I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis. V
Darstellungsverzeichnis. VII
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Gang der Untersuchung. 2
1.3 Themenabgrenzung 3
2 Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 4
2.1 Übersicht zum europäischen Fußballmarkt. 4
2.2 Rechtliche Historie in Deutschland 6
2.3 Aktuelle wirtschaftliche Situation der Fußballklubs in Deutschland. 8
2.4 Probleme der Fußballklubs 9
2.4.1 Überinvestitionen 11
2.4.2 Rechtliche Veränderungen am Beispiel des „Bosman-Urteils“ 13
2.4.3 Spezielle Risiken von Fußballunternehmen 15
2.4.3.1 Verletzungsgefahr 15
2.4.3.2 Kurze Nutzungsdauer von Fußballspielern 16
2.4.3.3 Qualitätsschwankungen 16
2.4.4 Kospezifität. 17
3 Vergleich von Fußballvereinen und Fußballkapitalgesellschaften
anhand ausgewählter Kriterien 19
3.1 Zielsystem 20
3.1.1 Finanzwirtschaftliche und Leistungswirtschaftliche Ziele 20
3.1.2 Zielkomplementarität. 22
3.1.3 Zielkonflikt 23
3.1.4 Rangordnung der Ziele bei Fußballvereinen und Fußballkapital-
gesellschaften 25
II
3.1.5 Auswirkungen des Zielsystems auf Fußballvereine und
Fußballkapitalgesellschaften. 26
3.2 Finanzierung 27
3.2.1 Innenfinanzierung der deutschen Clubs. 29
3.2.1.1 Zuschauereinnahmen 30
3.2.1.2 TV-Übertragungsrechte. 33
3.2.1.3 Merchandising-Erlöse 37
3.2.1.4 Sponsoringerlöse 39
3.2.1.5 Zwischenfazit 41
3.2.2 Außenfinanzierung deutscher Klubs 42
3.2.2.1 Ausschluss bestimmter Finanzinvestoren 42
3.2.2.2 Mittelzufluss durch neue Eigenkapitalgeber. 44
3.2.2.3 Fan-Investoren als Eigenkapitalgeber. 45
3.2.2.4 Aufnahme von Fremdkapital 46
3.2.2.4.1 Bankkredite 47
3.2.2.4.2 „Fan-Kredite“ 51
3.2.2.4.3 Ausgabe von Anleihen 52
3.2.3 Zusammenfassung: Auswirkungen der Finanzierungsmöglichkeiten
auf Vereine und Kapitalgesellschaften. 53
3.3 Haftung. 53
3.3.1 Funktion des Mindestkapitals bei Kapitalgesellschaften 53
3.3.2 Principal-Agent-Theorie und „Moral Hazard“ 55
3.3.3 Haftung der Geschäftsführung bei Vereinen und Kapitalgesellschaften 56
3.3.4 Haftung von Mitgliedern eines Vereins und Gesellschaftern
einer Kapitalgesellschaft 57
3.3.5 Zwischenfazit 59
3.4 Organisation. 59
3.4.1 Organisationsstruktur eines Fußballvereins 59
3.4.2 Struktur eines modernen Bundesligavereins 61
3.4.3 Probleme ehrenamtlicher Führungsarbeit 63
3.4.4 Defizite der Vereinsstruktur. 67
3.4.5 Struktur einer Fußballkapitalgesellschaft 68
3 4 6 Aufbau eines strategischen Risikomanagementsystems 69
III
3.4.6.1 Risikoanalyse 70
3.4.6.2 Risikoabsicherung. 72
3.5 Zusammenfassende Beurteilung 75
4 Untersuchung und Bewertung der verschiedenen Klubverfassungen 77
4.1 Derzeitige Verteilung der Rechtsformen in der Fußball-Bundesliga 77
4.2 Vergleich der nicht börsennotierten Kapitalgesellschaftsformen 79
4.2.1 GmbH. 80
4.2.2 AG 81
4.2.3 KGaA. 82
4.2.4 GmbH & Co. KGaA 83
4.2.5 Zusammenfassende Beurteilung 85
4.3 Börsennotierte Fußballkapitalgesellschaften 87
4.3.1 Börsenreife. 87
4.3.2 Vorteile eines Börsengangs 89
4.3.2.1 Ausbau der Wettbewerbsposition 89
4.3.2.2 Verbreiterung der Eigenkapitalbasis 92
4.3.2.3 Image und Marketing - Vorteile durch ein Going Public? 93
4.3.2.4 Aufbau eines Aktienoptionsprogramms 94
4.3.2.4.1 Voraussetzung für Aktienoptionsprogramme 95
4.3.2.4.2 Stock Options für Führungskräften 95
4.3.2.4.3 Stock Options für Spieler 97
4.3.3 Nachteile eines Börsengangs 99
4.3.3.1 Identitätsverlust bzw. Entfernung von der Fanbasis 99
4.3.3.1.1 Fan-Spieler vs. Söldner-Spieler 99
4.3.3.1.2 Söldner-Geschäftsführung 101
4.3.3.2 Einflussverlust des Muttervereins 103
4.3.3.3 Die Offenlegungspflichten börsennotierter Klubs - ein Nachteil? 104
4.3.3.4 Einmalige und laufende Kosten durch einen Börsengang 105
4.3.3.5 Verlust der sportlichen Ausgeglichenheit der Liga? 106
4.3.4 Beurteilung der Vor- und Nachteile eines Going Public 108
5 Ausblick 110
IV
Anhang 113
I Lizenzierungsverfahren der DFL für die Saison 2003/2004 113
II Vergleich der Kursentwicklung von Manchester United und des
Euro STOXX 50 115
III UEFA-Fünf-Jahres-Wertung 116
IV Rekordablösesummen im Weltfußball 117
V Zuschauerstatistik der ersten Bundesliga in der Saison 2002/2003 118
VI Zuschauerentwicklung in der ersten Bundesliga seit Einführung 119
VII Rechtsformen der Bundesligaklubs Stand 01.02.2004 121
VIII Typische ABS-Struktur bei Besicherung mit stadionnahen Einnahmen 122
IX Stadiongröße und Besitzverhältnisse der Klubs aus der ersten
Bundesliga 123
X Stadiongröße und Besitzverhältnisse der Klubs aus der zweiten
Bundesliga 124
Quellenverzeichnis 125
Anhang I: Lizenzierungsverfahren der DFL für die Saison 2003/2004 113
Anhang II: Vergleich der Kursentwicklung von Manchester United und des Euro STOXX
50 115
Anhang III: UEFA-Fünf-Jahres-Wertung. 116
Anhang IV: Rekordablösesummen im Weltfußball 117
Anhang V: Zuschauerstatistik der ersten Bundesliga in der Saison 2002/2003 118
Anhang VI: Zuschauerentwicklung in der ersten Bundesliga seit Einführung 119
Anhang VII: Rechtsformen der Bundesligaklubs Stand 01.02.2004 121
Anhang VIII: Typische ABS-Struktur bei Besicherung mit stadionnahen Einnahmen 122
Anhang IX: Stadiongröße und Besitzverhältnisse der Klubs aus der ersten Bundesliga
123
Anhang X: Stadiongröße und Besitzverhältnisse der Klubs aus der zweiten Bundesliga
124
V
Abkürzungsverzeichnis
ABS Asset Backed Securities
AG Aktiengesellschaft A-Jugend 16 - 18 jährige Junioren AktG Aktiengesetz in der Fassung vom 02.01.2002 BFuP Zeitschrift für Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis BGB Bürgerliches Gesetzbuch in der Fassung vom 02.01.2002
B. S. C. Berliner Sport Club BVB Dortmund Ballspiel-Verein Borussia Dortmund
DAI Deutsches Aktieninstitut DFB Deutscher Fußball-Bund DFL Deutsche Fußball-Liga EK Eigenkapital etc. et cetera EU Europäische Union Euro Stoxx 50 europäischer Aktienindex mit 50 Unternehmen e.V. eingetragener Verein f. folgende FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung FC Fußballclub FK Fremdkapital GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbHG GmbH-Gesetz in der Fassung vom 19.07.2002 GuV Gewinn- und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch in der Fassung vom 01.12.2003 Hrsg. Herausgeber HSV Hamburger Sport Verein IPO Initial Public Offering Jg. Jahrgang KG Kommanditgesellschaft KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien
