II
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis. III
Anlagenverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Inhalt von Unternehmensnetzwerken. 3
2.1 Begriffsbestimmung. 3
2.2 Mitglieder von Netzwerken 4
2.3 Kennzeichen von Unternehmensnetzwerken. 5
2.4 Erscheinungsformen von Netzwerken. 8
3 Motive von Unternehmensnetzwerken. 11
3.1 Ursachen der Netzwerkbildung. 11
3.2 Ziele von Netzwerken. 12
3.3 Zielbeziehungen. 14
4 Aufgaben von Unternehmensnetzwerken. 15
4.1 Ausnutzung von Kostensenkungspotenzialen. 15
4.1.1 Produktionskosten. 15
4.1.2 Transaktionskosten 16
4.1.3 Wettbewerbskosten. 17
4.2 Gemeinsame Nutzung von Kapazitäten. 18
4.3 Einsparung von Zeit 19
4.4 Marktbezogene Aufgaben. 20
5 Bedeutung von Unternehmensnetzwerken. 21
5.1 Bedeutung für die beteiligten Unternehmen. 21
5.2 Bedeutung für die Region/Staat/Öffentlichkeit 23
5.3 Bedeutung für den Kunden. 24
5.4 Bedeutung für den Wettbewerb 25
5.5 Gefahren in Unternehmensnetzwerken und ihre Nachteile 26
6 Zusammenfassung 28
6.1 Kritische Würdigung. 28
6.2 Abschließende Bemerkungen 29
Literaturverzeichnis 30
Anlagen VI
Abkürzungsverzeichnis
GWB Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen KMU Klein- und Mittelständische Unternehmen u.a. unten angeführten
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: „Netzwerke im Kontinuum der Organisationsformen“ ................................. 6
Abb. 2: „Kernkompetenzen in und außerhalb von Netzwerken“............................. 8
Abb. 3: „Komparativer Kostenvorteil von Netzwerken bei mittlerer Spezifität“... 16
Anlagenverzeichnis
Anlage 1: „Kontinuum der Koordination zwischen Hierarchie und Markt“ .......... VI
Anlage 2: „Ausprägungen von Netzwerkstrukturen“ ............................................... VI
Anlage 3: „Typisierungsmöglichkeiten interorganisationaler Netzwerke“ ..........VII
Anlage 4: “Chancen und Risiken von Unternehmungsnetzwerken” ................. VIII
1 Einleitung 1
1 Einleitung
In jüngster Zeit sehen sich Unternehmen immer höheren Anforderungen des Wettbewerbs hinsichtlich Innovationen, Schnelligkeit, Qualität und Kosten gegenübergestellt. Eine Möglichkeit dieser Herausforderung entgegenzutreten liegt in der Zusammenarbeit von Unternehmen in Unternehmensnetzwerken, da der zunehmende Wettbewerbsdruck einzelbetriebliche Lösungen oft nicht mehr zulässt. In einem Netzwerk werden die Schwächen des einen Unternehmens durch die Stärken des anderen Unternehmens ersetzt, um als Netzwerk effizienter zu produzieren, als es die Summe der Einzelnen je könnte.
Bereits im Mittelalter gab es verschiedene Formen wirtschaftlicher Zusammenarbeit, Unternehmensnetzwerke machten jedoch erst im letzen Jahrzehnt in der Managementlehre beispiellos Furore. 1 Die Theorie zu dieser Form der Zusammenarbeit befindet sich noch in den Anfängen, während in der Praxis Netzwerke verstärkt zur Anwendung kommen. 2
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist, dem Leser einen auf Klein- und Mittelständische Unternehmen (sogenannten KMU) fokussierten Überblick zu geben, warum Unternehmensnetzwerke existieren und verstärkt gebildet werden. Aufgrund fehlenden Sach- und Humankapitals, geringen technischen Know-hows und fehlenden politischen Einflussmöglichkeiten, stehen den KMU weniger Handlungsmöglichkeiten offen als großen Unternehmen. Durch Kooperationen wird versucht größenbedingte Nachteile zu kompensieren, um im Wettbewerb gegen große Unternehmen bestehen zu können. 3
1 vgl. [SYD03] S. 1
2 vgl. [SIE03] S. 7f
3 vgl. [DÖR97] S. 1
1 Einleitung 2
Das Hauptziel dieser Arbeit wurde zur besseren Darstellung in vier Teilziele zerlegt, welche in den Kapiteln 2 bis 5 sukzessive bearbeitet werden. Das erste Teilziel beschäftigt sich mit der Begriffsdefinition anhand der Literatur, mit dem Aufzeigen möglicher Teilnehmer und Kennzeichen von Netzwerken und der Typisierung ihrer Erscheinungsformen.
