Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Geschichte des Wohnens 3
3. Modernes Wohnen 4
4. Studien zur Wohnzufriedenheit 5
4.1 Haushaltsbefragung der Forschungsgruppe SALSS 6
4.2 Selbst gestaltete Umfrage zur Wohnzufriedenheit 8
4.3 Vergleich der beiden Studien 11
5. Schluss 13
6. Anhang 14
7. Literaturverzeichnis 16
2
1. Einleitung
Ich werde mich in der folgenden Arbeit mit dem Thema ‚Wohnen und Wohnzufriedenheit’ beschäftigen, das stark mit dem Überthema ‚Lebensqualität’ zusammenhängt.
Zunächst werde ich einen knappen Einblick über die Entwicklung des Wohnens geben bis hin zum heutigen Modernen Wohnen.
Anschließend, im Hauptteil, möchte ich dann zwei verschiedene Studien zur Wohnzufriedenheit vorstellen und deren Ergebnisse vergleichen.
2. Geschichte des Wohnens
„Die Geschichte des Wohnens wird [...] meist als Geschichte seines physischen
Gehäuses und dessen Einrichtung geschrieben. Bevor sich die Sozialgeschichte in den letzten beiden Jahrzehnten verstärkt mit den Wohnbedingungen und Lebensweisen in den Großstädten während der Urbanisierung beschäftigt hat, wurde das Wohnen vor allem in Architektur - und Stilgeschichten behandelt, in denen nach dem Wandel der technischen Mittel und der ästhetischen Formen, der Grundrißorganisation und Möblierung gefragt wird.“ 1
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Aufgaben der Wohnungen stark verändert. „Lange Zeit, bei Bauern bis ins 19. Jahrhundert, dominierte die Arbeit für den täglichen Lebensunterhalt die räumlichen und zeitlichen Abläufe innerhalb der Wohnung. Für Handwerker und Händler war die Wohnung bis ins 17. Jahrhundert in erster Linie Arbeitsort, ähnlich bei den Heimarbeitern in der protoindustriellen Familienwirtschaft.“ 2
1 Häußermann, Hartmut / Siebel, Walter: Soziologie des Wohnens. Eine Einführung in Wandel und Ausdifferenzierung des Wohnens. Juventa Verlag Weinheim und München, 2000, Seite 11.
2 Vgl: Medick, Hans: Zur strukturellen Funktion von Haushalt und Familie im Übergang von der traditionellen Agrargesellschaft zum industriellen Kapitalismus: die proto-industrielle Familienwirtschaft. In: Conze, W. (Hg.): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit. Stuttgart, 1976.
3
Im Mittelalter bestand die Wohnung aus einem Arbeits- und Lebensraum. In diesem Zimmer versammelten sich alle den zentralen Herd; dort wurde gegessen, gearbeitet und geschlafen.
Die Zeit der Industrialisierung und Verstädterung brachte „eine neue Wohnweise hervor und ließ zunächst vor allem in den Städten das ‚Wohnen z ur Miete’ in der Etagenwohnung zur vorherrschenden Wohnform werden. Mit dem schnellen Wachstum der Bevölkerung in den Industrieregionen konnte die Neubautätigkeit nicht Schritt halten, was periodisch zu dramatischer Wohnungsknappheit führte.“ 3
Die Unterschichten in den Großstädten hatten mit einer extrem hohen Wohndichte, d.h. Überbelegung, und mit niedrigsten Ausstattungsstandards zu kämpfen. „Erst mit einer Ausweitung des Wohnungsangebots und einer Steigerung des Einkommens begannen sich die Wohnbeding ungen für die unteren Schichten allmählich zu bessern. Aber das Problem, daß die Masse der Bevölkerung nicht in der Lage war, sich mit ihrem verfügbaren Einkommen über den Wohnungsmarkt Wohn- und Lebensbedingungen zu verschaffen, die als akzeptabel hätten gelten können, blieb bis 1918 bestehen.“ 4
Während der Weimarer Republik gab es einige Neuerungen und erhebliche Verbesserungen im Wohnungssektor. So wurde beispielsweise „eine Versorgung Aller mit menschenwürdigen Wohnungen“ 5 per Gesetz festgeschrieben
und es „wurden 2,5 Mio. Wohnungen für ca. neun Mio. Bewohner neu gebaut. 14% der Weimarer Bevölkerung wohnten 1930 in Neubauwohnungen.“ 6
3. Modernes Wohnen
Das moderne Wohnen vollzieht sich heute „vorwiegend in Steinhäusern, vom Flachdachbungalow bis zum postmodernen Hochhaus. Wohnen ist heute weitgehend Wohnen in verstädterten Gebieten, nur noch selten im Dort oder
3 Häußermann / Siebel; Seite 81.
4 Häußermann / Siebel; Seite 81.
5 Häußermann / Siebel; Seite 125.
6 Häußermann / Siebel; Seite 126.
4
einsamen Gehöft.“ 7 Durchschnittlich stehen jedem Menschen etwa 39 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung.
Während „die Wohnfläche und der Wert ihrer Ausstattung sprunghaft“ 8 ansteigen, scheint das, „was in der Wohnung notwendigerweise noch erledigt werden muß, rapide zu schrumpfen. [...] Die Berufstätigkeit der Frau, die Auslagerung der Alten und Kranken in Altenheime und Sanatorien, die Unterbringung von Kindern in Kinderkrippen, Kindertagesstätten und (Ganztags-)Schulen oder der Verzicht auf Kinder überhaupt, die Entwicklung der technischen und der sozialen Infrastruktur [...], all das hat dazu geführt, dass niemand mehr unumgänglich auf eine eigene Wohnung angewiesen ist.“ 9
„Die Wohnung ist der Ort des außerberuflichen Lebens. Ihr Grundriß, ihre Ausstattung und ihre Lage [...] organisieren mehr oder weniger direkt dieses Leben.“ 10 Sie „als Ausdruck individueller Besonderheit zu gestalten, ist ein sehr modernes Bedürfnis.“ 11
4. Studien zur Wohnzufriedenheit
Im folgenden Teil möchte ich zwei verschiedene Studien bzw. Umfragen zum Thema Wohnzufriedenheit und deren Ergebnisse vorstellen: Einerseits eine Haushaltsbefragung der Forschungsgruppe SALSS aus Bonn, die ich im Internet entdeckt habe, und andererseits eine selbst gestaltete Umfrage zur Wohnzufriedenheit. Letztere entstand, da es zu diesem speziellen Thema nur wenig Material gibt, und viele der Fragen, die uns innerhalb unserer Referatsgruppe beschäftigten, auch in keiner uns bekannten Umfrage behandelt wurden.
7 Häußermann / Siebel; Seite 14.
8 Häußermann / Siebel; Seite 14.
9 Häußermann / Siebel; Seite 14.
10 Häußermann / Siebel; Seite 15.
11 Häußermann / Siebel; Seite 49.
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Quote paper:
Sybille Kolb, 2003, Wohnen und Wohnzufriedenheit, Munich, GRIN Publishing GmbH
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