Bibliographische Beschreibung
Name, Vorname: Kireev, Andrei
Thema der Diplomarbeit: Vorschläge zum weiteren Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und
2003 / 104 Seiten / 2 Tabellen / 17 Abbildungen / 5 Anlagen
Bernburg: Hochschule Anhalt (FH) Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachbereich Wirtschaft - Diplomarbeit Autorreferat
Diese Diplomarbeit behandelt die Frage der Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung des Standortes Bernburg-Strenzfeld der Hochschule Anhalt im Bezug auf die Konkurrenz auf den internationalen Bildungsmärkten, insbesondere gegenüber dem russischen Bildungsmarkt und welche Auswirkungen die weitere Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit auf die Attraktivität des Standortes haben kann.
Das Hauptziel war die Erarbeitung von Vorschlägen für die weitere Entwicklung und Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit des Standortes, dessen Attraktivität für ausländische Studienbewerber gegenüber den anderen Wettbewerbern auf dem lokalen Bildungsmarkt sehr von dem breiten Angebot an Informations- und Unterstützungsangeboten abhängt. Durch die Analyse von Struktur und Niveau des russischen Bildungssystems sowie der Situation auf diesem Bildungsmarkt wurde klar, dass Studierende zum Beispiel aus dem russischsprachigen Ausland eine große Bereitschaft für ein Auslandsstudium zeigen. Das wird mittels zahlreicher Vorteile, die ein ausländisches Diplom den russischen Studenten sowohl auf dem einheimischen als auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt bringt, bestätigt.
Außerdem beinhaltet diese Diplomarbeit den Vorschlag für einen zweisprachigen (deutschrussisch) Internet-Auftritt für die auf dem Gebiet der Unterstützung der ausländischen Studierenden tätige Non-Profit-Organisation „Gemeinnütziger Strenzfeld Fonds e.V.“, als dessen Auftragswerk diese Arbeit entstand.
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Inhaltsverzeichnis
Bibliographische Beschreibung. 2
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 5
Einleitung 6
1. Darstellung des aktuellen wissenschaftlichen Stands. 9
1.1 Öffentlichkeitsarbeit. 9
1.1.1 Begriffsdefinition 9
1.1.2 Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche der Öffentlichkeitsarbeit. 10
1.1.3 Interne PR. 11
1.1.4 Externe PR. 13
1.2 Selbstdarstellung. 15
1.2.1 Definition des Begriffs 15
1.2.2 Definition und Systematisierung der Bausteine der CI 16
1.2.3 Notwendigkeit der CI 17
1.2.4 Ziele einer CI. 17
1.2.5 Interne Ziele. 18
1.2.6 Externe Ziele 19
1.2.7 Wirkungen einer CI 19
2. Standortbezogene Studienmöglichkeiten in Bernburg 21
2.1 Hochschule Anhalt (FH) 21
2.1.1 Standorte und Studienmöglichkeiten. 21
2.1.2 Standort Bernburg-Strenzfeld. 22
2.2 Stand der Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung der Hochschule Anhalt
(FH) für den Standort Bernburg-Strenzfeld. 29
3. Der russischsprachige Bildungsmarkt. 33
3.1 Niveau und Struktur des russischsprachigen Bildungsmarktes 33
3.2. Öffnung nach Westeuropa. 38
3.2.1 Informationsmöglichkeiten für künftige Studenten. 38
3.2.2 Dienstleister der Vermittlung von Auslandsstudien in Russland 40
3.3 Studium im Ausland für russische Studenten. 44
3.3.1 Vorteile eines ausländischen Diploms für russische Absolventen 44
3.3.2 Motivation zum Studium im Ausland 47
3.3.3 Voraussetzungen russischer Studenten zum Studium 49
3.3.4 Organisatorische Komponente 52
3.4 Studium am Hochschulstandort Bernburg-Strenzfeld für russische Studenten 55
3.4.1 Voraussetzungen. 55
3.4.2 Vorteile und Motivationen 56
3.4.3 Bestehende und erforderliche Informationsmöglichkeiten und
organisatorische Hilfsangebote 58
3.4.3.1 Ausländische Studienbewerber im Ausland 59
3.4.3.2 Ausländische Studierende in Deutschland 60
3
4. Methodik und Herangehensweise 64
4.1 Möglichkeiten der Analyse 65
4.2 Bedarfsanalyse 66
4.3 Aufbau der Umfrage 67
4.4 Auswertung der Ergebnisse. 68
4.5 Schlussfolgerungen aus der Auswertung. 70
5. Vorschläge zur weiteren Erschließung des russischsprachigen
Bildungsmarktes für den Standort Bernburg-Strenzfeld 72
5.1 Problem der Studentenzahlen in Deutschland und Ausgewogenheit der
Nationalit äten ausländischer Studenten am Hochschulstandort 72
5.2 Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung des Stadtteils und
Hochschulstandortes Bernburg-Strenzfeld. 75
5.2.1 Schaffung eines russisch-deutschen Internetauftritts 75
5.2.2 Etablierung von Unterstützungsangeboten für russischsprachige
Studieneinsteiger 77
5.2.3 Möglichkeiten zur Umlenkung der Motivation zur Wahl des Studienortes auf
den Hochschulstandort Bernburg-Strenzfeld 78
5.2.4 Einbeziehung der einem regulären Studium vorschaltbaren Angebote des
Landesstudienkollegs in Köthen. 79
5.2.5 Einbeziehung von Informationen und Hilfen bei der Abwicklung der
beh ördenseitigen Einstiegshürden 80
5.2.5.1 Pass, Visa, Ausländerbehörde 82
5.2.5.2 Wohnen, Bank, Lebensorganisation am Standort 82
5.2.5.3 Integration der Organigrammstrukturen und erforderlicher Hilfen und
Unterst ützungen. 82
5.3 Die GSF-Organisation. 84
5.3.1 Gründung. 84
5.3.2 Ziele und Aktivitäten. 85
5.3.3 Vorschläge zu Förderungsmöglichkeiten des Vereins 87
5.3.4 Potentiale und Wirkungsmöglichkeiten der GSF-Organisation 94
5.3.4.1 Übertragung der Internet-Domain www.strenzfeld.com auf den Verein 94
5.3.4.2 Gegenseitige Mitgliedschaften mit An-Instituten am Standort 94
5.3.4.3 Organisationsintegration am Standort 95
5.3.5 Vorschlag für einen Internet-Auftritt der GSF-Organisation 95
6. Schlussfolgerungen und Ausblick 100
Literatur - und Quellenverzeichnis. 102
Anlagenverzeichnis. 105
4
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Struktur des Bildungssystem in Russland
Abbildung 2 Gründe für ein Hochschulstudium in Deutschland (Bildungsausländer, in )
Abbildung 3 Organigramm des Einstiegs in ein Studium am Hochschulstandort Bernburg-
Strenzfeld am Beispiel eines potentiellen russischen Studienbewerbers (Teil 1)
Abbildung 4 Organigramm des Einstiegs in ein Studium am Hochschulstandort
Bernburg -Strenzfeld am Beispiel eines potentiellen russischen
Studienbewerbers (Teil 2)
Abbildung 5 Organigramm des Einstiegs in ein Studium am Hochschulstandort
Bernburg -Strenzfeld am Beispiel eines potentiellen russischen
Studienbewerbers (Teil 3)
Abbildung 6 Organigramm der Existenz während des Studiums am Hochschulstandrot
Bernburg -Strenzfeld am Beispiel eines russischen Studenten der HS Anhalt
Abbildung 7 Intro-Seite des GSF e.V.
