Diese Arbeit präsentiert eine empirische Studie, die den Erfolg digitalen Lehrens und Lernens am Beispiel der Pädagogischen Hochschule Kärnten aus der Wahrnehmung von Studierenden evaluiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Beschreibung der Studie
1.1 Forschungsfragen
1.1.1 Wird Moodle an der PH Kärnten didaktisch sinnvoll genutzt?
1.1.2 Ist „EPICT“ ein digitales Erfolgsmodell in der Schulpraxis?
1.1.3 Gibt es eine Generation von „Digital Natives“ an der PH Kärnten?
1.2 Hypothesen
1.3 Konzeption und Feldzugang
1.4 Auswertungsmethode
2 Auswertung der Ergebnisse
2.1 Beschreibung und Repräsentativität der Stichprobe
2.2 Das LMS Moodle in der Ausbildung
2.2.1 Erfahrungen mit Moodle in der Ausbildung
2.2.2 Arbeiten mit Moodle
2.2.3 Moodle in den Ausbildungsinhalten und in der späteren Berufspraxis
2.3 EPICT in der Schulpraxis
2.3.1 Organisatorische Merkmale und Rahmenbedingungen
2.3.2 Inhaltliche Merkmale und Rahmenbedingungen
2.4 „Digital Natives“ und digitale Kompetenzen
2.5 Einschätzung über das Lehren und Lernen mit digitalen Medien
3 Hypothesenprüfung und Beantwortung der Forschungsfragen
3.1 Überprüfung der Hypothesen
3.2 Wird Moodle an der PH Kärnten didaktisch sinnvoll genutzt?
3.3 Ist „EPICT“ ein digitales Erfolgsmodell in der Schulpraxis?
3.4 Gibt es eine Generation von „Digital Natives“ an der PH Kärnten?
4 Diskussion der Ergebnisse
4.1 Das Wichtigste zuerst: Die Bereitschaft ist vorhanden!
4.2 Auf die Lehrkraft kommt es an!
4.3 Eine Umsetzungsstrategie
5 Zusammenfassung
6 Literatur
7 Anhang: Fragebogen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studie evaluiert den Erfolg und die Akzeptanz von digitalen Lehr- und Lernformen an der Pädagogischen Hochschule Kärnten aus der Perspektive der Studierenden, um fundierte Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der hochschulischen Curricula zu generieren.
- Wirksamkeit und didaktische Nutzung der Lernplattform Moodle
- Evaluation des EPICT-Zertifikatsmodells im Rahmen der Schulpraxis
- Analyse digitaler Kompetenzen und deren Wichtigkeit für den Lehrberuf
- Überprüfung der „Digital Natives“-Hypothese in der Hochschullehre
- Entwicklung von Strategien zur nachhaltigen Implementierung digitaler Medien
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Ist „EPICT“ ein digitales Erfolgsmodell in der Schulpraxis?
EPICT ist ein internationales Aus- und Fortbildungsmodell für Lehrer/innen, welches den didaktischen Einsatz von digitalen Medien im Mittelpunkt stellt. Dabei wird in einem modular aufgebauten Blended Learning Szenario die didaktische IKT-Kompetenz (Informations- und Kommunikationstechnologien) zertifiziert und soll zusätzlich zu einem fortschreitenden pädagogischen Prozess anleiten. Um das 1999 von UNI-C, einer öffentlichen Einrichtung des dänischen Bildungsministeriums, initiierte Zertifikat zu erlangen, müssen die Teilnehmer/innen in tutoriell betreuten Teams insgesamt vier Pflicht- und vier Wahlmodule bearbeiten (vgl. bm:ukk, 2012b).
Im Wintersemester 2008/09 wurde EPICT an der PH Kärnten in der schulpraktischen Ausbildung implementiert. Die curriculare Verankerung von EPICT wurde sowohl durch das Rektorat als auch durch die zuständigen Instituts- und Departmentleiter/innen gefördert. Die Studienkommission hat durch einen einstimmigen Beschluss dieses Vorhaben ermöglicht. Seither sind alle EPICT-Module als verpflichtender Teil der Schulpraxis von den Studierenden positiv abzuschließen und die aktuellen Absolvent/innen der PH Kärnten haben bereits das EPICT-Zertifikat erworben.
