iii
Inhaltsverzeichnis
Vorwort vi
1 Einleitung 1
2 Tourismusobjekt Passau. 3
2.1 Überblick über den Passauer Städtetourismus 3
2.2 Entwicklung des Passauer Städtetourismus 3
2.3 Fazit 5
3 State of the Art 6
3.1 Running Systems. 6
3.1.1 Stadtführer ohne Routing- /Mappingfunktionalitäten. 6
3.1.1.1 BeLocal 6
3.1.1.2 Max CityGuide. 7
3.1.2 Stadtführer mit Routing- /Mappingfunktionalitäten. 8
3.1.2.1 CitiWiz 8
3.1.2.2 City Guides. 9
3.1.2.3 Kieler Seiten. 10
3.1.3 Mobile Stadtführer mit Internet-Komponenten 11
3.1.3.1 CityCompanion. 11
3.1.3.2 DOM. 13
3.2 Innovative Projekte 14
3.2.1 Deep Map 14
3.2.1.1 Deep Map Architektur. 15
3.2.1.2 Datenbank. 16
3.2.1.3 VR-Verwaltung und -Visualisierung. 17
3.2.1.4 Routing. 17
3.2.1.5 Kartographische Modellierung. 18
3.2.2 LoL 18
3.2.2.1 LoL Architektur 19
3.2.2.2 Benutzerschnittstelle 19
3.2.2.3 User Interface. 20
3.2.2.4 Lokalisierung 21
3.2.2.5 Routing. 22
3.2.2.6 Kartographische Modellierung. 23
3.3 Übersicht 24
4 Konzept 25
4.1 Technisches Konzept. 25
4.1.1 WAP-Architekturen 25
4.1.1.1 Architektur von WAP 1.x 26
4.1.1.2 Architektur von WAP 2.0 26
4.1.1.3 Fazit 27
4.1.2 Übertragungstechnologie. 27
4.1.2.1 Schnelle Datenpakete mit GPRS 29
4.1.2.2 Marktpotential von GPRS. 29
4.1.3 Lokalisierung des Benutzers. 30
4.1.3.1 Ortungsverfahren im Mobilfunk 31
4.1.3.1.1 Interaktive Eingabe durch den Benutzer 31
4.1.3.1.2 Terminalbasierte Technologien 31
iv
4.1.3.1.3 Netzbasierte Technologien 32
4.1.3.2 Bewertung der Ortungsverfahren 33
4.1.4 Mapping, Routing Geocoding. 35
4.1.4.1 Mapping 35
4.1.4.2 Routing. 36
4.1.4.3 Geocoding. 38
4.1.4.4 Fazit 39
4.1.5 Auszeichnungssprachen 40
4.1.5.1 XHTML 41
4.1.5.2 XHTML Basic und Mobile Profile. 41
4.1.5.3 XHTML als gemeinsame Basis 43
4.1.6 Entwicklungswerkzeuge 43
4.1.6.1 Ericsson WapIDE 3.2.1 44
4.1.6.2 Openwave Mobile SDK 1.5 45
4.1.6.3 Nokia Mobile Internet Toolkit 3.1 46
4.1.6.4 Nokia WML Studio 1.2. 48
4.1.6.5 Scribe 2.1 48
4.1.6.6 Dreamweaver MX. 49
4.1.6.7 Fazit 50
4.2 Inhaltliches Konzept. 51
4.2.1 Informationen über touristische „Produkte“ 51
4.2.2 Sonstige Informationen. 52
4.2.3 Fazit. 53
4.3 Richtlinien für das Design von mobilen Anwendungen 53
4.3.1 Anpassung an verschiedene Endgeräte. 54
4.3.2 Dateiverwaltung. 54
4.3.3 Kategorisierung des Inhalts 55
4.3.4 Seitenbündelung. 56
4.3.5 Seitenlänge. 57
4.3.6 Limitierung der Menütiefen 57
4.3.7 Navigation. 58
4.3.8 Überschriften 59
4.3.9 Seitengestaltung mittels XHTML 60
4.3.9.1 Bilder in XHTML-Anwendungen 60
4.3.9.2 Menügestaltung mit XHTML. 61
5 Implementierung 63
5.1 Aufbau eines XHTML-Dokuments. 63
5.2 WTAI. 63
5.3 Links 64
5.4 Einfügen von Bildern. 64
5.5 Tabellen 65
5.6 Erstellen von Stylesheets. 65
5.7 Einbindung von Stylesheets. 66
5.8 WML und XHTML serverseitig erzeugen 66
5.9 WAP-Server vorbereiten 67
5.10 WAP-Gateway 67
6 Test 68
7 Zusammenfassung und Ausblick 70
v
Anhang 1: Max CityGuide-Hauptmenüs 73
Anhang 2: CitiWiz Menüführung 73
Anhang 3: WAP-Portal City Guides Hauptmenü Basel Guide. 73
Anhang 4: Ausschnitt vom virtuellen Universitätsplatz Heidelberg 74