Abbildung 8 News-Seite des GSF e.V.
Abbildung 9 Verein-Seite (Satzung des GSF e.V.)
Abbildung 10 Hochschule Anhalt-Seite.
Abbildung 11 Kontakt-Seite des GSF e.V.
Abbildung 12 Gästebuch des GSF e.V.
Abbildung 13 Impressum-Seite des GSF e.V.
Abbildung 14 Links-Seite des GSF e.V.
Abbildung 15 Download-Seite des GSF e.V.
Abbildung 16 Strenzfeld-Rundgang auf der Seite des GSF e.V.
Abbildung 17 Am Standort Strenzfeld wirkende Kräfte.
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Einleitung
„Das Studium von Ausländern an deutschen Hochschulen liegt nicht nur im Interesse der ausländischen Studierenden. Ein Ausländerstudium kann aus verschiedenen Gründen sowohl den deutschen Studierenden, den Hochschulen, aber auch der Bundesrepublik Deutschland insgesamt dienen. So stehen zum Beispiel neben den wissenschaftlichen Interessen der Hochschulen die Interessen der Kultur-, Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik. In jüngster Zeit mehren sich aber Stimmen im politischen Raum, dass Deutschland und damit die deutschen Hochschulen als Ort des Studiums und der Ausbildung für qualifizierte ausländische Studierende immer weniger attraktiv seien.“ 1
In der Rangliste der Bildungsexporteure rangiert Deutschland noch immer hinter den mit Abstand dominierenden USA und den britischen Inseln an dritter Stelle. Dieses Ergebnis ist vor allem der großen Zahl von jungen Osteuropäern zu verdanken, die es zu einem Vollzeitstudium nach Deutschland zieht. Gerade jetzt, wo die Bereitschaft für ein Auslandsstudium (besonders in Deutschland) in osteuropäischen Ländern so hoch ist, sollten sich sie Hochschulen auf diese Richtung konzentrieren.
„Die Gesamtzahl der ausländischen Studierenden ist zwar in deutschen Hochschulen in den letzten Jahrzehnten ständig gestiegen, davon sind aber etwa 40 Prozent sogenannte "Bildungsinländer". Dem gegenüber stagniert die Zahl der "echten" ausländischen Studierenden seit längerem.“ 2 „Darüber hinaus weisen die Studentenzahlen Defizite und Ungleichgewichtigkeiten aus, die bei den weiteren Bemühungen um eine Stärkung der Attraktivität der Hochschulen zu berücksichtigen sind, wie z.B. unterproportionale Ausländeranteile an Hochschulen (Ausnahme große Hochschulstandorte) oder
ungleichgewichtige Verteilung bei den Herkunftsländern der ausländischen Studierenden.“ 3 „Vor dem Hintergrund knapper werdender Mittel und dem Versuch, den Wettbewerb zwischen den Hochschulen zu verstärken, erlangt die Attraktivität einer Hochschule zunehmende Bedeutung. So wird unter anderem auch verstärkt auf die Studentenzahlen einer Hochschule geachtet. Das Informations- und Unterstützungsangebot sowie das Informationsverhalten bei der Wahl des Studienorts bekommt so eine wichtige Schlüsselfunktion.
1 Vgl. [4]
2 Vgl. [4]
3 Vgl. [52]
6
Während die Qualität der Ausbildung an deutschen Hochschulen nicht in Frage gestellt - z.T. ausdrücklich anerkannt - wird, werden bei ausländischen Studierenden oder entsendenden Stellen zunehmend Kosten-Nutzen-Überlegungen artikuliert, die von einem Studium in Deutschland abhalten.“ 4
„Die Ergebnisse der Befragung (s. Anlage IV) zeigen deutlich, dass neben den Studienbedingungen besonders die Lebensbedingungen und ausreichende Informations- und Hilfsangebote bei der Hochschule für ausländische Studierende von zentraler Bedeutung sind. Und gerade bei der Beurteilung dieser "weichen" Faktoren schneiden viele Hochschulen in Deutschland keineswegs optimal ab. Die Betreuung ausländischer Studierender wird ziemlich oft bemängelt: Weder bei der Wohnungsvermittlung noch bei der Unterstützung im Umgang mit den Behörden werde Ausreichendes getan.“ 5
„Weniger ein Hemmnis als eine bisher von deutschen Hochschulen nicht wahrgenommene Möglichkeit ist das offensive Marketing (mittels) ihrer Informationsmöglichkeiten. Für deutsche Hochschulen ist der Erfolg im Wettbewerb um ausländische Studierende eine Einnahmequelle (Studiengebühren, Fördermittel etc.).“ 6 Daher ist auch das vermehrte Angebot möglichst zahlreicher und effektiver Förderungsprogramme, Unterstützungsangebote und Hilfen für den ausländischen Studierenden schon während der ersten Schritte seiner Bewerbung ein Schlüssel zu einer Imageverbesserung der Hochschuleinrichtung gegenüber dem potentiellen Studenten, wenngleich eine ganzheitliche und langfristig ausgerichtete Marketingkonzeption für den Hochschulstandort mehr und mehr zu fordern ist.
Dass Handlungsbedarf besteht, ist inzwischen nahezu allen Verantwortlichen klar. Das gilt vor allem für die Lebensqualität ausländischer Studierender und deren Betreuung. Deswegen ist der Einsatz kommunikationspolitischer Instrumente wie Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung eine Chance, dem Hochschulstandort mehr Attraktivität zu verleihen. Zielsetzung der Diplomarbeit
Der Richtungspunkt dieser Arbeit ist die Untersuchung des gegenwärtigen Standes der Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung des Hochschulstandortes Bernburg-Strenzfeld der Hochschule Anhalt hinsichtlich einer möglichen Steigerung der Attraktivität des Standortes für die ausländischen Studierenden sowie eine Analyse der heutigen Situation auf dem russischen
4 Vgl. [4]
5 Vgl. [45]
6 Vgl. [4]
7
Bildungsmarkt im Bezug auf Bereitschaft der potentiellen russischen Studienbewerber, ein Studium in Deutschland anzufangen und damit zusammenhängende Studieneinstiegshürden, die von dem Auslandsstudium abhalten könnten.
