GLIEDERUNG
1. Einleitung 03
2. Kreativität 03
2.1 Geschichte der Kreativität 03
2.2 Der Begriff Kreativität 03
2.3. Forschungsschwerpunkte 03
2.3.1. Das kreative Produkt 03
2.3.2. Der kreative Prozess 04
2.3.3. Die kreative Persönlichkeit 04
2.3.4. Umweltbedingungen 05
2.4. Kreativität und Gesellschaft 05
3. Wahrnehmung 05
3.1. Der Begriff Wahrnehmung 05
3.1.1. Allgemeines 05
3.1.2. Das Wahrnehmungssystem 06
3.1.2.1. Leistungen der einzelnen Analysatoren/ Rezeptoren 06
3.1.2.1.1. Der visuelle Analysator/ Rezeptor 06
3.1.2.1.2. Der auditive Analysator/ Rezeptor 07
3.1.2.1.3. Der taktil-kinästhetische oder haptische Analysator/ Rezeptor 07
3.1.3. Verschiedene Erklärungsansätze zur Wahrnehmung 07
3.1.4. Zusammenfassung zum Begriff Wahrnehmung 08
3.2. Abbilder 08
3.3. Klassische Wahrnehmungstheorie 09
3.4. Gestalttheorie 09
3.5. Derzeitiger Stand der Forschung 09
4. Noch einmal kurz der Zusammenhang von Kreativität und Wahrnehmung 10
5. Wahrnehmungstraining 10
5.1. Die Wege zur verbesserten Wahrnehmung 11
5.1.1. Worauf ist bei Trainingshilfen bei der Analyse von Informationen aus Bildern, 11
Texten und Filmen etc. zu achten?
5.1.2. Beginnt die Wahrnehmung ganzheitlich oder setzt sie bei Details an? 11
5.1.3. Die Wahrnehmung wird über Auffälligkeiten gesteuert. Welche haben dabei 11
Vo rrang?
5.2. Die Umsetzung im Unterricht 12
5.2.1. Einige einfache Beispiele für den Unterricht 12
5.2.1.1. Zum Methodentraining 12
5.2.1.2. Zum Anwendungstraining 12
5.3. Didaktische Fragen, auf die ich keine Antworten habe, die aber interessante 13
Ansätze für handlungsorientierte Aufgabenstellungen zur
Informationsverarbeitung beinhalten.
6. Beispiel der Blinden bzw. Sehbehinderten 13
6.1. Prozess der visuellen Wahrnehmung 14
6.2. Die stimulierende Bedeutung des Sehens für den Prozess der Wahrnehmung 15
6.3. Zum Wahrnehmungsprozess bei Blinden 15
6.4. Ausgewählte Wahrnehmungsmöglichkeiten bei blinden Kindern 16
6.4.1. Taktil-kinästhetische Wahrnehmung 17
6.4.2. Tasten im Unterricht 18
6.4.2.1. Tasterziehung 18
6.4.2.1.1. Tastschulung 19
6.4.2.1.2. Tasten im Problemfeld der sozialen Kompetenz 20
6.4.3. Bedeutung der Sprache im Wahrnehmungsprozess 21
6.5. Förderung der Wahrnehmungsfähigkeiten 22
6.6. Wahrnehmungstraining mit Musik 23
6.6.1. Was versteht man unter Wahrnehmungstraining mit Musik 24
6.6.2. Wichtige Ziele 24
6.6.3. Zur Durchführung 25
6.6.4. Kinder beim Wahrnehmungstraining 25
6.6.5. Zur organisatorischen Durchführung 26
6.6.6. Allgemeines noch einmal zusammengefasst 26
7. Literatur 28
2
1. Einleitung
„ ... >>Kreativität<<. Es steckt noch voller Versprechungen. Jeder weiß es zu nutzen, keiner mag es entbehren, keiner kritisiert es. Es ist gleichermaßen beliebt bei Technikern und Umweltschützern, Wirtschaftsführern und Pädagogen, den schwarzen, roten, grünen und blaugelben Parteien.“ 1
Kreativität wird so immer mehr zu einem vielseitig gebrauchten Modewort, weshalb eine eindeutige B estimmung des Begriffes nur schwer möglich ist und oftmals zu „hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff“ 2 gestellt werden.
