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Inhaltsverzeichnis
1. Warum nimmt man eine Sprachstandsanalyse vor? 2
2. Definitionen 3
2.1 Definition von „Standardisierung“ 3
2.1.1 Übertragene Definition von „Standardisierung“ 3
2.2 Versuch einer Definition von „halbstandardisiert“ 3
3. Das standardisierte Verfahren zur Sprachstandsanalyse 4
3.1 Die Untertests des SFD 5
3.1.1 Wortschatzüberprüfung 5
3.1.2 Farbenkenntnis 5
3.1.3 Präpositionen 6
3.1.4 Artikel 6
3.1.5 Singular/ Plural 6
3.1.6 Text- und Hörverständnis 6
3.1.7 Mündliche Sprachproduktion 7
3.2 Testkonstruktion und Gütekriterien 7
3.3 Anweisungen zur Durchführung 10
3.3.1 Untertest: Wortschatz 10
3.3.2 Untertest: Präpositionen 11
3.3.3 Untertest: Artikel 11
3.3.4 Untertest: Hörverständnis-Text 11
3.3.5 Untertest: Bildergeschichte 12
3.4 Auswertung 12
3.4.1 Auswertungsart I und II 12
3.4.2 Sprachgruppen 14
4. Das halbstandardisierte Verfahren zur Sprachstandsanalyse 16
4.1 Sprachstandsindikatoren 17
4.1.1 Sprachstandsindikatoren im Bereich des Satzbaus 17
4.1.2 Sprachstandsindikatoren im Bereich der Wortformen
und des Wortgebrauchs 17
4.2 Diagnose- und Beobachtungsschritte zur Erfassung der mündlichen
Sprachkompetenz im Schuleingangsbereich 19
5. Literaturverzeichnis 23
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In meiner Hausarbeit habe ich mich mit den standardisierten und halbstandardisierten Verfahren der Sprachstandsanalyse von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache beschäftigt.
Bevor ich auf die Verfahren im Einzelnen näher eingehen, haben ich mich gefragt, aus welchen Gründen eine Sprachstandsanalyse vorgenommen wird.
1. Warum nimmt man eine Sprachstandsanalyse vor?
• An unseren Grundschulen gibt es viele Kinder aus den verschiedensten Nationen. Ihre Erstsprache ist somit oftmals nicht Deutsch. Eventuelle Sprachdefizite werden aufgedeckt und analysiert, um die Kinder gezielt und individuell fördern zu können. Auf diese Weise möchte man gezielt gegen schlechte Schulabschlüsse vorgehen und verhindern, dass sich überwiegend ausländische Kinder an Sonderschulen für Lernbehinderte befinden.
• Die Lern- bzw. Sprachausgangslage der Kinder wird ermittelt und entsprechende unterrichtliche Maßnahmen werden ergriffen • Erfassung der tatsächlichen Beherrschung der deutschen Sprache • Ermöglichung eines objektiven Vergleichs mit den Anforderungen, die an deutsche Kinder hinsichtlich ihrer Sprache gestellt werden.
• Deutliche sprachliche Defizite sollen ebenfalls bei denjenigen Kindern festgestellt werden, die umgangssprachlich relativ sicher wirken.
• Man möchte verhindern, dass Schwierigkeiten in der Zweitsprache erst in höheren Klassenstufen sichtbar werden. 1
Um die Begriffe „standardisiert“ und „halbstandardisiert“ besser verstehen zu können, habe ich sie nachfolgend definiert.
1 Hobusch, Anna/ Lutz, Nevin/ Wiest, Uwe: Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik für Ausländer- und Aussiedlerkinder (SFD). 1. Auflage, Horneburg: Persen Verlag GmbH, 2002 Apeltauer, Ernst/ Glumpler, Edith: Ausländische Kinder lernen Deutsch. Lernvoraussetzungen/ Methodische Entscheidungen/ Projekte. 4. Auflage, Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor GmbH und Co. KG, 2000
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2. Definitionen
2.1 Definition von „Standardisierung“
Im Lexikon „Reader’s Digest/ Universal Lexikon in 18 Bänden, Band 16“ habe ich folgende Definition zum Begriff „Standardisierung“ gefunden:
Das Festlegen allgemein gültiger, akzeptierter Regeln in Form von Normen (Standards). Die Standardisierung wird auf den verschiedensten Gebieten menschlicher Tätigkeit, besonders in der Technik, ausgeübt. Sie dient zur Vereinheitlichung und Vereinfachung von Bezeichnung, Handhabung und Ausführung von Produkten und Leistungen. In der ehemaligen DDR Normung. 2 war sie synonym für
2.1.1 Übertragene Definition von „Standardisierung“
Im Folgenden habe ich diese Definition aus „Reader’s Digest“ auf unser Thema übertragen:
„Die standardisierte Sprachstandsanalyse setzt sich aus allgemein gültigen, akzeptierten Regeln und Tests zusammen, die normiert sind. Die Standardisierung wird hier auf dem Gebiet der Sprache angewendet. Sie dient zur Vereinheitlichung und Vereinfachung der Analyse des Sprachstandes von Kindern, deren Erstsprache nicht Deutsch ist.“
2.2 Versuch einer Definition von „halbstandardisiert“
Zu „halbstandardisiert“ habe ich keine Definition in einem Wörterbuch oder Lexikon gefunden. Aus diesem Grund habe ich mir selbst Gedanken gemacht, was „halbstandardisiert“ auf mein Thema bezogen bedeuten könnte. Ich gehe davon aus, dass beim halb-standardisierten Verfahren zur Sprachstandsanalyse gewisse Anhaltspunkte für den Lehrer vorgegeben sind, die er jedoch nicht zwingend einhalten muss.