Das Hauptziel der Diplomarbeit war die Erarbeitung von Vorschlägen zum weiteren Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung des Hochschulstandortes Bernburg-Strenzfeld zwecks Stärkung der Wettbewerbsposition des Standortes gegenüber anderen Hochschulen auf dem internationalen Bildungsmarkt, insbesondere in Russland.
Außerdem sollte ein Vorschlag für einen Internetauftritt ausgearbeitet werden für den Verein „Gemeinnütziger Strenzfeld Fonds“, welcher seine Non-Profit-Aktivitäten der Unterstützung und Förderung von Studienbewerbern aus dem Ausland widmet. In dieser Hinsicht ist die vorliegende Arbeit ein Auftragswerk dieser durch den deutschen Staat anerkannten gemeinnützigen Körperschaft. Die genannten vorzuschlagenden Internet-Aktivitäten sollten so ausgerichtet sein, dass sie die Erhöhung der Wirksamkeit der Selbstdarstellungsaktivitäten des Hochschulstandortes optimal unterstützen und die zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel zielgerecht darauf ausgerichtet werden können, die Zielgruppe in ihrer Entscheidung für den Hochschulstandort als Studienort optimal zu motivieren und zu fördern und damit mehr Studenten aus dem Zielgebiet für den Standort und seine Fachbereiche zu akquirieren.
8
1. Darstellung des aktuellen wissenschaftlichen Stands
1.1 Öffentlichkeitsarbeit
1.1.1 Begriffsdefinition
Derzeit gibt es für Öffentlichkeitsarbeit Hunderte Definitionen und Umschreibungen, im wesentlichem kommt es aber nicht auf Begriffe, sondern auf das Denken und Handeln derer an, die sich in der Öffentlichkeit bewegen und mit ihr umzugehen haben. Worum es bei moderner, systematischer Öffentlichkeitsarbeit geht: Um geplantes, langfristig wirksames und mit dem entsprechenden Know-how ausgestattetes kommunikatives Vorgehen. 7 „Mit dem Begriff Öffentlichkeitsarbeit oder Public Relations (engl.) kennzeichnet man die Kommunikationsbeziehungen zwischen öffentlichen oder privaten Institutionen und der Öffentlichkeit bzw. alle Maßnahmen, die im Zuge dieser Aktivitäten zur kontinuierlichen Information über Einstellungen, Meinungen und Verhalten eingesetzt werden. Die Öffentlichkeitsarbeit hat sowohl zum Ziel, Organisationsinteressen zu vertreten, als auch öffentliche Interessen in die Organisation einfließen zu lassen. Die Hauptaufgabe der Öffentlichkeitsarbeit ist daher der Imageaufbau und die Imagepflege, denn sie zielt - im Gegensatz zur Werbung - nicht unmittelbar auf den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen, sondern auf ein positives Meinungsklima für die jeweilige Institution. Weiter kommt ihr die Rolle der Begrenzung von Spannungen und die konstruktive Austragung von Konflikten zu. Sie soll Aufmerksamkeit erregen, Sympathien gewinnen, Verständnis und moralische Unterstützung sichern und Vorwürfe, Kritik u. ä. zurückweisen oder korrigieren. Neben die Wirkung nach außen tritt die Orientierung nach innen, mit dem Ziel, die eigenen Mitarbeiter für ein homogenes Erscheinungsbild zu gewinnen (Corporate Identity), und Motivationen zu steigern. Kurz gesagt drückt der Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ ein Dreifaches aus:
7 Vgl. [7], S. 13,26
9
Allgemeines Ziel für Öffentlichkeitsarbeit auch des "Unternehmens Hochschule“ ist es, Daten, Meinungen und Ideen in diesem Wettbewerb der besseren Argumente und der Präsenz bei politischen Entscheidungsprozessen einzubringen. Denn die moderne Körperschaft will nicht tatenlos Zuschauer ihrer eigenen Geschichte sein.
„In der Öffentlichkeitsarbeit sieht eine moderne Bildungseinrichtung kein Mittel, in ihrem Aktionskreis einen konfliktlosen Raum zu schaffen. Vielmehr dient ihr PR dazu, das Tun und Lassen in der Öffentlichkeit zu begründen, Gegensätze zwischen den eigenen Interessen und den sozialen Bedürfnissen und Wünschen der Zielgruppe zu ermitteln, und zwar mit dem Ziel, diese komplexen Aktivitäten innerhalb der gesamten Unternehmenspolitik zu bewältigen. Diese Aufgabe hat der Verantwortliche nicht als "Glaubensbekenntnis", sondern als Problemorientierung in seine Konzeption einzugliedern.“ 9
1.1.2 Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche der Öffentlichkeitsarbeit
„Die moderne Öffentlichkeitsarbeit bedient vor allem dabei folgende Bereiche: • Die Erstellung und Durchführung von kurz-, mittel- und langfristigen PR-Konzepten im Einklang mit der Entwicklungs- und Imagepolitik sowie die Budgetierung, Kompetenzzuweisung und Erfolgskontrolle dieser Maßnahmen. • Die Informationsbeschaffung inner- und außerhalb der Institution. • Die Herstellung und Verbreitung von Berichten, Artikeln, Kommentaren, Manuskripten und Texten für Presse, elektronische Medien und andere Öffentlichkeiten. • Die Abfassung und Gestaltung von Berichten, Homepage, Verlautbarungen und anderen Informationsmitteln.
• Die Planung und Durchführung von Veranstaltungen, die. u.a. der Imagebildung dienen, wie z.B. Ausstellungen, Wettbewerbe, Seminare, Vorträge, Diskussionen, Führungen. • Die Erarbeitung von Systemen und Richtlinien für die innerbetriebliche Kommunikation. • Die Einrichtung und Führung eines Text-, Bild-, Film- und Tonarchivs sowie einer zentralen Dokumentation über sämtliche relevanten Medien und Gruppierungen.