VI
K. O. Knock Out KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich LR Ahlen Leichtathletik Rasensportverein Ahlen Ltd. Private Limited Company Mio. Million(en) MSV Maidericher Sportverein No. Number Nr. Nummer NZG Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht o. V. ohne Verfasser PLC Public Limited Company RW Oberhausen Rot-Weiß Oberhausen S. Seite(n) SC Sportclub SPV Special Purpose Vehicle SpVgg Spielvereinigung SV Sportverein TSV Turn- und Sportverein TV Television UEFA Union Européene de Football Association UFA Universum Film AG USA United States of America VFB Verein für Bewegungsspiele VFL Verein für Leibesübungen Vol. Volume vs. versus WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium WISU Das Wirtschaftsstudium ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft Zfbf Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung ZIP Zeitschrift für Wirtschaftsrecht
VII
Darstellungsverzeichnis
Abbildung 1: Spezielle Risiken auf dem Fußballmarkt ............................................10 Abbildung 2: Wichtige Finanzierungsmöglichkeiten von Fußballklubs ....................28 Abbildung 3: Hauptsäulen der Innenfinanzierung ...................................................29 Abbildung 4: Umsatzerlöse der Klubs der ersten Fußball-Bundesliga in der
Saison 1999/2000 ..............................................................................30 Abbildung 5: Zuschauerstatistik der ersten Fußball-Bundesliga von 1993 - 2003 .32 Abbildung 6:
Abbildung 7: Abbildung 8: Kompetenzregelung innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation eines Modell-Fußballvereins mit Lizenzspielerabteilung ....................62 Abbildung 9: Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine neue Fußballkapitalgesellschaft ...................................................................68 Abbildung 10: Ausgewählte Versicherungsoptionen von Bundesligaklubs ...............73 Abbildung 11: Verteilung der Rechtsformen unter den 36 Profiklubs in Deutschland 77 Abbildung 12: Verteilung der Rechtsformen in der ersten Bundesliga.......................78 Abbildung 13: Verteilung der Rechtsformen in der zweiten Bundesliga.....................78 Abbildung 14: Aufbauorganisation und Beteiligungsstruktur der
GmbH & Co. KGaA ............................................................................83 Abbildung 15: Ablauforganisation einer Fußball-GmbH & Co. KGaA .......................84
Tabelle 1: Mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele einer Lizenzspielerfußballabteilung ....................................................21
Tabelle 1: Mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele einer
Lizenzspielerfußballabteilung ................................................................................21
Tabelle 1: Mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele einer
Lizenzspielerfußballabteilung ................................................................................21
Tabelle 1: Mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele einer
Lizenzspielerfußballabteilung ................................................................................21
VIII
Mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele einer Tabelle 1:
Lizenzspielerfußballabteilung ................................................................................21
Tabelle 1: Mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele einer
Lizenzspielerfußballabteilung ................................................................................21
Einleitung 1
1 Einleitung
Während der letzten 40 Jahre hat sich der professionelle Fußballsport zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Derweil Eintracht Braunschweig 1973 als erster Fußballklub durch die Firma „Jägermeister“ als Trikotsponsor 150.000 Euro einnahm 1 erhält der FC Bayern München in der Saison 2003/2004 und damit „Ligakrösus“ war, 2 Trotz dieser enormen ca. 16 Mio. Euro von seinem Hauptsponsor „Telekom AG“. Einnahmesteigerungen hört man aus der Fußballbranche immer wieder erschreckende Meldungen. Viele Fußballprofiklubs befinden sich wirtschaftlich gesehen in einer Art 3 Dabei bilden Meldungen wie die Fast-Pleite Kaiserslauterns und die Dauerkrise.
drohende Insolvenz Lazio Roms nur die Spitze des Eisbergs. Der Finanzbedarf deutscher Profiklubs ist durch hohe Personalausgaben, insbesondere Spielergehälter und Ablösesummen für Spieler, enorm angestiegen. Trotz dieser stark gestiegenen wirtschaftlichen Tätigkeit der Profiklubs firmieren viele Klubs noch immer als eingetragene Vereine (e. V.).
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die Klubs der Fußball-Bundesliga haben Probleme bei der Finanzierung von guten Spielern, weil sie mit finanzkräftigeren Klubs aus Spanien, England, Italien konkurrieren müssen. Außerdem verschlechtert sich die Eigenkapitalquote durch die Aufnahme von Fremdkapital. Die Ursache für diese Probleme liegt zum einen in dem branchentypischen Problem, vornehmlich mit risikobehafteten Humankapital zu arbeiten. Eine zweite Ursache ist oftmals aber auch in Verfassungsdefiziten der Klubs, sprich ihrer Rechts- und Wirtschaftsform, begründet. Diese daraus resultierenden verhaltensbedingten Risiken sind verantwortlich für extrem hohe (Spieler-)Ausgaben und Vorbehalte der Investoren, Kapital für eine Spielerinvestition aufzubringen.
2
3
Einleitung 2
Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Klubverfassungen auf ihren wirtschaftlichen Nutzen hin zu überprüfen und darauf aufbauend sollen den Klubs Lösungsvorschläge unterbreitet werden. Mit Hilfe der unterschiedlichen Rechtsformen lassen sich Lösungskonzepte für die angesprochenen Defizite erarbeiten, die allerdings auch ihrerseits Probleme aufwerfen können. Daher ist es notwendig, die Risiken und Chancen der rechtlichen und wirtschaftlichen Gestaltungsformen gegeneinander abzuwägen.
