INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
2 Ursachen für den Wettbewerb der Nationen 2
2.1 Aus Unternehmenssichtweise. 2
2.2 Aus Nationensichtweise 2
3 Faktoren der Standortbewertung 3
3.1 Absatzrelevante Standortfaktoren. 3
3.1.1 Markt und Kundennähe. 3
3.1.2 Kaufkraft der Währung. 4
3.2 Produktions- und kostenrelevante Standortfaktoren 4
3.2.1 Volumen und Qualität der Produktionsfaktoren Rohstoff und Arbeit 4
3.2.2 Kosten der Produktionsfaktoren Arbeit und Rohstoffe 6
3.2.3 Bildung, Forschung und Entwicklung. 8
3.2.4 Infrastruktur 9
3.2.5 Ordnungspolitik 10
3.3 „Weiche“ Standortfaktoren. 12
3.3.1 Lebensqualität 12
3.3.2 Image und Kultur des Standortes 13
4 Bewertung der Nationen - Maße für den
Wettbewerb 14
4.1 Wettbewerbmaße aus volkswirtschaftlicher Sicht. 14
4.2 Wettbewerbmaße aus betriebswirtschaftlicher Sicht. 19
5 Fazit 22
1 Einleitung
Als die Micro Compact Car AG (MCC AG) - ehemals ein Zusammenschluss aus dem Stuttgarter Automobilkonzern Daimler Benz und dem Schweizer Uhrenproduzenten Swatch im November 1997 die Standortentscheidung für das hochmoderne Produktionsdorf des neuen Kleinwagens „Smart“ bekannt gab, war die Enttäuschung in den deutschen potenziellen Standorten groß. Neben den Städten Überherrn (bei Saarlouis) und Vieselbach (bei Erfurt in Thüringen) waren noch La Rochelle an der französischen Atlantikküste und Hambach in Lothringen in der engeren Wahl gewesen. Letztendlich fiel die Entscheidung zugunsten Hambachsnur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Entscheidung wurde mit großem Medienaufkommen verfolgt, kommentiert und diskutiert und war im öffentlichen Bewusstsein dementsprechend präsent. Die MCC AG begründete ihre Entscheidung mit folgenden Punkten 1 :
Die Motive für die Entscheidungen der MCC AG liegen der Öffentlichkeit vor. In den meisten Fällen bleiben Standortentscheidungen aber ein Betriebsgeheimnis und damit unveröffentlicht. Die Entscheidungsparameter werden nicht bekannt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Standortentscheidungen. Es wird versucht, die Standortdiskussion zu ordnen und zu strukturieren. Nachdem zunächst die Ursachen für den „Wettbewerb der Nationen“ erklärt werden, wird im folgenden Teil auf die Standortfaktoren eingegangen. Im dritten Teil liegt der Schwerpunkt auf den Bemühungen, einen Vergleich einzelner Nationen nach deren Wettbewerbsfähigkeit zu ziehen.
1 Vgl. Hehn, „Die Grenzen des Saarvoir vivre“, in: DIE WELT vom 29.05.1997, S. 3.
2 Ursachen für den Wettbewerb der Nationen
2.1 Aus Unternehmenssichtweise
2.2 Aus Nationensichtweise
2 Vgl. u. a. Wöhe, „Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“, 19. Aufl., Saarbrücken 1996, S. 42.
3 Faktoren der Standortbewertung
In der Betrachtung werden die Standortfaktoren untergliedert in „harte“ und „weiche“ Standortfaktoren. Die harten Faktoren teilen sich in absatzrelevantesowie produktions- und kostenrelevante Kriterien auf.
3.1 Absatzrelevante Standortfaktoren
3.1.1 Markt und Kundennähe
Für viele Unternehmen ist eine Investitionsentscheidung für ein bestimmtes Land davon abhängig, ob es dort Absatzmöglichkeiten für die Leistungen des Unternehmens geben wird. Eine wichtige Kennzahl ist die Kaufkraft und der Wohlstand der Bewohner, aber auch der Industrie. Besteht auf dem betreffenden Markt eine Nachfrage, die stark genug ist, dass sich die Investitionen lohnen? Ist eine solche Nachfrage möglicherweise zu generieren?
3 Zur Berechnung des BIP siehe z. B. Samuelson, Nordhaus „Volkswirtschaftslehre“, 15. Aufl., Wien 1998, S.
473ff.
Auch interregionale Argumente können hier ausschlaggebend sein. So ist nicht nur das Land oder der Markt an sich relevant, sondern auch die geographische Entfernung zu oder von diesem Markt. Hier können wenige Kilometer ausschlaggebend sein. Beispiele sind: Eisen-und
Stahlverhütungsbetriebe (siedeln sich bei Energieversorgern an), Frischwarenhersteller oder die Betriebe der klassischen Zulieferindustrie 4 . Allerdings verliert das Argument seit langem an Bedeutung, da die Distanzüberwindungskosten seit Jahrhunderten, insbesondere aber in den letzten Jahren, durch die globale Vernetzung und ausgefeilte Logistiksysteme weltweit gesunken sind 5 .
3.1.2 Kaufkraft der Währung
Aktuell am Beispiel des Euros erleben wir mit, wie die Kaufkraft einer Währung Auswirkungen auf die Wirtschaft einer Nation nehmen kann. Die deutsche Wirtschaft, z. B. der Anlagenbau, boomt im Augenblick vor allem deswegen, weil sie für den ausländischen Käufer besonders attraktiv ist. Durch den niedrigen Wechselkurs sind deutschen Produkte im nicht europäischen Ausland vergleichsweise günstig zu haben.
3.2 Produktions- und kostenrelevante Standortfaktoren
3.2.1 Volumen und Qualität der Produktionsfaktoren Rohstoff und Arbeit Ein wichtiges Kriterium zur Standortwahl, ist das Rohstoffvorkommen des jeweiligen Landes. Das produzierende Gewerbe beansprucht in jedem Falle Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, um die Leistungserstellung aufnehmen zu können. Teilweise sind die benötigten Materialien nur in bestimmten Regionen der Erde erhältlich, was ein Unternehmen vor die Frage stellt:
4 Vgl. o. V., „Kundennähe entscheidet den Konzentrationsprozess“, in: Wirtschaftskurier Ausgabe Juni 2000, S.
12.
5 Vgl. Dicken, Lloyd, „Standort und Raum - Theoretische Perspektiven in der Wirtschaftsgeographie“, Stuttgart
1999, S. 117-120.
Arbeit zitieren:
Lorenz Rein, 2002, Der Wettbewerb der Nationen - die Standortdiskussion, München, GRIN Verlag GmbH
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