Als Bestandteil des Vordiploms hat jeder Student der Wirtschaftswissenschaften der
Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg ein Statistikpraktikum zu
absolvieren. Das Statistikpraktikum umfasst die Erfassung, Analyse und
Beschreibung großer Hamburger Arbeitgeber. Untersucht wird der Zeitraum von
1992 bis 2002. Aufgabe der Studenten ist die Beschaffung der Jahresabschlüsse von
1999 bis 2002, die Eingabe der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen in die
Software SPSS, die Erstellung einer Strukturbilanz, die Ermittlung wirtschaftlicher
Unternehmenskennzahlen, die Bewertung der Unternehmen nach Ertragskraft und
Finanzierung, sowie das Erstellen einer Hausarbeit und eine abschließende
Präsentation.
Bilanzen geben Aufschluss über positive und negative Entwicklungen innerhalb des
Unternehmens. Da nicht jede Bilanz direkt miteinander vergleichbar ist, werden die
Daten aus den Jahresabschlüssen in einer Strukturbilanz zusammengefasst. Anhand
dieser Strukturbilanz ist es möglich, einheitliche Kennziffern zu berechnen, um
Unternehmen vergleichen und wirtschaftliche Veränderungen interpretieren zu
können.
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung der Holsten AG. Betrachtet wurde
der Zeitraum von 1993 bis 2002.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. DIE AUFGABENSTELLUNG
1.2. DIE VORGEHENSWEISE
2. Das Unternehmen
2.1. TÄTIGKEITSBEREICH DESUNTERNEHMENS
2.2. DER STANDORT HAMBURG
2.3. RECHTSFORM, EIGENTUMSVERHÄLTNISSE, TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND BETEILIGUNGEN
2.4. DIE ENTWICKLUNG
3. Die Bilanz
3.1 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
4. Die Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
4.2. ANALYSE DER GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG IN ABSOLUTEN UND RELATIVEN WERTEN
4.2.1 Umsatzerlöse
4.2.2. Materialaufwand
4.2.3. Personalaufwendungen
4.2.4. Abschreibungen
4.2.5. Betriebsergebnis
4.2.6. Finanzergebnis
4.2.7. Außerordentliches Ergebnis
4.2.8. Steuern
4.2.9. Jahresüberschuss
5. Kennzahlen zur Ertrags- und Wachstumssituation
5.1. MESSZAHLEN ERTRÄGE, AUFWENDUNGEN UND PERSONALKOSTEN
5.1.1. Messzahl Erträge
5.1.2. Messzahl Aufwendungen
5.1.3. Messzahl Personalkosten
5.2. DIE ERTRAGS- UND GESAMTKAPITALRENDITE
5.2.1. Die Ertragsrendite
5.2.2. Die Gesamtkapitalrendite
5.3. DER CASHFLOW
5.4. DAS SCHULDENTILGUNGS- UND INNENFINANZIERUNGSPOTENTIAL
5.4.1. Das Innenfinanzierungspotential
5.4.2. Das Schuldentilgungspotential
5.5. BESCHÄFTIGTE UND BESCHÄFTIGE PRO 1 MIO. € ERTRÄGE
4.5.1 Beschäftigte
4.5.2 Beschäftigte pro 1 Mio. € Erträge
5.6. MATERIALINTENSITÄT UND UMSCHLAGSHÄUFIGKEIT
5.6.1. Die Materialintensität
5.6.2. Die Umschlagshäufigkeit
6. Ausblick
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung der Holsten Brauerei AG im Zeitraum von 1993 bis 2002. Das primäre Ziel besteht darin, die Finanzstärke und Ertragskraft des Unternehmens anhand einer Bilanzanalyse und der Ermittlung spezifischer Unternehmenskennzahlen statistisch aufzubereiten und zu bewerten.
- Analyse der Bilanzstrukturen und Gewinn- und Verlustrechnungen
- Berechnung und Interpretation von Rentabilitätskennzahlen (Ertrags- und Gesamtkapitalrendite)
- Untersuchung der Finanzkraft durch Cashflow-Analyse und Finanzierungspotenziale
- Bewertung der Produktivität und Materialintensität im Branchenkontext
- Einschätzung der zukünftigen Entwicklung vor dem Hintergrund von Marktkonsolidierung und Umstrukturierungsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
4.2.5. Betriebsergebnis
Betriebsergebnis bzw. Betriebserfolg ist das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, d.h. der Betriebsgewinn oder Betriebsverlust. Der Saldo zwischen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ergibt das Betriebsergebnis. (vgl. Wöhe 1996: S.990).
