Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 5
2. Die Idee und Gründung der SWZ 6
2.1 Von Mao Zedong zu Deng Xiaoping - Die historische Entwicklung 6
3. Die praktische Entwicklung 10
3.1 „Ein Land, tausend Systeme“ - SWZ und der Rest Chinas 10
3.2 Aufkommende Probleme 13
3.2.1 Landflucht, Arbeitslosigkeit und Armut 13
3.2.2 Kriminalität 14
3.2.3 Das Energie-Problem 15
3.2.4 Ökologische Probleme 16
3.3 Der WTO-Beitritt und die zukünftige Entwicklung 18
4. Fazit 19
5. Literatur 20
6. Erklärung zur Haus -/Diplomarbeit gemäß § 26 Abs. 6 DiplPrüfO 22
3
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 1 Chinas wirtschaftlicher Aufstieg
Abbildung 2 Einkommensunterschiede zwischen Stadt und Land seit 1978
Abbildung 3 Lebensstandardunterschiede zwischen Stadt und Land seit 1978
Abbildung 4 Entwicklung der weltweiten CO2-Emissionen
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1. Einleitung
Die Volksrepublik China. Über 1 Milliarde Menschen Bevölkerung, der flächenmäßig drittgrößte Staat der Welt, reich an Bodenschätzen und wirtschaftlich innerhalb kurzer Zeit vom Entwicklungsland zum einem Stabilitätsgaranten Asiens gewachsen und nach den USA der wahrscheinlich wichtigste Zukunftsmarkt. Auf der anderen Seite gibt es gewaltige soziale Probleme, wie Arbeitslosigkeit, Armut, Landflucht, Schmuggel und Korruption, Umweltverschmutzung und infrastrukturelle Probleme. 1 In der folgenden Hausarbeit will der Autor den beachtlichen Anteil der Sonderwirtschaftszonen Chinas an dieser Entwicklung zeigen.
Zuerst werden vom Autor die historischen Gründe betrachtet, die zur Schaffung der Sonderwirtschaftszonen (SWZ) führten, welche Absichten die Verantwortlichen verfolgten und welche wirtschaftlichen Vorzüge die SWZ bieten. Im darauffolgenden Kapitel geht der Autor auf die praktische Entwicklung bis heute ein. Ein stetiges hohes Wirtschaftswachstum auf der einen Seite, sowie auf der anderen Seite die teilweise erheblichen und anfangs unterschätzen Probleme, die die SWZ mit sich brachten. Außerdem beschäftigt sich der Autor am Ende dieses Kapitels mit der Zukunft der SWZ. Hier werden hauptsächlich die Auswirkungen des WTO-Beitritts Chinas auf die SWZ beschrieben.
1 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Volksrepublik China, Überarbeitete Neuauflage
1997, 1998
5
2. Die Idee und Gründung der SWZ
2.1 Von Mao Zedong zu Deng Xiaoping - Die historische Entwicklung
Die neue chinesische Öffnungspolitik von Deng Xiaoping von 1978, die zur Gründung der Sonderwirtschaftszonen führte, steht in der Tradition einer Vielzahl von Wirtschaftsreformen 2 . Unter dem ersten kommunistischen Führer Chinas, Mao Zedong, wurden seit 1949 acht große Wirtschaftsreformen verabschiedet. Der Erfolg dieser Reformen war bestenfalls mäßig, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Im Falle des „Großen Sprungs“ von 1958 zum Beispiel, als das chinesische Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel sank und schlechte Ernten zu Hunger und Unterernährung führten oder der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ von 1966, die ebenfalls zum einem Schrumpfen der Wirtschaft und großen Mißtrauen in der Bevölkerung gegenüber den Machthabern führte. 3 Als größten wirtschaftlichen Erfolg der Ära Maos sieht der Autor das Ende des 22-jährigen USA-Embargos gegenüber China von 1972 und die damit einhergehende A nnäherung Chinas an den Westen, auch wenn die chinesischen Verantwortlichen eher politische als wirtschaftliche Absichten verfolgten. Das Ende des Embargos kam durch Abschluß eines bilateralen Handelsabkommens zustande. 4
Nach dem Tod Mao Zedongs 1976, kam Deng Xiaoping an die Macht und setzte sich verstärkt für ausländische Investitionen und Technologie ein. Dies war eine deutliche Abkehr von traditionellen, maoistischen Zielen. Deng erhoffte sich durch das ausländ ische Kapital die negative Wirtschaftsentwicklung zu stoppen und in ein stetiges Wirtschaftswachstum umzukehren, sowie durch das beabsichtigte Wachstum die sozialen Spannungen in der Bevölkerung zu beseitigen. 1978 wurde Dengs „Vier Modernisierungen“-Plan vom Zentralkomitee der kommunistischen Partei Chinas (KPCh) angenommen.
2 Vgl. American Memory, China and the Four Modernizations 1979-82, Juli 1987, http://lcweb2.loc.gov
3 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Volksrepublik China, Überarbeitete Neuauflage
1997, 1998
4 Vgl. Chronik-Verlag, Chronik des 20. Jahrhunderts, S. 1044, 1988
6
Kernelemente des Plans waren die Weiterentwicklung der Gebiete Agrarwirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technologie und der Landesverteidigung. 5 Ein relativ kleiner Teil dieses Plans war die Schaffung von speziellen Wirtschaftszonen, die ausländisches Kapital und Technologie ins Land locken sollten, um damit Chinas Wirtschaft zu modernisieren. 6
Aufgrund dieses Plans erstanden 1979 die ersten vier Sonderwirtschaftszonen. Es waren Shenzen, Zhuhai, Xiamen und Shantou. 1984 bekam die Insel Hainan ebenfalls den dazugezählt. 7 SWZ-Status und wird heute zu den ersten SWZ
5 Vgl. Defence Journal, China’s Economic Defence, September 2001
6 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Volksrepublik China, Überarbeitete Neuauflage
1997, 1998
7 Vgl. ebenda
7
Arbeit zitieren:
Jörg Ebel, 2002, Sonderwirtschaftszonen Chinas Intention und praktische Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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