2
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einführung in das allgemeine Wechselkursrisiko 4
2. Transaction Risk und Transaction Exposure 6
2.1. Definitionen 6
2.2. Messung 8
2.3. Empirische Bedeutung 9
3. Instrumente zur Absicherung des Transaction Risk 10
3.1. Interne Instrumente 10
3.1.1. Wahl der Fakturierungswährung 10
3.1.2. Kurssicherungsklauseln oder Währungsklauseln 11
3.1.3. Netting und Matching 12
3.2. Externe Instrumente 14
3.2.1. Devisenkassageschäfte 14
3.2.2. Devisentermingeschäfte 15
3.2.2.1. Outright-Termingeschäfte (forward contracts) 15
3.2.2.2. Devisen-futures 16
3.2.3. Devisenoptionen 17
4. Fazit 20
Literaturverzeichnis 21
3
Abbildungsverzeichnis
Abbildungen
Abbildung 1: Die Teilkomponenten des Transaction Exposures
Abbildung 2: Vertragsabschluss mit Zweiseitigkeitsklauseln
Abbildung 3: Vertragsabschluss mit Einseitigkeitsklauseln
4
1. Einführung in das allgemeine Wechselkursrisiko
Das allgemeine Wechselkursrisiko ist für jedes Unternehmen bedeutend, welches Geschäfte mit ausländischen Partnern abwickelt und dabei als Fakturierungswährung eine Fremdwährung vereinbart hat. Unter dem Wechselkursrisiko versteht man dabei die Gefahr, dass durch den Übergang von einer Währung auf eine andere Währung der Erfolg eines Unternehmens beeinträchtigt wird. 1
Unternehmen können allerdings auch indirekt einem Wechselkursrisiko ausgesetzt sein. Dies ist z.B. dann möglich, wenn ein ausschließlich national agierendes Unternehmen einen ausländischen Konkurrenten hat, welcher bei bestimmten Wechselkursänderungen seine Konkurrenzfähigkeit steigern kann.
In der Literatur wird das allgemeine Wechselkursrisiko regelmäßig in drei verschiedene Teilkomponenten aufgegliedert. Hierbei handelt es sich um
§ das Währungsumrechnungsrisiko (translation risk)
§ das Währungstransaktionsrisiko (transaction risk)
§ und um das Ökonomische Wechselkursrisiko (economic risk).
Das translation risk wird in der Regel von multinationalen Konzernen getragen, welche Auslandsniederlassungen in verschiedenen Währungsräumen haben. Dabei sind die Unternehmen insofern einem Risiko ausgesetzt, als dass sich Wechselkursänderungen zwischen zwei Berichtsperioden negativ auf das konsolidierte Konzernergebnis auswirken können. Bei einem Währungsverlust, welcher durch das translation risk begründet ist, ist zu beachten, dass es sich ausschließlich um einen nicht liquiditätswirksamen Verlust handelt. Erst im Falle einer Retransferierung der gesamten Aktiva und Passiva der Auslandsniederlassung an die Muttergesellschaft würde es zu einem liquiditätswirksamen Verlust kommen.
1 Vgl. Büschgen (1993), S. 225.
5
Das transaction risk, welches in den folgenden Kapiteln den Schwerpunkt dieser Arbeit darstellen wird, ist im Gegensatz zum translation risk mit einer einzelnen Zahlungstransaktion verbunden, welche zu einem tatsächlichen Umtausch einer Währung in eine andere Währung führt. Das transaction risk ist somit nicht nur für multinationale Konzerne bedeutsam, sondern auch für Import- und Exportunternehmen, welche keine Auslandsniederlassungen betreiben.
Die beiden bisher erwähnten Teilkomponenten des Wechsel kursrisikos bezogen sich auf Tatbestände in der Vergangenheit (translation risk) und Gegenwart ( transaction risk). 2 Eine umfassende Interpretation des Wechselkursrisikos darf an dieser Stelle allerdings nicht halt machen. Die dritte Teilkomponente, das economic risk, versucht auch die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen. So können Wechselkursschwankungen beispielsweise Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation haben, sodass eventuelle weitreichende Folgen auftreten. Waren das translation- und transaction risk noch einem zahlenmäßigen Mengengerüst unterlegen, ist dies beim economic risk nicht der Fall. Zahlenmäßige Auswirkungen sind im Vorfeld nicht bekannt.