In dieser Arbeit soll erst einmal ganz kurz beleuchtet werden, was der Begriff Kreativität eigentlich meint. Dann soll auf eine sehr wichtige Grundlage der Kreativität, nämlich die Wahrnehmung, eingegangen werden. Diese wird etwas ausführlicher beschrieben und dann kurz der Zusammenhang zwischen Kreativität und Wahrnehmung erlä utert. Nachdem die Wichtigkeit der Wahrnehmung für den Prozess der Kreativität aufgezeigt wurde folgt der eigentliche Schwerpunkt dieser Arbeit, nämlich das Wahrnehmungstraining und seine bewusste und mit Sicherheit auch unbewusste Notwendigkeit für die Förderung der Kreativität.
2. Kreativität
2.1. Geschichte der Kreativität
Die Kreativitätsforschung hat bereits eine ziemlich beachtliche Tradition hinter sich. Ihren Anfang nahm sie mit Galtons Untersuchungen (1869, 1874) und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie in vereinzelten Arbeiten - wie von Dewey (1910), Duncker (1935), Hutchinson (1931), Maier (1930), Wallas (1926) und Wertheimer (1925, 1945) - fortgeführt, ehe sie sich nach dem 2. Weltkrieg als eigenständige psychologische Kreativitätsforschung etablierten konnte.
Insbesondere Guilfords klassischer Vortrag ,,Creativity“ vor der American Psychological Association (1950) hat entscheidend zur Integration und Intensivierung der Forschungsbemühungen beigetragen, während der eigentliche Kreativitätsboom der 60er Jahre häufig, d.h. aber auch nicht unwidersprochen, auf den ,,Sputnikschock“ (1957) zurückgeführt wird.
2.2. Der Begriff Kreativität
Der Begriff Kreativität entstammt als terminus technicus dem Amerikanischen (,,creativity“) und, trotz seiner vielfältigen Verwendung, mangelt es ihm auch heute noch an einer allgemein akzeptierten inhaltlichen Präzisie rung. In der psychologischen Forschung dient er vorwiegend zur Erfassung jener Persönlic hkeitseigenschaften, die das Entwickeln neuer Ideen bzw. das Hervorbringen von Entdeckungen und Erfindungen ermöglichen sollen.
2.3. Forschungsschwerpunkte
Mehrere verschiedene Forschungsansätze bildeten sich heraus. Sie charakterisierten nach Mooney (1958) und Rhodes (1961) vier Aspekte der Kreativität (die sog. 4 ,,P“s):
2.3.1. Das kreative Produkt
Als äußerst schwierig erscheint auch zur heutigen Zeit noch das kreative Produkts als solches zu identifizieren. Größten Teils besteht gerade einmal Übereinstimmung darin, den
1 Zitat von Hartmut von Hentig (/20./ Seite 10)
2 Titel des Buches von Hartmut von Henting (/20./)
3
Neuheitsaspekt als notwendiges Charakteristikum des kreativen Produktes anzusehen. Jedoch die Frage, ob diese Neuheit objektiv (d. h. erstmalig in der Menschheitsgeschichte) oder subjektiv (d. h. erstmalig für das Individuum oder für ein bestimmtes Bezugssystem) gegeben sein muss, wird bereits kontrovers diskutiert.