Anhang 5: Beispiel für eine zweckmäßige Datei-Strukturierung 74
Anhang 6: Titelzeile 74
Literaturverzeichnis 75
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis. 81
Abk ürzungsverzeichnis 82
Vorwort
Das vorliegende Dokument wurde im Rahmen einer Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Diplom-Betriebswirt (FH) an der Fachhochschule Deg-gendorf erstellt. Mein besonderer Dank für die intensive und sehr gute Betreuung während der Durchführung gilt Prof. Dr. Dr. ... Bedanken möchte ich mich auch bei Prof. Dr. rer. pol. ... für die Übernahme der Zweitkorrektur. Meinen Eltern, die mir dieses Studium ermöglicht haben, möchte ich eben- falls danken.
1 Einleitung
Der Tourismussektor zählt weltweit zu den Wirtschaftszweigen mit den höchsten Wachstumsraten. Kennzeichnend für diese Branche ist vor allem ihre Informationsintensität. Dabei spielen besonders mobile Informations- und Kommunikationstechnologien eine große Rolle, da der medienspezifische Vorteil mobiler Geräte voll ausgeschöpft werden kann: Sie sind weit verbreitet, handlich und können leicht mitgeführt werden. Somit stellen sie ein geeignetes Medium dar, wenn es darum geht, unterwegs spontan benötigte Informationen abzurufen. Umfragen rund um das Thema „Nachfrage und Nutzung mobiler Dienste“ belegen, dass unter den Benutzern Informationsdienste zu den favorisierten Anwendungen gehören. Außerordentlich hohes Interesse besteht hierbei an klassischen Tourist- bzw. Reiseinformationen.
Eine besondere Ausprägung mobiler Dienste sind so genannte Location Based Services (LBS), da bei ihrer Ausführung der gegenwärtige Aufenthaltsort des Benutzers miteinbezogen wird. LBS dürften in zukünftigen Anwendungen eine wesentliche Rolle spielen und werden deshalb gerne als kommende „Killerapplikation“ bezeichnet. Derartige Prognosen sind zwar grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, aber im Reisebereich durchaus realistisch. Hier bietet sich der Einsatz von LBS besonders an, da ein echter Mehrwert für den Benutzer geschaffen wird: Touristen können einerseits auf gezielte Anfrage Informationen zu einer Sehenswürdigkeit erhalten, andererseits mit einem LBS als Führer durch eine Stadt geleitet werden. Eine Kommune kann durch einen solchen Dienst ihre Attraktivität erheblich steigern, da diese Technologie und die Möglichkeit des individuellen Kennenlernens einer Stadt auf den Besucher einen großen Reiz ausübt.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem Leser die Grenzen und Möglichkeiten bei der Entwicklung eines mobilen Stadtführers mit LBS-Funktionalitäten aufzuzeigen. Zu diesem Zweck werden kritische Erfolgsfaktoren dargelegt und Überlegungen darüber angestellt, inwieweit eine Umsetzung derartiger Dienste möglich ist, bzw. ob sich eine Realisierung derzeit überhaupt lohnt. Gegenstand der Diskussion ist dabei die Stadt Passau. In Anlehnung an die hier diskutierten Richtlinien hinsichtlich des Designs von mobilen Diensten, soll außerdem eine entsprechende Beispielan- wendung erstellt werden.