Durch das zweite Teilziel werden einige Ursachen der Netzwerkbildung und die sich daraus ableitenden Ziele, sowie einige Zielbeziehungen aufgezeigt. Das dritte Teilziel differenziert die Aufgaben zur Zielerreichung von Unternehmensnetzwerken hinsichtlich den Kosten, der gemeinsamen Kapazitätsnutzung, der Einsparung von Zeit und den marktbezogenen Aufgaben von Netzwerken.
Mit dem vierten Teilziel soll die Bedeutung von Unternehmensnetzwerken für die Unternehmen selbst, den Staat allgemein, die Kunden und den Wettbewerb angegeben werden.
Zum Abschluss der Arbeit werden die nachstehend genannten Forschungshypothesen verifiziert, ein kurzes Resümee der vorliegenden Arbeit und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Netzwerken gegeben.
Folgende Forschungshypothesen sollen mit dieser Arbeit verifiziert werden:
1. Es wird erwartet, dass Unternehmensnetzwerke den Wettbewerb beschränken und sich somit negativ auf die Abnehmer von Leistungen auswirken.
2. Es wird vermutet, dass Unternehmensnetzwerke den KMU neue Wettbewerbschancen eröffnen, die von den einzelnen Unternehmen so nicht wahrnehmbar wären.
3. Es wird angenommen, dass Unternehmensnetzwerke flexibler und wettbewerbsstä rker sind als vergleichbare große Einzelunternehmen. 4. Es wird vermutet, dass die Vernetzung von Unternehmen eine wichtige Möglichkeit für Unternehmen ist, auf Dauer im verschärfenden Wettbewerb bestehen zu können.
2 Inhalt 3
2 Inhalt von Unternehmensnetzwerken
2.1 Begriffsbestimmung
Um eine Auseinandersetzung mit der Thematik Unternehmensnetzwerke zu ermöglichen, sind vorerst die relevanten Begriffe Unternehmen, Netzwerk und Unternehmensnetzwerk zu definieren.
„Unternehmen sind dauerhafte organisatorische Einheiten, in der die wirtschaftlichen Aufgaben (Produktion von Sachgütern, Bereitstellung von Dienstleistungen) zum Zweck der Erfolgserzielung (Gewinnstreben) realisiert werden.“ 4
Unter einem Netzwerk ist eine Menge von Akteuren zu verstehen, die untereinander durch Beziehungen verbunden sind. Als Akteure können Individuen, Haushalte, Familien, Zweckverbände, andere soziale Gruppen, lokale oder regionale Einheiten auftreten, deren charakteristische Beziehungen durch Verwandtschaft, Freundschaft, Informationsaustausch, Arbeitsleistungen, Transaktion materieller Ressourcen, geprägt sind. 5
Ein Unternehmensnetzwerk ergibt sich aus einer Kombination der oben definierten Begriffe. Sydow definiert es wie folgt: „Ein Unternehmensnetzwerk stellt eine auf die Realisierung vo n
Wettbewerbsvorteilen zielende Organisationsform ökonomischer Aktivitäten
dar, die sich durch komplex-reziproke, eher kooperative denn kompetitive und
relativ stabile Beziehungen zwischen rechtlich selbständigen, wirtschaftlich
jedoch zumeist abhängigen U nternehmen auszeichnet. Ein derartiges
Netzwerk, das entweder in einer oder in mehreren miteinander verflochtenen
Branchen agiert, ist das Ergebnis einer Unternehmensgrenzen übergreifenden
Differenzierung und Integration ökonomischer Aktivitäten.“ 6
4 vgl. [BRO-www]
5 vgl. [UNI-www]
6 vgl. [KLE96] S. 88
2 Inhalt 4
Die wirtschaftliche Selbständigkeit der beteiligten Unternehmen wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Eine Abhängigkeit entsteht in jedem Falle auf dem Gebiet der Zusammenarbeit, deren Stärke von der Art des Netzwerks und der gegenseitigen Stellung der Unternehmen zueinander bestimmt wird. 7
2.2 Mitglieder von Netzwerken
Mitglieder und Akteure von Unternehmensnetzwerken können
unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zugeordnet werden. Beispiele werden in der folgenden Aufstellung genannt. 8
• Einzelpersonen, Arbeitnehmer,
• Abteilungen, Profit-Center,
• Kunden, Zwischenhändler,
• Lieferanten, Sublieferanten,
• Kapitalgeber,
• Verbände, Forschungsinstitute, Berater,
• Franchisenehmer und
• Konkurrenz- und/oder andere Unternehmen.