Das Betriebsergebnis stellt eine der wichtigsten Erfolgskomponenten einer Unternehmung dar. Es sinkt kontinuierlich von 1994 (Maximum mit 26,66 Mio. Euro) bis zum Jahr 2001 (Minimum mit -32,47 Mio. Euro). Die Spannweite beträgt 59,13 Mio. Euro. Der Mittelwert weicht mit 11,77 Mio. Euro um 3,09 Mio. Euro vom Median ab. Das 25% Quartil liegt bei 8,87 Mio. Euro und das 75% Quartil bei 25,03 Mio. Euro.
Der drastische Einbruch im Jahr 2001 lässt sich mit der insgesamt kriselnden Weltwirtschaft, einem gesunkenen Pro-Kopf Verbrauch an Bier in Deutschland (-2,1%) und einer verlustbringenden Beteiligung in Polen (Browary Brok S.A.) erklären. Die Holsten Brauerei AG verkaufte mit Wirkung zum 01.12.2002 ihr Tochterunternehmen AHK Beteiligunsgesellschaft mbH, über die sie eine Mehrheitsbeteiligung an der Browary Brok S.A. hielt, an einen amerikanischen Investor. Erfreulicherweise konnte im Jahr 2002 wieder ein positives Ergebnis in Höhe von 17,27 Mio. Euro erwirtschaftet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Aufgabenstellung des Statistikpraktikums und das methodische Vorgehen bei der Untersuchung der Holsten Brauerei AG.
2. Das Unternehmen: Erläutert den Tätigkeitsbereich, den Standort Hamburg, die rechtliche Struktur sowie die historische Entwicklung der Brauerei.
3. Die Bilanz: Gibt einen Überblick über die Bilanzstruktur des Unternehmens anhand von relativen und absoluten Werten für den Zeitraum 1993–2002.
4. Die Gewinn- und Verlustrechnung: Analysiert detailliert die Ertrags- und Aufwandspositionen sowie die Entwicklung des Jahresüberschusses.
5. Kennzahlen zur Ertrags- und Wachstumssituation: Berechnet und interpretiert verschiedene Kennzahlen, darunter Messzahlen für Erträge, Personal, Renditen und Cashflow.
6. Ausblick: Prognostiziert die zukünftige Marktsituation in der Getränkebranche und diskutiert die strategischen Partnerschaftspläne des Unternehmens.
7. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bewertet die Auswirkungen der durchgeführten Neustrukturierungsmaßnahmen.
Schlüsselwörter
Holsten Brauerei AG, Bilanzanalyse, Gewinn- und Verlustrechnung, Unternehmenskennzahlen, Ertragsrendite, Gesamtkapitalrendite, Cashflow, Finanzstärke, Struktur-GuV, Getränkebranche, Materialintensität, Umschlagshäufigkeit, Unternehmensentwicklung, Statistikpraktikum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der statistischen Analyse der finanziellen Entwicklung der Holsten Brauerei AG über einen Zeitraum von zehn Jahren (1993 bis 2002).
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Bilanzanalyse, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Ableitung und Interpretation zahlreicher betriebswirtschaftlicher Kennzahlen zur Ertragskraft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens anhand von Jahresabschlussdaten objektiv zu bewerten und die Auswirkungen von Umstrukturierungen auf die Finanzkennzahlen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine deskriptive Datenanalyse der Jahresabschlüsse durchgeführt, wobei die Daten zur besseren Vergleichbarkeit in einer Strukturbilanz aufbereitet und in Kennzahlen (z.B. Ertragsrendite) transformiert wurden.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der einzelnen GuV-Positionen sowie die Auswertung spezifischer Kennzahlen zur Ertrags-, Wachstums- und Beschäftigungssituation.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Finanzkraft, Ertragspotential, Holsten Brauerei AG, Bilanzkennzahlen und statistische Analyse.
Warum kam es im Jahr 2001 zu einem so starken Einbruch beim Betriebsergebnis?
Der Einbruch war primär durch die kriselnde Weltwirtschaft, einen sinkenden Pro-Kopf-Bierkonsum in Deutschland sowie hohe Verluste aus einer polnischen Beteiligung bedingt.
Wie wirkten sich die Umstrukturierungsmaßnahmen auf das Unternehmen aus?
Die Maßnahmen, wie der Verkauf unrentabler Sparten und die Konzentration auf Kernstandorte, führten im Jahr 2002 zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse im Vergleich zum Krisenjahr 2001.
- Quote paper
- René Kautz (Author), Michelle Castro (Author), 2003, Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung Hamburg Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23394