Es wurde eine Vielzahl solcher Charakteristika teils vage, teils präzise formuliert. Die vorwiegend genannten Kriterien sind: 3
Letztendlich scheiterten jedoch alle diese Bemühungen um einen allgemein akzeptierten Kriterienkatalog daran, dass solche Kriterien de facto nicht objektivierbar sind, da sie stets auch auf aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten rekurrieren und folglich durch immanente normative Setzungen ge kennzeichnet sind. Es gilt also, die Abhängigkeit vom Bezugssystem und die Vorläufigkeit der Urteilsdimensionen herauszustellen und den jeweiligen Bezugsrahmen zu explizieren.
2.3.2. Der kreative Prozess
Bevorzugt wird der kreative Prozess als spezifischer Problemlösungsprozess diskutiert. Neuere Konzeptionen weisen einen erheblich größeren Differenzierungsgrad auf. Sie betonen als spezielles Kennze ichen des kreativen Problemlösungsprozesses die nur vage Beschreibung des Endzustandes und/ oder das Nichtvorliegen des zur Problemlösung notwendigen Wissens und das Phänomen des Problementdeckens, das dem Problemlösen vorgelagert ist. Häufig wird der kreative Prozess in differenzierte Phasen unterteilt. In der Forschung hat sich allgemein eine der ältesten Unterteilungen durchgesetzt. Dabei handelt es sich um das Vier-Phasen-Schema. Der kreative Prozess wird in die folgenden vier Phasen eingeteilt: 4
1. die Präparation (das Problem wird bewusst, entsprechendes Wissen wird gesammelt)
Der Wert der hier versuchten näherungsweisen Strukturierung des komplexen Phänomens Kreativität liegt eher in der zentralen Aussage, den kreativen Prozess nicht als blitzartiges Ereignis, sondern als ein Zeit und Anstrengung erforderndes prozessuales Geschehen aufzufassen.
Das entscheidende Problem, welcher Art die Vorgänge sind, die den Übergang vom Nichtwissen zur kreativen Einsicht kennzeichnen, ist bisher nur ansatzweise erörtert worden.
2.3.3. Die kreative Persönlichkeit
Die kreative Persönlichkeit wurde mit Hilfe verschiedener Kriterien versucht zu identifizieren, wobei im großen und ganzen zwei Forschungsstrategien Anwendung fanden: 5
§ Zum einen erfolgte die Bestimmung der Kreativität über Rating-Verfahren sowie über Produkt- bzw. Output-Krite rien.
§ Zum anderen wurden anhand der Analyse des kreativen Produkts und des kreativen Prozesses spezielle kognitive Eigenschaften konzipiert und in entsprechende Tests
3 Aufteilung nach Wolfgang Meißner (/2./ Seite 367)
4 Einteilung nach Wolfgang Meißner (/2./ Seite 368)
5 Einteilung nach Wolfgang Meißner (/2./ Seite 368)
4
umgesetzt.
Lediglich die assoziativen Verfahren und die divergenten Denktests fanden weitere Verbreitung.
Die Erfassung der Persönlichkeitsmerkmale von Personen, die als kreativ beurteilt galten, führte zu langen Eigenschaftskatalogen, aber nicht zu eindeutigen Ergebnissen. Selbst die häufig übereinstimmend genannten Eigenschaften der Dominanz, des Selbstvertrauens, der Autonomie und der Ambiguitätstolleranz (Ambiguität = Mehrdeutigkeit) lassen aufgrund fehlender Kontrollen Alternativerklärungen zu.
2.3.4. Umweltbedingungen
Bislang wurde der Einfluss der Umwelt auf die Kreativität mehr spärlich und selektiv thematisiert. Hauptsächlich ging es dabei um die Schaffung optimaler Bedingungen für das Generieren kreativer Ideen. Man glaubte dies durch die Entwicklung spezifischer Kreativitätstechniken zu gewährleisten. Insbesondere im betriebswirtschaftlichen Schrifttum fanden sie eine begeisterte Aufnahme.
