Frank Mattioli-Danker Seite 2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ........................................................................................3
2. Beschreibung der Stichprobe- Deskriptivstatistik...........................5
3. Einflüsse des Geschlecht und des Jahrgangs auf die
Mediennutzung - Varianzanalyse (Veränderlichkeitsanalyse)........9
4. Einflüsse der Persönlichkeit auf die Mediennutzung
- Korrelationsanalyse (Wechselbeziehung)...................................12
5. Schlussfolgerungen und Fazit zur Arbeit ......................................19
6. Anhang
Abkürzungen
Tabellen .........................................................................................20
Frank Mattioli-Danker Seite 3
1. Einleitung
In welchem Zusammenhang steht die Nutzung der Medien von Jugendli- chen mit ihrem Geschlecht, ihrem Jahrgang und ihrer Persönlichkeit?
Dieser Forschungsbericht wird über diese Verknüpfungsfrage Aufschluss geben und dem Leser 1 durch die eigene Betrachtung von gesammelten Da- tenmaterialien die Möglichkeit geben, sich an der Beantwortung dieser Fra- gestellung aktiv zu beteiligen, da eine wesentliche Auswahl von Tabellen dieser Arbeit beigefügt ist.
Das benutze Datenmaterial wurde in einem naturwissenschaftlichen Gym- nasium bei allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 – 13 in einer mittleren Großstadt 2001 in Nordrhein-Westfalen während des Unter- richts in Anwesenheit von Lehrern anonym erhoben. Dies hatte zur Folge, dass die Qualität der Daten insgesamt sehr gut war und vollständige Daten- sätze bei den 423 befragten Gymnasiasten vorhanden sind. Missing values beeinflussen daher kaum das Ergebnis.
Bei dieser quantitativ-statistischen Analyse werden wenigen Variablen aus einem sehr umfangreichen Datensatz ausgewertet, dabei dient die „Medien- nutzung“ als abhängige Variable (AV). Gemessen wurden die Stundenan- zahl der Nutzung pro Woche nicht aber die inhaltliche Nutzung. Die für Jugendliche relevanten Medien TV, Radio, Internet, Tageszeitung, Zeit- schriften, Bücher, Tonträger (CDs, etc.), Bildträger (Video, DVDs, etc.) und
PC sind bei den Fragen der Nutzung dafür zugrunde gelegt worden.
Die drei unabhängigen Variablen (UV) sind Geschlecht, Jahrgang und Per- sönlichkeit. Beim Geschlecht wurde in männlich und weiblich unterschie- den, bei den Jahrgängen wurde jeweils die 10., 11.,12. und 13. Jahrgangs-
1 Wenn die männliche Form eines Substantivs genutzt wird ist ebenso die weibliche ge-
meint, soweit der Textzusammenhang eine deutliche Geschlechtertrennung nicht notwendig
macht. Diese Schreibweise dient ausschließlich zur Vereinfachung beim Lesen.
Frank Mattioli-Danker Seite 4
stufe bei der Auswertung getrennt berücksichtigt. Für die Persönlichkeits- merkmale wurden die Aspekte Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstkon- trolle genauer analysiert.
In dieser Arbeit wird zuerst eine deskriptiv-statistische Beschreibung vorge- nommen, um danach durch die Anwendung der Varianzanalyse die Frage nach dem Einfluss des Geschlechts, der Jahrgangsstufe und der Kombinati- onen von beiden Variablen auf die Mediennutzung zu beantworten. Zum Schluss wird durch die Korrelationsanalyse aufgezeigt, welchen Ein- fluss die Persönlichkeitsmerkmale auf die Mediennutzung bei den befragten Jugendlichen hat.
Diese Arbeit gibt darüber Aufschluss ob das Geschlecht wesentlich Einfluss auf die Mediennutzung von Jugendliche hat.
Stimmen unsere Gedanken, dass Mädchen immer lesen und die Jungen mit Computern spielen.
Welches Alter bzw. in welchem Jahrgang nimmt Mediennutzung ab bzw. welchen Einfluss kann die Adoleszenz bezüglich der Persönlichkeitswer- tung auf die Mediennutzung haben.
Frank Mattioli-Danker Seite 5
2. Beschreibung der Stichprobe
- Deskriptivstatistik
In diesem Kapitel werden die befragten Schülerinnen und Schüler, anhand der erstellten Tabellen 2 , die mit Hilfe der einfachen Auszählungsmethode der Deskriptivstatistik erstellt worden, hinsichtlich wichtiger Merkmale ih- rer Herkunft beschrieben.