8 Vgl. [7], S.42 f.
9 Vgl. [43], S. 54-55.
10
• Die Überwachung der Entwicklung und Umsetzung des Erscheinungsbildes der Einrichtung in der Öffentlichkeit (Corporate Design).“ 10
1.1.3 Interne PR
Mit interner PR ist die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber Teilöffentlichkeiten innerhalb der Organisation gemeint. Zielgruppen der internen PR
„Es ist zu unterscheiden, was als "intern" definiert wird. Betrachtet man die PR-Arbeit einer Organisation hinsichtlich ihrer selbst, so sind regelmäßig nur die wirklichen Beziehungen im Innenverhältnis betroffen. Oder wird diese ausgedehnt auf Ziele, die verfolgt werden und sich auf externe Begünstigte einer Promotion beziehen. In diesem Falle ist "intern" definiert als der Kreis aller Beteiligten insgesamt. - Innerhalb der Organisation kann man zwei wichtige Zielgruppen unterscheiden: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter (zum Beispiel: Vereinsmitglieder, wenn es um vereinsinterne Maßnahmen geht, Mitglieder von An-Instituten, wenn es um Maßnahmen geht, die übergreifend sind, usw.) und die hauptamtlich Beschäftigten. Die Hauptarbeit im Sinne der praktischen Umsetzung der Ziele einer Non-Profit Organisation liegt sicherlich bei den Mitgliedern und deren freiwilliger und tatkräftiger Mitarbeit. Damit stellen sie eine der wichtigsten Gruppen dar, an die sich eine gezielte PR richten sollte. Im Regelfall ist ihnen die Verfolgung der erklärten Ziele ihres Verbandes wichtiger als die geschäftliche Seite, auch wenn nicht negiert werden kann, dass ohne geschäftlichen Erfolg in Währungseinheiten die Mittel zur Durchsetzung der ideellen Ziele insgesamt nicht aufbringbar sein dürften. Hauptamtliche Mitarbeiter dagegen sind als Angestellte vor allem durch ihre Erwerbstätigkeit an die Organisation gebunden. Im Vergleich zu den Ehrenamtlichen legen sie meist mehr Wert auf Dinge wie Finanzierung und die organisatorische Seite. Wichtige Kommunikationsziele der internen PR
Allgemein lassen sich zwei Hauptziele einer internen PR ausmachen: zum einen die Erreichung einer aktiv starken Bindung möglichst vieler Mitglieder an die Organisation auf quasi emotionalem Wege, zum anderen die Weitergabe von organisationseigenen Inhalten und Interessen. Bei den ehrenamtlichen Mitgliedern ist die Bestätigung der Mitgliedschaft ein wichtiges Kommunikationsziel um den allgemein im Non-Pfit-Bereich sinkenden
10 Vgl. [7], S. 46-48
11
Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Bei hauptamtlich Angestellten muss, ähnlich wie in Unternehmen, die nicht dem Non-Profit-Bereich angehören, besonderer Wert darauf gelegt werden, dass sie sich mit der "Firma" und ihrem Selbstverständnis identifizieren.“ 11 Verwendete Mittel der internen PR
„Geeignete Mittel einer nach innen gerichteten Öffentlichkeitsarbeit, die sich vor allem auf die ehrenamtlichen Mitglieder bezieht, sind (auch zunehmend elektronische) Mitgliederzeitschriften, Informationsschriften, die Verwendung von E-Mail und verwandten ,,neuen" Medien und Jahres- und Geschäftsberichte.
Mitgliederzeitschriften erscheinen regelmäßig und sind zumeist speziell auf die Interessen der Mitglieder zugeschnitten. Die Leserschaft soll umfassend mit einem relativ breiten Spektrum an verschiedenen Rubriken und Artikeln angesprochen werden. Erreicht werden soll dabei die Vermittlung interner Informationen und auch eines bestimmten Images der Organisation. Weiterführende Informationsschriften zu einzelnen Themengebieten in Form von Heften oder Broschüren lassen sich häufig umsonst oder kostengünstig bei den Bundesverbänden anfordern. Auch hier wird auf verschiedene Interessensgruppen innerhalb der Zielgruppe eingegangen.“ 12 Viele Verbände machen sich auch die ,,neuen Medien" wie Email zunutze. Über sogenannte Verteiler können sich Mitglieder und Interessierte allgemeine oder spezielle Nachrichten zur Vereinspolitik, spezifischen Themen und ähnlichem zusenden lassen. „Analog zu wirtschaftlichen Großunternehmen wie Aktiengesellschaften, die dazu verpflichtet sind und gewisse Vorschriften zu beachten haben, gehen auch immer mehr (vor allem größere) Verbände dazu über, regelmäßig einmal im Jahr eine Art Jahres- oder Geschäftsbericht herauszubringen. Wichtige Bestandteile sind dabei z.B. allgemeine Informationen über die Geschäftsführung und die Personen, die die wichtigsten Posten innerhalb der Vereine besetzen, Tätigkeiten des Verbandes im vergangenen Jahr, ein Ausblick auf das kommende Jahr und die Finanzen. Den interessierten Lesern wird eine gewisse Transparenz (z.B. bei der Mittelverwendung) vermittelt.“ 13
„Allgemein lässt sich sagen, dass Investitionen in Information und Weiterbildung der Mitglieder und -arbeiter nicht nur notwendig sind, sondern sich auch insofern auszahlen, dass diese - nur
11 Vgl. [13], S. 42.
12 Vgl. [55], S. 8.
13 Vgl. [48], S. 85.
12
wenn sie von ihrem Unternehmen überzeugt und gut über dieses informiert sind - sinnvoll als Multiplikatoren gegenüber der organisationsexternen Öffentlichkeiten fungieren können.“ 14
1.1.4 Externe PR
Mit externer PR ist hier gezielte Öffentlichkeitsarbeit gemeint, die sich überwiegend an Teilöffentlichkeiten außerhalb der Organisation richtet. Wichtige Zielgruppen der externen PR
„Wichtige Zielgruppen in der externen PR sind einmal Geldgeber von außen - Unternehmen und staatliche Einrichtungen, sowie die externen Teilöffentlichkeiten, die mit der Umsetzung der politischen Ziele zu tun haben - politische Entscheider, die Bevölkerung und die Massenmedien. Verbände finanzieren sich in erster Linie über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Dennoch erhalten sie oft auch von Unternehmensseite Gelder. Wichtige Kommunikationsziele der externen PR
Oberstes erklärtes Ziel der Organisation ist natürlich das Vertreten der (meist in der jeweiligen Satzung festgeschriebenen überwiegend steuerbegünstigten) Zwecke. Ein wichtiges Zwischenziel bei der angestrebten Bewusstseinsveränderung in weiteren Teilen der Bevölkerung ist zunächst einmal eine allgemeine Steigerung des Bekanntheitsgrades der Organisation. Letztlich ist auch die Mitgliederwerbung als ein zentrales Kommunikationsziel zu nennen, sind doch die Verbände bei der Umsetzung ihrer vorgenommenen Aufgaben wesentlich vom freiwilligen persönlichen Engagement ihrer Mitglieder abhängig. Außerdem steuern diese durch ihre Mitgliedsbeiträge auch einen großen Teil zur Finanzierung der Organisationen bei. Verwendete Mittel der externen PR