1.2 Gang der Untersuchung
Nach dem einleitenden Kapitel befasst sich das zweite Kapitel mit der Ausgangslage der Profiklubs in Deutschland. Des Weiteren werden einige Probleme der Fußballunternehmen und ihre Folgen vorgestellt, welche die Grundlage für die weiteren Untersuchungen bilden. Im dritten Kapitel folgt der Vergleich des eingetragenen Vereins mit einer Fußballkapitalgesellschaft. Dabei werden exemplarisch vier entscheidende Kriterien untersucht. Den Schwerpunkt nimmt hierbei gemäß der bereits erläuterten Problemstellung das Merkmal der Finanzierung ein. In diesem Kapitel wird, um die Übersicht zu wahren, noch nicht auf die spezifischen Kennzeichen der einzelnen Rechtsformen eingegangen. Im vierten Kapitel werden dann Besonderheiten sowohl der einzelnen Rechtsformen als auch eines Börsengangs erörtert. Hierbei werden die Vor- und Nachteile bewertet und Lösungsvorschläge für die Fußballunternehmen unterbreitet. Dies geschieht unter anderem mit der Hilfe standardisierter Interviews, die mit Klubvertretern geführt wurden. Schließlich folgt im letzten Kapitel ein Ausblick, in dem eine alternative Finanzierungsquelle, in Form der ABS-Transaktion, vorgestellt wird.
Um die Begriffe des „Fußballvereins“, der „Fußballkapitalgesellschaft“, des „Fußballunternehmens“ und des „Fußballklubs“ eindeutig abzugrenzen, gilt in dieser Arbeit folgendes Prinzip: Der Begriff des „Fußballvereins“ wird im herkömmlichen und nicht im volkstümlichen Sinn verwendet. Er kennzeichnet also die Rechtsform des eingetragenen Vereins (e. V.). Genauso wird der Begriff Fußballkapitalgesellschaft nur für eine Kapitalgesellschaft verwandt. Falls keine ausdrückliche Unterscheidung gewollt ist, wird auf die Begriffe Fußballklub und Fußballunternehmen zurückgegriffen.
Einleitung 3
1.3 Themenabgrenzung
Obwohl es neben der Rechtsformwahl der Klubs noch andere Kriterien gibt (z. B. Aufbau der Liga, Transferentschädigungssystem), die ein erfolgreiches
Fußballunternehmen ausmachen, beschränkt sich diese Arbeit angesichts der besonderen Relevanz auf die Analyse der Gesellschaftsformen.
Außerdem wird nur der deutsche Berufsfußball untersucht. Ein Vergleich mit anderen europäischen Ligen und Klubs dient der besseren Einordnung der deutschen Klubs.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Rechtliche Fragen werden nur in den Punkten (z. B. Bosman-Urteil) behandelt, wo sie die ökonomischen Gebiete tangieren. Die „abwicklungstechnischen“ Fragen der Ausgliederung einer Fußballkapitalgesellschaft sowie das Emissionskonzept eines Börsengangs werden dagegen nicht untersucht. Vielmehr konzentriert sich die Arbeit auf die Frage, welches Verfassungsdesign überhaupt sinnvoll erscheint.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 4
2 Rahmenbedingungen des Fußballmarkts
Im Folgenden wird sowohl das rechtliche als auch das wirtschaftliche Umfeld auf dem europäischen Fußballmarkt betrachtet. Dies dient zur Einordnung des deutschen Fußballmarkts innerhalb Europas. Auch werden einige unterschiedliche, spezifische Problemfelder von Fußballklubs angesprochen. Damit wird deutlich, dass Fußballklubs spezielle Risiken tragen, die eine branchenspezifische Betrachtungsweise notwendig machen. So können Fußballunternehmen nur in Kooperation miteinander überleben, weil sie über einem Ligawettbewerb ihre Erlöse generieren. Dennoch stehen sie gleichzeitig in einem Konkurrenzkampf, der kaum in einer anderen Branche erreicht wird.
2.1 Übersicht zum europäischen Fußballmarkt
Derzeit werden 36 Aktien von Fußballunternehmen aus sieben Ländern -Großbritannien, Italien, Dänemark, Niederlande, Portugal, Türkei und Deutschland - an 4 Von diesen Unternehmen notieren aktuell nur drei den Börsen Europas gehandelt.
Aktien über ihrem Ausgabepreis - eine bedenkliche Negativbilanz. Die jüngsten
Fußballkapitalgesellschaften, die den Schritt an die Börse trotz eines immer noch schwierigen Marktumfeldes gewagt haben, sind mit Juventus Turin, Besiktas und 5 Weitere bekannte Galatasaray Istanbul bekannte Marken im Fußballgeschäft.
börsennotierte Klubs, auf die im weiteren Verlauf der Arbeit nicht genauer eingegangen wird, sind z. B. Celtic Glasgow, Bröndby Kopenhagen, Ajax Amsterdam oder der FC Porto. Im Folgenden werden die drei Topligen des europäischen Auslands - England, Italien und Spanien - ausführlich vorgestellt:
In England, sind alle Profiklubs der ersten drei Ligen als Kapitalgesellschaften entweder in der Form der „Private Limited Company (Ltd.)“ - gleichzusetzen einer deutschen GmbH - oder in der Form der „Public Limited Company (PLC)“, dem Pendant zur deutschen AG, organisiert. Auch in Sachen Going Public ist England Spitzenreiter.
5
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 5
Derzeit sind 21 Fußballunternehmen in England börsennotiert und natürlich stammt auch der erste Börsengang einer Fußballkapitalgesellschaft aus dem Mutterland des 6 Im Oktober 1983 betrat Tottenham Hotspur das Parkett der Londoner Fußballs. 7 Börse. Auch der mit Abstand größte Erfolg eines Going Public`s von
Fußballunternehmen ist in England zu finden. Sowohl wirtschaftlich, sportlich als auch in der Aktienkursentwicklung ist Manchester United das herausragende Beispiel für einen erfolgreichen Börsengang. So kann der Klub wirtschaftlich eindrucksvolle Bilanzen vorzeigen, die globale Verzweigungen bis in den asiatischen Markt nachweisen. Sportlich gesehen ist Manchester United mit 9 nationalen Titeln in den letzten 10 Jahren und dem Gewinn der Champions League ebenfalls eine renommierte Adresse in Europa. Die Aktienkursentwicklung ist die Erfolgreichste eines Fußballklubs 8 und übertrifft auch den Euro Stoxx 50 klar.
In Italien sind die Klubs bereits seit 1966 Kapitalgesellschaften. Auch die Pläne für ein Going Public existieren bereits seit einigen Jahren. Schließlich betrat Lazio Rom im Mai 1998 als erster italienischer Fußballklub das Mailänder Parkett. Insgesamt sind drei Klubs aus der Serie A, der höchsten Spielklasse Italiens, börsennotiert, neben Lazio 9 Die Börsengänge beider römischen Rom sind das der AS Rom und Juventus Turin.
