INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 3
2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES KRIMINALROMANS 3
3. KRIMIS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE 5
3.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES KRIMINALROMANS FÜR KINDER 5
3.2 ALLGEMEINE DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN ZU KRIMIS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE IM
UNTERRICHT 8
4. BEGRÜNDUNG DER TEXTAUSWAHL UND DER KLASSENSTUFE
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5. DAS UNTERRICHTSMODELL 12
5.1 DIE ANALYSE DES TEXTES DIE RACHE VOM HIMMEL 12
5.1.1 Ingvar Ambjörnsen der Autor 12
5.1.2 Der Inhalt 13
5.1.3 Die Erzählsituation 14
5.1.4 Aufbau und Struktur der Kriminalerzählung 14
5.1.5 Die Spannungsentwicklung 16
5.1.6 Das Personenarsenal 17
5.1.7 Abschließende Bewertung 19
5.2 DIDAKTISCHE ANALYSE 20
5.3 LERNZIELE 22
5.4 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 22
6. LITERATURVERZEICHNIS 26
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1. Einleitung
In der folgenden Hausarbeit soll auf der Basis von Ingvar Ambjörnsens Roman „Die Rache vom Himmel“ (1997) eine mögliche Unterrichtseinheit ent worfen werden, die exemplarisch aufzeigt, wie sinnvoll die Verwendung von Kriminalliteratur, im Speziellen von Detektivge- schichten im Deutschunterricht, sein kann. Eine allgemeine Auseinandersetzung mit der histo- rischen Entwicklung des Kriminalromans sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Ju- gendliche dient dazu, das Genre besser zu verstehen und dem Leser zu verdeutlichen, welchen Voraussetzungen und welchen Veränderungen der Kriminalroman unterlag.
Im Anschluss verweisen die didaktischen Überlegunge n zum Krimi auf die vielseitigen Mög- lichkeiten, die diese Gattung den Schülern bieten kann. Welche Aspekte bei einer Bearbeitung von Kriminalromanen im Vordergrund stehen, wird an dieser Stelle näher erläutert werden. Eine konkrete Anwendung der allgemeine n didaktischen Überlegungen folgt anhand der aus- gewählten Lektüre. Durch die Textanalyse werden Struktur- und Formmerkmale des Krimis am direkten Be ispiel dargestellt und die Handlung, das Personenarsenal sowie die Span- nungsentwicklung kritisch hinterfragt. Das eigentliche Unterrichtsmodell entsteht abschlie- ßend aus den didaktischen und methodischen Überlegungen zur Lektüre.
2. Historische Entwicklung des Kriminalromans
Der ersten Erzählung, die dem Genre Kriminalliteratur zuzuordnen ist, dabei handelt es sich um Edgar Allen Poes „Murders in the Rue Morgue“ (1841), gehen eine Menge Vorläufer vor- aus, die entscheidenden Einfluss auf die heutige Form des Kriminalromans haben. Der Gegenstand eines jeden Krimis ist das Verbrechen, insbesondere der Mord. Er lässt sich seit jeher als Motiv in der Literatur finden. Schon in antiken Dramen, wie in Euripides „Me- dea“ (431 v. Chr.), in der Bibel beim Brudermord Kains (1. Moses 3.4) oder in mittelalterli- chen Texten ist der Mord ein gängiges Motiv. Jedoch stehen hierbei die ha ndelnden Personen, die Schicksale und moralische n Aspekte im Vordergrund der Betrachtung.
Das eigentliche Interesse an der Aufklärung von Verbrechen konnte sich erst durch die Ver- änderung der Strafprozessordungen im 18. Jahrhundert entwickeln. In dieser Zeit wurde ab- stand genommen von der Methode, die Geständnisse durch Folter zu ermitteln. Vielmehr soll- ten Indizien dazu beitragen, den wahren Tathergang zu rekonstruieren. Sie wurden sogar über Geständnisse und Zeugenaussagen gestellt. (Vgl. La nge, 2002, 11)
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In Verbindung mit dem wissenschaftlichen Duktus der Aufklärung wuchs das Interesse an der Verbrechensaufklärung. Besonders in Zeitungen und den so genannten Groschenromanen verkauften sich Erzählungen, in denen ungeklärte, mysteriöse Verbrechensvorgänge im Mit- telpunkt stehen, besonders gut. Die sinkenden Herstellungskosten des Drucks und die zune h- mende Lesefä higkeit der Bevölkerung trugen zu einer guten Vermarktung der Schauerromane Ende des 18. Jh. bei. Von der Romantik beeinflusst entwickelten sie sich weg von der Ratio der Aufklärung hin zum Übersinnlichen und Übernatürlichen. Die bekanntesten Vertreter die- ser „gothic novels“ sind Horace Walpole („Schloß Otranto“, 1764), Ann Radcliff („Die Ge- heimnisse von Udolpho“, 1794) und Clara Reevs („Der alte englische Baron“, 1777). In Deutschland sind es vor allem die Werke „Der Verbrecher aus Verlorener Ehre“ von Schil- ler (1786), E.T.H. Hoffmanns „Fräulein von Scudery“ (1819) und Anette von Droste- Hülshoffs „Die Judenbuche“ (1842), die inhaltliche und formale Merkmale des Kriminalro- mans aufweisen und somit als Vorläufer genannt werden müssen. (Vgl. Pleticha, 1986, 46) Im 19. Jh. entstanden europaweit wichtige staatliche Institutionen zur Verbrechensbekämp- fung wie z.B. das berühmte Scotland Yard. Somit blieb die Kriminalitätsaufklärung weiter im Fokus der Öffentlichkeit. 1841 veröffentlichte Edgar Ellen Poe seine Erzählung „Murders in the Rue Morgue “, die erstmals alle Charakteristika des Kriminalromans vereinte.