2.4. Kreativität und Gesellschaft
Im Gegensatz zu der eher mangelhaft betriebenen Kreativitätsforschung sind in der BRD erstaunlich viele Bemühungen festzustellen, die Kreativität nicht nur gezielt zur selektiven Ideengenerierung einsetzen, sondern ihr vor allem auch den privaten Bereich, speziell die Freizeit, erschließen. Kreativität dient hier als größtenteils unbegründeter Wert zur Legitimation ästhetischer Erziehung und spezieller Freizei tge staltung, z.B. im Sinne ,,kreativer“ Tätigkeiten (Malen, Töpfern etc.) um ihrer selbst Willen bzw. zur Gewährung von ,,Selbstverwirklichung“ in einem der letzten erhaltenen Freiräume. Solch eine Auffassung von Kreativität, die letztendlich die Abkehr von den gesellschaftlichen Problemen und die Regression in eine anheimelnde Privatsphäre impliziert, muss geradezu als Degradierung der Kreativität bezeichnet werden.
Kreativität ist, soweit sie ernst genommen wird, ein Phänomen mit immenser gesellschaftlicher Relevanz. Sie hat sich dann nicht nur auf den Produktionsprozess, sondern notwendigerweise auch auf die Produktions verhältnisse zu beziehen. Daher müssen dem Individuum im Arbeits- wie im Privatbereich Bedin gungen geschaffen und geboten werden, die große Handlungsfreiräume (Aufgabenvielfalt, Entscheidungs-, Kontakt-und
Qualifikationsmöglichkeiten), Autonomie, Partizipation, Initiative, Sicherheit und intrinsische Motivation (= Motivation, bedingt durch die von einer Aufgabe ausgehenden A nreize) gewährleisten bzw. ermöglichen. Nur unter diesen Gegebenheiten können kreative Prozesse optimal ablaufen.
Eine komplexe Analyse der gesellschaftlichen und individuellen Bedingungen für die Erforschung und Entwicklung kreativer Verhaltensweisen erscheint als dringend notwendig. Dabei gilt es, integrative Ansätze zu konzipieren, welche die vereinzelten Forschungsfelder, z. B. auch die Kreativitätserziehung, mit einzubeziehen und so Kreativ ität umfassend zu thematisieren.
3. Wahrnehmung
3.1. Der Begriff Wahrnehmung
3.1.1. Allgemeines
„Erwachsene leben in vielen Welten - der Welt der Wahrnehmung, der Vergangenheit und Zukunft, der Welt der Medien, ... “6 Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben so manche Wissenschaftler, die den verschie densten Forschungsgebieten entstammen, versucht, den
6 Zitat aus einer Hausarbeit (/28./ Seite 6)
5
Wahrnehmungsbegriff zu erörtern, so dass die Fülle der Literatur über die Wahrnehmung mittlerweile unüberschaubar geworden ist. Die Entwicklung führt dazu, dass der Begriff der Wahrnehmung heutzutage immer öfter als ein Modewort gebraucht wird und daher nicht hundertprozentig bestimmbar ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter „Wahrnehmung ein ganzheitliches, unmittelbar sinnliches Abbild eines Gegenstandes der objektiven Realität bzw. die Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken aus Umwelt-und Körperreizen unter dem Einfluss von Gedächtnisinhalten, Stimmungen, Gefühlen, Erwartungen und Denkprozessen.“7
3.1.2. Das Wahrnehmungssystem
Der Mensch besitzt ein Wahrnehmungssystem. Dieses vermittelt ihm Eindrücke und ermöglicht ihm die Wahrnehmung seiner Umwelt als lnformationsaufnahme und Informationsverarbeitung. Die ses menschliche Wahrnehmungssystem kennzeichnet Gibson (1973) als Zusammenwirken des:
1. grundlegenden Orientierungssystems,
2. 3. 4. 5.