Die Anzahl der Teilnehmer je Gruppe kann je nach Art des Netzwerkes sehr unterschiedlich und räumlich unterschiedlich stark verteilt sein.
7 vgl. [KLE96] S. 88; [BLE99] S. 33
8 vgl. [WEB95] 106ff; [COR01] S. 10
2 Inhalt 5
2.3 Kennzeichen von Unternehmensnetzwerken
Die Zusammenarbeit in Netzwerken ist geprägt durch Freiwilligkeit der Teilnahme an dieser Kooperationsform. Unternehmen entschließen sich dazu, um Herausforderungen des Wettbewerbs entgegenzutreten. Eine rechtliche Selbständigkeit ist im Netzwerk stets für alle Teilnehmer gegeben. Eine wirtschaftliche Selbständigkeit ist durch gegenseitige Kapital- und Kapazitätsverflechtungen oft nicht gegeben. Dies kann einen jederzeitigen Austritt aus dem Netzwerk, in Form von Austrittbarrieren einschränken. Ein weiteres Kennzeichen von Netzwerken ist die Bündelung von Kapazitäten, um diese innerhalb des Netzwerks gemeinsam nutzen zu können. Die Partner stellen sich gegenseitig Informationen, Technologie-Know-how, Marktzugänge/potenziale, Sachanlagen, Wissen und Personal/Qualifikationen zur Verfügung. 9 Durch die Konzentration von Kapazitäten erwächst die Möglichkeit, Großaufträge zu erlangen, die ein einzelnes Unternehmen nicht durchführen könnte. 10 Wird der Marktauftritt vor dem Abnehmer nicht einheitlich durch ein fokales oder virtuelles Unternehmen realisiert, führt die Vernetzung von Unternehmen zum Verschwimmen der Unternehmensgrenzen aus Sicht des Kunden. 11 So lassen sich Produkte nicht mehr eindeutig einem Hersteller zuordnen. Eine Ausdehnung von Prozessabläufen über Unternehmensgrenzen hinweg erschwert auch eine Bestimmung von Unternehmensgrenzen innerhalb des Netzwerkes.
Unternehmensnetzwerke können eine eigene Organisationsform bilden. 12 Sie stellen eine alternative Koordinationsform zwischen „Markt“ (extern) und „Hierarchie“ (intern) dar. Während im Markt durch den Preis und in der Hierarchie durch Weisung gesteuert wird, werden Entscheidungen im Netzwerk durch Verhandlung und Abstimmung getroffen. Die Steuerung ist in Netzwerken
9 vgl. [WIL-www]
10 vgl. [ISG-www]
11 vgl. [PRW96] S. 2
12 vgl. [KAP00] S. 28f
Arbeit zitieren:
Jörg Tuckermann, 2004, Ziele, Inhalte, Aufgaben und Bedeutug von Unternehmensnetzwerken, München, GRIN Verlag GmbH
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