Das Dokument gliedert sich wie folgt: Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Tourismusprodukt Passau. Hier soll verdeutlicht werden, welche Aspekte bei der Entscheidungsfindung erfüllt sein müssen, um die Entwicklung eines mobilen Stadtführers für eine bestimmte Kommune zu rechtfertigen. Kapitel 3 geht auf verschiedene, bereits existierende Angebote im Bereich der mobilen Stadtführer ein und stellt darüber hinaus zwei innovative Projekte vor, welche einen Ausblick auf zukünftige Standards im Mobile Business-Bereich geben. Das 4. Kapitel widmet sich dem Entwicklungskonzept und beschreibt, welche technischen und gestalterischen Möglichkeiten den Entwicklern von mobilen Stadtführern zur Verfügung stehen und welche Inhalte für solche Dienste in Frage kommen. Gleichzeitig wird auf Probleme und Einschränkungen hingewiesen, die sich bei der Realisierung derartiger Anwendungen ergeben können. Programmtechnische Aspekte im Hinblick auf die vom Autor erstellten Inhalte werden im Kapitel 5 beschrieben, Kapitel 6 widmet sich der Evaluierung dieser Anwendung. Zusammenfassung und Ausblick erfolgen im ab- schließenden 7. Kapitel.
2 Tourismusobjekt Passau
Dieses Kapitel enthält eine „Domainbeschreibung“, die dem Leser ausführliche In-formationen zum Tourismus in Passau an die Hand gibt. Abschnitt 2.1 verschafft einen Überblick über die verschiedenen Angebote des Passauer Städtetourismus. Auf die hiesige touristische Entwicklung wird in Abschnitt 2.2 eingegangen. Abschließend erfolgt in Abschnitt 2.3 eine Bewertung der vorliegenden Informationen, wobei abgeleitet werden soll, ob in Passau genügend „Anreize“ für die Entwicklung eines mobilen Stadtführers vorhanden sind.
2.1 Überblick über den Passauer Städtetourismus
Die einmalige Lage an den Flüssen Donau, Inn und Ilz, die geschichtsträchtige Vergangenheit, das historische Stadtbild und das schöne Umland machen Passau zu einer echten touristischen Attraktion. Das Angebot an historischen Zeugnissen ist vielfältig. Allein in der Altstadt befinden sich unzählige Sehenswürdigkeiten, darunter auch der St.-Stephans-Dom, in dem die größte Kirchenorgel der Welt steht. Ebenfalls zu den Highlights der Stadt zählt die Burganlage Veste Oberhaus und das Wallfahrtskloster Mariahilf. Kunst und Geschichte von der Frühzeit bis zur Gegenwart zeigen die fünf Passauer Museen. Aufgrund der drei Flüsse ist Passau auch Ausgangspunkt für Rundfahrten und mehrstündige Ausflugsfahrten per Schiff. Durch die Grenzlage und die gute Infrastrukturanbindung (IC-Anschluss, Lage an der Donau, Bundesautobahn A3) bieten sich zudem Ausflüge in den Bayerischen Wald sowie nach Tschechien und Österreich an. Darüber hinaus nimmt Passau im Drei-Länder-Eck (Oberösterreich-Böhmen-Bayern) eine herausragende kulturelle Stellung ein. Zu den bedeutendsten Ereignissen gehören die alljährlich stattfindenden Festspiele „Europäische Wochen Passau“.