Eines der ersten wichtigen Ergebnisse der Stichprobe ist das Alter 3 der Be- fragten, welches zwischen 15 und 21 variiert, wobei die 16 – 18 Jährigen am häufigsten vertreten sind und in der Mittelwertstabelle 4 zur Deskriptivstatis- tik ein Durchschnittsalter von 17, 3 errechnet werden konnte. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist relativ gleich zu 25% auf alle Jahrgangs- stufen verteilt, wobei der 12. Jahrgang mit 30% doch etwas stärker vertreten ist. Außerdem lässt sich feststellen, dass insgesamt in den oberen Jahrgangs- stufen mehr Mädchen (60%) als Jungen (40%) 5 vorhanden sind. Der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit 6 ist mit 6,9% sehr gering.
Als zweites wichtiges Ergebnis der Befragung lassen sich Aussagen zu den jewei- ligen Geschwisterpositionen 7 machen. Von den 423 Schülerinnen sind ca. 25% Einzelkinder und 49,6% haben jeweils ein Geschwisterkind, welches im gleichen Verhältnis entweder männlich (38,3%) oder weiblich (34,8%) ist. Laut dieser Stichprobe sind die Befragten zu 60% die Erstgeborenen der Familie und zu 30% die Zweitgeborenen. Außerdem lässt sich noch zu den Familienverhältnissen 8 sa- gen, dass ca. 80% der Eltern verheiratet und nur 12,5% der Eltern geschieden sind.
2 Alle beschriebenen Ergebnisse der Stichprobe sind im Tabellen-Anhang zu finden unter dem jeweiligen Namen des Merkmals 3 Tabelle - Alter 4 Tabelle - Deskriptivstatistik 5 Tabelle – F02 6 Tabelle – F03_01 7 Tabelle – F04-F06 8 Tabelle – F07_01/02
Frank Mattioli-Danker Seite 6
Das Alter 9 der Eltern und auch die Schulbildung dieser ist ein drittes wichtiges Ergebnis dieser Stichprobe. Anhand der Deskriptiven Statistik konnte ein Durch- schnittsalter beim Vater von 47,4 und bei der Mutter von 44,6 errechnet werden. Zur Schulbildung lässt sich sagen, dass fast alle Eltern einen Schulabschluss haben. Wenn man nun die jeweiligen Abschlüsse in der unten aufgeführten Tabelle ver-
Ein viertes wichtiges Ergebnis dieser Befragung ist die Berufsausbildung bzw. -tätigkeit der Eltern.
Zur Ausbildung lässt sich sagen, dass der überwiegende Teil der Mütter (55,3%) und auch die Väter (46,3%) eine Lehre gemacht haben, wobei 16,3% der Väter zusätzlich auf eine Fachschule gegangen sind, um sich weiter zu qualifizieren. Einen Hochschulabschluss haben bei den Müttern 18% und etwa ein viertel der Väter. Nur 3,3% der Väter und 8,5% der Mütter haben keine Ausbildung. Beson- ders signifikant ist noch an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Befragten über 10% Angaben jeweils beim Vater und bei den Müttern mit „Ausbildungsstand der Eltern
9 Tabelle – Deskriptivstatistik
Frank Mattioli-Danker Seite 7
= ich weiß nicht“. Diese Antwort bei den Schulabschlüssen liegt sogar bei den Vätern bei 16,5% und zu den Müttern bei 13,0%.
Die unten dargestellte Tabelle zur Berufstätigkeit verdeutlicht, dass 60% der Mütter einen Beruf ausüben, wobei Mütter (41,6%) und Väter (42,1%) zu gleichen Teilen im Angestellten-Verhältnis stehen. Etwa 25% der Eltern sind Arbeiter, ca. 20% Beamte und 23% Selbständige, wobei die Väter diese selbstständige Tätigkeit überwiegend ausüben.
Aber auch 40% der Mütter sind Hausfrauen, die aufgrund der oben genann- ten Zahlen höchstwahrscheinlich einer Nebentätigkeit nachgehen, wodurch nur etwa 4% der Eltern insgesamt arbeitslos sind.
Die ökonomische Lage 10 des jeweiligen Haushalts wird von den 423 befrag- ten Schülerinnen und Schülern zu etwa 70% gut bis sehr gut eingeschätzt und von den Restlichen überwiegend als durchschnittlich (25,5%).
