II
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Darstellungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
2 Begriffdefinitionen 1
2.1 Erfolgskontrolle 1
2.2 Destination 2
2.3 Tourismusbarometer 3
2.4 Monitoring 4
2.5 Satellitenkonto - Tourismus 4
3 Befragung von Consultingunternehmen im Tourismus 5
3.1 Auswertung der Befragung. 6
3.2 Fazit der Befragung. 10
4 Kennzahlen zur Beurteilung von touristischen Betrieben 11
4.1 Hotellerie 12
4.2 Reisebüros 13
4.3 Kurortunternehmen / Tourismusorganisationen 14
4.4 Destinationen 15
4.5 Exkurs: Wertschöpfung als globaler Indikator 17
5 Amtliche Statistik im Tourismus - Inhalte und Kritikpunkte 19
III
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
6 Tourismusbarometer als ein Beispiel für Erfolgskontrolle 22
6.1 Möglicher Aufbau und Inhalt eines Tourismusbarometers -
Pilotprojekt Graubünden und Berner Oberland 22
6.2 Weitere praktische Beispiele 25
6.2.1 S-TourismusBarometer 25
6.2.2 Freizeitbarometer Baden-Württemberg. 28
6.2.3 SÖM - Watt - Sozio - ökonomisches
Monitoring in der Nationalparkregion 30
6.3 Regionalindizes. 31
6.3.1 Touristischer Regionalentwicklungsindex (TRIX) 31
6.3.2 Tourismus Performance Index (TPI) 32
7 Persönliche Wertung und Schlussfolgerung 33
Anhang. 35
Literaturverzeichnis 38
Gemeinsam bearbeitete Kapitel: 1 / 3 / 4.5 / 7
Von Ellen Csizmadia bearbeitete Kapitel: 2.1 / 2.2 / 4.3 / 4.4 / 6.1 / 6.2
Von Timo Zebisch bearbeitete Kapitel: 2 3 / 2 4 / 2 5 / 4 1 / 4 2 / 5 / 6 3
IV
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
Darstellungsverzeichnis
Darstellung 1: System Destination 3
Darstellung 2: Auswertung von Frage 1 6
Darstellung 3: Auswertung von Frage 2 6
Darstellung 4: Auswertung von Frage 3 6
Darstellung 5: Auswertung von Frage 5 7
Darstellung 6: Auswertung von Frage 6 8
Darstellung 7: Auswertung von Frage 9
Darstellung 8: Kennzahlen in der Hotellerie 12
Darstellung 9: Sanfte Kennziffern für Destinationen 16
Darstellung 10: Privatquartiere als entscheidendes Marktsegment 20
Darstellung 11: Bedeutung des Tagestourismus 21
Darstellung 12: Bezugsrahmen des Tourismusbarometers 23
Darstellung 13: TRIX Schleswig-Holstein. 32
Darstellung 14: Tourismus Performance Index 33
V
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
Abkürzungsverzeichnis
BIP Bruttoinlandsprodukt
BIS Besucher - Informations - System
DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
dwif. Deutsches wirtschaftswissenschaftliches Institut für
Fremdenverkehr
Euro
EU Europäische Union
EUROSTAT Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften
FIF. Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus
OECD. Organization for Economic Co-operation and Development
TPI Tourismus Performance Index
TRIX. Touristischer Regionalentwicklungsindex
TSA Tourism Satellite Account
WTO World Tourism Organization
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
1 Einleitung
Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Position und Situation vieler Destinationen, wird in letzter Zeit verstärkt nach Mitteln und Instrumenten zur Messung des Erfolges eines Zielgebietes gesucht, um die Konkurrenzfähigkeit zu sichern bzw. auszubauen. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, alle touristisch relevanten Zahlen zu erfassen und sie durch ein einheitliches Kennzahlensystem zur Interpretation des Erfolges einer Destination heranzuziehen. Neben den quantitativen Aspekten, die den Erfolg bestimmen, sind natürlich auch noch die qualitativen Faktoren zu berücksichtigen, wobei deren Mess -und Vergleichbarkeit sich als noch wesentlich schwieriger darstellt. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über vorhandene bzw. geplante Ansätze einer Erfolgskontrolle im deutschsprachigen Raum zu geben und sich mit diesen kritisch auseinander zu setzen.
2 Begriffsdefinitionen
Im folgenden möchten wir die uns am wichtigsten erscheinenden Begriffe näher erläutern. 2.1 Erfolgskontrolle
Erfolgskontrolle ist ein in der Literatur nicht exakt definierter Begriff. Viele setzen ihn gleich mit Evaluierung im Sinne einer systematischen, kritischen Selbst- oder Drittkontrolle nach fachlichen und entwicklungspolitischen Gesichtspunkten; andere benutzen ihn für alles, was sich mit Fortschritten und Erfolgen in Entwicklungsvorhaben (bzw. einem Mangel daran) beschäftigt. Bei unseren Recherchen im Rahmen dieser Arbeit, fiel uns auf, dass Erfolgskontrolle oftmals im Zusammenhang mit ökologischen und infrastrukturellen Projekten erwähnt wurde. Hierbei handelte es sich aber meist nur um reine Soll-Ist-Vergleiche von Planung und Realisation jedoch nicht Erfolgskontrolle im rein wirtschaftlichen Sinn, d.h. keine
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
Untersuchungen auf Kostenabweichungen oder ähnliches. In dieser Arbeit betrachten wir die Erfolgskontrolle als innovatives Instrument zur Bewertung des Erfolges einer Destination. Erfolgskontrolle...
... ist die Überprüfung der vorformulierten Ziele und der durchgeführten Maßnahmen
zur Zielerreichung.