Im Dezember 2010 wurde vom bm:ukk eine Evaluationsstudie in Auftrag gegeben, welche die Akzeptanz und Wichtigkeit von EPICT in der Lehrer/innenaus- und Lehrer/innenfortbildung erforschen soll. An der von Gerda Kysela-Schiemer durchgeführten Studie nahmen insgesamt 67 EPICT-Mentor/innen und 61 Zertifikatsteilnehmer/innen teil, die alle bereits über eine mehrjährige Unterrichtserfahrung verfügen:
Mentor/innen von EPICT sind dieser Erhebung zufolge überwiegend männliche, E-Learning erfahrene Lehrer, die in großen Schulen, vorrangig an den Pädagogischen Hochschulen, agieren. Sie sind mehrheitlich bereit, weitere EPICT-Teams zu betreuen. Zertifikatsteilnehmer/innen kommen vorherrschend aus dem Pflichtschulbereich, sind überwiegend weiblich und haben viel Erfahrung als Lehrer/innen und im E-Learning-Bereich. Die jeweilige Klassenanzahl ist entsprechend der vertretenen Schularten geringer (zumeist 5 – 10 Klassen). Die Befragten kommen zu fast einem Drittel aus dem Burgenland, was auf starkes (persönliches) Engagement bei der Bewerbung der Lehrgänge schließen lässt. (Kysela-Schiemer, 2010, S. 34)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Beschreibung der Studie: Einleitung in die Evaluation des Studienjahres 2011/12, Definition der Forschungsfragen, Hypothesenbildung und Erläuterung des methodischen Vorgehens.
2 Auswertung der Ergebnisse: Detaillierte deskriptive Analyse der Umfragedaten zu Moodle, EPICT, digitalen Kompetenzen und der allgemeinen Einstellung der Studierenden.
3 Hypothesenprüfung und Beantwortung der Forschungsfragen: Statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Chi-Quadrat-Tests und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.
4 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Resultate sowie Ableitung einer nachhaltigen Umsetzungsstrategie für die Lehrer/innenausbildung.
5 Zusammenfassung: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Schlüsselwörter
E-Learning, Moodle, EPICT, digitale Kompetenzen, Lehrer/innenausbildung, Pädagogische Hochschule, Schulpraxis, Medienbildung, Didaktik, Digital Natives, Lernplattform, Evaluation, Unterricht, IKT, Blended Learning.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Erfolg und die Akzeptanz des Einsatzes digitaler Medien an der Pädagogischen Hochschule Kärnten aus Sicht der Studierenden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Nutzung der Lernplattform Moodle, die Zertifikatsausbildung EPICT, das Vorhandensein digitaler Kompetenzen bei Studierenden und deren generelle Einstellung zum E-Learning.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist die Evaluation der aktuellen Ausbildungssituation, um fundierte Empfehlungen für eine zukünftige, sinnvollere Integration digitaler Medien in die Lehrpläne zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine empirische quantitative Studie mittels Online-Fragebogen durchgeführt, wobei die Daten mittels SPSS 20 deskriptiv und mittels Chi-Quadrat-Tests inferenzstatistisch ausgewertet wurden.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Auswertung der Umfragedaten, die Prüfung der Hypothesen und die fachliche Diskussion der Ergebnisse im Kontext aktueller bildungswissenschaftlicher Literatur.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?
Die zentralen Begriffe sind Moodle, EPICT, digitale Kompetenzen, Lehrer/innenbildung und didaktischer Mehrwert.
Wie bewerten die Studierenden die Nutzung von Moodle?
Moodle wird mehrheitlich als reines Distributionswerkzeug für Materialien wahrgenommen und oft nur für den Download von Dokumenten oder Upload von Arbeiten genutzt, statt als kollaborative Lernumgebung.
Welche Kritik wird am EPICT-Modell geübt?
Die Studierenden bemängeln die unzureichende organisatorische Struktur, den hohen zeitlichen Aufwand und den mangelnden Praxisbezug, weshalb das Modell in seiner jetzigen Form kritisch gesehen wird.
Gibt es eine „Generation @“ an der Hochschule?
Nein, die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Bezeichnung „Digital Natives“ als unzulässige Verallgemeinerung gilt, da die Studierenden meist nur über „Inselwissen“ verfügen.
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- M.A. Peter Harrich (Author), 2013, E-Learning Evaluation 2012, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230370