Im folgenden Kapitel wird nun eine Definition des transaction risk und des transaction exposures sowie dessen rechnerische Größenmessung aufgeführt. Daneben soll die empirische Bedeutung dieses Risikotyps in der unternehmerischen Praxis skizziert werden. Der Schwerpunkt des dritten Kapitels liegt in der Beschreibung und Erläuterung der wichtigsten Strategien und Instrumente, welche zur Absicherung des transaction risk Verwendung finden.
2 Vgl. Linares (1999), S. 49.
6
2. Transaction Risk und Transaction Exposure
In der deutschsprachigen Literatur werden die Begriffe des transaction risk und des transaction exposure vielfach synonym verwendet. Im englischsprachigen Bereich konzentriert man sich dagegen ausschließlich auf den Begriff des transaction exposure. Zu Beginn des Kapitels soll deshalb zunächst der Unterschied deutlich gemacht werden, indem die beiden Begriffe definiert und anschließend erläutert werden.
2.1. Definitionen
Das transaction risk ist nach Fastrich folgendermaßen definiert: „Das Währungstransaktionsrisiko umschreibt die Gefahr von Wertveränderungen der Zahlungsflüsse relativ zur Referenzwährung und bezogen auf den Tag der Transaktion. Es handelt sich nicht um (buchhalterische) Wertanpassungen, sondern um effektiv realisierte Verluste am Tag der Transaktion relativ zu einem Ausgangszeitpunkt.“ 3
Das transaction risk bezieht sich somit immer auf einen realen Za hlungsstrom, dessen Anfangs- und Endzeitpunkt bekannt ist und bei dem am Ende der Transaktion ein Umtausch einer Fremdwährung in die Heimatwährung bzw. vice versa stattfindet.
Bevor das transaction exposure beschrieben wird, soll der Begriff „Exposure“ generell erläutert werden.
Unter einem Exposure versteht man eine Risikoposition. Nach Bartram gibt ein Exposure die Sensitivität einer ökonomischen (Unternehmens-) Variablen (z.B. Cash Flow) in Bezug auf Risikofaktoren an. Ein Exposure stellt somit einen Maßstab dar, wie stark ein Unternehmen durch existierende Risiken beeinflusst wird. 4 Ein Exposure kann beispielsweise
3 Fastrich (1990), S.6; zitiert in: Linares (1999), S. 48.
4 Vgl. Bartram (2000), S. 108.
Arbeit zitieren:
Andreas Vester, 2003, Multinationals and Transaction Risk, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Analytische Ansätze zur Ermittlung des Value-at-Risk
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 22 Seiten
Ökonomische Währungsrisiken und Möglichkeiten ihres Managements
BWL - Investition und Finanzierung
Diplomarbeit, 76 Seiten
Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen - Probleme und...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Diplomarbeit, 97 Seiten
Optionsbewertung nach Black und Scholes - Modell und Praxisbezug
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 19 Seiten
Verfassungs- und europarechtliche Schranken für das Erneuerbare-Energi...
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Seminararbeit, 41 Seiten
U.S. GAAP and German HGB - A comparative Approach
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Essay, 21 Seiten
Kooperationen aus Sicht der Transaktionskostentheorie
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 39 Seiten
Foreign Currency Translation according to IAS 21 and IAS 39 in Consoli...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 113 Seiten
Management von Währungsrisiken in internationalen Unternehmen
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 21 Seiten
Management von Energiepreisrisiken mit Derivaten
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 32 Seiten
Andreas Vester hat den Text Multinationals and Transaction Risk veröffentlicht
Andreas Vester hat einen neuen Text hochgeladen
Brazilian Multinationals: Competences for Internationalization
Afonso Fleury, Maria Tereza Leme Fleury
Reassessing the Internationalization of the Firm
C. N. Axinn, Catherine N. Axinn, P. Matthyssens
The New World Order: Internationalism, Regionalism and the Multination...
K. Fatemi, Fatemi K. Fatemi, Khosrow Fatemi
Multinational Restructuring, Internationalization and Small Economies:...
Thomas Andersson, T. Andersson
The Internationalization of Small Firms: A Strategic Entrepreneurship ...
S. Prashantham, Shameen Prashantham
Internationalization, Technological Change and the Theory of the Firm
Nicola de Liso, Riccardo Leoncini
0 Kommentare