... kann als Instrument verstanden werden, um Ideen, Programme und Konzepte auf ihre Effizienz und ihre Wirkung hin zu kontrollieren. ... setzt voraus, dass messbare Größen und Kennzahlen festgelegt werden, mit deren Hilfe man den Erfolg einer Destination bestimmen kann. ... dient dazu, dass sich eine Destination mit Hilfe von operationalisierbaren Kennzahlen ein genaues Bild über ihre momentane Marktposition verschaffen kann.
2.2 Destination
„Geographischer Raum (Ort, Region, Weiler), den der jeweilige Gast (oder ein Gästesegment) als Reiseziel auswählt. Sie enthält sämtliche für einen Aufenthalt notwendigen Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung, Unterhaltung / Beschäftigung. Sie ist damit das eigentliche Produkt und die Wettbewerbseinheit im Tourismus, die als strategische Geschäftseinheit geführt werden muss.“ 1 „Der Begriff Destination ist in der deutschsprachigen Tourismusliteratur noch wenig verbreitet, international hingegen sehr gebräuchlich. Destinationen umfassen die verschiedenen touristischen Zielgebiete, von den kleinen Kommunen über Städte, Regionen bis zu Ländern und Ländergruppen. Ferner beinhaltet der Begriff Destinationen oftmals die verschiedenen Marketingträger wie öffentliche Ämter, Fremdenverkehrsvereine und -verbände usw.“ 2
„Touristische Destinationen sind diejenigen geographischen Einheiten, welche der potentielle Gast als Aufenthaltsziel auswählt.“ 3
1 Bieger, T., Management von Destinationen und Tourismusorganisationen, 1997, S. 74.
2 Freyer, W., Tourismus-Marketing, 1999, S. 22-23.
3 Luft, H., Organisation und Vermarktung von Tourismusorten und Tourismusregionen, 2001, S. 16.
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
Aufgrund der oben aufgeführten Definitionen werden die komplexen Zusammenhänge in einer Destination deutlich. Und vor allem vor dem Hintergrund von zahllosen Leistungsträgern, Verbänden, Vereinen und Behörden (vgl. Darst. 1) wird die Abgrenzung als wirtschaftliche Einheit und die Bildung von vergleichbaren Kennzahlen problematisch.
Quelle: Bieger, T., Management von Destinationen und Tourismusorganisationen, 1997, S. 79.
Darst. 1: System Destination
2.3 Tourismusbarometer
In den meisten Bundesländern werden in der offiziellen Fremdenverkehrsstatistik lediglich die Gästeankünfte und - übernachtungen von Beherbergungsbetrieben mit mehr als 9 Betten erfasst. Zur Beurteilung einer Destination sind jedoch weitaus mehr Daten erforderlich. So machen natürlich auch Übernachtungen bei Privatvermietern und Tagestouristen den Erfolg eines Zielgebietes aus. Durch steigenden Konkurrenzdruck im In- und Ausland ist es notwendig geworden, ein Instrument zu entwickeln, welches vollständige und vergleichbare Daten über das gesamte Reiseverhalten von Gästen ermittelt, um letztendlich eine verlässliche Grundlage für Marketing-, Investitions- und Förderentscheidungen zu erhalten. Der Ostdeutsche Sparkassen und Giroverband e.V. und das dwif begründen die Notwendigkeit des Tourismusbarometers folgendermaßen:
Erfolgskontrolle in Destinationen E. Csizmadia / T. Zebisch
„ ...Zwang zu kundenorientierten, unternehmerisch agierenden Tourismusorganisationen erfordert umfassendes und belastbares Datenset zur Beurteilung des „Unternehmenserfolges“ der Destination.“ 1
Eine andere Definition lautet: „Das Tourismusbarometer ist ein Instrument, welches eine umfassende und zeitnahe Beschreibung der Nachfrage in den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Tourismusbranche ermöglicht und deren Veränderung zu analysieren vermag.“ 2
In Kapitel 6 erfolgen eine ausführliche Beschreibung des innovativen Instrumentes Tourismusbarometer und Beispiele der praktischen Umsetzung.
2.4 Monitoring
Unter Monitoring im allgemeinen versteht man die Beobachtung bereits bekannter Phänomene. Schmid definiert es als reine Beobachtung von Veränderungen. 3 Monitoring im Tourismus kann als Dauerbeobachtung verstanden werden, bei der die Menschen und die Wirtschaft im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, die Wünsche und Erwartungen der Urlaubs -und Tagesgäste zu erfassen, so neue Trends zu erkennen und die Angebotsstruktur schließlich anzupassen und zu verbessern. 4
2.5 Satellitenkonto - Tourismus
„Ein Tourismus-Satellitenkonto (Tourism Satellite Account, TSA) ermöglicht es, den Tourismus genau zu messen und ihn mit anderen Wirtschaftssektoren zu vergleichen.“ 5
Durch ein Tourismus - Satellitenkonto werden touristische Einnahmen und Ausgaben in einem „Satellitenkonto“ zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erfasst, welches es ermöglicht den Beitrag des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt
1 Deutsches Wirschaftswissentschaftliches Institut für Fremdenverkehr, S-TourismusBarometer
Schleswig-Holstein 2002, S. 1.
2 Schmid, F., Tourismusbarometer, 2003, S. 97.
3 vgl. Schmid, F., Tourismusbarometer, 2003, S. 22.
4 vgl. Gätje, C., Der Mensch in der Nationalparkregion: Das sozioökonomische Monitoring, 1999, S. 30.
5 EUROSTAT, Europäisches Handbuch zur Implementierung von Tourismus-Satellitenkonten, 2003, S. 5.
Arbeit zitieren:
Diplom-Betriebswirt (FH) Timo Zebisch, Ellen Csizmadia, 2003, Erfolgskontrolle in Destinationen, München, GRIN Verlag GmbH
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