Häufig angewandte Mittel der externen PR sind Lobbyarbeit, die Vernetzung mit anderen Organisationen, die Trägerschaft von oder Mitgliedschaft in Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Bücher, Pressearbeit und der Internetauftritt. Gezielte Lobbyarbeit ist eines der wichtigsten eingesetzten Mittel von Verbänden um auf politisch motivierte Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Informationen werden dabei im Dienste der politischen Interessen des Verbandes eingesetzt. Das kann durch direkte
14 Vgl. [48], S. 39
13
Lobbyarbeit, wo direkt mit zuständigen Entscheidern kommuniziert wird, oder durch indirekte Arbeit, wobei man versucht, über größere Personengruppen oder Zusammenschlüsse mit ähnlich gesinnten Gruppen mehr politisches Gewicht zu bekommen, erfolgen.“ 15 „Eine Vernetzung mit anderen Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen ist aber nicht nur unter dem Lobbyismus-Aspekt zu sehen. So können auch beispielsweise Informationen, Erfahrungen und Fachwissen ausgetauscht werden, oder es können Kooperationen zur Durchführung bestimmter Projekte entstehen, die, auch im Sinne der Steigerung des Bekanntheitsgrades des Einzelnen, wirkungsvoller sein können als ohne Partner. Ein weiteres Mittel ist die Trägerschaft von bzw. Mitgliedschaft in Bildungs- oder wissenschaftlichen Einrichtungen. Sie hat neben einer reinen Forschungsfunktion auch eine öffentlichkeitswirksame. Das Bildungsangebot der Einrichtungen kann sich an verschiedene externe Zielgruppen wie Schüler/Abiturienten, Studenten, Wissenschaftler etc. richten, gleichzeitig aber auch an Mitglieder.“ 16
„Pressearbeit, beziehungsweise allgemein die Kommunikation über Massenmedien ist von zentraler Wichtigkeit für die Organisationen bei der öffentlichen Meinungsbildung.“ 17 „Sie kann dabei verschiedene Ziele haben: Informationen über die Organisation, deren Leistungen, Angebote und ähnliches zu vermitteln, die Verantwortlichkeit der Organisation zu veranschaulichen, den Bekanntheitsgrad und die Identifizierbarkeit zu erhöhen, bei wichtigen Bezugsgruppen gegenseitiges Verständnis aufzubauen, um Anerkennung zu erreichen, Vertrauen und Akzeptanz vor Ort aufzubauen, die öffentliche Meinung und Diskussion in wichtigen Themen zu beeinflussen oder Aufbau und Sicherung eines Images sind wichtige Kommunikationsinhalte.“ 18
„Auch für Non-Profit-Organisationen kann eine sorgfältig gestaltete Internet Homepage eine sinnvolle Ergänzung zum PR-Angebot darstellen. Grundsätzlich lassen sich zahllose Funktionen mit einer Homepage verbinden. Eine erste Maßnahme kann ein versuchter Imagetransfer vom als modern und positiv geltenden Internet auf die Organisation sein oder der Versuch, neue Interessenten in der Gruppe der Internet-User zu finden. Gerade auch im Bereich der Pressearbeit kann das Internet gut eingesetzt werden, da es immer mehr von Journalisten zur Recherche genutzt wird. Hierzu können z. B. ausführlichere Informationen zum Herunterladen
15 Vgl. [36], S. 12-14.
16 Vgl. [12] http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/ZUSAMMEN/C15FF01.HTM
17 Vgl. [55], S. 1-2.
18 Vgl. [55], S. 5-6.
14
angeboten werden, auf Termine hingewiesen werden oder regelmäßige Nachrichten als E-mail-Abonnements angeboten werden. Ganz im Sinne eines modernen PR-Anspruchs ist bei einer Online-Präsenz auch ein Dialog mit den Zielgruppen möglich, etwa durch Verknüpfung mit vorgefertigten Email-Formularen, virtuellen Gästebüchern und Diskussionsforen.“ 19
1.2 Selbstdarstellung
1.2.1 Definition des Begriffs
Um einen inhaltlichen Einstieg in die Materie zu liefern, muss zunächst der Begriff der Corporate Identity (vgl. mit deut. Selbstdarstellung) definiert werden. Der Begriff stammt aus der Wirtschaft, wird aber zunehmend auf andere gesellschaftliche Bereiche übertragen. „In der wirtschaftlichen Praxis ist CI die strategisch geplante und operativ eingesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen auf Basis einer festgelegten Unternehmensphilosophie, einer langfristigen Unternehmenszielsetzung und eines definierten (Soll-)Images - mit dem Willen, alle Handlungsinstrumente des Unternehmens in einheitlichem Rahmen nach innen und außen zur Darstellung zu bringen.“ 20 Anders ausgedrückt: „CI ist das Management von Identitätsprozessen einer Organisation ... CI ist ein Mosaik, in dem alle Steine vorhanden sein müssen, damit ein komplettes Bild entsteht: CI berührt nicht nur Marketing oder PR, sondern auch alle anderen Funktionen wie Personal oder Produktion. CI berücksichtigt nicht nur das Firmenumfeld, sondern auch die eigenen Mitarbeiter. Sie wird nicht nur durch Design vermittelt, sondern auch durch Kommunikation und Verhalten. Diese ganzheitliche Sicht macht CI zum wichtigsten Bestandteil der strategischen Unternehmensführung.“ 21
Diese beiden Definitionen verdeutlichen die Komplexität des Begriffes, so dass sinnbildlich durchaus von der Seele oder dem Charakter eines Unternehmens (als Vergleich zum menschlichen Individuum) gesprochen werden kann. Nur ein hoher Grad an Selbstreflektion gewährleistet ein frühes Erkennen kontraproduktiver Prozesse und ermöglicht so rechtzeitige Maßnahmen, um eine größtmögliche Effizienz zu erreichen.
19 Vgl. [55], S. 46-52
20 Vgl. [6], S. 18.
21 Vgl. [15], S. 14 f.
15
1.2.2 Definition und Systematisierung der Bausteine der CI
„Jeder, der sich mit dem komplexen Thema der CI befasst, wird mit einer hohen Anzahl weiterer ´Corporate-Begriffe` konfrontiert. Und bei der Betrachtung dieses Fachvokabulars könnte man von einer regelrechten ´Corporate-Formelsammlung` sprechen. Die nachfolgenden Ausführungen definieren und systematisieren die Begriffe. Dadurch soll deutlich werden, dass jede Formulierung ein eigenständiges Gebiet bezeichnet. Sie alle bilden die Bausteine, aus deren Zusammenwirken eine ganzheitliche CI entsteht.