Bei Benutzung der verschiedenen >>Eingangskanäle<< werden unterschiedliche Wahrnehmungsfelder im Gehirn beschäftigt. Von dort werden die Wahrnehmungen zu den über die ganze Großhirnrinde verteilten Assoziationsfeldern weitergeleitet, wo sie dann verarbeitet und erinnert werden. Die Erinnerung ist also nicht wie die Wahrnehmungsfelder lokalisiert. Wenn ein bestimmtes Wahrnehmungsfeld (etwa für das Sehen) ausfällt, ist damit auch die Aufnahme durch den betreffenden Eingangskanal gestört, nicht jedoch die Erinnerung an beispielsweise früher Gesehenes.
Den Lernstoff über möglichst viele Eingangskanäle anbieten, einprägen und verarbeiten, damit ist gemeint, dass mehr Assoziationsmöglichkeiten für das tiefere Verständnis vorgefunden werden je mehr Wahrnehmungsfelder im Gehirn beteiligt sind, desto größer werden auch Aufmerksamkeit und Lernmotivation, und desto eher findet man die gelernte Information wieder, wenn man sie braucht.
7 Zitat aus einer Hausarbeit (/28./ Seite 6) 8 Bild von Frederic Vester (/27./ Seite 23)
6
3.1.2.1. Leistungen der einzelnen Analysatoren/ Rezeptoren
3.1.2.1. Der visuelle Analysator/ Rezeptor
Mit Hilfe des Sehens können wir:
3.1.2.1.2. Der auditive Analysator/ Rezeptor
Das Hören vermittelt Informationen über
„Auditive Wahrnehmung ist im weiteren Sinne als die Fähigkeit, Hörphänomene aller Art zu verstehen.
3.1.2.1.3. Der taktil-kinästhetische oder haptische Analysator/ Rezeptor
Die taktile Wahrnehmungen erfolgen über die Hautsinne, d.h. den
- Schmerzsinn
Die kinästhetische Wahrnehmungen erfolgen:
- unter Mitwirkung des statischen Sinnes, also des Gleichgewichtssinnes,
Die Haptik, also das Bewegungstasten ist als Zusammenwirken von taktile r und kinästhetischer Wahrnehmung zu sehen.
7
3.1.3. Verschiedene Erklärungsansätze zur Wahrnehmung
Andere Autoren charakterisieren die Wahrnehmung ebenso als einen bedeutsamen Vorgang von Erleben der Umwelt, beim Erspüren des eigenen Körpers, beim Bewusstwerden der Identität. Dies erfolgt in erster Linie alles über die genannten Wahrnehmungssysteme. Dabei sehen sie die Wahrnehmung als einen Prozess an, der über die Eigenleistung des Körpers erfolgt und den Menschen zur aktiven Bewegung in seiner Umwelt motiviert. Die Autorin S. Naville geht in ihren Untersuchungen zum Wahrnehmungsprozess vom Ursprungswort ,,Wara neman“ aus. Im 16. Jahrhundert wurde dies im Sinne von Aufmerksamkeit, Acht, Obhut bzw. Aufsicht gebraucht. Sie beschreibt die Wahrnehmung in weiteren Ausführungen als das Ergebnis eines komplexen Verarbeitungs- und Lernprozesses. Dieser setzt sich aus einem aufnehmenden und verarbeitenden Erfahrungs-, Erkenntnis- und Entwicklungsprozess zusammen. Die Integration von Wahrnehmung, Denken, Handeln, Erinnern, Kombinieren und Antizipieren bewertet sie als menschliche Höchstleistung. Jeglicher Kontakt mit der Umwelt erfolgt über die Sinne - unsere Rezeptoren. Sie sind für uns, als spezialisierte Sinnesorgane, eine Empfangseinrichtung. Sie spricht auf alle Reize, die für jedes Organ abgestimmt sind an. Diese Reize werden in umgewandelter elektrischer Energie von Nervenimpulsen in höhere Abschnitte des Gehirns weitergeleitet. Die Informationsverarbeitung folgt im weiteren Wahrnehmungsprozess über die sensorische Integration - die geordnete Verarbeitung aller wahrgenommenen Sinneseindrücke und Empfindungen im Gehirn -, die durch Aktivitäten des Hirnstamms