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3.1.1) Die Beziehung der einzelnen Dimensionen untereinander 9
3.1.2) Messung der Verständlichkeit 9
3.1.3) Einfluß der 4 Dimensionen der Verständlichkeit auf das Verständnis und Behalten
des Lesers 11
%HLVSLHOKDIWH'DUVWHOOXQJHLQHU7H[WYHUHLQIDFKXQJQDFKGHP+DPEXUJHU0RGHOO GHU9HUVWlQGOLFKNHLW
4.1) Vorstellung des zur Vereinfachung gewählten Originaltextes 12
4.2) Analyse des Textes nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit 13
Textoptimierung nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit 14 6FKOXEHWUDFKWXQJ /LWHUDWXUYHU]HLFKQLV
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(LQOHLWXQJ
,,Wir verstehen unter Fachsprache heute die Variante der Gesamtsprache, die der Erkenntnis und begrifflichen Bestimmung fachspezifischer Gegenstände sowie der Verständigung über sie dient und damit den spezifischen kommunikativen Bedürfnissen im Fach allgemein Rechnung trägt. Fachsprache ist primär an Fachleute gebunden, doch können an ihr fachlich Interessierte teilhaben. Entsprechend der Vielzahl der Fächer, die man mehr oder weniger exakt unterscheiden kann, ist die Variante `Fachsprache` in zahlreichen, mehr oder weniger exakt abgrenzbaren Erscheinungsformen realisiert, die als Fachsprachen bezeichnet sind. Je nach fachlich bestimmter Situation werden sie schriftlich oder mündlich gebraucht, sowohl innerhalb der Fächer (fachintern) als auch zwischen den Fächern (interfachlich)" (Möhn / Pelka, 1984, S. 26).
Fachsprachen sind grundsätzlich öffentlich, zumindest aber der Öffentlichkeit zugänglich, was nicht im gleichen Maße für die fachlich bestimmten Situationen gilt. Fachsprachen sind grundsätzlich überregional, jedoch kann aufgrund von nur regional existierenden Fächern ihr Verwendungsbereich regional eingeschränkt sein. Fachsprachen sind durch eine charakteristische Auswahl, Verwendung und Frequenz sprachlicher Mittel, besonders auf den Systemebenen `Morphologie`, `Syntax` und `Text` bestimmt. Gegenüber anderen Sprachvarianten zeichnet sich `Fachsprache` durch einen höheren Grad an Normhaftigkeit aus, besonders im lexikalischen und textlinguistischen Bereich" (ebd. S. 26f.). Die hier definierten Besonderheiten von Fachsprachen zeigen, daß sie sich in ihrer Erscheinungsform stark von der normal gebrauchten Sprache abweicht. Obwohl Fachsprachen öffentlich zugänglich, d.h. für jeden verständlich sein sollten, treten oftmals Verstehensprobleme auf. Gerade
,,bei Fremdsprachen-Lernern können nicht nur Schwierigkeiten beim inhaltlichen Verstehen von Fachtexten auftreten, sondern es kommen noch Probleme der sprachlichen Verständigung hinzu. Über den fachlichen Inhalt von Texten sollen wichtige lexikalische Elemente und grammatische Strukturen vermittelt werden. Damit es dem Lerner wenig Mühe bereitet, die Texte zunächst inhaltlich zu verstehen, sollten sie gut verständlich aufgebaut sein." (Jahr, 1996, S. 175).
Weiterhin ist wichtig, daß die Fachtexte zu ihrer Erschließung Transfer aus dem Alltagswissen zulassen, d. h. die fachsprachlichen Begriffe sich anhand des Alltagswissens erschließbar sinden lassen.
Gerade im Schulbereich stellen Fachtexte in Schulbüchern immer ein Verstehens- und
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Lernproblem dar, besonders für ausländische Schüler. Von daher ist es von großer Wichtigkeit, hier Möglichkeiten zur Textvereinfachung und -verständlichkeit zu finden. In der hier vorliegenden Hausarbeit soll es insbesondere um die Möglichkeit der Textvereinfachung gehen und diese anhand der Vorstellung eines speziellen Modells, des Hamburger Modells der Verständlichkeit, dargestellt werden.
Hierfür sollen zunächst verschiedene Modelle genannt und im Anschluß das bereits genannte Modell vorgestellt werden. Darüber hinaus soll im praktischen Teil ein Schulbuchtext anhand des Hamburger Modells der Verständlichkeit untersucht und optimiert werden. Im abschließenden Endteil werden die hierbei gemachten Erfahrungen mit diesem Modell aufgezeigt und die entdeckten Schwächen und Stärken des Modells erläutert. Da die Verständlichkeitsforschung jedoch fast immer mit der Fachsprachenforschung einherging und aus dieser neue Impulse bezogen hat (Biere, 1998, S. 402), soll zunächst kurz auf die Fachsprachenforschung und deren Verlauf Bezug genommen werden. =XU)DFKVSUDFKHQIRUVFKXQJ
Fachsprachenforschung sowie jede Forschung setzt die Kenntnis des aktuellen geltenden Forschungsstandes und das Wissen, daß dieser Forschungsstand nicht der endgültige sein kann, daß es noch zu erforschende Desiderate gibt, voraus. Die noch zu erforschenden Desiderate gehen aus erkannten Trends oder aus in der Vergangenheit erstellten Prognosen für die Zukunft hervor (vgl. Hoffmann / Kalverkämper, 1998, S. 355).