2.2 Entwicklung des Passauer Städtetourismus
Passau ist seit jeher Dreh- und Angelpunkt wirtschaftlicher und touristischer Reisen. Jeder 25. Arbeitsplatz hängt hier vom Tourismus ab, was den Fremdenverkehr zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt macht.
Tabelle 2.1: Entwicklung der Ankunfts-, Übernachtungs- und Bettenzahlen [o.V.02a]
Im vergangenen Jahr übernachteten 394.486 Gäste in Passau, was einer Steigerung von 0,3 Prozent entspricht (siehe Tabelle 2.1). Damit liegt Passau momentan über dem deutschen und bayerischen Durchschnitt. 230 Reiseveranstalter weltweit haben Passau im Programm, viele Gäste kommen auch aufgrund von Mundpropa-ganda. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher beträgt 1,7 Tage, der Ausländeranteil rund 20 Prozent (die meisten davon sind englischsprachig).
Tabelle 2.2: Entwicklung der Gruppen- und Tagesführungen in Passau [o.V.02a]
2002 stieg die Anzahl der Führungen im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent: 75 geprüfte Stadtführer schleusten 150.000 Touristen in über 5.000 Stadtführungen durch Passau (siehe Tabelle 2.2). 1.700 davon waren fremdsprachige Führungen. Eine Statistik über den Tagestourismus gibt es nicht, es ist jedoch von rund 1,4 Mil- lionen Tagesgästen auszugehen [ZANN03,29].
Tabelle 2.3: Nutzung der Passauer Museen [o.V.02a]
Die Besucherzahlen der einzelnen Museen schwanken zwar von Jahr zu Jahr stark, bleiben aber über den Gesamtzeitraum betrachtet stabil (siehe Tabelle 2.3).
Damit die Stadt auch künftig den Anforderungen an städtetouristische Destinationen gerecht wird und weiter von Imagegewinnen profitieren kann, wurden verschiedene Maßnahmen in die Wege geleitet. Hierzu gehört beispielsweise die Einführung der PassauCard, die nach dem Motto „all inclusive“ kostenlosen Eintritt in 80 Freizeiteinrichtungen der Region sowie Gratis-Fahrten mit Schiff, Bus und Bahn gewährt [FREI01]. Das aufwendigste Projekt umfasst die komplette Neuplanung der Passauer Stadtmitte mit einem Investitionsvolumen von 200 bis 250 Millionen Euro. Zwischen 2004 und 2006 wird dort die größte Baustelle Niederbayerns entstehen [SCHÖ03,23]. Weiteres Gäste-Potential soll die Fertigstellung des Veranstaltungs-und Messegeländes in Kohlbruck bringen, wo u.a. ein Konferenzzentrum und eine 1800 m² große überdachte Eislauffläche (welche im Sommer als Event-Location genutzt werden kann) entsteht [ZANN03,29].
2.3 Fazit
Aus den vorangegangenen Erläuterungen lässt sich der Schluss ziehen, dass Passau durchaus genügend touristische Attraktionen bietet, um die Entwicklung eines mobilen Stadtführers zu rechtfertigen. Aufgrund der hohen Besucherzahlen kann auch davon ausgegangen werden, dass ein Nutzerpotential grundsätzlich vorhanden ist und ein ansprechend gestalteter sowie leicht zu bedienender Dienst in Ver- bindung mit LBS-Funktionalitäten einen entsprechend hohen Anklang finden würde.
3 State of the Art
Im Abschnitt 3.1 dieses Kapitels wird ein Überblick über bereits im Einsatz befindliche mobile Stadtführer gegeben. Zur besseren Abgrenzung sind die Running Systems in drei Rubriken unterteilt: „Stadtführer ohne Routing- /Mappingfunktionalitäten“, „Stadtführer mit Routing- /Mappingfunktionalitäten“ und „Stadtführer mit Internet-Komponenten“. In der Entwicklung befindliche Stadtführer, die einen Ausblick auf den Standard zukünftiger mobiler Dienste geben, werden in Abschnitt 3.2 beschrieben. Abschnitt 3.3 bietet eine zusammenfassende Darstellung aller Features der hier vorgestellten Stadtführer.
