BASTIAN BLAU INHALTSVERZEICHNIS 2 /23
Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 4
2 Führungstheoretische Grundlagen 4
2.1 Begriffsbestimmung 4
2.2 Klassifizierung der Führung nach TANNENBAUM/SCHMIDT 5
2.3 Verhaltensmodell nach BLAKE/MOUTON 6
3 Ausgewählte alternative Führungsstile und Führungsmodelle 8
3.1 Eigenschaftstheorie der Führung 8
3.2 Situationsbezogene Führungsmodelle 9
3.2.1 Kontingenztheorie nach FIEDLER 10
3.2.2 Reifegradtheorie nach HERSEY/BLANCHARD 10
3.3 Transformationale Führung 12
3.4 Zwischenfazit 13
4 Verhandlungsprozesse und Kommunikation 14
4.1 Verhandlung als interaktive Führungsaufgabe 14
4.2 Zielorientierte Führung 15
4.3 Konfliktbewältigung 15
BASTIAN BLAU INHALTSVERZEICHNIS 3 /23
5 Praxisbezogene Darstellung von Führungs
und Verhandlungsprozessen 16
5.1 Darstellung der Firmenstruktur 16
5.2 Beschreibung der konkreten Problemsituation 17
5.2.1 Interaktion Geschäftsstellenleiter und Mitarbeiter 18
5.2.2 Interaktion Geschäftsführender Inhaber
und Mitarbeiter 19
6 Fazit und Gestaltungsempfehlungen 20
Literaturverzeichnis 22
Eidesstattliche Erklärung 23
Abbildungsverzeichnis
Abbildung I Abbildung I: Führungsstil-Typologie
nach TANNENBAUM/SCHMIDT 5
Abbildung II Verhaltensgitter nach BLAKE/MOUTON 6
Tabellenverzeichnis
Tabelle I Führungsverhalten nach der Reifegradtheorie
von HERSEY/BLANCHARD 11
BASTIAN BLAU EINLEITUNG 4/23
1 Einleitung
In der Betriebswirtschaft war das Phänomen der Personalführung lange Zeit von sekundärer Bedeutung. Kosten- und Produktionsfaktoren, ebenso wie das Rechungswesen oder die Planung und Kontrolle von strategischen und operativen Entscheidungen standen im Vordergrund der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Erst mit der interdisziplinären Erweiterung der Perspektive um sozialwissenschaftliche Ansätze, wie der Betriebssoziologie und -psychologie, fanden auch interpersonale Probleme unter den Begriffen „Mitarbeiterführung“ oder „Personalführung“ größere Beachtung. (KIESER/REBER/WUNDERER, 1995, Sp. VIII/X).
Heute wird die Bedeutung der Führung bereits als herausragend von den wichtigsten deutschen Unternehmungen bewertet. Nach einer Umfrage von WUNDERER (1995, 667) unter 16 DAX-Konzernen stellten die Befragten die effektive Gestaltung der Mitarbeiterführung als die zentrale Personalfunktion ein.
2 Führungstheoretische Grundlagen
Im Folgenden sollen nach einer begrifflichen Eingrenzung des Führungsbegriffes zunächst als grundlegende Einteilungskriterien die Klassifizierung nach TANNENBAUM/SCHMIDT und das Verhaltensmodell nach BLA- KE/MOUTON vorgestelltwerden.
2.1 Begriffsbestimmung
Führung im betriebswirtschaftlichen Sinne wird als „zielorientierte Handlungs- und Verhaltensbeeinflussung“ definiert (STEINLE, 1978, 27). Führung ist somit die Fähigkeit, die Erreichung von Zielen durch die Einflussnahme auf Einzelne oder Gruppen herbeizuführen. WUNDERER (2000, 21) unterscheidet weiter zwischen interaktiver und struktureller Führung. Während strukturelle Führung indirekt über kulturelle und organisatorische Funktio-
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nen 1 erfolgt, beinhaltet die interaktive Führung eine direkte Steuerung durch das Personal.