In der Entstehungs- und Entwicklungszeit der Fachsprachenforschung waren vorwiegend praktische Bedürfnisse der Anlaß zur Erforschung. Insbesondere ging es um die ,,Sichtung und Sammlung [...] OH[LNDOLVFKHQ Materials unter ganz verschiedenen Gesichtspunkten und für ganz unterschiedliche Verwendungszwecke" (ebd. S. 357), auf die hier allerdings nicht näher eingegangen werden soll.
Mit der wachsenden Fülle des Materials entstand das Problembewußtsein, dieses zu ordnen. Zunächst geschah dies in jedem Fach einzeln. Als jedoch ersichtlich wurde, daß die einzelnen Forschungsergebnisse nicht sehr kompatibel waren und auch sehr widersprüchliche Angaben zum Wesen von Fachsprache machten, wurde eine Synthese der Betrachtungsweisen vorgenommen (ebd. S. 357).
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Im folgenden soll ein kurzer Überblick über die Entwicklung der nunmehr 25jährigen Fachsprachenforschung gegeben werden:
Als ca. Mitte der sechziger Jahre die Fachsprachenforschung ihren Anfang nahm, umfaßte der Begriff Fachsprache lediglich die Terminologie. Dieser Zustand dauerte ca. bis Anfang der achtziger Jahre an. Aufgrund der immer stärker werdenden Kritik an dieser Gleichsetzung und des zunehmenden Einflusses der Textlinguistik, weitete sich der Begriff schließlich von der ,,lexikalischen Ebene [...] über die V\QWDNWLVFKHund IXQNWLRQDOVWLOLVWLVFKHauf [...] die WH[WXHOOH der (FACH)TEXTE [....]" aus und erreichte ,,[...] mit SUDJPDWLVFKHQ(Situation, Handeln) und NRPPXQLNDWLYHQ(u.a. Partner, Verstehen, Wissensvoraussetzungen) Faktoren in den achtziger Jahren und [...] mit VR]LRNXOWXUHOOHQAspekten (z.B. Kulturbedingtheit, Konventionen, Erwartungen und Erwartungserwartungen) in den frühen neunziger Jahren sowie [...] mit VHPLRWLVFKHPNeuland (z.B. fachliches Bild, fachliche Körpersprache, Schriften und andere Zeichensysteme) inzwischen" eine derartige Komplexität, die es laut Kalverkämper (1998), ,,[...] zwingend nahelegt, [...] nunmehr von Fachkommunikation zu sprechen." (Kalverkämper, 1998, S. 48).
Analog zur vorher dargelegten Anschauung und Entwicklung des Begriffes Fachsprache beschäftigte sich die anfängliche Fachsprachenforschung in den frühen Sechzigern bis Ende der Siebziger nur mit der Fachwortschatzanalyse (Lexikologie und Lexikographie der Fachwörter/ des Fachwortschatzes). Hieraus spaltete sich im folgenden die Terminologiewissenschaft, Terminologielehre und Terminologiearbeit ab. In den siebziger Jahren weitete sich die Fachsprachenforschung zudem über die Beschäftigung mit der Fachsyntax und -stilistik und ab den Mittsiebzigern bis in die spätachtziger Jahre mit der Fachtextlinguistik aus. Seitdem beherrscht bis heute die Fachtextsortenanalyse und Fachtextpragmatik einschließlich der sehr vielschichtigen Fachkommunikationsforschung die Fachsprachenforschung (vgl. ebd. S. 54).
Darüber hinaus ist die Fachsprache, genau wie jede andere Sprache, einem ständigen Wandel unterworfen, durch Hinzukommen neuer Fächer und Wörter auf der einen und durch den Wegfall derselben auf der anderen Seite. Allerdings sollte dies laut Hoffmann / Kalverkämper als Herausforderung zum Weiterforschen verstanden werden (vgl. Hoffmann / Kalverkämper, 1998, S. 359).
Das Problem der Anpassung von Inhalten, [...] (Göpferich, 1998, S. 888) die ursprünglich für die fachinterne Kommunikation bestimmt waren, an die Vorkenntnisse von Adressaten mit
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Arbeit zitieren:
Natalie Taepel, 1999, Fachsprache - ein Sprach- und Lernproblem im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ / DaF), München, GRIN Verlag GmbH
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