Zu den im folgenden beschriebenen Bereichen ist CI als Oberbegriff aufzufassen. Nur er bezieht sich gleichermaßen auf das Verhalten, das Erscheinungsbild und die Kommunikation.“ 22 Corporate Identity setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen: Corporate Behaviour
„Das Betriebsverhalten (Corporate Behaviour) beinhaltet alle Verhaltensweisen des Betriebes bzw. seiner Mitglieder, die von externen und internen Anspruchsgruppen wahrgenommen werden können. Dazu zählt beispielsweise das Verhalten in den Bereichen der Personal- und Führungspolitik, Grundhaltungen in Bezug auf ökonomisches oder ökologisches Verhalten, das Medienverhalten und das Verhalten gegenüber Anspruchsgruppen auf dem Beschaffungs-, Absatz-, Kapital- und Arbeitsmarkt. Corporate Design
Das Betriebs-Erscheinungsbild (Corporate Design) findet seinen Ausdruck in den grundsätzlichen Gestaltungsaufgaben des Unternehmens: Im Firmenzeichen, in der Architektur, der Produkt-Ausstattung und dem Grafik-Design (Hausschriften und -farben, Gestaltung der Drucksachen und des Fuhrparks, Bekleidungsvorschriften etc.). Gleichzeitig ist es ein äußerer Reiz, der intern und extern zur Identifikation mit dem Betrieb führen kann.“ 23 Corporate Communications
Wird CI als zentrale Strategie verstanden, dann ist die Betriebs-Kommunikation (Corporate Communications) „die dazugehörige Taktik“. 24 „Um die Einheitlichkeit von Kommunikation und Erscheinungsbild zu gewährleisten, müssen alle Kommunikationsmittel permanent auf diese
22 Vgl. [1], S. 42 f.
23 Vgl. [40], S. 42 f.
24 Vgl. [14], S. 525.
16
Zielsetzung hin überprüft werden. Das heißt, für jeden einzelnen Auftritt der Organisation nach außen und innen (z.B. Pressemitteilungen, Geschäftsdrucksachen, Gebrauchsanweisungen, Stellenanzeigen, Werbung, Gestaltung des Messestandes, Hausmitteilungen etc.) ist die Einhaltung vereinbarter Gestaltungs- und Inhaltsrichtlinien zu beachten und zu kontrollieren. Diese Richtlinien sind so zu formulieren, dass sie die angestrebte Einheitlichkeit gewährleisten, ohne aber die spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Werbemittel einzuschränken.“ 25
1.2.3 Notwendigkeit der CI
„Wie bereits erwähnt, wird ein Unternehmen - oder allgemeiner ausgedrückt: eine Organisation - nicht nur an der Qualität seiner Produkte und Dienstleistungen gemessen, sondern auch an seinem Denken und Handeln gegenüber der Gesellschaft sowie an seinem aus inneren und äußeren Elementen zusammengesetzten Erscheinungsbild. Dabei koordiniert und integriert CI als Strategie unterschiedliche Kommunikationen und Verhaltensweisen eines Unternehmens in der Weise, dass daraus ein abgestimmtes Verhaltenskonzept entsteht. Diesbezüglich ist eine Schaffung einer organisationsspezifischen Identität dringend notwendig, und zwar durch eine möglichst widerspruchsfreie Gesamterscheinung.“ 26 „In der heutigen Zeit haben sich Anforderungen verändert. Dadurch gewinnt eine Reihe von zusätzlichen Aspekten für CI an Relevanz. ,,Die Internationalisierung der Unternehmen, Märkte und Managementstrukturen macht es zunehmend notwendig, interkulturell akzeptable Werte und Ziele zur Identifikation und Motivation zu definieren." Weiterhin werden auch soziale, kulturelle und ethische Erwartungen durch Umweltbewusstsein und Wertewandel verstärkt an die einzelnen Organisationen gestellt. Damit wird dann die Akzeptanz einer Organisation ebenfalls an der Wertehaltung, der Sinngebung, an Zielen und Verhalten gemessen. Zunehmend wird jede Organisation sowohl nach ihrer rational verstandenen wirtschaftlichen Qualität als auch nach ihrem emotional verstandenen gesellschaftlichen Verhalten bewertet.“ 27
1.2.4 Ziele einer CI
In der Literatur findet man einige Autoren, die CI als eine Zielvorstellung ansehen; dies verdeutlichen die folgenden Zitate: ,,...CI ist Orientierungsbasis..., ...verbunden mit einer klaren
25 Vgl. [1], S. 46.
26 Vgl. [9]
27 Vgl. [50], S. 53.
17
Zielvorstellung...“ 28 und „...Leitlinie für das Zielsystem des Unternehmens...“ 29 Was dann im Einzelnen als Ziel konkret angenommen wird, wird im folgenden erklärt. „Es kann festgestellt werden, dass je weiter der Geltungsbereich gespannt wird, desto stärker auch die allgemeinen Ziele einer Organisation mit in die Begriffsfassung genommen werden.“ 30 CI hat eine ganz pragmatische, wirtschaftliche Zielsetzung. Deshalb kann die Frage nicht nur lauten: `Wie schaffen wir es, einmalig zu werden und zu bleiben?` Eine solche Fragestellung und Zielsetzung ist für eine Organisation viel zu unspezifisch und nicht praxisgerecht. Ziel einer jeden Organisation muss sein, marktfähige Produkte, Dienstleistungen usw. zu liefern, um so langfristig den Erfolg zu sichern. Die Maßnahmen, die zur Realisation der formulierten Ziele ergriffen werden, unterliegen einer festgelegten Strategie. Dadurch wird ein taktisches Handeln ermöglicht, bei dem alle Schritte aufeinander abgestimmt sind. Mit dem Einsatz von CI werden Ziele sowohl organisationsintern als auch gegenüber der Umwelt verbunden. Daraus entsteht die Einteilung in interne und externe Ziele.
1.2.5 Interne Ziele
„Als das wichtigste interne Ziel ist wohl die Mitarbeiterzufriedenheit anzusehen, denn nur eine Identifikation der Arbeitnehmer mit dem Unternehmen kann ein sogenanntes ´Wir-Bewusstsein` schaffen, und übergeordnete Interessen der Organisation werden zu persönlichen Zielen und Herausforderungen. Dieser Sachverhalt kann dann zu einer gravierenden Motivationssteigerung und einer größeren Einsatzbereitschaft für die Ziele der Organisation führen, wenn die Beteiligten in den Prozess der Entwicklung und Umsetzung von CI gezielt einbezogen werden. Ebenso kann die genannte Tatsache zur Förderung von Kooperations- und Integrationsbereitschaft führen. Bezüglich des sich vollziehenden Informations- und Leistungsaustausches besteht zwischen allen Beteiligten ein permanenter Koordinationsbedarf. CI trägt diesbezüglich bei, für alle Interaktionen innerhalb des Unternehmens ein verbindliches Grundmuster zu liefern, das allen Beteiligten für ihr Handeln als Orientierungsrahmen dienen soll. Dadurch kann sowohl eine bessere Zielkoordinierung zwischen unterschiedlichen Ebenen als auch die Vermeidung von Zielkonflikten ermöglicht werden.“ 31 Zusammengefasst lauten die internen Ziele der CI wie folgt: Identifikation, Motivation, Koordination, Stabilisierung.
