
24 Achleitner/Behr, S. 111 f.
25 Lücke, S. 154.
4
Arbeit zitieren:
Danijela Stevanovic, 2003, Investitionen in immateriellen Vermögensgegenständen und deren Behandlung im IAS System, München, GRIN Verlag GmbH
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