3.5. Die Risiken auf der polnischen Seite … 16 4. Der Beitritt Polens aus der Sicht der deutschen Spediteure … 17 4.1. Die Chancen des Beitritts … 17 4.2. Die Sorgen der deutschen Spediteure … 18 4.3. Die Zollspeditionen … 20 5. Fazit … 20
I Abbildungsverzeichnis
Abbildung Nr. 1: Die EU-Beitrittskandidaten
Abbildung Nr. 2: Veränderung des realen BIP (in %, in Deutschland und Polen von 1995 bis 2004)
Abbildung Nr. 3: BIP pro Kopf in Euro (von 2000 bis 2002 in Deutschland und Polen)
Abbildung Nr. 4: Polnischer Außenhandel mit Deutschland (in Milliarden US-Dollar, von 2000 bis 2002)
Abbildung Nr. 5: Deutscher Außenhandel mit Polen (in Milliarden Euro, von 2000 bis 2002)
Abbildung Nr. 6: Auslandsinvestitionen in Polen (in Milliarden US-Dollar, nach
II Abkürzungsverzeichnis
BSL e.V. Bundesverband Spedition und Logistik e.V. bzw. beziehungsweise Destatis Statistisches Bundesamt Deutschland EG Europäische Gemeinschaft
EU Europäische Union
Eurostat
GUS-Staaten Gemeinschaft unabhängiger Staaten IMF International Monetary Fund MOEL mittelosteuropäische Länder Nr. Nummer OECD Organisation for Economic Co-operation and Development PAIZ Polish Agency for Foreign Investment u.a. unter anderem WIIW Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche
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1. Einleitung
Diese Hausarbeit möchte ich mit einem Zitat von Konrad Adenauer vom 16. Februar 1967 beginnen :
„Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle. Sie ist notwendig für unsere Sicherheit, für unsere Freiheit, für unser Dasein als Nation und als geistig schöpferische Völkergemeinschaft. Auch nach Osten müssen wir blicken, wenn wir an Europa denken. Zu Europa gehören auch Länder, die eine reiche europäische Vergangenheit haben. Auch ihnen muss die Möglichkeit des Beitritts gegeben werden. Europa muss groß sein und muss Kraft haben.“ Am 01.04.2004 findet die fünfte Erweiterung seit Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG) im Jahre 1967 statt. Es wird die bis dahin größte Herausforderung für die Gemeinschaft sein, da 10 weitere Länder der EU beitreten werden: Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Zypern und Malta. Die Bevölkerung der EU wird gleichzeitig um 20% auf ca. 451 Millionen Einwohner wachsen, die Fläche nimmt gar um 40% zu. 2007 sollen dann noch Bulgarien und Rumänien folgen. Über den Beitritt der Türkei ist man sich noch nicht einig.
Abbildung Nr. 1: Die EU-Beitrittskandidaten
Und dennoch sind vielen von uns diese neuen Mitgliedsländer unbekannt, geschweige denn die Beitrittskriterien. Viele wissen nicht einmal wo diese Länder liegen und kennen kaum deren wirtschaftliche Situation. Und da es sich zum größten Teil um mittel osteuropäische Länder (MOEL) handelt, die mehr in Zusammenhang mit Kriminalität und Armut in den Medien dargestellt werden, sind oft kurzsichtige Vorurteile oder Ängste an der Tagesordnung.
Die zu einhaltende Seitenzahl erlaubt es leider nicht jedes dieser neuen Mitgliedsländer ausführlich vorzustellen. Zudem sollte man als angehende/r
Betriebswirt/in sich selber über diese Staaten informieren, denn wie diese Hausarbeit es zeigen wird, steckt g erade dort in den nächsten Jahren ein hohes Wachstumspotential für ganz Europa.
Ich habe Polen aus ganz wichtigen Gründen gewählt, da es d as größte und bevölkerungsreichste Beitrittsland ist und somit zu den bedeutendsten Märkten innerhalb Europas zählt. Zudem ist es seit 10 Jahren wichtigster Handelspartner Deutschlands, innerhalb der MOEL und im Bereich der Direktinvestitionen steht Polen an zweiter Stelle aus deutscher Sicht.
Trotzdem bestehen viele Befürchtungen, dass mit dem Beitritt Polens in die EU, viele einheimische Arbeitnehmer durch die billigeren Arbeitskräfte ersetzt werden, zu viele Subventionen auf Kosten der Steuerzahler nach Polen fließen werden und dass viele Branchen durch die günstigere Konkurrenz aus dem Osten gefährdet sind. Diese Hausarbeit soll die bestehenden Ängste und Vorurteile im Bezug auf den Straßengüterverkehr klären. Ich werde auch kurz auf die Zollspedition zu sprechen kommen, die Sparte wo viele Menschen nach dem Beitritt wohl ihre Arbeit verlieren werden. Auf die anderen Verkehrsträger wird kein Bezug genommen, da 80% der gesamten Transporte innerhalb der EU auf der Straße erfolgen und die anderen Verkehrsträger in Polen eine geringe Bedeutung haben.
Um diese Ängste und Vorurteile klären zu können, werde ich als ersten Schritt die Wirtschaftslage in Polen sowie die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Polen darstellen. Erst dann kann man als nächstes auf die Speditionsbranche übergehen, die von den wirtschaftlichen Aktivitäten abhängig ist. Da die Risiken nicht nur auf deutscher Seite bestehen, werde ich in beiden Hauptteilen die Vorteile und Nachteile aus deutscher sowie aus polnischer Sicht der
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Spediteure darstellen.
Den Schluss bildet das Fazit mit meiner eigene n Meinung. Diese Hausarbeit basiert vor allem auf Internetquellen, da es sich u m ein sehr aktuelles Thema handelt und meiner Berufserfahrung in einer Osteuropaabteilung .
2. Polens Wirtschaft und die Wirtschaftsbeziehungen Polen - Deutschland Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen diesen beiden Staaten haben seit dem Zerfall der kommunistischen Staatsform 1988 in Polen bis heute, enorme Zuwachsraten erzielt. Es sollen jedoch aktuelle Fakten betrachtet werden 1 .
2.1. Polens letzte Schritte zur EU-Mitgliedschaft
Die Beitrittsverhandlungen auf dem EU-Gipfel in Kopenhagen im Dezember 2002, hatten für Polen einen erfolgreichen Abschluss. Am 16. April 2003 folgte dann die Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrages in Athen. Anschließend fand vom 7. bis zum 8. Juni ein Referendum in Polen zum Beitritt in die EU statt. Die Bevölkerung entschied sich mit 68% der Stimmen für den Beitritt.
2.1.1. Konsequenzen für die Wirtschaft in Polen
Durch die positive Entwicklung in Polen, mit der Hinsicht auf einen baldigen Beitritt zur EU, werden folgende Konsequenzen für die Wirtschaft Polens erwartet:
- höheres Wirtschaftswachstum
- höheres Niveau des Außenhandels und der Investitionen
- zügige Modernisierung des Landes durch externe Finanzierung
- Direktbeihilfen für die Landwirte
- Einführung von EU-Normen
- Höherer Wettbewerbsdruck
1 vgl. hierzu Punkt 2.1. bis 2.7. mit: Botschaft der Republik Polen, Wirtschafts- und Handelsabteilung,
in: http://www.wirtschaft -polen.de/de/pdf/pl_de_2002.pdf, Stand 29.04.03
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Arbeit zitieren:
Christoph Poplawski, 2003, Ist der Eintritt Polens eine Chance oder Gefahr für die deutschen Spediteure, München, GRIN Verlag GmbH
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