28 Vgl. [51], S. 175
29 Vgl. [6], S. 40.
30 Vgl. [34], S. 112.
31 Vgl. [31], S. 346.
18
1.2.6 Externe Ziele
„Organisationen sind über eine Vielzahl von Beziehungen mit ihrer Umwelt vergebunden. Eine Profilierung einer Organisation sowie eine Abgrenzung gegenüber der anderen kann auf Basis einer definierten "Betriebsphilosophie" durch die systematische Ausrichtung des Auftretens in den verschiedenen Umweltsektoren unterstützt werden. Dabei bildet sich die Umwelt eine Meinung über die jeweilige Organisation, es wird somit ein Image (s.o.) aufgebaut. Und ein positives Image trägt bekanntermaßen zum Erfolg nicht unwesentlich bei. Im Kommunikationsbereich soll CI und die daraus resultierende Harmonisierung verschiedener kommunikativer Bereiche zu einem Rationalisierungseffekt führen. I. R. einer imagebezogenen Kommunikationspolitik bietet sich die Möglichkeit, Ausstrahlungseffekte zu nutzen, um so das Budget für Kommunikationsmaßnahmen zu reduzieren bzw. effektiver einzusetzen. Zu Kosteneinsparungen können Gestaltungsrichtlinien beitragen, die einheitlich verwendet werden, da sie oft wiederkehrende Fragen bei der Neuentwicklung von Werbekampagnen, Prospekten, Formularen usw. allgemeingültig über einen längeren Zeitraum beantworten.“ 32 Die externen Ziele lauten somit: Profilierung, Stabilisierung, Effizienzsteigerung, Rationalisierung.
1.2.7 Wirkungen einer CI
Eher selten findet man in der Literatur die Meinung, CI sei als eine Wirkgröße bzw. ein Wirkparameter zu definieren. Diese These wird zwar vertreten (u.a. von Bartels und Trux) 33 , ist aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Denn nicht die CI selbst ist eine Wirkung, sondern aus ihr resultieren Wirkungen.
„Wirkungserwartungen treten vor allem im Bereich der Kommunikation auf. Intern heißt dies, dass die Zufriedenheit aller Beteiligten in und mit ihrer Organisation oft glaubwürdigere Auswirkungen auf die Betriebsumwelt und die dort zu erzielende Image-Wirkung als PR-Kampagnen der Organisation selbst hat. Eine Messung dieser sogenannten Kommunikationswirkung im internen Bereich ist anhand von Indikatoren möglich, so beispielsweise durch Ermittlung der Mitarbeiterfluktuation, Krankmeldungen,
Überstundenbereitschaft, Anzahl und Qualität von Bewerbungen. Weiterhin ist folgendes festzustellen: Weisen Beteiligte bei der Erfüllung verschiedener Aufgaben und in unterschiedlichen Situationen ein gleichartiges Verhalten auf, so ist dies ein Ausdruck von
32 Vgl. [5], S. 504.
33 Vgl. [34], S. 113.
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Konsistenz und Verlässlichkeit, die auch direkte Auswirkungen auf die Umwelt haben.“ 34 „Externe Wirkungen resultieren meist aus den Zusammenhängen des CI mit dem Corporate Image einer Organisation. Besteht nämlich Übereinstimmung von Worten und Taten einer Organisation, so ist dies Ausdruck einer in sich schlüssigen, harmonischen Organisations-Persönlichkeit, die bei den Marktpartnern Identifikationspotential aufbaut. Dies ,,ist die generelle Basis für Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Akzeptanz.“ 35 „Die so erzeugte Stabilität in den Beziehungen zwischen einer Organisation und ihrer Umwelt ist eine notwendige Voraussetzung für die langfristige Sicherung der Existenz, da durch sie u.a. direkter (wirtschaftlicher) Nutzen erzielt werden kann. CI bewirkt somit eine neue oder klare Positionierung eines Organistionsgebildes und stellt sich als geistiges Band dar, als ideologische Kette, das dauerhaft ist und ein Bekenntnis-Bewusstsein auslöst.“ 36
34 Vgl. [35], S. 20.
35 Vgl. [32], S. 68.
36 Vgl. [6], S. 58.
20
2. Standortbezogene Studienmöglichkeiten in Bernburg
2.1 Hochschule Anhalt (FH)
2.1.1 Standorte und Studienmöglichkeiten
„Die Hochschule Anhalt mit Haupt-Sitz in Köthen und ihren weiteren Abteilungen in Bernburg und Dessau hat gegenwärtig über 6000 Studierende, davon 900 ausländische Kommilitonen aus 45 Ländern. Mit 26 grundständigen und 8 Aufbau- bzw. Ergänzungsstudiengängen hat die Hochschule ein breites Profil technischer, betriebswirtschaftlicher, planerischer und gestalterischer Ausbildungsangebote. Neben 6 Masterstudiengängen mit englischsprachigen Kursen werden internationale Studiengänge mit 2 Abschlüssen, dem der Hochschule Anhalt und dem einer ausländischen Partnerhochschule, angeboten. Die Hochschule Anhalt ist die größte Institution ihrer Art in Sachsen-Anhalt.
Die Hochschule Anhalt kann auf eine lange Traditionen in Wissenschaft, Innovation, Weltoffenheit und Kultur zurückblicken und fühlt sich diesen in ihrem Wirken innerhalb der Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg verpflichtet. Darüber hinaus arbeitet die Hochschule seit ihrer Gründung intensiv mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Praxispartnern im In- und Ausland zusammen. Das Studienkolleg bereitet ausländische Studienbewerber der Fachhochschulen des Landes auf ein dortiges Studium vor.
In der Abteilung Bernburg werden betriebs- und landwirtschaftlich orientierte Studiengänge in den Fachbereichen Landwirtschaft/Ökotrophologie/Landespflege und Wirtschaft angeboten. Die Abteilung Dessau bietet in Fortentwicklung des Bauhausgedanken Studiengänge in architektonisch orientierten Fachbereichen an. Das Fächerspektrum in Köthen ist durch klassische technische Studienausrichtungen in den Fachbereichen Elektrotechnik, Lebensmitteltechnologie/Biotechnologie/Verfahrens- und Umwelttechnik, Maschinenbau / Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik gekennzeichnet.