Klubs sind differenziert zu bewerten. Sportlich gesehen haben sich beide Vereine durch teure, namhafte Spielerzugänge in der Spitze etablieren können. Wirtschaftlich gesehen stehen aber beide Klubs vor dem Ruin. Dies wurde im Lizenzierungsverfahren 2002/2003 deutlich, als beiden Klubs die Lizenz entzogen wurde und erst im letzten Moment die Spielgenehmigung wieder erteilt wurde. Insgesamt muss dem italienischen Profifußball wirtschaftlich ein schlechtes Zeugnis ausgestellt werden. Durch die höchste Personalaufwandsquote aller Topligen Europas von durchschnittlich 75 % steht die Liga 10 Mit dem AC Florenz musste im Jahr 2002 eine vor dem finanziellen Kollaps. 11 Darüber hinaus „Topadresse“ des italienischen Fußballs Insolvenz anmelden.
7
8
9
10 Vgl. Süßmilch & Co (2002), S. 24. 11 Vgl. Süßmilch & Co (2002), S. 24.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 6
verzögerte sich der Ligastart in der laufenden Spielzeit 2003/2004 aufgrund eines Streiks wegen der Verteilung der dezentral vermarkteten Fernsehrechte um einige Wochen. Es sind also einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen dringend notwendig.
In Spanien sind die meisten Fußballklubs aufgrund einer staatlichen Verordnung in Kapitalgesellschaften umgewandelt worden. Voraussetzung für einen Börsengang ist aber, dass mindestens drei Jahresabschlüsse offengelegt werden müssen, bevor ein IPO möglich ist. Da dies bisher kein Klub gemacht hat, ist auch in naher Zukunft nicht mit einem Börsengang einer spanischen Fußballkapitalgesellschaft zu rechnen. Wirtschaftlich gesehen stellt die hohe Verschuldungsquote der etablierten Fußballklubs, 12 wie Real Madrid oder FC Barcelona, ein Problem dar.
2.2 Rechtliche Historie in Deutschland
Während im europäischen Ausland, insbesondere im Mutterland des Fußballs England zahlreiche Fußballklubs den Schritt in neue rechtliche Organisationsformen längst vollzogen haben und seit langem die Wertentwicklung von Fußballunternehmen auf Kurszetteln ablesbar ist, hielt man in Deutschland bis 1998 am Idealbild aktiver, sportlich interessierter Menschen - dem eingetragenen gemeinnützigen Verein - als 13 einzig zulässiger Organisationsform für das „Unternehmen Fußball“ fest.
Sowohl der wirtschaftliche Druck - der deutsche Vereinsfußball verlor zusehends an 14 und der Schuldenberg der Bundesligisten wuchs Einfluss im europäischen Vergleich
ständig - als auch die juristische Kommentierung, die bereits seit langem von einer Rechtsformverfehlung der Bundesligavereine als gemeinnützige, eingetragene Vereine 15 veränderte sprach, ließen den DFB im Oktober 1998 handeln. Auf seinem Bundestag
12 Vgl. Süßmilch & Co (2001), S. 6. 13 Vgl. Zacharias (1999), S. 54.
14 Vgl. Anhang III: UEFA-Fünf-Jahres-Wertung, S. 116: Durch das kontinuierliche Abrutschen in der
UEFA-Fünf-Jahres-Wertung verlor Deutschland im Jahre 2001 einen internationalen Startplatz im
15 Vgl. Haas (2002), S. 13: Der Bundestag ist das oberste Organ des DFB und trifft sich jedes dritte
Kalenderjahr. Hauptaufgaben sind die Wahl des Vorstands und Satzungsänderungsbeschlüsse.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 7
der DFB seine Statuten für den lizenzierten Profi-Fußball weitreichend. Seitdem dürfen neben den eingetragenen Vereinen auch Kapitalgesellschaften in der Fußball-
16 Zu den Bundesliga spielen und damit eine Fußballlizenz des DFB erwerben.
Kapitalgesellschaften zählen gemäß HGB die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Aktiengesellschaft (AG) und die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Auch die Sonderformen der KGaA - die GmbH & Co. KGaA und die AG & Co. KGaA - sind als Rechtsformen für den Träger einer Fußball-Bundesliga-Lizenz zugelassen. Als Einschränkung hat der DFB in seinem „Eckwertpapier“ beschlossen, dass der Mindestanteil der Stimmrechte des Muttervereins grundsätzlich 50 % plus eine Stimme betragen muss. Der Mutterverein muss also eine beherrschende Stellung in der 17 Fußballkapitalgesellschaft einnehmen.
Bei einer KGaA muss der Mutterverein zur Sicherung seines Einflusses selbst der 18 Komplementär oder der 100 % Eigentümer einer zwischengeschalteten GmbH sein. Eine Minderheitsbeteiligung des Altvereins an der ausgegliederten Kapitalgesellschaft wird bei der KGaA gestattet, weil der Komplementär unabhängig von der Höhe der Kapitalanteile der Kommanditisten die Stimmrechte in der ausgegliederten 19 Lizenzspieler-Fußballabteilung innehat.
Eine weitere Ausnahme wird vom DFB zugelassen, wenn eine mindestens zwanzigjährige Vertragsbeziehung zwischen Klub und Sponsor besteht. In diesem Fall darf der Sponsor die beherrschende Stellung einnehmen. Dies ermöglicht der Bayer 20 Auch die Volkswagen AG ist zu AG, 100% an der Bayer Leverkusen GmbH zu halten.
21 50% an der VFL Wolfsburg Fußball-GmbH beteiligt.
16 Vgl. DFB (1998), S. 3. 17 Vgl. DFB (1998), S. 3. 18 Vgl. DFB (1998), S. 3. 19 Vgl. Hertha BSC (2000), S. 18. 20 Vgl. Süßmilch & Co (2001), S. 51. 21 Vgl. Kreutzer (2001), S. 48.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 8
2.3 Aktuelle wirtschaftliche Situation der Fußballklubs in Deutschland
Während in der Vergangenheit der deutsche Fußballmarkt häufig als ein boomender Markt mit steigenden Einnahmen charakterisiert werden konnte, hat sich auch der Fußballmarkt der schlechten wirtschaftlichen Gesamtlage nicht entziehen können. Vor allem die Pleite der Kirch-Gruppe und die damit verbundene Neuaushandlung der Fernsehverträge hat ein großes Loch in die Etats vieler Bundesligaklubs gerissen. Anstatt der ehemals vertraglich vereinbarten 360 Mio. Euro für die Bundesliga-Saison 22 Während dies bei 2003/2004 erhalten die 36 Profivereine nur noch 290 Mio. Euro. den großen Vereinen nur einen kleinen Prozentsatz der Einnahmen ausmacht, weil sie mit Einnahmen aus den europäischen Wettbewerben, Sponsoring und Merchandising bis zu 80 - 90 % ihres Etats verdienen, trifft es die kleinen und mittleren Profiklubs besonders hart und erhöht die wirtschaftliche Schieflage in der Liga. Klubs wie etwa Freiburg oder 1860 München erwirtschaften aus den oben genannten Kategorien nur etwa 20 % ihres Etats. Den Hauptanteil machen bei diesen Fußballunternehmen die 23 Einnahmen aus TV-Rechten der Bundesliga aus.
