Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 3
2. Das Konjunkturphänomen 4
2.1 Begriffe 4
2.1.1 BIP 4
2.1.2 Beschäftigungsgrad 4
2.1.3 Preisindex und Inflationsrate 4
2.2 Konjunkturzyklus 5
3. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland 6
3.1 Export und Import 7
3.2 Ausrüstungs und Bauinvestitionen 7
3.3 Produktion 8
3.4 Privater Konsum 9
3.5 Arbeitsmarkt 9
3.6 Geld und Finanzpolitik 11
4. Ist Deutschland auf dem Weg nach Japan 12
4.1 Die wirtschaftliche Lage in Japan 12
4.2 Droht Deutschland die Gefahr einer Deflation 12
5. Schlussfolgerung 14
3
Rezession in Deutschland?
1. Einleitung
Rezession in Deutschland?
Darüber herrschen unterschiedliche Meinungen: Die einen sagen, dass wir uns mitten in der Rezession befinden. Andere meinen, Deutschland stehe kurz davor. Und wiederum andere behaupten, dass es in Deutschland gar nicht zu einer Rezession kommen kann.
Aber was ist dran an diesen Aussagen? In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen und versuchen, Klarheit zu schaffen.
Fest steht, dass große Unzufriedenheit in allen Wirtschaftssektoren herrscht, und das liegt nicht nur an der stetig wachsenden Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer schüren Existenzängste und den Erwerbslosen wird alle Hoffnung genommen, in naher Zukunft eine Anstellung zu finden.
Und als wäre die wirtschaftliche Lage nicht auch schon vorher kritisch genug gewesen, so gibt der Nahost-Konflikt dem Ganzen den Rest und lässt nicht nur die deutsche Wirtschaft erzittern, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.
Die Krise in der sich die deutsche Wirtschaft derzeit befindet, lässt sich wohl mit keinem anderen Land besser vergleichen als mit Japan. Hier wurde die Rezession fast überwunden, das Konjunkturwachstum geht jedoch durch die noch andauernde Deflation nur sehr schwer von Statten.
Wie lässt sich also die allzu oft gestellte Frage: Ist Deutschland auf dem Weg nach Japan? beurteilen?
Dazu gebe ich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage in Deutschland und versuche zu beschreiben, wie Japan in die Rezession abrutschte und welche Anze ichen auch in Deutschland vorhanden sind.
Zunächst aber werde ich zum besseren Verständnis wichtige wirtschaftliche Begriffe in diesem Zusammenhang kurz definieren.
4
2. Das Konjunkturphänomen
Unter Konjunktur versteht man die wirtschaftliche Entwicklung im Zeitablauf, die mit einer Vielzahl ökonomischer Größen beschrieben wird. So dienen z.B. die Auftragseingänge, die Produktion in bestimmten Branchen, das Bruttoinlandsprodukt, die Kapazitätsauslastung, die Zahl der Arbeitsplätze und offenen Stellen, Löhne und Gehälter, verschiedene Preisindices usw. als Indikatoren für die Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivität. 1
2.1 Begriffe
2.1.1 Bruttoinlandsprodukt
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die in einem Land in einem bestimmten Zeitabschnitt produziert werden.
Das BIP setzt sich zusammen aus der Summe der Ausgaben privater Haushalte, den Investitionsausgaben, den Staatsausgaben sowie den Nettoexporten. Man unterscheidet zwischen nominalem BIP (zum Nennwert) und realem BIP (von Preisschwankungen bereinigt).
In vielen Wirtschaftsanalysen wird der Jahresdurchschnitt des BIP gebildet und als Veränderung zur Vorperiode in Prozent angegeben. 2
2.1.2 Beschäftigungsgrad
Der Beschäftigungsgrad wird am Indikator der gesamtwirtschaftlichen Quote der Arbeitslosen gemessen. Die offizielle Arbeitslosenquote setzt die bei den Arbeitsämtern registrierten Arbeitslosen in Bezug zu den (abhängigen) Erwerbspersonen. Diese wiederum setzen sich zusammen aus den Arbeitnehmern und den registrierten Arbeitslosen. Mit dieser Quote wird die relative Unterauslastung des Arbeitskräfteangebots beschrieben. 3 Auf die aktuelle Lage am deutschen Arbeitsmarkt gehe ich in Kapitel 3.5 genauer ein.
2.1.3 Preisindex und Inflationsrate
Der Verbraucherpreisindex ist neben dem Preisindex des BIP einer der wichtigsten Preisindizes. Er misst die durchschnittliche Preisveränderung aller Konsumgüter,
1 Vgl. Cezanne, a.a.O., S.463
2 Vgl. Mankiw, a.a.O., S.522 und S.527
3 Vgl. Hardes et al., a.a.O, S.324
5
die von privaten Haushalten gekauft werden. Dazu wird ein Warenkorb für ein Basisjahr mit ca. 750 Konsumgütern zugrundgelegt. Die Wachstumsrate des Verbraucherpreisindex wird als Inflationsrate bezeichnet. 4 Die Europäische Zentralbank sieht die Preisniveaustabilität der EU bis zu einer Inflationsrate von
2% als nicht gefährdet an. 5 Eine Inflation ist durch eine über mehrere Perioden anhaltende Abfolge von Preisniveausteigerungen gekennzeichnet, in dessen Folge die Kaufkraft des Geldes mehr und mehr abnimmt. Dies ist hauptsächlich der Fall, wenn die Einkommen der Haushalte langsamer steigen als die Preise der Güter. 6
2.2 Der Konjunkturzyklus
Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft nicht stetig und gleichmäßig sondern in wellenartigen Schwankungen. Diese so genannten Konjunkturschwankungen werden in einem Konjukturzyklus beschrieben.
Das in Abbildung 1 dargestellte 4-Phasen-Schema geht zurück auf Schumpeter (1939). Nach Haberler (1937) wird die Zeitspanne zwischen dem unteren und oberen Wendepunkt als Aufschwung, die zwischen dem oberen und unteren Wendepunkt als Abschwung bezeichnet. 7
Abb.1: Konjunkturphasen
Quelle: Cezanne, a.a.O., S.467
Die Phase I wird Prosperität (Wohlstand) genannt. Hier wächst das Inlandsprodukt, die Arbeitslosenquote sinkt, vorhandene Produktionsanlagen werden zunächst stärker genutzt und der Kapitalstock nimmt zu.
4 Vgl. Fees/Tibitanzl, a.a.O., S.8
5 Vgl. DIW 16/2003, a.a.O., S.238 6 Vgl. Hanusch et al., a.a.O., S.259 7 Vgl. Cezanne, a.a.O., S.462 u.467
Quote paper:
Anja Conrad, 2003, Rezession in Deutschland?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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