3.1 Running Systems
3.1.1 Stadtführer ohne Routing- /Mappingfunktionalitäten
3.1.1.1 BeLocal
BeLocal ist ein mobiler i-mode-Reisebegleiter, der Informationen über das kulturelle, unterhaltende, touristische und freizeitorientierte Angebot von derzeit über 45 deutschen Städten und Regionen bereitstellt. Zu finden ist der Dienst auf dem i-mode-Portal von E-Plus unter der Rubrik „Unterwegs/Reiseführer“. BeLocal ist nur eingeschränkt unentgeltlich nutzbar. Wer auf den kompletten Dienst zugreifen will, wird auf der Mobilfunkrechnung mit einem Euro pro Monat belastet [STRA02].
Abbildung 3.1: BeLocal Menüführung und Infopräsentation
Alle verfügbaren Informationen werden in den Sparten Fakten, Sehenswertes, Events & Fun, Essen & Trinken, Übernachten und Einkaufen ausführlich dargestellt. Neben statischen Informationen sind auch saisonal und kulturell interessante Spezialthemen wie Musicals, Sportveranstaltungen oder Weihnachtsmärkte abrufbar. Die Point of Interests (PoIs) eines jeden Bereichs präsentieren sich dem Benutzer in alphabetischer Reihenfolge. Um häufiges Scrollen zu vermeiden, befinden sich auf einer PoI-Übersichtsseite maximal fünf Objekt-Hyperlinks (siehe Abbildung 3.1d). Ebenfalls aufgesplittet sind die Auskünfte zu den einzelnen Lokalitäten und Veranstaltungen (e). Jede dieser Seiten enthält neben reinem Info-Text auch ein Bild des entsprechenden Objekts. Der Servicebox-Link führt zu einer separaten Info-Seite, welche auf Kontaktmöglichkeiten, wie z.B. Adresse und Telefonnummer, verweist.
Lokale Unternehmen haben die Möglichkeit, sich über die Produktseite im Web mit ausführlichem Text, Adresse und mehreren Fotos kostenlos in BeLocal eintragen zu lassen. Auf der Internetseite http://www.belocal.de befindet sich außerdem ein i-mode Handy-Simulator, mit dem man das Angebot des Dienstes ausgiebig testen kann [STRA02].
3.1.1.2 Max CityGuide
Der Max CityGuide steht den Benutzern als stationäre (http://www.max.de) und mobile (http://www.wml.max.de) Variante zur Verfügung. Geboten werden Informationen zu 31 Metropolen aus der ganzen Welt. Auch hier lassen sich die gewünschten Informationen in verschiedenen Rubriken nachschlagen: Hotels, Kultur, Nachtleben, Restaurants, Shopping, Sightseeing sowie Sport & Beauty (siehe Anhang 1). Jeder Bereich ist in weitere Unterkategorien gegliedert. So kann man beispielsweise nach Klick auf „Restaurants“ u.a. zwischen Cafes, Biergärten, In-Lokalen, Gourmettempel, Italienern und Bio-Food wählen. Alternativ ist es auch möglich, sich alle Einträge anzeigen zu lassen.
Abbildung 3.2: Menüführung & Infopräsentation im Max CityGuide
Abbildung 3.2b zeigt, dass die Auflistung der PoIs wie bei BeLocal in alphabetischer Reihenfolge mit jeweils 5 PoIs pro Seite erfolgt. Unter jedem Objekt-Link findet der Benutzer Straße und Hausnummer der Lokalität. Die Informationen zu den PoIs sind in eine Kurzübersicht (c) und eine ausführliche Beschreibung (d) aufgeteilt. Die Kurzübersicht enthält die wichtigsten Daten wie beispielsweise Adresse, Telefonnummer (kann direkt aus der WAP-Anwendung heraus angerufen werden), Anfahrt und Preise. Wer mehr über die Lokalität erfahren möchte, kann sich zusätzlich einen erläuternden Text anzeigen lassen. Leider handelt es sich bei den Texten in der mobilen Version lediglich um Appetithappen. Sämtliche Beschreibungen brechen nach ein paar Sätzen ab und verweisen auf die Internet-Variante des Dienstes, welche die kompletten Informationen beinhaltet.