Deshalb geht zum ersten Mal in der 40-jährigen Geschichte der Bundesliga eine Sparwelle durch die Vereine. Sowohl Manager und sportliche Leiter (z. B. in Schalke, Hamburg und Dortmund) als auch Spieler wie etwa in Dortmund oder bei Union Berlin wurden aufgefordert, auf vertraglich vereinbarte Zahlungen zugunsten der wirtschaftlichen Lage der Vereine zu verzichten. Teilweise werden auch die erfolgsabhängigen Teile des Gehalts, wie z. B. beim VfB Stuttgart in der Saison 2002/2003 zu sehen war, eingefroren und nur bei Erreichung des Saisonziels an die Mannschaft ausbezahlt.
Auf dem Spielermarkt zeigen sich die Auswirkungen der Krise insbesondere bei den durchschnittlichen Spielern. So werden bei Neuverträgen wesentlich geringere Gagen bezahlt und bis zu 40 % des Gehalts als Leistungsprämien in Form von Auflaufprämien vereinbart. Andere Fußballspieler erhalten gar keinen Profivertrag mehr und werden
22 Vgl. Kowalewsky/Schneider (2003), S. 38. 23 Vgl. Kowalewsky/Schneider (2003), S. 38.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 9
24 Aufgrund der Reduzierung der Spielerkader der Klubs sind derzeit somit arbeitslos.
ca. 200 Profifußballer arbeitslos. Dies ist ein Rekordstand. Nur die Spitzenspieler einer Mannschaft müssen aufgrund der Konkurrenzsituation der Klubs im In- und Ausland nicht auf Gehalt verzichten.
Auch die Ablösesummen sind in der laufenden Saison 2003/2004 aufgrund des Überangebots an Spielern leicht zurückgegangen. Damit wurde die nach oben offene Spirale der Ablösezahlungen nach langer Zeit gestoppt. Selbst Starspieler wie David Beckham (für 25 Mio. Euro von Manchester United zu Real Madrid) und Roy Makkay (für ca. 20 Mio. Euro von La Coruna zu Bayern München) wechselten für ein geringeres Entgelt den Klub als in den Vorjahren. So musste Real Madrid für den Wechsel von Zinedine Zidane vor zwei Jahren 75 Mio. Euro und für den Transfer von Ronaldo im 25 letzten Jahr 45 Mio. Euro zahlen.
2.4 Probleme der Fußballklubs
Die Fußballklubs sind unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Die folgende Abbildung 1 zeigt die wichtigsten Risiken, aufgeteilt nach von außen bestimmten Risiken und Risiken, die im eigenen Verhalten des Klubs oder der angestellten Fußballspieler begründet sind.
24 Vgl. Kowalewsky/Schneider (2003), S. 38.
25 Vgl. Kowalewsky/Schneider (2003), S. 38; Anhang IV: Rekordablösesummen im Weltfußball, S. 117.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 10
Abbildung 1: Spezielle Risiken auf dem Fußballmarkt
Bei den externen Risiken spielen neben rechtlichen Veränderungen, vor allem die Risiken aufgrund der Nutzung von Humankapital eine große Rolle. Bei den verhaltensbedingten Risiken sind Fehlverhalten von Managern und Spielern ausschlaggebend. Hierbei ist zu prüfen, ob die Rechtsform Einfluss auf das Fehlverhalten hat und ob bei einer anderen Rechtsform die Risiken minimiert werden könnten.
26 Vgl. Schwendowius (2002), S. 109.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 11
2.4.1 Überinvestitionen
Das Bestreben aller Fußballklubs der Fußball-Bundesliga möglichst hohe Einnahmen durch überdurchschnittlichen sportlichen Erfolg zu erzielen, führt zu einer Investitionshyperaktivität. Die theoretische Begründung für die Überinvestition in 27 Hierbei Fußballspieler liefert hierbei die Metapher des ökonomischen Rattenrennens. rennen mehrere Ratten (analog: Fußballklubs) in einem leicht zu beobachtenden Turnierwettbewerb (analog: Bundesligabetrieb) um ein Stück Käse (analog: zu verteilende Preisgelder). Die Aussicht aller Ratten, als schnellste in den Genuss des größten, möglicherweise einzigen Stücks Käse zu kommen, führt zu einer Erhöhung des Anstrengungsniveaus (analog: Investition in Fußballspieler). Eine Temposteigerung einer Ratte löst dabei eine Kettenreaktion aus, es kommt zur Investitionshyperaktivität. Alle anderen Ratten werden im Rahmen ihrer Möglichkeit ebenfalls das Tempo erhöhen, um den Output für sich zu vereinnahmen. Die zusätzliche Tempoverschärfung führt zu einem höheren Kalorienverbrauch bei den Ratten (analog: höhere 28 Investitionsausgaben bei Fußballklubs), wobei der zu verteilende Käse fix bleibt.
Ökonomische Rattenrennen sind im Fußballsport dadurch gekennzeichnet, dass bei steigenden Investitionskosten und gleich bleibender bzw. nur unterproportional ansteigender Preisgeldhöhe sich die insgesamt zu verteilenden Nettoerlöse verringern. Jedoch trifft die Prämisse des Rattenrennens, dass der zu verteilende Output nur unterproportional zum Einsatz steigt, im Fußballsport nicht immer zu. So kann eine große Anzahl an Starspielern durchaus die bereitgestellten Preisgelder beeinflussen, was z. B. am Marktwert von Manchester United oder Real Madrid zu erkennen ist.
Mit dem Rattenrennen verbunden ist das Problem der Inflationierung der Spielerausgaben. Bei einer Investitionssteigerung eines Klubs reagieren alle anderen 29 Das Problem besteht darin, dass Klubs ebenfalls mit weiteren Investitionsaktivitäten. kein Klub bereit ist, aus dem Rattenrennen auszusteigen. Manager Calmund vom
27 Vgl. hierzu und im Folgenden Franck/Müller (2000a), S. 3 - 26. 28 Vgl. Nahrwold (2003), S. 19: Dieser beschreibt das gleiche Phänomen mit dem „typischen
Tribüneneffekt“.