Eines der letzten wichtigen Ergebnisse dieser Stichprobe gilt dem Zusam- menleben der Befragten mit den Eltern etc. 11 und auch der Anzahl der Per- sonen in ihrem Haushalt 12 .
Die Familien der Schüler sind meist noch vollständig, denn etwa 80% leben noch mit ihrem leiblichen Vater und 93% mit ihrer leiblichen Mutter zu-
10 Tabelle – F12
11 Tabelle – F13_01ff
12 Tabelle – F14
Frank Mattioli-Danker Seite 8
sammen und nur ca. 8% haben Stiefmutter bzw. –vater. Etwa 60% leben noch mit anderen Geschwistern zu Hause.
Angehörige, Bekannte oder andere Personen leben fast gar nicht in den Fa- milien der Befragten, so dass die Anzahl drei (32,4%) bis vier (38,5%) Per- sonen in deren Haushalt beträgt.
Fazit:
Abschließend kann man sagen, dass die 423 befragten Schüler meist in Kernfamilien mit ein oder zwei Kindern leben. Sie kommen zum überwie- genden Teil aus stabilen Elternhäusern, da die Eltern zu 80% noch verheira- tet sind. Außerdem haben fast alle Eltern einen Schulabschluss, eine gute Ausbildung und sind haupt- oder nebenberuflich tätig, wodurch für die Schüler ein finanziell abgesichertes Familienverhältnis herrscht. Durch diese wirtschaftlich gute Lage in den Haushalten der Befragten ist der Kauf von Medien und der damit verbundene Konsum bei den Jungen und Mädchen erst möglich.
Quote paper:
Frank Mattioli-Danker, 2004, Mediennutzung von Jugendlichen, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Computervermittelte Kommunikation im Kontext virtueller sozialer Netze
Theorien und empirische Befund...
Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Der Wissensansatz von Helmut Willke - Beschreibung, Reflexion und Krit...
Pedagogy - Science, Theory, Anthropology
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Qualitätszirkel als Form der Arbeitsorganisation: Planung und Gestaltu...
Business economics - Personnel and Organisation
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Corporate Identity Management - Aufbau einer ganzheitlichen Unternehme...
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholarly Research Paper, 38 Pages
Medientheoretische Grundlagen der Medienkompetenz
Theoretische Perspektiven eine...
Diploma Thesis, 86 Pages
Die Krankenpflegedirektion im organisationsethischen Problemfeld am Be...
Nursing / Foster Care Management / Social Services
Scholary Paper (Seminar), 17 Pages
Friedemann Schulz von Thun: Das Modell vom "inneren Team" - ...
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 20 Pages
Mediennutzung und Identitätssuche bei Jugendlichen
Dargestellt und reflektiert an...
Termpaper, 26 Pages
Qualitätszirkel im Kontext des Total Quality Management
Business economics - Personnel and Organisation
Scholary Paper (Seminar), 11 Pages
Die Konstruktion eines Fragebogens / Befragung
Communications - Methods and Research Logic
Termpaper, 24 Pages
Analyse geschlechtsspezifischer Umgangsweisen von Jugendlichen mit de...
Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
Diploma Thesis, 192 Pages
Möglichkeiten zur Evaluation von webbasierten Lern- und Lehrumgebungen
Computer Science - Commercial Information Technology
Scholary Paper (Seminar), 16 Pages
Gewalt und Medien: Wie groß ist die Wirkung von Medien auf Gewalt in d...
Termpaper, 16 Pages
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 28 Pages
Frank Mattioli-Danker's text Mediennutzung von Jugendlichen is now available as a printed book
Frank Mattioli-Danker has published the text Mediennutzung von Jugendlichen
Frank Mattioli-Danker has uploaded a new text
Mediennutzung, Identität und Idenfikationen
Die Sozialisationsrelevanz der...
Lothar Mikos, Dagmar Hoffmann, Rainer Winter
Mediennutzung junger Menschen mit Migrationshintergrund
Umfragen und Gruppendiskussion...
Joachim Trebbe, Annett Heft, Hans-Jürgen Weiß
Sozialer Wandel und Mediennutzung in der Bundesrepublik Deutschland
Jörg Hagenah, Heiner Meulemann
Physik - Statistik - Information
Wolfgang Eisenberg, Uwe Renner, Steffen Trimper, B. Fritzsche, Kiaus Vogelsang
Formationen der Mediennutzung III
Dispositive Ordnungen im Umbau
Christina Bartz, Maria Ehrenberg, Cornelia Epping-Jäger, Erika Linz, Isabell Otto, Irmela Schneider
0 comments