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Die Auswirkungen des Sekundarschulsystems auf die Leistungen von 15-jährigen – Versuch eines internationalen Vergleiches

Title: Die Auswirkungen des Sekundarschulsystems auf die Leistungen von 15-jährigen – Versuch eines internationalen Vergleiches

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 27 Pages , Grade: 15 Punkte, sehr gut

Autor:in: Anja Rein (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

[...] Im Moment gibt es in Deutschland eine Vielzahl an Untersuchungen zur Auswertung der
PISA und IGLU Ergebnisse. Diese versuchen Zusammenhänge und Gründe für die
Ergebnisse beider Studien zu liefern. Auf einen möglichen Zusammenhang zwischen diesen
beiden so unterschiedlichen Leistungsergebnissen deutscher Schüler will auch diese Arbeit
eingehen. In den Diskussionen um die deutsche Schulpolitik taucht immer wieder die Frage
nach der Legitimation eines Spezifikums des deutschen Schulwesens auf, nämlich der
Gliederung des deut schen Sekundarschulwesens in Hauptschule, Realschule und Gymnasium.
Nur zwei weitere OECD- Länder, die Niederlande und Österreich, haben ein gegliedertes
Schulsystem während der gesamten Sekundarstufe. So wird die Frage interessant wie diese
drei Länder im Vergleich zu den meisten anderen Ländern, deren Sekundarschulwesen
(zumindest in Phase I, also bis Ende der Pflichtschulzeit) ungegliedert ist, in internationalen
Schulleistungsvergleichen abgeschnitten haben. Mit dieser Fragestellung soll sich diese
Arbeit beschäftigen. Die Quellenlage zu diesem Thema ist relativ prekär, da eine Diskussion
um die grundsätzliche Form des Sekundarstufenwesens in Deutschland, aber auch in
Österreich, bildungspolitisch nicht erwünscht ist.3 Hier soll also die Entwicklung der Schulleistungen von Schülern von der Grundschule (IGLU/
TIMSS I ) an, über die Sekundarstufe (TIMSS II) bis hin zum Ende der Pflichtschulzeit
(PISA/ TIMSS III) anhand der verschiedenen Schullaufbahnen beobachtet werden. Diese
werden anschließend mit den Leistungen von Schülern ohne spezifische Schullaufbahnentscheidung,
also in Ländern mit Einheitsschulsystemen, verglichen.
Die ursprüngliche Absicht war, diese Arbeit nur mit den empirischen Daten von PISA und
IGLU zu bearbeiten, da schon dieses dem Umfang einer Hauptseminararbeit gerecht geworden
wäre. [...]
3 Vergl: Baumert, J., u.a., Deutsches PISA-Konsortium (Hg.): PISA 2000, S, 411. Und: Schumann, B., Das
zweigliedrige Schulsystem in Österreich ist gescheitert, aber die Bundespolitik ist nicht zum Kurswechsel bereit
in: Gesamtschule in Nordrhein -Westfalen, Heft I/2003

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Betrachtung der Länder mit gegliederten Sekundarstufen

2.1. Deutschland

2.1.1. Beschreibung des Schulsystems

2.1.2. Leistungsverteilung in den verschiedenen Schulformen und Bewertung in internationalen Schulleistungstests

2.2 Österreich

2.2.1. Beschreibung des Schulsystems

2.2.2. Leistungsverteilung in den verschiedenen Schulformen und Bewertung in internationalen Schulleistungstests

2.3. Niederlande

2.3.1.Beschreibung des Schulsystems

2.3.2.Leistungsverteilung in den verschiedenen Schulformen und Bewertung in internationalen Schulleistungstests

3. Betrachtung der Länder mit gestuften Schulsystemen

3.1 Norwegen

3.1.1.Beschreibung des Schulsystems

3.1.2.Bewertung in internationalen Schulleistungstests

3.2. Neuseeland

3.2.1.Beschreibung des Schulsystems

3.2.2.Bewertung in internationalen Schulleistungstests

4. Deutung der Ergebnisse

5. Verwendete Literatur und Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Struktur des Sekundarschulwesens und den Schulleistungen 15-jähriger Schüler im internationalen Vergleich. Ziel ist es, zu analysieren, ob gegliederte Schulsysteme im Vergleich zu gestuften Systemen ohne institutionelle Separierung zu unterschiedlichen Leistungsergebnissen führen und ob eine frühe Selektion die Leistungsfähigkeit beeinflusst.

  • Vergleich von Schulsystemen (gegliedert vs. gestuft)
  • Analyse internationaler Schulleistungsstudien (PISA, TIMSS, IGLU)
  • Einfluss von Selektionszeitpunkten auf den Schulerfolg
  • Untersuchung von Leistungsstreuungen innerhalb der Schulformen
  • Herausforderungen der Homogenisierung vs. individuellen Förderung

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Leistungsverteilung in den verschiedenen Schulformen und Bewertung in internationalen Schulleistungstest

Die Leistung deutscher Schüler in der 4. Klasse ist sehr hoch und trotz relativ heterogener Schülerschaft auch äußerst homogen. IGLU zeigt hierzu in der Lesekompetenz eine bemerkenswert geringe Streuung der Leistungen, trotz des hohen Leistungsniveaus. Damit belegt Deutschland in der allgemeinen Vergleichsskala mit 539 Punkten den 12. Platz. Bei den Naturwissenschaften schneidet Deutschland mit 560 ( Platz 6) sogar noch besser ab. Auch hier ist die Leistungsstreuung relativ gering.

