I
Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern
Inhalt
Inhaltsverzeichnis………………………...………………………………...….…....I
1 Einleitung 1
2 Umwelt- und Klimapolitik 2
2.1 Schadstoffe 2
2.2 Treibhauseffekt 2
2.3 Globale Folgen des Treibhauseffektes 3
2.4 Anreize für globale Klimapolitik 4
3 Kyoto 5
3.1 Was ist Kyoto 5
3.2 Flexible Mechanismen 6
3.2.1 Emissionsrechtehandel 6
3.2.2 Clean Development Mechanism 6
3.2.3 Joint Implementation.................................................................................7
4 Anreize für Joint Implementation 8
4.1 Ökonomische Betrachtung 8
4.2 Politische Betrachtung 9
5 Joint Implementation mit deutscher Beteiligung 10
EINLEITUNG
II
Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern
6 Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern 11
6.1 Umweltgestützte Maßnahmen 11
6.1.1 Wald als Erosionsschutz 11
6.1.2 Verbesserung des Images........................................................................11
6.1.3 Gründe für die Abholzung 12
6.1.3.1 Bevölkerungswachstum 12
6.1.3.2 Viehwirtschaft 12
6.1.3.3 Brennholz 12
6.1.3.4 Holzprodukte 12
6.1.4 Bewertung umweltgestützter Maßnahmen 13
6.2 Technologiegestützte Maßnahmen 14
6.2.1 Transferarten 14
6.2.1.1 Kapitaltransfer 14
6.2.1.2 Technologietransfer 14
6.2.1.3 Wissenstransfer 15
6.2.2 Auswirkungen technologischer Maßnahmen 15
6.2.2.1 Intensivierung der Beziehungen zum Geberland 15
6.2.2.2 Verlust eigener Reduktionspotentiale 16
6.2.2.3 Cheap buy out 16
6.2.2.4 Verringerung der Wettbewerbsvorteile 17
6.2.2.5 Verlust anderer Entwicklungshilfen 17
6.2.3 Bewertung Technologiegestützter Maßnahmen 18
7 Resümee 19
Literaturverzeichnis…………………………………………………………………A
EINLEITUNG
1
1 Einleitung
Der Verbrauch von Umwelt durch Ressourcenentnahme oder Emission ist ein öffentliches Gut, da keiner von diesem Gut ausgeschlossen werden kann. Es besteht keine Nutzenrivalität, da die Verwendung der Luft gleichzeitig für verschiedene Zwecke herangezogen werden kann.
Ein großes Hindernis für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaften liegt
darin, dass die „Preise nicht die ökologische Wahrheit sagen“. 1
Durch die Tatsache, dass Umwelt ein öffentliches Gut ist, werden nicht die
vollen Kosten für den Verbrauch oder die Emission berücksichtigt. 2 Daher
wurden in der Vergangenheit kaum Grenzen für die Emission von Schadstoffen gesetzt, d.h. die Kosten wurden nicht internalisiert.
Würde man die Kosten für den Verbrauch bzw. die Emission voll internalisieren, so wären Güter mit einem höheren Ressourcenverbrauch teurer als solche mit einem geringeren. Aus diesem Grund hätte der Käufer des Gutes die Wahlmöglichkeit und somit einen individuellen Anreiz, seinen Beitrag zum nachhaltigen Erhalt seiner Umwelt beizusteuern.
Aufgrund der klimatischen Entwicklungen der letzten Zeit ist ein umweltbewusstes Handeln für die Zukunft notwendig geworden. Diese Seminararbeit beschäftigt sich nach den einleitenden Erklärungen, warum und wie alle Menschen von den Treibhausemissionen betroffen sind, mit dem Problem kosteneffizienter Vermeidung von weiteren Umweltschädigungen. Eine Möglichkeit ist die im Zuge des Kyoto-Protokolls entwickelte Methode der Joint Implementation.
Im Rahmen der Arbeit werden die Auswirkungen dieses flexiblen Mechanismus auf die Entwicklungsländer näher betrachtet und eine kritische Bewertung erarbeitet.
1 vgl. S. Bringezu, (1997). Umweltpolitik, S. 100
2 vgl. T. Maderdonner (2001)
UMWELT- UND KLIMAPOLITIK
2
2 Umwelt- und Klimapolitik
Nach dem Umweltprogramm der Bundesregierung von 1971 versteht man unter Umweltpolitik „die Gesamtheit aller (umweltinstrumentellen) Maßnahmen, die notwendig sind, um dem Menschen eine Umwelt zu sichern, wie er sie für seine Gesundheit und für ein menschenwürdiges Dasein braucht, um Boden, Luft und Wasser, Pflanzen- und Tierwelt von nachteiligen Wirkungen menschlicher
Eingriffe zu schützen und Nachteile aus menschlichen Eingriffen zu beseitigen. 3
Ein Bereich der Umweltpolitik ist die Klimapolitik, die sich mit Vermeidung von anthropogen Änderungen der natürlichen klimatischen Verhältnisse befasst. Der globale Handlungsbedarf der Klimapolitik beruht auf der Tatsache, dass
Ursachen und Probleme globaler Natur sind. 4
2.1 Schadstoffe
Schadstoffe lassen sich in zwei Arten unterteilen:
• Bei einem Oberflächenschadstoff hängt die Schädigung von der regionalen
und zeitlichen Konzentration des Stoffes ab und ob die Aufnahmefähigkeit des regionalen oder lokalen Ökosystems überschritten wird. Dies führt dann
zur Bildung so genannter „hot spots“. 5
• Bei einem globalen Schadstoff handelt es sich um einen Stoff, bei dem der
Ort der Entstehung unerheblich ist. Im Ausland erzielte Emissionsreduzierungen sind somit 1:1 dem nationalen Umweltkonto
anzurechnen. 6
2.2 Treibhauseffekt
Wissenschaftliche Untersuchungen sind sich einig, dass der Ausstoß von Treibhausgasen zur weltweiten Klimaerwärmung, dem so genannten Treibhauseffekt, führt.