29 Vgl. Franck/Müller (2000a), S. 11; Franck/Müller (2000b), S. 10 f.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 12
Bundesligisten Bayer Leverkusen sagt hierzu in einem Interview: “Wer als erster 30 und noch treffsicherer ergänzt der kaufmännische Leiter von bremst, der verliert.“ 31 Bayer Leverkusen, Wolfgang Holzhäuser: „Und wer zuletzt bremst, ist tot.“ . Verstärkt
werden die Überinvestitionsanreize durch die großen absoluten Belohnungssprünge zwischen den Tabellenplätzen und vor allem durch Konzentration der zu verteilenden 32 Erlöse auf die Tabellenspitze bedingt durch das erhöhte Interesse der Medien. Empirische Daten aus der Bundesliga belegen diesen Trend: Ein Klub der Ersten Fußball-Bundesliga hat in der Saison 1998/1999 durchschnittlich 36,50 Mio. Euro an Einnahmen erwirtschaftet, während ein Klub aus der Zweiten Fußball-Bundesliga nur 33 8,95 Mio. Euro einnahm.
Diese geschilderte Problematik hat Auswirkungen auf das Verhalten der Manager. Durch die hohen Belohnungsaussichten und großen Erlössprüngen bei gleichzeitig geringen Chancen den angestrebten Tabellenplatz zu erreichen, setzen kognitive Verdrängungen, auch Dissonanzen genannt, ein. Sie überschätzen ihre eigenen Erfolgsaussichten und unterschätzen die Risiken. Analoge Wahrnehmungs- und Verarbeitungsdefizite sind auch auf anderen Winner-take-it-all-Märkten wie z. B. auf 34 So steigt die Nachfrage mit einem höheren Börsen oder im Lotto zu beobachten.
Jackpot, obwohl die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Teilnehmer gleich bleibt. Die Aussicht vieler Klubmanager, in den Genuss höherer Einnahmen zu gelangen, verleitet sie dazu, statistisch negative Erwartungswerte zu ignorieren und hohe Ausgaben in teure Spieler zu tätigen. Klubs, denen im Abstiegsfall hohe finanzielle Einbußen drohen, handeln, wie viele Kapitalanleger an der Börse auch, nach dem Casino-Tunnel-Syndrom. Sie steigern wiederum spekulativ ihre Investitionstätigkeit und können gleichzeitig die realistischen Gewinn- und Verlustmöglichkeiten nicht mehr rational 35 einschätzen.
30 Selldorf (1997), S. 17. 31 Selldorf (1997), S. 17. 32 Vgl. Franck/Müller (2000b), S. 10 f. 33 Vgl. Dietl/Pauli (2001), S. 92 - 95.
34 Vgl. Szymanski/Kuypers (2000), S. 117 - 122; Franck/Müller (2000b), S. 10 f. 35 Vgl. Kipker (2000a), S. 57.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 13
Es scheint eine berechtigte Annahme zu sein, dass sich der Kampf um die Tabellenspitze und die höchsten Einnahmen mit der Einführung von Kapitalgesellschaften und dem damit ausgelösten Kapitalmarktdruck verstärkt. Die Möglichkeit, höhere Gewinne zu erzielen, während eventuelle Verluste auf die Einlage beschränkt bleiben, verstärken bei risikofreudigen Kapitalgebern und Managern die Anreize, durch riskante (Spieler-)Investitionen einen möglichst guten Tabellenplatz zu erreichen. Andererseits zeigen die hier beschriebenen Verhaltensweisen von Managern, wie wichtig es für einen Fußballklub ist, ein gutes, professionelles Management zu beschäftigen.
2.4.2 Rechtliche Veränderungen am Beispiel des „Bosman-Urteils“
Stellvertretend für viele Eingriffe des Gesetzgebers in das Management von Fußballklubs wird hier das „Bosman-Urteil“ und seine schwerwiegenden Folgen für die Klubs dargestellt.
Jean-Marc Bosman war bis zum Jahr 1990 ein eher unbekannter Profi des belgischen Vereins RC Lüttich. Da er das neue Vertragsangebot mit umgerechnet 750 Euro 36 Da der monatlich nicht annehmen wollte, suchte er nach einem neuen Arbeitgeber. RC Lüttich die Zahlungsfähigkeit des französischen Klubs US Dünkirchen, dem potentiellen neuen Arbeitgeber Bosmans, anzweifelte und seine Transferentschädigung in Gefahr sah, verweigerte er die Freigabe für Bosman. Vor diesem Hintergrund zog Bosman vor den europäischen Gerichtshof. Dieser stellte in seinem Urteil am 15.12.1995 fest, dass kein Lizenzspieler eines Klubs in der freien Wahl des 37 Das Urteil hatte zwei entscheidende Arbeitsplatzes beschränkt werden darf.
Konsequenzen für die Klubs. Zum einen wurde die Ausländerklausel (max. drei Ausländer pro Team auf dem Platz) für Spieler anderer Staatsangehörigkeiten als der 38 Weitaus größeren wirtschaftlichen Einfluss hatte die Regelung, des Klubs verboten.
36 Vgl. Haas (2002), S. 6. 37 Vgl. Haas (2002), S. 6.
38 Vgl. Büch (1998), S. 285: Dies galt zunächst nur für EU-Ausländer, wurde aber später auf alle
Ausländer ausgedehnt.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 14
dass die Ablösesummen der Spieler unterschiedlicher Staaten der Europäischen 39 Gemeinschaft bei auslaufenden Verträgen verboten wurden.
Durch das „Bosman-Urteil“ hat sich das Transferentschädigungssystem drastisch verändert. Da die Vermögenswerte des Humankapitals am Ende der Vertragslaufzeit wertlos, da ablösefrei, sind, bemühen sich die Klubs, die Spieler mit langfristigen Verträgen zu binden. Die fehlende Ablösesumme versickert in den Spielergehältern, entweder als Handgeld und/oder in höheren Gagen. Ausbildungsstarke Fußballunternehmen, die nicht in der Lage sind, ihre Talente zu halten, werden durch die Abschaffung der Transferentschädigung stark benachteiligt. Selbst wenn ein Spitzenspieler aus dem Nachwuchsbereich hervorgeht, kann es dem Klub passieren, 40 Die Klubs investieren nun vermehrt in dass er für den Spieler keinen Cent sieht.
Spielergehälter und vernachlässigen den Nachwuchs. Die Schere zwischen kleinen und großen Klubs wurde durch das Urteil größer. Auch ist der Kapitalbedarf durch die in die Höhe getriebenen Spielergehälter und die zum Teil fehlenden Transferentschädigungen 41 Die Sicherheiten (Spielerwerte) der Klubs für eine Kreditaufnahme sind gestiegen. 42 dagegen unsicherer geworden.
An diesen Folgen einer Veränderung einer Rechtssituation lässt sich erahnen, wie wichtig es für die Klubs ist, eine möglichst effiziente Klubverfassung zu besitzen, die schnell und kompetent auf Veränderungen am Markt reagieren kann.
Jean-Marc Bosman übrigens brachte das Urteil persönlich nicht viel Glück. Er wurde von vielen Klubs boykottiert und hatte so keine Chance mehr auf eine erfolgreiche 43 Ein 1997 ausgetragenes Benefizspiel zu seinen Gunsten brachte nichts ein. Karriere.