3.1.2 Stadtführer mit Routing- /Mappingfunktionalitäten
3.1.2.1 CitiWiz
Citiwiz.com ist einer der größten WAP-Portal Provider für Städte weltweit und bietet mit „CitiWiz - The Handy City Guide“ (http://wap.citiwiz.com/index.wml) einen mobilen Stadtführer, der mit laufend aktualisierten Informationen zu über 100 Städten in Europa, Amerika, Asien, Australien und Afrika aufwarten kann [o.V.03b]. Die Gestaltung der Menüführung des Dienstes ist aus Anhang 2 ersichtlich. Die Informationen zu den einzelnen Städten sind in die Bereiche Hotels, Restaurants, Bars/Clubs, Car Rental, Shopping, Airlines, Useful’s, Sightseeing und Events unter- teilt.
Abbildung 3.3: Routing & Mapping mit CitiWiz
Die Info-Seiten zu den PoIs beinhalten Adresse, Telefon- und Faxnummer, sowie einen kurzen Beschreibungstext (siehe Abbildung 3.3a). Meist findet sich dort auch ein Show route-Link, der es dem Benutzer ermöglicht, auf den mit CitiWiz verknüpften Mapping- und Routing-Dienst von Pocket-it.com zuzugreifen. Hier muss zunächst mittels des Straßennamens der eigene Standort bestimmt werden (b). Bei unvollständigen Eingaben kann aus mehreren in Frage kommenden Adressen die passende ausgewählt werden (c). Nachdem der Benutzer angegeben hat, ob er zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs ist (d), erhält er eine ausführliche Wegbeschreibung, die ihn von seinem angegebenen Startpunkt zur Zieladresse führt (e). Darüber hinaus kann er sich sowohl seinen momentanen Aufenthaltsort, als auch den PoI auf einem Kartenausschnitt anzeigen lassen (f), welcher sich zoomen und in alle Himmelsrichtungen verschieben lässt.
3.1.2.2 City Guides
CityGuides.ch (http://www.city-guides.ch/index.wml) ist ein Schweizer WAP-Portal, das aktuelle Informationen über die Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern und Zürich bietet. Außerdem stehen News, ein SBB Fahrplan, Wetterberichte, ein Lawinenbulletin, ein Währungs-Umrechner und ein WAP-Translator zur Verfügung. Das Angebot kann in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch abgerufen werden (siehe Anhang 3a).
Im umfangreichsten CityGuides-Stadtführer, dem Basel Guide, findet der Besucher täglich aktuelle Veranstaltungen, Kinoprogramme, News, Informationen, das Wet-
ter, sowie alles was nötig ist, um sich in Basel zurechtzufinden: Von Messen und Kongressen, Hotels, Restaurants und Shopping bis zu den Konsulaten, Taxis, Spitälern und vieles mehr. Die Menüführung ist mit denen der vorangegangenen Dienste praktisch identisch (siehe Anhang 3b).
Abbildung 3.4: Mapping im Basel Guide
Durch die Zusammenarbeit mit der Firma Endoxon, dem führenden Anbieter der Schweiz im Bereich Geodaten, kann sich der Benutzer auf Wunsch eine Karte vom PoI-Standort erstellen lassen [o.V.03c]. Dazu befindet sich auf allen (inhaltlich sehr mageren) Infoseiten ein entsprechender Link. Der angezeigte Kartenausschnitt kann gezoomt, sowie nach allen Seiten verschoben werden. Der PoI ist mit einem Stern gekennzeichnet (siehe Abbildung 3.4).