Mit C. Auguste Dupin erschaffte Poe einen ind ividuellen Helden, der sowohl mit seinem Verstand als auch mit seiner Vorstellungskraft den Tathergang eines Verbrechens lückenlos aufklären konnte. „Wichtig ist dabei Poes Stellung zwischen Rationalismus und romantischer Imagination; beide Aspekte des menschlichen Denkens sind zur Lösung des Falls unabding- bar.“ (Dittmar, 1996, 489) Dupin folgten ähnliche Charaktere mit gleichen Eigenschaften von anderen Autoren. Der wohl bekannteste Detektiv der Literaturgeschichte trat 1887 das erste Mal mit seinem Gehil- fen Dr. Watson in Aktion – She rlock Holmes. Der Autor Sir Arthur Canon Doyle erreichte durch die Zeitung, in der seine Geschichten in Serie gedruckt wurden, eine breit gefächerte Leserschaft, so dass sich die Detektivgeschichte mit ihren spezifischen Strukturen innerhalb kürzester Zeit zu einem viel gelesenen Genre entwickelte.
Zum Ende des 19. Jh. und Anfang des 20. Jh. entstanden eine Fülle von ähnlichen Romanen wie die bekannten Fälle der Miss Marpel oder des Hercule Perrot von Agatha Christie, die Geschichten um Vater Brown von Gilbert Keith Chesterton oder die Detektivgeschichten mit Lord Peter Wimsey von Dorothy Sayers.
In den USA wurden wenige Jahre später die so genannten „Hard-boiled-Romane“ veröffent- licht. Dabei handelt es sich um einen Krimityp, der an die Zeit der Prohibition und Verbre- chersyndikate angelehnt wurde. Der Detektiv büßt seine überdurchschnittlichen Fähigkeiten in der Ratio und Imagination ein. Er wird auf einen Durchschnittsmenschen reduziert, der sich dem organisierten Verbrechen und einer korrupten Gesellschaft in den Weg stellt, wo mit sich
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deutlich Übergänge zum Problemroman abzeichnen. Bekannteste Vertreter des Hard-boiled- Typs sind unter anderem Dashiell Hammett und Raymond Chandler. (Vgl. La nge, 2001, 172) Zwei weitere Formen des Kriminalromans kristallisierten sich in den 50er und 60er Jahren des
20. Jh. heraus. Zum einen handelt es sich um den Thriller, zu dem die berühmten James-
Bond-Romane von Ian Fleming gehören, und zum anderen die Verbrechensgeschichten, in denen der Täter im Mittelpunkt des Geschehens steht. Der Leser erfährt bei diesem Krimityp eingehend die Beweggründe für das gesetzwidrige Verhalten des Täters. Neben Pierre Bo i- leau und Thomas Narcejac ist es vor allem Patricia Highsmith, die die Verbrechensgeschich- ten populär gemacht hat.
Eine der neuesten Formen des Kriminalromans, die sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut, ist der gesellscha ftskritische Kriminalroman, der in den 1960er Jahren erstmals ver- mehrt publiziert wurde. Obwohl sozialkritische Aspekte schon zuvor in vielen Kriminalerzä h- lungen anzufinden waren, wurden sie nun in den Mittelpunkt gerückt. Besonderen Erfolg mit ihren sozialkritischen Romanen erzielten Maj Sjöwall und Per Wahrlöö, die „politische und soziale Konflikte in der schwedischen Wohlstandsgesellschaft“ (Lange, 2001, 172) zum The- ma machten. Sjöwall und Wahlöö sind auch die Wegbereiter der skandinavischen Kriminalli- teratur, die seit den 1990er Jahren mit großen Erfolgen immer wieder die deutschen Bestsel- lerlisten stürmen (z.B. Henning Mankell, Hakan Nesser oder Lisa Marklund).