Aufgaben in der Weiterbildung nimmt die Hochschule durch Studienangebote im Bereich postgradualer Studiengänge, Fernstudiengänge und Wochenendkurse wahr. Mit knapp 3 Mio. Euro Drittmittelaufkommen und 10 An-Instituten gehört sie auf dem Gebiet der angewandten Forschung zu den leistungsfähigsten Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland.“ 37
37 Vgl. [18]
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2.1.2 Standort Bernburg-Strenzfeld Studienbedingungen
„Die Abteilung Bernburg der Hochschule Anhalt wirkt vor allem im Stadtteil Strenzfeld nördlich der Stadt Bernburg, direkt an der Europastraße 49/B 71. Lehr- und Laborgebäude, Wohnheime, Mensa, Bibliothek, Sportanlagen und soziale Einrichtungen bilden dort einen Campus und sind in Grünanlagen eingebettet. Es ergeben sich kurze Wegezeiten für den Tagesablauf, die zusammen mit der Möglichkeit der Unterbringung in Wohnheimen und den Angeboten zur sportlichen Betätigung in hochschuleigenen Sportanlagen sehr günstige Studien- und Lebensbedingungen gewährleisten. Einkaufsmöglichkeiten und Gaststätten im Territorium, der Studentenclub, aber auch Verkehrsverbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Bus und Bahn (der Stadtteil hat eine eigene Bahnhaltestelle, die künftig direkt an den Campus verlegt werden soll) und die unmittelbare Erreichbarkeit über die E 49/ B 71 erhöhen die Attraktivität des Hochschulstandortes.“ 38
„Mit seinen ca. 2250 Studenten ist Bernburg der größte Standort der Hochschule Anhalt (FH). Damit hat sich gegenwärtig fast jeder zweite Student der Hochschule Anhalt in Bernburg eingetragen. Der starke Zulauf von Studienbewerberinnen und -bewerbern hat dazu geführt, dass Bernburg sein Ausbauziel um ca. 60% überboten hat. Das spricht für die Qualität des Studienangebotes in Bernburg, welches in den letzten Jahren erheblich erweitert wurde. Mit insgesamt 13 Studiengängen auf den Gebieten Betriebswirtschaft, Wirtschaftsrecht, Immobilienwirtschaft, Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landespflege sowie Naturschutz und Landschaftsplanung halt der Standort Bernburg ein breites und interessantes Studienangebot bereit. Eine Reihe internationaler Studienangebote, darunter Studiengange mit dem Abschluss als Master sowie solche mit Doppeldiplomierung gemeinsam mit englischen, französischen, russischen oder finnischen (Erweiterung vorgesehen) Hochschulen und ein Anteil von 9 % ausländischen Studierenden sind Ausdruck der Bemuhungen um die Internationalisierung des Studiums und der Weltoffenheit des Standortes.“ 39
„An der Abteilung Bernburg werden in zwei Fachbereichen folgende Studiengänge mit den aufgeführten Abschlüssen angeboten:
38 Vgl. [29], S. 9.
39 Vgl. [17]
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Fachbereich Wirtschaft Studiengang Betriebswirtschaft • Marketing • Handelsbetriebswirtschaft • Außenwirtschaft • Unternehmensplanung und Controlling • Personalmanagement
• Steuerlehre/Rechnungslegung/Wirtschaftsprüfung • Finanzierung/Investition • Betriebsinformatik • Umweltmanagement • Wirtschafts- und Betriebsstatistik • Immobilienwirtschaft • Industriebetriebslehre
Abschluss: Diplom-Betriebswirtin (FH) / Diplom-Betriebswirt (FH)
Die Berufstätigkeit des Diplom-Betriebswirtes besteht in der Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle kaufmännischer Entscheidungen in Unternehmen, Betrieben des
Dienstleistungsbereiches, in Banken und Versicherungen sowie in betriebswirtschaftlich relevanten Funktionsbereichen von Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Ziel des Studiums der Betriebswirtschaft ist der Erwerb grundlegender wissenschaftlicher Kenntnisse und praktischer Fähigkeiten sowie die Beherrschung von Methoden, die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlich sind. Internationaler Studiengang Betriebswirtschaft
(getragen von der Hochschule Anhalt/ Abt. Bernburg und der University of Lincoln, Hull / GB und den Universitäten Lille, Metz, Reims / F, Universität St. Petersburg) • Studienschwerpunkte (siehe unter Betriebswirtschaft)
• Beherrschung der englischen, russischen bzw. französischen Sprache in Wort und Schrift. • Kenntnis und Verständnis der länderspezifischen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Entscheidungen. • Fähigkeiten zu internationaler Mobilität.
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Abschluss: Diplom-Betriebswirtin (FH) / Diplom-Betriebswirt (FH) und Bachelor of Arts bzw.
Maîtrise oder Bakkalaureus
Auf dem Gebiet der Wirtschaft spielen internationale Geschäftsbeziehungen eine zunehmende Rolle. Insbesondere mit der Schaffung eines gemeinsamen Marktes in Westeuropa sowie der notwendigen Integration osteuropäischer Staaten in die vorhandenen Wirtschaftssysteme besteht ein wachsender Bedarf an Führungs- und Fachkräften, die befähigt sind, solche internationalen Geschäftsbeziehungen zu organisieren und zu unterhalten. Die Absolventen dieses Studienganges, der über das ERASMUS-Programm der EU gefördert wird, verfügen über Kenntnisse sowohl aus der britischen, französischen, russischen als auch aus der deutschen Wirtschaft. Studiengang Immobilienwirtschaft
Abschluss: Diplom-Betriebswirtin (FH) / Diplom-Betriebswirt (FH) Fußend auf einer soliden betriebswirtschaftlichen Grundausbildung werden hier spezielle Kenntnisse im Baurecht, Bau- und Haustechnik, Bauträgerund Maklerwesen, in der Bewertung, Bewirtschaftung und Finanzierung von Immobilien, im Rechnungswesen und der Steuerlehre in der Immobilienwirtschaft sowie im Immobilienrecht vermittelt. Einsatz- und
Tätigkeitsmöglichkeiten sind in Wohnungsunternehmen bzw. -verwaltungen der privaten und öffentlichen Hand, in Fachdezernaten der Gebietskörperschaften, Immobilien- und Maklerunternehmen, in Verbänden der Wohnungswirtschaft, der Bauwirtschaft, im Sachverständigenwesen sowie bei Banken und Versicherungen gegeben. Studiengang Wirtschaftsrecht • Arbeitsrecht und Personalwirtschaft • Internationaler Handel • Banken- und Versicherungswesen
Abschluss: Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) / Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) Die Ausbildung in diesem fachübergreifenden Studiengang Wirtschaftsrecht wurde mit dem Wintersemester 1997/98 erstmalig angeboten. Auf der Grundlage einer fundierten wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung werden umfassende Kenntnisse des Wirtschaftsrechts und verwandter Rechtsgebiete sowie der sichere Umgang mit Gesetzen bei ausgeprägtem Praxisbezug vermittelt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des
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Andrei Kireev, 2003, Vorschläge zum weiteren Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung der standortbezogenen Studienmöglichkeiten in Strenzfeld gegenüber dem russischsprachigen Bildungsmarkt, München, GRIN Verlag GmbH
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