2 Reader’s Digest: Universallexikon in 18 Bänden. Band 16. Gütersloh/ München: Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, 2000
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3. Das standardisierte Verfahren zur Sprachstandsanalyse
Nachfolgend möchte ich die standardisierte Sprachstandsanalyse anhand des Verfahrens „Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik für Ausländer- und Aussiedlerkinder (SFD)“ verdeutlichen.
Dieses Verfahren wurde von Anna Hobusch, Nevin Lutz und Uwe Wiest entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung von Aufgaben, die der Überprüfung des Sprachstandes von Kindern nicht-deutscher Erstsprache dienen, welche die Klassen 1-4 besuchen.
In der ersten Klasse wird das Verfahren als Einzelüberprüfung angewendet. Um einen guten Einblick über das Sprachniveau der gesamten Klasse zu erhalten, kann das Verfahren in den Klassen 2-4 auch gruppen- oder klassenweise eingesetzt werden.
Erläuterungen zur Tabelle:
In den Klassen 1-4 wird der passive Wortschatz überprüft. Die Farbenkenntnis wird nur in Klasse 1 festgestellt. Die Überprüfung der Präpositionen erfolgt durchgängig von Klasse 1-4. Die Fähigkeit der Singular- und Pluralbildung wird ausschließlich in der 1. Klasse getestet.
Nur die Tests der Klassen 2-4 enthalten Aufgaben zum Gebrauch der Artikel. Aufgaben zum Text- und Hörverständnis enthalten die Klassen 1, 3 und 4. Die mündliche Sprachproduktion wird durchgängig von Klasse 1-4 überprüft.
3 Hobusch, Anna/ Lutz, Nevin/ Wiest, Uwe: Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik für Ausländer- und Aussiedlerkinder (SFD). 1. Auflage, Horneburg: Persen Verlag GmbH, 2002
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3.1 Die Untertests des SFD
3.1.1 Wortschatzüberprüfung
Zur Wortschatzüberprüfung ist eine Ermittlung des passiven Wortschatzes sinnvoll, um zu erkennen, inwieweit Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, am schulischen und außerschulischen Sprachhandeln teilnehmen können. Dabei geht es um die Messung des Wortschatz-Umfanges im Verhältnis zu dem gleichaltriger Kinder mit deutscher Erstsprache.
Um den Grad der Sprachkompetenz beispielsweise im Bereich des Verstehens zu ermitteln, kann der passive Wortschatz überprüft werden.
Bei der Auswahl wurden besonders drei verschiedene Wortarten berücksichtigt: Nomen, Verben und Adjektive.
Die Anzahl der zu überprüfenden Wörter beträgt in Klasse eins = 72, in Klasse zwei = 30, in Klasse drei = 16 und in Klasse vier = 27 Wörter.
In den Klassen 2-4 werden auch zusammengesetzte und abgeleitete Wörter und solche mit Suf- und Präfixen überprüft.
In der ersten Klasse wurden eher leichte Wörter ausgewählt, um Kindern mit geringen Deutschkenntnissen Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
3.1.2 Farbenkenntnis
Da gerade im ersten Schuljahr mit vielen Farbstiften gearbeitet wird, erfolgt die Überprüfung der Farbenkenntnis sehr differenziert. Die prüfende Person zeigt dem Kind einen farbigen Gegenstand und fragt nach der Farbe.
Insgesamt werden 10 verschiedene Farben mit Hilfe von Gegenständen abgefragt.
3.1.3 Präpositionen
Es werden überwiegend Präpositionen verwendet, die adverbiale Verhältnisse ausdrücken.
Schüler sollten Arbeitsanweisungen verstehen und umsetzen können, die häufig mit Präpositionen, die eine adverbiale Bestimmung des Ortes beinhalten, verbunden sind. In der 1. und 2. Klasse werden ausschließlich Präpositionen mit lokaler Bestimmung überprüft.
Arbeit zitieren:
Justine Muller, 2004, Standardisierte und halbstandardisierte Verfahren zur Sprachstandsanalyse von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache, München, GRIN Verlag GmbH
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