Bei der im Nachfolgenden zu betrachtenden direkten, personalinteraktiven Form der Führung kann die formale Position einer Person dabei häufig die Richtung der Einflussnahme charakterisieren. Doch Hierarchien stellen keinesfalls eindeutiges Kriterium für die Identifizierung von Führungspersönlichkeiten dar, wie STRUNZ (1999, 31) festhält.
Gerade neuere Ansätze in der Forschung beschäftigen sich daher mit Führungsphänomenen innerhalb einer Hierarchiestufe (Kollegenbeeinflussung) oder der Aufwärtsbeeinflussung im Sinne einer „Führung von unten“ (WUNDERER, 2000, 13f).
2.2 Klassifizierung der Führung nach TANNENBAUM/SCHMIDT
Ein in der Literatur weit verbreitetes Schema zur Verdeutlichung der Bandbreite von Führungsstilen stellt das von TANNENBAUM/SCHMIDT entwickelte „Kontinuum des Führer-Verhaltens“ dar. Dabei bilden der „autoritäre“ und der „demokratische“ Führungsstil die Extrempole der Darstellung vielfältiger Führungsweisen. In insgesamt sieben Abstufungen zeigen sich die Ausprägungen der verschiedenen Führungsarten. Einen Überblick über die einzelnen Abstufungen gibt Abbildung I.
Abbildung I: Führungsstil-Typologie nach TANNENBAUM/SCHMIDT (nach STEINLE, 1978, 162f).
Die Autoren sehen ihr Modell als ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigen daher Eigenschaften der Vorgesetzten (z.B. Führungsqualitäten) und Mitarbeiter (z.B. fachliche Qualifikation) ebenso wie situative Einflüsse.
1 Als Beispiel für indirekte Führung können die Unternehmenskultur (kultureller Faktor) oder vorherrschende Kommunikationsstrukturen (organisatorischer Faktor) angeführt werden.
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Verschiede Konstellationen dieser Kriterien geben die adäquate Führungsweise vor, die demnach auch individuell und situationsabhängig variieren kann.
Das Modell kann trotz der umfassenden Perspektive kritisiert werden, da soziale Aspekte der Führungsgestaltung außer Acht gelassen werden. Außerdem fokussiert der Ansatz lediglich auf den Prozess von Entscheidungsfindungen und kann wegen seiner Eindimensionalität daher nicht ohne weiteres auf andere Bereiche übertragen werden. WUNDERER (1997, 181) kritisiert zudem, dass das Modell bislang nicht empirisch überprüft worden ist und eine Bestätigung der Theorie in der betrieblichen Praxis demnach ausgeblieben ist.
2.3 Verhaltensmodell nach BLAKE/MOUTON
Der Kritik an der Eindimensionalität des Ansatzes nach TANNEN- BAUM/SCHMIDT folgend 2 ,ist das in der Literatur weit verbreitete Verhaltens-
gitter von BLAKE/MOUTON anzuführen, welches neben rationalen Aspekten (Produktionsorientierung) auch die sozialen Aspekte (Menschenorientierung) hervorhebt. Die Visualisierung des Modells bietet eine gitterartige Vernetzung beider Koordinaten in je neun Ausprägungen, die zu 81 denkbaren Kombinationen führen, von denen fünf näher erläutert werden (vgl. Abbildung II).
Abbildung II: Verhaltensgitter nach BLAKE/MOUTON (nach WUNDERER, 2000, 263)
2 Dies bezieht sich nicht auf die zeitliche Abfolge der Theorieentwicklung. Das Verhaltensmodell entstand bereits 1960 für Führungstrainings im Konzern Exxon.
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Bastian Blau, 2004, Beschreiben Sie Führungsstrukturen und Verhandlungsprozesse und stellen Sie Bezüge zur betrieblichen Praxis dar, Munich, GRIN Publishing GmbH
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