3 vgl. Lexikon der Volkswirtschaft 1. Auflage 2000
4 vgl. R. Geres (2000), S. 19
5 vgl. S. Greiner HWWA Report No. 195 (1996), S. 3
6 vgl. S. Greiner HWWA Report No. 195 (1996), S. 3
UMWELT- UND KLIMAPOLITIK
3
Durch die Absorption der einfallenden Sonnenstrahlen wird die Atmosphäre auf durchschnittlich +15 0 C aufgewärmt. Fehlt dieser natürliche Treibhauseffekt würde sich die Erde nur auf -19 0 C erwärmen und das Klima auf dem Mond annehmen. 7
Durch die Treibhausgase wird dieser Effekt noch verstärkt und die Atmosphäre heizt sich zusätzlich auf.
Der Anteil der klimarelevanten Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO 2 ), Methan (CH 4 ), Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW), bodennahes Ozon (O 3 ) und Distickstoffoxid (N 2 O) hat sich seit Anfang der Industriellen Revolution aufgrund menschlicher Eingriffe in die Natur erhöht.
Der mit etwa 55% größte Anteil der - bis auf die Fluorchlorkohlenwasserstoffe auch in der Natur vorkommenden - Treibhausgasemissionen entfällt auf das Kohlendioxid, das im Sprachgebrauch auch als Treibhausgas bezeichnet wird.
2.3 Globale Folgen des Treibhauseffektes
Viele Forschungsteams analysieren weltweit die Auswirkungen des Treibhauseffektes durch den Einsatz von fossilen Brennstoffen, die für die verstärkte Freisetzung der Treibhausgase verantwortlich sind. Trotz Einsatz der leistungsfähigsten Computer ergeben sich große Unterschiede bezüglich der Auswirkungen.
Nach dem IPCC 8 sind, wenn keine politischen Maßnahmen zur Verringerung
der Treibhausgasemissionen getroffen werden, folgende Auswirkungen zu erwarten: 9
• Durch die Erderwärmung werden sich die Klimazonen innerhalb der
nächsten 100 Jahre um etwa 150-550 km in Richtung der Pole verschieben. Dabei werden die Temperaturen im Winter stärker steigen als im Sommer und die Kontinente erwärmen sich stärker als die Ozeane.
• Viele Tierarten verkraften nur einen Temperaturanstieg von maximal 1 0 C je
100 Jahre. So verschwinden mit den Wäldern auch unzählige Lebensformen. 10
7 vgl. R. Heinrichs (2000), S.3
8 Intergovermental Panel on Climate Change
9 vgl. IPCC (1996a), S. 305
10 vgl. IPCC (1996b), S. 5
UMWELT- UND KLIMAPOLITIK
4
• Durch die Ausdehnung der Wassermassen bei der Erwärmung und das
Abschmelzen der Gletscher steigt Meeresspiegel bis zum Jahre 2100 um bis zu 20-86 cm. 11
2.4 Anreize für globale Klimapolitik
Da die Treibhausgase zu den globalen Schadstoffen gehören, deren Schädigungen über die Grenzen der lokalen Entstehung hinaus Auswirkungen haben, besteht auch bei anderen Ländern ein Interesse zur globalen Schadstoffvermeidung.
• Länder in einer niedrigen geographischen Höhe wie z.B. Norwegen oder
die Niederlande haben ein verstärktes Interesse an der Reduzierung der Treibhausgase und damit einhergehenden geringeren globalen Erwärmung. So könnte ein Ansteigen des Meeresspiegels verhindert werden und es besteht somit keine Gefahr einer Überflutung dieser Länder. Sie sind die treibenden Kräfte der globalen Klimapolitik.
• Länder mit hohen fossilen Brennstoffvorkommen wie z.B. Russland oder
die OPEC-Staaten bremsen die globalen Klimapolitikentwicklungen, da sie ein Interesse an einer weiterhin großen Nachfrage an ihren Rohstoffen haben.
• Länder mit hohem Tropenwaldbestand fordern, dass ihnen der Schutz
ihres Waldes als klimapolitische Maßnahme angerechnet wird.
11 vgl. IPCC (1996a), S. 364
Quote paper:
Axel Franke, 2004, Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern, Munich, GRIN Publishing GmbH
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