Selbst seine Berufskollegen, die durch seinen Rechtsstreit Reichtum anhäufen konnten, zeigten sich unbeeindruckt. Auf ein Hilfeschreiben Bosmans an 400 Topverdiener der
39 Vgl. Büch (1998), S. 285: Auch dies gilt mittlerweile innerhalb der Bundesliga sowie in allen anderen
europäischen Ligen.
40 Vgl. Haas (2002), S. 45. 41 Vgl. Lehmann/Weigand (1998), S. 102. 42 Vgl. Abschnitt 3.2.2.4.1: Bankkredite, S. 47. 43 Vgl. Franzke (1998), S. 14.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 15
44 europäischen Ligen reagierte nur ein Spieler und bot Bosman finanzielle Hilfe an. Wenigstens musste der belgische Fußballverband 380.000 Euro als Entschädigung für 45 sein vorzeitiges Karriereende an Bosman bezahlen.
2.4.3 Spezielle Risiken von Fußballunternehmen
Fußballunternehmen sind als Arbeitgeber von Fußballspielern erheblichen Risiken ausgesetzt. All diese Risiken sind darauf zurückzuführen, dass der Fußballmarkt vom Humankapital abhängig ist. Im Folgenden werden einige dieser Risiken und mögliche Absicherungen vorgestellt. Gemeinsam haben alle Risiken, dass sie unabhängig von der Rechtsform auftreten und nur indirekt durch ein gutes Management minimiert werden können.
2.4.3.1 Verletzungsgefahr
Qualitätsunterschiede von Fußballspielern beziehen sich nicht nur auf die Spielstärke und die Motivation des Spielers, sondern auch auf seine körperliche Verfassung und sein voraussichtliches Verhalten, was das Vermeiden von verletzungsbedingten 46 Das Verletzungsrisiko von Fußballspielern gehört zum Ausfällen einschließt.
allgemeinen Branchenrisiko des Fußballsports und ist in den großen körperlichen Belastungen im Spiel, dem internen Konkurrenzkampf im Training und den Reisestrapazen begründet.
Auch sind Fußballspieler auf ihren Dienstreisen weiteren externen Risiken ausgesetzt. Diese äußern sich z. B. in Form spezifischer Gesundheitsrisiken in bestimmten 47 und dem Risiko des Totalausfalls durch einen Reiseunfall, wie die Ländern
Flugzeugabstürze von Manchester United im Jahr 1958 und der Nationalmannschaft Sambias 1993 belegen.
44 Vgl. Blanpain (1996), S. 16. 45 Vgl. Franzke (1998), S. 14. 46 Vgl. Frick/Wagner (1996), S. 613.
47 So kommt es häufiger vor, dass vor allem afrikanische Spieler nach der Rückkehr von Einsätzen ihrer
Nationalmannschaft schwere Erkrankungen wie z. B. Malaria aufweisen.
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 16
Zur Minimierung dieser Gefahren werden auf monetärer Basis
Berufsunfähigkeitsversicherungen abgeschlossen, im sportlichen Bereich kann ein größerer, aber auch teurerer Kader Spielerausfälle kompensieren. Des Weiteren kann vor Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung vorgenommen werden und durch vorherige Beobachtung die körperliche Verfassung und die Verletzungsanfälligkeit eines Spielers besser eingeschätzt und eventuell auf einen Transfer verzichtet werden.
2.4.3.2 Kurze Nutzungsdauer von Fußballspielern
Ein weiteres spezielles Risiko des Fußballsports stellt für die Klubs die relativ kurze Nutzungsdauer des Humankapitals und die damit verbundene Planungsunsicherheit dar. Aufgrund der hohen körperlichen Belastungen kann ein Fußballspieler nur ca. 12 -17 Jahre professionell Fußball spielen. Bei Spielern, die über 30 Jahre alt sind, entwickeln sich zudem normalerweise die physischen Fähigkeiten wie Sprintvermögen oder Ausdauer zurück, was jedoch durch eine größere Routine ausgeglichen werden kann. Mit zunehmendem Alter sinkt in der Regel der Marktwert eines Spielers, da sich die Restnutzungsdauer verkürzt und von einer geringeren Leistungsfähigkeit ausgegangen wird.
Zur Vermeidung dieser Gefahr muss der Spielerkader so ausgewählt werden, dass sowohl hoffnungsvolle junge Spieler als auch erfahrene Routiniers im Kader sind, die sich optimal ergänzen. Sinnvoll erscheint dem Verfasser hierbei die Variante, die Position eines Routiniers mit einem jungen Spieler doppelt zu besetzen, so dass der junge Spieler die Abgeklärtheit des älteren Spielers erlernt und nach dem Rücktritt bzw. Verkauf des älteren Spielers die Position übernimmt, ohne dass hierbei das Spielsystem der gesamten Mannschaft verändert werden muss.
2.4.3.3 Qualitätsschwankungen
Besonders signifikant ist das Merkmal der Qualitäts- und Leistungsschwankungen von Fußballspielern. Die Leistung eines Spielers bzw. einer ganzen Mannschaft wird neben dem eigenen Leistungswillen und Leistungsvermögen auch maßgeblich von exogenen Faktoren, wie der Stärke des Gegners, beeinflusst. Zu hohe Qualitätsunsicherheiten bzw. Qualitätsschwankungen der spielerischen Leistungen führen zu hohen
Rahmenbedingungen des Fußballmarkts 17
Überwachungskosten. Diese können zum Vertragsversagen führen. Bei standardisierten Gütern, wie Autos, bestehen daher vertraglich festgelegte Qualitäts- 48 Diesist bei Fußballspielern nicht möglich. Es gibt keine und Garantieansprüche.
Reklamationsansprüche oder gerichtlich festsetzbare Mindestqualitätsnormen von Fußballspielern. Die Akteure auf dem Fußballmarkt ähneln Erfahrungsgütern, deren spielerische Qualität erst nach Vertragsabschluss für Kunden und Investoren sichtbar 49 Vor Vertragsabschluss können nur Indizien mittels Beobachtung oder eines wird.
Probetrainings gesammelt werden. Dabei soll die Qualität eines Spielers für den neuen Klub eingeschätzt werden. Da dies sehr schwierig ist, setzen alle Profiklubs hauptamtliche Spielerbeobachter, auch Scouts genannt, ein.