realisiert wird. In diesem Zusammenhang spricht man in der Forschung auch vom sogenannten ,,Neurolinguistischen Programmierungs system“, da die Verarbeitung der Umweltinformationen über die Linguistik erfolgt und alle Gedanken versprachlicht werden. „Einige Autoren (Fröhlich) bewerten erst die zentrale Verarbeitung der Sinne im Nervensystem als die eigentliche Wahrnehmungsleistung. Die Unterscheidung zwischen der reinen Sinnesfunktion und zentraler Wahrnehmung ... ist proble matisch, denn Reiz -Verschlüsselung (Codierung) - Informationsverarbeitung g eschieht schon in der Peripherie, nicht nur bzw. nicht erst im Gehirn.“ 9
Der Autor T. Bower bezeichnet die Wahrnehmung und ihre Entwicklung als unmittelbaren Prozess, in dem der Mensch auf denjenigen Teil der Welt reagiert, der auf seine Sinnesrezeptoren einwirkt. Diese allgemeingültige Definition wird allerdings durch seine Ausführungen zur Entwicklung des Wahrnehmungssystems detailliert und mit Gedanken zur Ontogenese des Menschen erweitert. Im Verlauf der frühen Kin dheit erfährt das Wahrnehmungssystem eines Neugeborenen zwar eine sehr rasche Entwicklung und es wird immer leistungsfähiger. Im Alter jedoch wird der Bedeutungsverlust auch wieder größer.
3.1.4. Zusammenfassung zum Begriff Wahrnehmung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahrnehmung - vom Althochdeutschen wara neman abgeleitet, was b edeutet, einer Sache Aufmerksamkeit schenken - ein komplexer, multisensorischer Prozess ist, in dem Sinnesempfindungen, Gedächtnisinhalte, Interessen und Gefühle sowie Erwartungen zu entscheidungs- und handlungsverwertbaren Informationen organisiert werden, und der als Zusammenspiel von physikalischen Reizen, psychologischen und physiologischen Bedingungen verstanden werden muss. Sie ermöglicht die wirkungsvolle Auseinandersetzung des Menschen mit seiner Umwelt, erfolgt stets über Eigenaktivität und ist eingebettet in die Gesamtheit des Menschen: Kognition, Emotion und Sprache. Die Wahrnehmungspsychologie untersucht insbesondere die Zusammenhänge zwischen den physikalischen Eigenschaften eines Objekts, das wahrzunehmen ist, den physiologischen Bedingungen des Wahrnehmens und den Sinneserlebnissen, die beim Wahrnehmen auftreten. Die Wahrnehmungsförde rung ist Aufgabe jeder Erziehung.
3.4. Abbilder
Es ist bekannt, dass die nicht organisierten, nackten Sinnesreize, die über das Auge, das Gehör, die Haut, die Nase und den Mund, also über die fünf Sinne aufgenommen werden,
9 Zitat von Lilli Nielsen (/28./ Seite 7 f.)
8
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Thomas Schrowe, 2001, Wahrnehmungstraining - Voraussetzung für Kreativität?!, München, GRIN Verlag GmbH
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Thomas Schrowe Die hatte ich doch längst zurückgegeben!
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Diana Zehl ist aber nicht bei mit angekommen, wem hast du sie gegeben?
am Sunday, October 24, 2010
Thomas Schrowe Ohje, 9 Jhare ist's her(?)
Ich hatte sie noch in der Semesterpause zurückgebracht.
Das find ich ja jetzt richtig blöd.
Ich geb Geliehenes immer schnell zurück, weil sonst bei mir Unordnung entsteht.
Sorry, wenn ich das jetzt noch wüsste.
Ich dachte, sie sei bei Ihnen längst angekommen.
am Sunday, October 24, 2010
Thomas Schrowe hat einen neuen Text hochgeladen
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