Auch viele deutsche Schriftsteller folgten dem sozialkritischen Trend wie Hansjörg Martin, Irene Rodrian oder –ky (d. i. Horst Bosetzky).
3. Krimis für Kinder und Jugendliche
3.1 Historische Entwicklung des Kriminalromans für Kinder
Im Vergleich zur historischen Entwicklung des Kriminalromans für Erwachsene ist der Kri- minalroman für Kinder eine relativ neue Entwicklung, die in ihren Vorläufern nicht so weit zurückreicht. Erst Ende des 18. Jh. entsteht generell eine spezifische Literatur für Kinder und Jugendliche, die von einem christlich- moralischen Grundprinzip durchzogen wird. Unmorali- sche Motive wie Erotik, Liebe und jegliche Form des Kriminellen wären in der damaligen Kinder- und Jugendliteratur nicht vorstellbar gewesen. Viele kleine Schritte waren nötig, die- se moralischen Prinzipien zu durchbrechen. Den Anfang machte im Februar 1837 Charles Di- ckens, als er mit der Veröffentlichung seiner Geschichte um „Oliver Twist“ in der „Bentley’s Miscellany“ begann. Die 24 Fortsetzungen, die bis 1839 erschienen, gefielen nicht nur den erwachsenen, sondern auch den jugendlichen Lesern. (Vgl. Dankert, 1996, 584)
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„Oliver Twist“ zeigt in seiner Struktur nur wenige Übereinstimmungen zum typischen Aufbau eines Kriminal- beziehungsweise Detektivromans für Kinder. Besonders die Rätselstruk tur, die aus dem Geheimnis um Olivers Herkunft resultiert, aber auch der Mord am Ende des Ro- mans sowie weitere Verbrechen während der Handlung sind vergleichbar mit dem Geheim- nisvollen, dem Rätselhaften und dem Kriminellen einer jeden Detektivgeschichte für Kinder und Jugendliche. (Vgl. Hasubek, 1974, 27) Nach „Oliver Twist“ sind es vor allem die Abenteuerromane „Tom Sawyers Abenteuer“ (1876) und „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ (1885) von Mark Twain, die zwar Eleme n- te des Detektivromans wie Verbrechen und Verfolgung beinhalten, vom Aufbau aber nicht einer Detektivgeschichte entsprechen. Mit seiner Brutalität in der Darstellung von Morden gehört auch der ausdrücklich für Jugendliche verfa sste Roman „Die Schatzinsel“ (1883) von Robert Louis Stevenson zu den Wegbereitern des Kriminalromans für Kinder. Ähnlich wie bei „Tom Sayers Abenteuer“ steht in diesem Roman die Schatzsuche im Vordergrund. Die dazugehörigen Geheimnisse und Rätsel fordern den Leser zum Mitraten auf. Dem morali- schen Bewusstsein verpflichtet, tritt bei Stevensons auch der Kontrast zwischen dem „Guten“ und dem „Bösen“ besonders stark hervor. (Vgl. Hasubek, 1974, 30) Die deutschen Autoren sind bezüglich des Aufgreifens von Elementen des Kriminalromans für Kinder und Jugendliche vorerst wesentlich zurückhaltender. Am deutlichsten treten diese Elemente in einem wenig bekannten Werk Karl Mays auf. Dabei handelt es sich um „Das Buschgespenst“ von 1850. Wie in einem Krimi für Erwachsene tritt hier ein Detektiv in Akti- on. Unterstützung findet er bei einem Gehilfen, der eine Brücke bildet zwischen den zwei vorherrschenden Handlungssträngen. Arndt, der Held des Romans, wird seiner Rolle als De- tektiv aber nicht ausreichend gerecht. Er besitzt keine überdurchschnittlich rationale Vorge- hensweise und löst den Fall eher durch glückliche Umstände als durch geistige Fähigkeiten. Dem Opfer kommt währenddessen kaum eine Bedeutung zu und die Täter werden anstelle des juristischen Urteils ihrem Schicksal unterstellt. Sie sterben am Ende des Romans auf unter- schiedliche Weise. (Vgl. Hasubek, 1974, 31) Erst 1928 entsteht einer der bekanntesten Vorläufer der heutigen Detektivgeschichte für junge Leser – Erich Kästners „Emil und die Detektive“. Mit diesem speziell für Kinder und Jugend- liche verfassten Roman bricht Kästner mit einigen Traditionen. Die Erwachsenenwelt wirkt nur marginal auf die betroffenen Kinder ein und wird weitestgehend aus der Handlung he- rausgehalten, wodurch die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt rückt. Emil ist sowohl Opfer als auch Detektiv des Romans. Ihm stehen aber einige Freunde zur Seite, die ihm he l- fen, den Täter zu überführen, der schon zu Beginn des Romans dem Leser bekannt ist. Scha u- platz der Erzählung ist die Großstadt Berlin, in der die Lebenssituation der Kinder dargestellt wird. Kästners moralischer Appell lässt sich in Emil und die Detektive ebenso ausmachen, wie in seinen anderen Roma nen (zum Beispiel „Fabian“, 1931), denn „[w]ie in allen seinen Romanen (und Gedichten) ist Kästner auch hier Moralist, dessen Gesellschaftsbild nicht ohne