Interessant wird es nun, wenn man die schlechten Leistungen der deutschen Schüler in PISA und TIMSS auf Schulstufen verteilt betrachtet und dabei auch hier die Überlappungen in den Kompetenzstufen nicht außer Acht lässt. Zum Zeitpunkt der Erhebungen von TIMSS II befanden sich die Schüler in der 7. / 8. Klasse. In dieser Arbeit soll wegen der besseren Vergleichbarkeit zu PISA mit den Daten der achten Klasse gearbeitet werden, denn bei PISA befanden sich die Schüler mehrheitlich in der 9. Klasse. Die Schullaufbahnentscheidung liegt also im Regelfall schon vier bis fünf Jahre zurück. Die Aufteilung auf die verschiedenen Bildungsgänge soll den Schülern in Deutschland ermöglichen in möglichst homogenen Gruppen ihren Fähigkeiten nach gefördert zu werden. Es wäre also anzunehmen, falls die deutsche Zielsetzung der Förderung homogener Gruppen ja nach Begabungsgrad sinnvoll ist, dass sich die unterschiedlichen Bildungsniveaus seit der Übergangsempfehlung weit auseinander entwickelt haben. Danach müssten die Überlappungen auf den Kompetenzstufen relativ gering ausfallen. Bei näherer Betrachtung der Situation lässt sich das aber weder bei der TIMSS II- Studie noch bei PISA nachweisen, das Gegenteil ist sogar der Fall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Anlasses für die Arbeit durch die PISA- und IGLU-Ergebnisse und Formulierung der Fragestellung hinsichtlich der Legitimation des gegliederten deutschen Sekundarschulwesens.

2. Betrachtung der Länder mit gegliederten Sekundarstufen: Analyse der Schulsysteme sowie der Leistungsverteilungen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden anhand internationaler Daten.

3. Betrachtung der Länder mit gestuften Schulsystemen: Untersuchung der Gesamtschulkonzepte in Norwegen und Neuseeland und deren Auswirkungen auf die Chancengleichheit und Leistung.

4. Deutung der Ergebnisse: Synthese der Befunde und kritische Diskussion über den Nutzen früher Selektion im Vergleich zu gestuften Systemen.

5. Verwendete Literatur und Anhang: Auflistung der herangezogenen Quellen sowie graphische Darstellungen der Bildungssysteme und Vergleichsstatistiken.

Schlüsselwörter

Schulleistungstests, PISA-Studie, IGLU, TIMSS, Sekundarschulsystem, gegliedertes Schulsystem, Gesamtschule, Leistungsstreuung, Selektion, Bildungsniveau, Schullaufbahnentscheidung, Internationale Vergleichsstudien, Kompetenzstufen, Bildungslandschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Struktur des Sekundarschulsystems auf die Leistungen von 15-jährigen Schülern im internationalen Vergleich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung fokussiert sich auf den Vergleich zwischen gegliederten Schulsystemen (Deutschland, Österreich, Niederlande) und gestuften Schulsystemen (Norwegen, Neuseeland) unter Berücksichtigung von Schulleistungsdaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob die Gliederung des Schulwesens in verschiedene Schultypen tatsächlich zu einer homogenen Leistungsförderung führt oder ob alternative Konzepte effektiver sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse und Interpretation empirischer Daten aus internationalen Schulleistungsuntersuchungen wie PISA, IGLU und TIMSS.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Bildungssysteme und die Testergebnisse der fünf untersuchten Länder detailliert dargestellt, um anschließend die Leistungsentwicklung über die Schulstufen hinweg zu vergleichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Schulleistungstests, PISA, gegliedertes Schulsystem, Selektion, Bildungsniveau und Leistungsstreuung.

Wie schneidet Deutschland in den untersuchten Studien ab?

Deutschland zeigt in der Grundschule (IGLU) gute Leistungen, fällt jedoch in den darauf folgenden Sekundarstufen in PISA und TIMSS in den Leistungsvergleichen deutlich ab.

Was ist das bemerkenswerte Ergebnis zur Leistungsentwicklung in Neuseeland?

Neuseeland zeigt als einziges untersuchtes Land eine kontinuierliche Leistungssteigerung von der Grundschule bis zum Alter der 15-jährigen Schüler.

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Details

Title
Die Auswirkungen des Sekundarschulsystems auf die Leistungen von 15-jährigen – Versuch eines internationalen Vergleiches
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik)
Course
Hauptseminar: Schulleistungstests im Internationalen Vergleich
Grade
15 Punkte, sehr gut
Author
Anja Rein (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V23977
ISBN (eBook)
9783638269674
Language
German
Tags
Auswirkungen Sekundarschulsystems Leistungen Versuch Vergleiches Hauptseminar Schulleistungstests Internationalen Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Rein (Author), 2003, Die Auswirkungen des Sekundarschulsystems auf die Leistungen von 15-jährigen – Versuch eines internationalen Vergleiches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23977
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