3.1.2.3 Kieler Seiten
Der WAP-Service „Kieler Seiten“ (http://kiel.mywap.o2online.de) bietet zu den Themen Aktuelles, Info-Seiten, Kino & Filme, Auto & Verkehr, Veranstaltungen, Gastronomie und Shopping Informationen rund um die Stadt Kiel. Informative Beschreibungen sucht man auf den Kieler Seiten jedoch vergeblich - die Angaben zu Restaurants, Museen und anderen Objekten beschränken sich ausschließlich auf Adresse und Telefonnummer. Einzige Besonderheit ist der Jamba! Stadtpilot, der mit dem Dienst verknüpft ist und dem Besucher die Möglichkeit bietet, sich eine Art Routenplan zu verschiedenen Lokalitäten anzeigen zu lassen. Abbildung 3.5 zeigt den Ablauf eines solchen Routingvorgangs.
Abbildung 3.5: Routing mit dem Jamba! Stadtpilot
Nachdem sich der Benutzer für eine Rubrik entschieden hat, wird er zunächst dazu aufgefordert, seinen Standort zu präzisieren. Dies geschieht über die Auswahl von Stadtteilen (b). Danach erfolgt eine Auflistung der PoIs, die sich in unmittelbarer Nähe zur eigenen Position befinden. Neben der Adresse wird außerdem die Entfernung in Kilometern angegeben (c). Nach Klick auf eine Lokalität öffnet sich eine Info-Seite, auf der sich auch ein Routing-Link befindet (d). Der Benutzer kann nun entweder seinen Standort weiter eingrenzen, oder sich sofort die Route ab dem bereits festgelegten Suchstartpunkt anzeigen lassen (e). Die anschließend eingeblendete Anfahrtsbeschreibung führt den Besucher dann zum Ziel (f).
3.1.3 Mobile Stadtführer mit Internet-Komponenten
3.1.3.1 CityCompanion
CityCompanion (http://www.city-companion.de) ist ein mobiler Metropolenassistent der DaimlerChrysler Services Mobility Management GmbH und wurde speziell auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden ausgelegt. Bei dem elektronischen Beglei- ter handelt es sich um einen Web-/Wap-basierten Informations- und Navigations-
dienst, der unabhängig vom jeweils genutzten Mobilfunknetz aufgerufen werden kann [o.V.01a]. Den Besitzern mobiler Endgeräte steht dabei ein vielfältiges Serviceangebot zur Verfügung: Organizer, Reiseführer, Wegweiser, Staumelder, Veranstaltungskalender sowie ein Hotel- und Restaurantguide sind unterwegs abrufbar. Auch auf vorab im Internet organisierte Daten zu Terminen und Freizeitaktivitäten kann per WAP zugegriffen werden. Zusätzlich erhält der Nutzer zeit- und ortsabhängige Informationen, die für seinen Tagesablauf relevant sind. Lästiges Suchen vor Ort entfällt. So steht dem Benutzer beispielsweise sofort die optimale Route zum geplanten Zielort zur Verfügung, egal mit welchem Verkehrsmittel dieser erreicht werden soll. Nach der Eingabe eines persönlichen Profils ist der elektronische Assistent zudem in der Lage, gezielt Hinweise zu geben, die den Bedürfnissen des Nutzers entsprechen.
