Gliederung
1. Einleitung
2. Das Attentat
3. Die Verschwörung
3.1. M. Iunius Brutus
3.2. C. Cassius Longinus
3.3. Die Beziehung zwischen Cassius und Brutus
4. Resultat des Attentates
5. Resümee
6. Bibliographie
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1. Einleitung
Die Iden des März stehen seit über zweitausend Jahren synonym für das konsequente Ende einer tyrannischen Herrschaft. Dieses Datum (der 15. März 44 v. Chr.) 1 bezeichnet den Mordanschlag auf den Diktator Gaius Julius Caesar (im weiteren Caesar genannt), der auf dem Höhepunkt seiner Macht von zahlreichen Mitgliedern des römischen Senats umgebracht wurde. Nachdem der Imperator von den spanischen Schlachtfeldern im Jahr 45 v. Chr. siegreich nach Rom zurückgekehrt war, schlug ihm eine Welle der Sympathie entgegen, welche darin kulminierte, dass sich der Senat geradezu überschlug, dem neuen Liebling des Volkes mit unverhältnismäßig hohen Ehren zu Gefallen zu sein. So diente man ihm zum Lupercalienfest am 15. Februar 44 2 die dictatura perpetua (Diktatur auf Lebenszeit) an. Die Übernahme [...] dieser kam einer förmlichen Proklamation der Monarchie und damit des Endes der Republik gleich 3 . Obwohl Caesar bei o. g. Fest demonstrativ das ihm von Marcus Aurelius dargebotene Königsdiadem ablehnte 4 , galt er dem Bürgertum dennoch als Alleinherrscher 5 , der leicht auf den Titel verzichten konnte, sofern die Kompetenzen die gleichen blieben.
Es stellt sich mir heute die Frage, welche Motive die Mörder des großen Caesar zu ihrer folgenreichen Tat geleitet haben und wer sie waren. Die Quellenlage zu diesem Thema gestaltet sich recht übersichtlich, jedenfalls, was die Primärquellen angeht. Die beiden wesentlichen antiken Autoren die das Geschehen an den und um die Iden des März 44 sehr detailliert und aus einer relativen zeitlichen Nähe schildern, sind Plutarch (ca. 46- 120 n. Chr.) 6 und Gaius Suetonius Tranquillus (ca. 70- 130 n. Chr.) 7 . Meine Schilderung zu o. g. Thema wird sich daher hauptsächlich auf den Bericht Suetons in seinen
1 Vgl. C. Suetonius Tranquillus: Das Leben der römischen Kaiser, Düsseldorf 2001, S. 68.
2 Vgl. Horst, Eberhard: Julius Caesar, Eine Biographie, Düsseldorf 1980, S. 344.
3 Vgl. Jehne, Martin: Caesar, München 2001, S. 114.
4 Vgl. Plutarch, Alexander-Caesar, Stuttgart 2001, S. 182.
5 Vgl. Sueton, a.a.O., S. 65.
6 Vgl. Brockhaus- In fünfzehn Bänden, Band 11, Mannheim 1998, S. 92.
7 Vgl. Brockhaus, a.a.O., Band 13, S. 416.
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Kaiserviten und den des Plutarch in dessen Caesarbiographie stützen. Unter Zuhilfenahme einiger einschlägiger Darstellungen über die Spätzeit der römischen Republik und die Person C. Julius Caesars will ich ein ausgewogenes Bild entwerfen, das die Tat und die Umstände der Ermordung Caesars wiedergibt.
2. Das Attentat
Über den genauen Ablauf der Tat herrscht unter Plutarch und Sueton weitgehend Einstimmigkeit. Allein in Details unterscheiden sich ihre Berichte. Meine folgende Wiedergabe des Tathergangs ist dementsprechend eine Kombination aus beiden Texten, wobei differierende Varianten gleichberechtigt erwähnt werden:
Für den 15. März 44 v. Chr. war, auf ausdrücklichen Wunsch Caesars, eine Senatssitzung anberaumt worden, auf der über eine Verordnung abgestimmt werden sollte, ob der Diktator in den außeritalischen Provinzen den Königstitel führen dürfe, verbunden mit dem Recht, das Diadem zu tragen. So wollte sich Caesar am Morgen des Tages auf den Weg machen zur Curie des Pompeius, die dieser als eines seiner Prachtgebäude neben seinem Theater errichtet hatte und die nun Tagungsstätte des Senats war. Doch Calpurnia, durch angebliche Träume beunruhigt, beschwor ihren Mann, die Sitzung abzusagen und das Haus nicht zu verlassen, worauf Caesar auch eingehen wollte, da er sich selbst unpässlich fühlte.
Da drang Decimus Brutus auf den Diktator ein, er werde wegen der albernen Träume seiner Frau doch nicht den ganzen Senat enttäuschen wollen, der nur auf seinen Wunsch zusammengekommen sei. So ließ sich Caesar überzeugen und verließ zur fünften Stunde das Haus. Sofort war er umringt von einer Menschenmasse, die mit den verschiedensten Anliegen und Bitten auf ihn eindrang.
Unter diesen war ein griechischer Gelehrter, Artemidoros von Knidos, der ein Schriftstück bei sich führte, dass die gesamte Verschwörung aufdecken sollte und gab dieses Caesar, dass er es sofort läse. Doch wurde Caesar durch die vielen Menschen an der Lektüre gehindert und tat die Schrift zu seinen
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Arbeit zitieren:
Andreas Hoffmann, 2004, Die Iden des März- Hintergründe und Täter, München, GRIN Verlag GmbH
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