2.4.4 Kospezifität
Ferner sind Qualitätsschwankungen im Teamsport Fußball durch die Kospezifität zu 50 Dabei bezeichnet man wechselseitig voneinander abhängige Ressourcen erklären. 51 und Informationen als kospezifisch. Einige Fußballspieler harmonieren mit
bestimmten Mitspielern besser als mit anderen Mannschaftsspielern bzw. sind wechselseitig aufeinander angewiesen. Als bekanntestes Beispiel in Deutschland gelten zwei Spieler des HSV in den 80er Jahren. Dort schlug Manfred Kaltz seine bekannten, angeschnittenen Flankenbälle (Bananenflanken), die das „Kopfball- 52 DieKospezifität muss ungeheuer“ Horst Hrubesch zumeist erfolgreich verwertete. sich aber nicht zwangsläufig auf zwei Spieler beziehen. Sie kann sich auf alle Beteiligten eines Profiklubs wie Spieler, Manager, Trainer oder Co-Trainer beziehen.
Aufgrund der Tatsache, dass ein Fußballspieler in verschiedenen Teams einen unterschiedlich großen Beitrag zum sportlichen Erfolg einer Mannschaft leistet, bestehen unterschiedliche Meinungen bezüglich der Qualität und dem Marktwert
48 Vgl. Akerlof (1970), S. 499 f. 49 Vgl. Frick/Wagner (1998), S. 328 - 343. 50 Vgl. Szymanski/Kuypers (2000), S. 177 - 180. 51 Vgl. Vogt (1997), S. 227 f.
52 Als weiteres Beispiel dient das „magische Dreieck“ des VFB Stuttgart mit den Spielern Balakov, Bobic
und Elber in den 90er Jahren. Nach Verkauf der Spieler Elber und Bobic verschwand der VFB Stuttgart
von der Tabellenspitze und Balakov konnte an seine überragenden Leistungen nicht anknüpfen.
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einzelner Fußballspieler. Die Beobachtung der Leistung eines Spielers oder Trainers vor Vertragsabschluss beim neuen Arbeitgeber können zwar individuelle spielerische Qualitäten und verhaltensbedingte Risiken zum Teil offenbaren, geben aber noch wenig 53 Dies erklärt unter anderem auch, warum viele Aufschluss über dessen Teamfähigkeit.
teure und hoffnungsvolle Spieler- und Trainertransfers einiger Klubs gescheitert sind, oder warum es immer wieder Überraschungserfolge von scheinbar unterlegenen Mannschaften auch in kompletten Meisterschaftsrunden gibt. Eine der größten Überraschungen in den letzten Jahren war hierbei der Gewinn der deutschen Meisterschaft des Aufsteigers 1.FC Kaiserslautern unter dem Trainer Otto Rehhagel in der Saison 1997/1998. Das Budget des Aufsteigers war hierbei wesentlich geringer als das der Favoriten Bayern München und Borussia Dortmund.
53 Vgl. Frick/Prinz (2000), S. 20 f.
Vergleich von Fußballvereinen und Fußballkapitalgesellschaften anhand ausgewählter Kriterien 19
3 Vergleich von Fußballvereinen und Fußballkapitalgesellschaften
anhand ausgewählter Kriterien
Nachfolgend werden unterschiedliche Kriterien bezüglich der Leistungsfähigkeit eines Fußballklubs untersucht. Dabei sollen jeweils Vor- und Nachteile von Fußballvereinen und Fußballkapitalgesellschaften aufgedeckt werden. Ausführlich werden die Punkte Ziele, Finanzierung, Haftung und Organisation diskutiert. Ein weiteres Merkmal, das üblicherweise für die Rechtsformwahl mitentscheidend ist, die Steuerbelastung, wird nicht genauer beleuchtet. Dies begründet sich dadurch, dass sowohl Vereine als auch Kapitalgesellschaften zu den Körperschaften zählen und somit die Steuerbelastungunabhängig von der Rechtsform - nur marginale Unterschiede bei Fußballvereinen und 54 Eventuelle Freigrenzen und Freibeträge für Fußballkapitalgesellschaften aufweist.
gemeinnützige Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb spielen bei einem Profifußballklub aufgrund der Höhe der Einkünfte de facto keine Rolle bzw. sind zu vernachlässigen. Sowohl Vereine als auch ausgegliederte Kapitalgesellschaften haben hauptsächlich steuerpflichtige Einkünfte aus Gewerbebetrieb.
Die Einkünfte aus dem gemeinnützig ideellen Bereich bleiben sowohl bei Vereinen als auch bei Fußballkapitalgesellschaften steuerbefreit, da der (Mutter-)Verein aufgrund der Förderung des Sports als gemeinnützig gilt. Zu diesen Einnahmen zählen echte Mitgliedsbeiträge, Aufnahmegebühren, Spenden sowie Zuschüsse der öffentlichen 55 Hand oder der Verbände.
Auch beim Merkmal des externen Rechnungswesens ergeben sich keine Unterschiede innerhalb der Bundesliga zwischen Vereinen und Kapitalgesellschaften. Grund hierfür sind die national und international beachteten verbandsrechtlichen Bestimmungen der 56 Dabei fordert die DFL im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens neben den DFL.
gängigen Rechnungsunterlagen, die auch das HGB verlangt (Bilanz, Anhang, GuV),
54 Vgl. dazu ausführlich Zacharias (1999), S. 248 - 255. 55 Vgl. Reddmann (2000), S. 50 f. 56 Vgl. Galli (1998), S. 56.
Vergleich von Fußballvereinen und Fußballkapitalgesellschaften anhand ausgewählter Kriterien 20
darüber hinaus eine Halbjahresplanrechnung sowie einen Finanzplan für die 57 Ferner müssen neu abgeschlossene Verträge, bei denen kommende Spielzeit.
Rechte des Klubs an Dritte abgetreten werden, ab einem Volumen von 500.000 Euro in 58 der ersten Liga und 100.000 Euro in der zweiten Liga im Anhang erläutert werden. Somit sind diese Anforderungen höher als die gesetzlichen Mindestanforderungen einer Kapitalgesellschaft. Negativ zu bewerten ist allerdings, dass die DFL keine Veröffentlichung der Bilanzen und GuV`s verlangt.
3.1 Zielsystem
Die Darstellung des Zielsystems der Klubs der Fußball-Bundesliga ist erforderlich, um beurteilen zu können, ob die Entscheidungen des Klubmanagements zweckmäßig sind und wirtschaftlich verfolgt werden. Dabei kann die Rechtsform mitentscheidend für eventuelle Schwachstellen sein.
3.1.1 Finanzwirtschaftliche und Leistungswirtschaftliche Ziele
Das Zielsystem der Klubs der Fußball-Bundesliga lässt sich in finanzwirtschaftliche 59 Umseitig sind einige Formalziele sowie leistungswirtschaftliche Sachziele unterteilen. mögliche finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Ziele aufgelistet:
57 Vgl. dazu ausführlich Galli (1998), S. 56 - 63. 58 Vgl. Brast/Littkemann/Stübinger (2002), S. 1203. 59 Vgl. Rösen (1990), S. 20 f; Schwendowius (2002), S. 111.
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Michael Will-Voß, 2004, Rechtsformen von Profifußballklubs - Eine ökonomische Betrachtungsweise, München, GRIN Verlag GmbH
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