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zeittypische Konturen auskommt. Kameradschaft, Opferbereitschaft, Pflichterfüllung sind all- gegenwärtig im Verhalten der Kinder. [...] Im Mittelpunkt stehen die Kinder, die sich selbst organisieren und auch ihre Probleme selbst lösen; gleichsam als die besseren Erwachsenen handeln sie unverdorbener und letztlich auch verantwortungsbewußter.“ (Eckart, 1996, 19) Mit diesem weltweiten Erfolg legt Kästner den Grundstein für spätere Detektivromane der Kinder- und Jugendliteratur. Viele weitere junge Detektive sollten Kästners Emil folgen. Durch den Nationalsozialismus wurden allerdings vorerst alle ähnlich gearteten Romane un- terbunden. Kästners Werke wurden verbrannt und bis auf ein paar Einzeltitel, die kurz vor Beginn des Nationalsozialismus erschienen, wie „Das Rote U“ (1932) von Wilhelm Matthie s- sens und „Kai aus der Kiste“ (1927) von Wolfgang Durains, konnte sich das Genre der Kin- der- und Jugendkrimis erst ab den 1950er Jahren wieder durchsetzen.
Zu diesem erneuten Durchbruch hat besonders Astrid Lindgren mit ihrem Meisterdetektiv Kalle Blomquist beigetragen. In drei Fällen („Kalle Blomquist - Meisterdetektiv“, 1950; „Kal- le Blomquist lebt gefährlich“, 1952; „Kalle Blomquist, Eva-Lotte und Rasmus“, 1954) durch- lebt der 13-jährige Kalle mit seinen beiden Freunden Eva-Lotte und Anders spannende Aben- teuer. Auch vor einem Mord schreckt Kalle Blomquist nicht zurück. Der Mord ist ein Motiv, das in zuvor erschienenen Detektivgeschichten für Kinder nur selten anzutreffen war. Etwa zeitgleich erschien auch Enid Blytons „Fünf-Freunde-Reihe“ auf dem deutschen Buc h- markt, die weltweit ein großer Erfolg wurde. „Keine der Nachfolgeserien hat es geschafft, je so erfolgreich zu sein wie die Fünf Freunde und ihresgleichen. Mögen Situationen unwahr- scheinlich, Dialoge trivial, Nebensächlichkeiten ausgewälzt sein – Kinder lassen sich immer noch von den gewaltfreien und unblutigen Abenteuergeschichten der Blyton faszinieren.“ (van Nahl, 1999, 206) Wie auch bei Kästner spielt nicht ein Detektiv die Hauptrolle in Blytons Büchern. Vielmehr ist es die Gruppe, die durch ihre unterschiedlichen Charaktere und durch Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl selbst die schwierigsten Fälle lösen kann. Nach diesem Schema funktio- nieren auch viele weitere Krimiserien für Kinder und Jugendliche. Bei den „Drei ???“ von Robert Arthur, die ab Ende der 1960er Jahre in deutscher Übersetzung vermarktet wurden, und den vier Detektiven von „TKKG“ (ab 1979) verhält es sich ähnlich. Eine Gruppe Jugend- licher, in der jeder eine gewisse Aufgabe übernimmt, stellt sich den erwachsenen Verbre- chern. Durch die einfach strukturierten Charaktere, die in den Serien weder altern noch Ver- änderungen durchmachen und somit wenig Tiefe besitzen, wirken die Serien nahezu zeitlos. Auch heut zutage können sich Kinder noch gut mit ihnen identifizieren. (Vgl. van Nahl, 1999, 207) Wesentlich anspruchsvoller werden die Krimis für Kinder und Jugendliche Mitte der 1970er Jahre. Nachdem der gesellschaftskritische Kriminalroman Einzug in die Erwachsenenliteratur genommen hat, findet sich kurze Zeit später die gleiche Intention auch in Detektivgeschichten für junge Leser wieder. „In den gesellschaftskritischen Detektivgeschichten werden die
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Oliver Bock, 2003, Ingvar Ambjörnsens Detektivgeschichte 'Die Rache vom Himmel' als Unterrichtseinheit im Deutschunterricht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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