CityCompanion ist in drei ineinander verwobene Dienste unterteilt: City Organizer, City Highlights und City Navigation. City Organizer ist das Herzstück von CityCompanion, in dem ein Stadtinformationsdienst und ein Terminplaner miteinander verknüpft sind. So ist es möglich, anhand der im Web eingegebenen Termine unterwegs Informationen abzurufen, die zu dieser Verabredung passen: Wegbeschreibungen, Skizzen, das Parkplatzangebot oder Restaurants und Veranstal-tungsorte im Umfeld. Der Dienst City Highlights wird als Informationsquelle herangezogen, wenn der Nutzer mehr von der Stadt sehen oder anderweitig seine Freizeit nutzen will. In den Kategorien Kino, Kultur, Essen & Trinken, Hotels, Sehenswürdigkeiten, Nightlife und Events findet man hier die besten Adressen und Veranstaltungstipps der Stadt. Dass diese Lokalitäten auch gefunden werden, ist Aufgabe von City Navigation. Nach der Definition von Start und Ziel zeigt dieser Dienst, wie man mit dem Auto hinkommt (mit Anfahrtsbeschreibung und Darstellung der Route), wo in der Nähe geparkt werden kann (mit Öffnungszeiten und Preisen der Parkhäuser) und was es dort sonst noch Interessantes gibt [o.V.02b].
CityCompanion ist zur Zeit in den Großstädten Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln und München verfügbar. Weitere europäische Metropolen sollen bald hinzukommen. Da der Dienst kostenpflichtig ist, konnte er über das Web nicht getestet werden.
3.1.3.2 DOM
DOM (Der Orientierte Mensch) bietet dem Benutzer unterschiedliche Mobilitätsdienste, die die einzelnen Phasen der Reiseplanung und -durchführung, die verschiedenen Transportvarianten sowie persönliche Präferenzen abdecken sollen. Das Ende 2000 gestartete Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist eine gemeinsame Initiative verschiedener Institutionen und Unternehmen (darunter Deutsche Bahn, Map&Guide und YellowMap). Unter http://www.der-orientierte-mensch.de stehen interessierten Anwendern bereits seit einiger Zeit erste Pilotdienste zur Verfügung. Laut Projektplan müsste sich der Dienst schon seit Ende letzten Jahres in der Marktetablierungsphase befinden, was aber offensichtlich noch nicht der Fall ist. Auffallend ist, dass die meisten in DOM enthaltenen Informationen und Dienste schon vorher vorhanden waren und nicht eigens für das Projekt erstellt bzw. entwickelt wurden. Hauptziel ist lediglich die konsequente Vernetzung und Personalisierung dieser Dienste.
Die gesamte Reiseplanung wird über die DOM-Webseite abgewickelt. Die zu benutzenden Dienste sind dabei in verschiedene Rubriken unterteilt: In der Reisemappe können die wichtigsten Etappen der anstehenden Reise (z.B. Bahnfahrt, ausgewähltes Hotel, Termine usw.) abgespeichert und jederzeit wieder aufgerufen werden. Unter Persönliches verwaltet der Anwender seine Nutzerdaten und Termine und hinterlegt persönliche Präferenzen für sein Mobilitätsverhalten. So können sich die Resultate der Dienste speziell an seinen Wünschen orientieren. Die Rubrik Reisen beinhaltet einen Routenplaner, der durch eine detaillierte Kartendarstellung ergänzt wird. Hier können auch Preisvergleiche zwischen Bahn und PKW sowie persönliche Zugfahrpläne erstellt werden. Ein Staumelder, der den Benutzer über sein mobiles Endgerät informiert, ist ebenfalls integriert. Die Vor Ort-Funktion soll Ortsunkundigen helfen, sich in einer fremden Stadt zurechtzufinden. Die verfügbaren Informationen umfassen u.a. einen Hotel-, Restaurant- und Branchenguide, Vorschläge zu Events und sonstigen Veranstaltungen (vorerst nur für Düsseldorf), Fahrpläne und Stadtpläne. Vorgesehen sind auch eine Sightseeing-Option und In- formationen über Parkmöglichkeiten.
Arbeit zitieren:
Benjamin Würfl, 2003, Grenzen und Möglichkeiten eines virtuellen Stadtführers für mobile Endgeräte, dargestellt an der Stadt Passau, München, GRIN Verlag GmbH
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