II. Didaktische Analyse
2.1. Lernvoraussetzungen der Klasse
Die Klasse 1 der Grundschule …… besuchen zurzeit 15 Schüler, 7 Mädchen und 8 Jungen. In der Klasse gibt es drei ausländische Kinder (……), die jedoch über gute Deutschkenntnisse verfügen.
Diese relativ geringe Schülerzahl bietet den äußeren Rahmen für ein optimales Unterrichten in der Klasse, was jedoch oft von dem unruhigen, nervösen Verhalten einzelner Schüler gestört wird.
Im Allgemeinen kommt die Klasse gut miteinander aus. Ob die Kinder aus dem gleichen Kindergarten kommen, ist uns nicht bekannt. Während des Fachpraktikums haben sich einige Freundschaften gebildet. Trotzdem gibt es noch „Außenseiter“ in der Klasse. Zum Beispiel ….., die sich durch ihre trotzige und provokante Art von selbst ausschließt. Sie wird deswegen des Öfteren ausgelacht, was sie jedoch nicht berührt.
….. ist ebenfalls ein Kind, welches Probleme hat, in die Klassengemeinschaft aufgenommen zu werden. Sie versucht zwar ständig Kontakte zu schließen, diese werden jedoch nicht erwidert. Gründe hierfür konnten wir nicht finden. In der Klasse findet man auch verhaltensschwierige Kinder, besonders ….., bei dem ADS festgestellt wurde. Er ist sehr nervös und teilweise unbeherrscht. So äußert er öfters Kommentare, die nicht zum Unterrichtsgeschehen passen. Verhaltensauffällig ist auch ….. Einerseits hat er eine gute Auffassungsgabe, kann andererseits aber sehr unkonzentriert und auch frech gegenüber dem Lehrer sein.
….. möchte sich oft in den Mittelpunkt stellen. Dies versucht er durch Provokation gegenüber dem Lehrer zu erreichen. Dadurch stört er den Unterricht. Neben diesen Kindern, gibt es auch Schüler, die stark leistungsorientiert, konzentriert und aufmerksam arbeiten können und wollen (…….). Doch diese
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Streuung findet man wahrscheinlich in jeder Klasse, wobei einige Ursachen sicher durch die heutige Gesellschaftsstruktur (Medienkonsum, zerrüttete Familie, Leistungsdenken) geprägt sind.
Die Schüler sitzen an Zweiertischen. Sie sind vertraut mit Partnerarbeit, wobei diese in manchen Fällen nicht funktioniert. Gruppenarbeit wurde von uns nie ausprobiert. Das Schema eines Lernzirkels ist ihnen ebenfalls bekannt. Die Schüler besitzen die für Erstklässler typische Begeisterung für die Schule und sind daher in der Regel leicht zu motivieren. Inzwischen sind sie mit Gesprächs- und Verhaltensregeln in der Schule einigermaßen vertraut, ab und zu benötigt man jedoch Rituale. Das Arbeitstempo und die Auffassungsgabe der Schüler sind stark unterschiedlich.
Vor der Stunde mit dem Thema „Zähne putzen“ lernten die Kinder den Aufbau und die Funktion der Zähne kennen. Bei diesen Stunden war zu beobachten, dass die Klasse für dieses Thema leicht zu motivieren ist. Außerdem besaßen viele Kinder schon ein breites Vorwissen, hatten aber noch Probleme mit der Partnerarbeit.
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2.2 Inhalt bzw. Thema des Unterrichts
2.2.1 Bezug zum Bildungsplan
Das Thema „Richtige Zahnpflege“ steht im Bildungsplan der Grundschule Baden-Württemberg im Arbeitsbereich 2: „Leben und Gesundheit: Den Körper pflegen und gesund erhalten.“ Genauer ist es dem Teilthema „Körperpflege dient der Gesunderhaltung“ zuzuordnen.
Ziel ist es, die Kinder mit der Körperpflege vertraut zu machen. Außerdem sollen sie lernen, sich so zu verhalten, dass sie sich und andere nicht verletzen. Insgesamt stehen 24 Stunden im ersten und zweiten Schuljahr für diesen Arbeitsbereich zur Verfügung. 1
2.2.2 Sachanalyse
Die Zähne haben mehrere Funktionen. Zum einen kräftigen sie das Selbstwertgefühl, zum anderen sind sie auch für das Aussehen von großer Bedeutung. Damit sie lange erhalten bleiben, sind prophylaktische Maßnahmen sehr wichtig.
Nach jeder Nahrungsaufnahme bleiben in den Spalten zwischen den Zähnen, Zahnfleisch und Zahnhals, sowie in den Vertiefungen der Backenzähne, Speisereste hängen.
Dort kommt es dann zu einer Ansiedlung von Bakterien. Diese leben von den Resten und zersetzen sie, so dass Zahnplaque (Ausgangspunkt für Karies) entsteht. Bei der Aufnahme von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln bilden die Bakterien Säuren, die den Zahnschmelz und den Zement am Zahnhals angreifen. In diese dringen dann weitere Bakterien ein. Es kommt zur weiteren Zerstörung, wenn sie von der Zahnpflege nicht erreicht werden.
1 vgl. Bildungsplan für die Grundschule, Baden-Württemberg, Seite 76
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Nicole Hofmann, 2004, Eine Unterrichtsstunde in der 1. Klasse zum Thema "Zähne putzen", Munich, GRIN Publishing GmbH
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