Inhaltsangabe:
Einf ührung S.01
Ziele des wirtschaftlichen Wachstums (kritisch betrachtet) S.01
1) Wirtschaftswachstum / materieller Wohlstand S.01
2) Wirtschaftswachstum / Arbeitsplätze S.03
3) Wirtschaftswachstum / Verteilungskonflikte 03
4) Wirtschaftswachstum / Konfliktreglungsmechanismus
S. 04
5) Wirtschaftwachstum / Strukturwandel 05
Bestimmungsgr ünde 05
- Produktionspotential 05
- Infrastruktur/ -investitionen 08
- Investitionen 09
Probleme und Kritik 11
- Umweltprobleme 12
- Umweltpolitik 13
- Nullwachstum / Qualität des Wachstums 15
- Grenzen des Wachstums 15
Anlagen :
Quellenangabe
II
Wirtschaftlicher Wachstum-Zielbegründungen, Bestimmungsgründe, Probleme und
Kritik
Im Allgemeinen spricht man von Wirtschaftswachstum, wenn die Gesamtmenge der im Land produzierten Produkte und Dienstleistungen zunimmt. Gemessen wird das Wirtschaftswachstum im prozentualen Zuwachs des realen BIP von Jahr zu Jahr.
1991 1994 1997 2000
Wirtschaftswachstum ist eines der wichtigsten Ziele der staatlichen Wirtschaftspolitik überall auf der Welt.
Ziele des wirtschaftlichen Wachstums
(kritisch betrachtet)
1) Wirtschaftswachstum ist eine Basis für materiellen Wohlstand. Die durchschnittlichen Lebensverhältnisse einer Bevölkerung können so verbessert werden. (In manchen Ländern könnte durch Wirtschaftswachstum die Massenarmut überwunden werden.)
Bei kritischer Betrachtungsweise muss man allerdings schon an diesem Punkt etwas hinzufügen:
→ Das Pro Kopf Einkommen steigt erst dann, wenn das reale BIP schneller wächst als die Bevölkerung. (Manche Dritte-Welt Länder haben zwar hohe Zuwachsraten beim BIP, doch da die Bevölkerung noch schneller wächst, verarmen die Länder zunehmend.)
1
- Die Veränderung der durchschnittlichen Lebensverhältnisse einer Bevölkerung lässt sich an der Veränderung des Pro-Kopf-Einkommens ablesen.
An dieser Grafik sieht man, dass die Steigerung des BIP je Erwerbstätigen immer hinter der Steigerung des BIP zurück bleibt. Das bedeutet das die Bevölkerung in dem Land (hier Deutschland) gewachsen ist, aber weniger stark als das Wirtschaftswachstum, sonst wäre die Veränderung des BIP je Erwerbstätigen im negativen Bereich.
- BIP und Pro-Kopf- Einkommen sagen noch nichts über die Einkommensverteilung in der Bevölkerung aus.
→Wohlstand ist sehr schwer zu erfassen. Es ist nicht richtig maximalen Wohlstand mit maximalem Konsum gleichzusetzen. Zu viele Punkte würden dabei nicht berücksichtigt.
- Arbeit ist nicht gleich Arbeitsleid. Viele Menschen erfahren auch durch ihre Arbeit eine Befriedigung bzw. Zufriedenheit.
- Die Zeit, die tatsächlich mit Konsum verbracht, wird ist begrenzt.
2
- (Teure) Exklusivgüter zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine „normalen“ Massengüter und ggf. Statussymbole sind. (Beispiel Handys: Solange kaum jemand eins hatte waren Handys ein Statussymbol der Geschäftsleute. Heutzutage hat jeder eins und es ist nichts besonderes mehr.) → Für einen maximalen Konsum wäre eine ebenfalls maximale Produktion nötig. Eine maximale Produktion(-sgeschwindigkeit) erreicht man - wie schon Henry Ford, der das Fließband erfand, erkannte - durch Arbeitsteilung. (Jeder Arbeiter macht nur noch einen ganz bestimmten Arbeitsschritt.) Die Arbeit wird dadurch jedoch zunehmend monoton und die (wünschenswerte) durch Arbeit empfundene Befriedigung dadurch immer unwahrscheinlicher. (Die Arbeit ist nicht mehr für den Menschen dar, sondern der Mensch für die Arbeit.)
2) Durch Wirtschaftswachstum werden Arbeitsplätze geschaffen. Es dient damit dem Ziel des „hohen Beschäftigungsstandes“, einem Primärziel der Wirtschaftspolitik. → Das Wachstum kann auf mehrere Weisen entstehen; z.B. durch Erhöhung der Arbeitsmenge/-qualität, Kapitalmenge, Bodenmenge/-qualität und durch technischen Fortschritt.
- Wenn das Wachstum allein durch den technischen Fortschritt getragen wird, d.h. höhere Produktivität bei gleicher Beschäftigung (durch bessere Maschinen), steigt die Zahl der Arbeitsplätze nicht. Wenn die Nachfrage nach einem Produkt gesättigt ist, besteht sogar die Gefahr dass ein technischer Fortschritt zur möglichen Entlassung von Arbeitskräften führt (gleiche Produktionsmenge bei abnehmender Beschäftigung).
3) Wirtschaftswachstum kann helfen die Verteilungskonflikte in einem Land zu verringern. Verteilungskonflikte können bestehen zwischen:
- Arbeitnehmern und Arbeitgebern
- In- und Ausland
- Wirtschaft und Umwelt
- Privatem und öffentlichem Sektor
3
Arbeit zitieren:
Anke Schmitz, 2003, Wirtschaftlicher Wachstum - Bestimmungsgründe, Zielbegründungen, Probleme und Kritik, München, GRIN Verlag GmbH
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